Gedanken oder Fragen

04.07.2012 um 20:39 Uhr

Wovon träumt ein Baby

Den grössten Teil der Zeit verbringt ein Baby schlafend oder schlummernd.
Meistens wohlig, manchmal lächelnd, manchmal das Gesicht verziehend.
Bis es dann erwacht und mit grossen staunenden Augen sich die Welt betrachtet.
Aber was träumt ein neugeborenes Kind? Wenn es schläft, wird es auch Träume haben. Gute Träume, aber auch Albträume, wenn der Alb auf seiner Brust sitzt.

Nun mag sich mancher fragen, was kann ein Kleinkind, welches erst seit kurzem auf der Welt ist, überhaupt träumen, es hat ja noch nicht viel gesehen und erlebt.

Ich bin mir sicher, das Baby träumt schon im Mutterleib, alleine schon um sein Gehirn auszubilden. Es nimmt da schon Geräusche, Melodien, Zusprache und vieles andere wahr. Ebenso wohl die Stimmungslage, Gefühle und Emotionen der Mutter.
Schon alleine, da es mit deren Blutkreislauf verbunden ist.

Inwieweit das Kind im Mutterleib auch an ihre Gedanken, inneren Bilder und Erinnerungen teilhaben kann, ich weiss es nicht.
Könnte mir aber vorstellen, dass die Erinnerungen der Mutter sich teilweise auch auf das noch nicht geborene Kind übertragen könnten. In einer Art innerer Gedankenübertragung durch Botenstoffe. Aber dieses ist Spekulation von mir.

Dann kommt der Geburtsvorgang, ein Trauma für das Baby schlechthin.
Aus der schwerelosen Leichtigkeit wird es unter Gewalt in diese für ihn doch gleissend helle und kalte Welt mit ihrem Lärm geworfen. Kann kaum atmen, brauchte es bisher ja auch nicht. Wer würde da nicht schreien?

So wie die kleine Hummel von Sunny anfing zu quäken und Sunny sich fragte, können Babys überhaupt schon einen Alptraum haben?

Hummelchen/Geräusch von Sunnysightup*klick*

Beim lesen ihres Eintrages fielen mir wieder viele meiner Baby und Kleinkindträume ein, mir wurde einiges klarer und bewusster. Dafür danke ich Sunny sehr.

Ich träumte als Baby und als Kleinkind häufig davon, ich könne fliegen. Fragte mich immer woher derartige Träume kommen könnten. Denn natürlich bin ich als Baby nicht geflogen. War am überlegen, ob es aus den Urzeiten kommt, in denen die Vorläufer des Menschen vielleicht mal fliegen konnten, dieses Wissen irgendwie gespeichert ist.
Aber dann kam mir die Erkenntnis, diese Scherelosigkeit im Fruchtwasser des Mutterleibes, es ist wie fliegen zu können. Ähnlich des schwimmens und tauchen unter Wasser.
Es half mir in meinen Albträumen, die ich als Baby hatte, den Kreaturen, wie zum Beispiel Tigern und Löwen sowei anderen Ungeheuern zu entkommen, die nach mir schnappen wollten, mich verfolgten. Gut, Tiger und Löwen hatte ich zu der Zeit auch noch nie gesehen, trotzdem kamen sie in meinen Träumen als Gefahr vor, Frage mich, was sie da zu suchen hatten?
Ich breitete dann die Arme aus, begann damit zu rudern und erhob mich in die Lüfte. Es war fürchterlich anstrengend, diese Art des Fliegens, auch nicht so wirklich durch die Armbewegungen steuerbar, mal kam ich höher, dann sackte ich trotz kräftiger und schneller Armbewegungen wieder nach unten, zu den schnappenden Bestien. Ein Gleiten durch die Lüfte, wie ich es in Gedanken machen kann, war es nie. Hatte ja auch keine Flughäute zwischen den Fingern und Armen, auch keine Engelsfederflügel.
Vielleicht hätte ich mir diese dazuträumen sollen, aber wer weiss das als Baby schon?

Nein, es war ähnlich wie eine Lageveränderung durch Arm ud Fussbewegungen im Wasser der Fruchtblase.

Auch heute noch träume ich desöfteren, ich befinde mich in irgendwelchen Gebäuden, will in einen anderen Raum, es führt aber nur ein äusserst enger Durchgang oder eine Luke dorthin, durch die man normalerweise nicht hindurchpassen würde. Ich lasse mich dann immer hindurchgleiten/fallen, wundere mich anschliessend wie leicht es doch ging, in diese ander, hinter dem äusserst kleinen Durchgang liegende schöne und interessante Welt zu kommen.
Auch diese Träume hängen scheinbar mit dem Geburtsvorgang zusammen, wenn ich es mir recht überlege.
Mit 3 Jahren, war es dann mit den Fugkünsten im Traum vorbei, da hatte mich wohl die Realität eingeholt. Auch wenn ich gerne beim herumlaufen spielte, fliegen zu können. Es klappte einfach nicht, egal wieviel Anlauf ich nahm. Selbst das einfache hinauflaufen an einer Wand funktionierte nicht so wirklich. Und beim heruntersprinen mit einem Regenschirm als Fallschirm, klappte dieser immer nach oben weg. Der Mensch ist eben kein Flieger.
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