Gedanken oder Fragen

26.07.2010 um 19:00 Uhr

Absurde Planung

Einfach absurd, die Planung der Loveparade.
Wie kann man nur so ein Ereignis, ein Raverfest wie die Loveparade auf einem eingezäunten Platz stattfinden lassen?
Dazu noch nur erreichbar durch zwei Tunnelröhren.
Die Menschen hineingehen lassen, aber drinnen die Einänge zum Festgelände wegen Überfüllung sperren, so dass für die im Tunnel befindlichen es kein Entkommen gibt bei aufkommen einer Panik?

Gerade in einem Tunnel, in dem Schreie, gepfeife, die Sirenen des Polizeiwagen in der Menge, von den Wänden widerhallen, fühlen sich Menschen eher i die Enge gedrängt, als wenn so etwas draussen geschieht.

Dann noch das Sicherheitskonzept von den Experten verteidigen zu wollen, mit der Ausrede die Menschen hätten sich nicht rational oder vernünftig verhalten, sonst wäre es nicht zu dieser Katastrope gekommen mutet seltsam an.

Ob Bauzäune ein gutes Mittel sind, um Menschenmengen zu kanalisieren bleibt auch die Frage.
Wer gegen einen solchen Zaun gequetscht wird, ist gefährdeter als wenn dort kein Zaun gestanden hätte.
Besonders gefährlich werden diese Zäune, wenn versucht wird sie zu überklettern oder umzuwerfen.
Wer darunter eingelemmt wird, während andere über das Zaunelement laufen, hat kaum eine Chance.
Soll nicht vorkommen, kommt aber vor.

Wenn von stark alkoholisierten oder bekifften Menschenmengen geschrieben wird, so zeigen die You Tube Aufnahmen aus dem Tunnel etwas anderes. Sie zeigen friedfertige Menschen, die sich auf diese Veranstaltung freuten.

Loveparade, sie war einmal ein Umzug, eine Parade, auf der zu DJ Bühnen umgebaute Trucks eine Strecke abfuhren, die Menschen am Strassenrand feierten und AUSWEICH sowie RÜCKZUGSMÖGLICHKEITEN hatten.
Nicht auf einem eingezäunten Platz ohne wirkliche Zu- und Abweung eingepfercht wurden.

Mich wundert diese Idee der Veranstalter und Stadtoberen der Stadt Duisburg.

Denn wer von ihnen würde schon auf die Idee kommen, die Karnevalsumzüge der Stadt Duisburg, Koeln und des gesamten Ruhrgebietes zusammenzulegen und dann diese Umzüge gemeinsam auf einem eingezäunten Platz eines alten Güterbahnhofes stattfinden zu lassen. Den die Jecken aus ganz Deutschland nur über zwei Tunnelzuführungen erreichen können?
Während drinnen auf dem Festplatz die Karnevalswagen ihre Runden um den alten Lokschuppen drehen.
Auf die Idee würde wohl kaum ein Stadtoberhaupt der Region kommen.

Warum aber kamen sie bei einem derartigen Grossereignis, wie es die Loveparade ist, auf eine derartig absurde Idee?

Wer weiss, vielleicht findet der nächste Karnevalumzug der Region ja auch auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes Duisburg statt?
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. andrina schreibt am 28.07.2010 um 22:20 Uhr:dass das passiert ist ,ist einfach nur schrecklich...
    ich wüsste nicht wie ich in so einer beengenden menschenmasse reagiert hätte, das ist einfach furchtbar... hab das einmal im kleinen erlebt und das war auch schon grausam...
    es war ein lokal, das draussen und drinnen die gäste bewirtet und zum schulabschluss waren da immer vieeel zu viele leute und im zwischengang war dann auch so ein wahnsinniges gedränge, war froh als ich da draussen war!

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