Gedanken oder Fragen

16.02.2012 um 07:16 Uhr

Die Schneekönigin

Stimmung: gut

Da setzte sie sich hin und weinte;
aber ihre Tränen fielen gerade auf die Stelle, wo ein Rosenstrauch versunken war, und als die warmen Tränen die Erde benetzten, schoss der Strauch auf einmal empor, so blühend, wie er versunken war, und Gerda umarmte ihn, küsste die Rosen und gedachte der herrlichen Rosen daheim und mit ihnen auch des kleinen Kay.

So heisst es in Christian Anders Märchen

Die Schneekönigin (klick hier um das Märchen zu lesen)

Ich liebte als Kind, dieses Märchen von Gerda und Kay.
Von diesem Mädchen, dass alles, aber auch alles tut, um ihren Kay wiederzufinden.
Kay, der einen Splitter des Spiegels, der alles hässlich macht, ins Auge bekam und sein Herz zu Eis gefror..

Nachdem er mit der Schneekönigen, dieser so schönen kalten Frau, in ihren riesigen Eispalast fuhr.
Die Schneekönigin, die von sich sagte, dass sie im Spiegel des Verstandes sässe, und dass dieser der einzige und der beste der Welt sei.

Was fieberte ich mit Gerda, auf der Suche nach ihrem Kay mit. Wusste schon immer genau an welchen Stellen mir die Tränen kamen.
Und nie wollte ich wie Kay werden, der das wirklich schöne nicht mehr sieht. Niemals. Hoffte so sehr, wenn es einmal so kommen sollte, dass es auch für mich eine Gerda gibt, die mich sucht, mein Herz wieder auftaut.
Ich bin nicht wie Kay geworden, hoffe ich zumindest.
Es kamen wohl auch einige Gerdas, die mich suchten. Und vielleicht hatte ich doch manchmal ein kleines Stück dieses Splitters, des Spiegel des Verstandes im Herzen. So dass ich Gerda nicht erkennen konnte.

Nein, ich will nicht wie Kay sein, ich will mit dem Herzen sehen, ich will fühlen. Im Märchen geht es meistens gut aus. In der Wirklichkeit aber?

Da sassen sie beide, erwachsen und doch Kinder, Kinder im Herzen, und es war Sommer, warmer wohltuender Sommer.

Da dieser Eintrag aus dem Februar 2008 gerade so gut passt.
Und ich eine sehr gute, wenn auch vielleicht eigenwillige, Interpretation des Märchens als "Pubertätätsdrama" gefunden habe, in der schlüssig dargelegt wird, es handelt sich um die Geschichte zweier Kinder auf dem Weg in das Erwachsenenleben.

Siehe hier

Die Schneekönigin.com/ute an wolfgang *klick*

Da ist eure Meinung gefragt, wie ihr die Interpretation des Märchens und der Märchenwelt von Ute seht.
Ich denke, man kann dieses Märchen, diese Geschichte durchaus im Sinne von Ute's Interpretation sehen und lesen.
Es ist zwar noch kein Sommer, aber die bitterkalten Nächte sind vorbei und das Eis auf den Teichen taut und schmilzt langsam in der Mittagssonne,
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16.02.2012 um 05:22 Uhr

Zitat über die Treue

Liebe schwärmt auf allen Wegen;
Treue wohnt für sich allein.
Liebe kommt euch rasch entgegen;
Aufgesucht will Treue sein.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Claudine v. Villa Bella )
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