Gedanken oder Fragen

03.09.2010 um 02:36 Uhr

Alles offenlegen in Duisburg

Es sollte alles bedingungslos offengelegt werden.
So hiess es von den Verantwortlichen der Loveparade Katastrophe in Duisburg.
Ein Innenausschuss des Düsseldorfer Parlaments sollte Klarheit schaffen.

Doch statt Klarheit gab es nur Schuldzuschiebungen und nichtbeantwortete Fragen.
Bürgermeister Sauerland weist nach wie vor alle Schuld von sich.
Veranstalter und Polizei ebenfalls.
Scheinbar hat es keine Organisationspanen gegeben.

Letztendlich wird wohl der WDR die Schuld für das Unglück bekommen, denn sie machten Werbung für das Event, sorgten mit für die strömenden Menschenmassen.
Interviewten Veranstalter Schaller auf dem Loveparade Platz vor einem stehenden MC Fit Float LKW.
Diese sollten im Grunde ihre Runden über den Platz drehen, um die Mengen zu verteilen. Jetzt standen alle Floats etwa eine Stunde lang.
Wer liess sie just in dem Moment halten, als der MC Fit Float mit dem Schriftzug günstig für die WDR Kameras stand? Damit nicht der Float Funktion nachkam, die Menschenmengen zu verteilen.
Vielleicht äussert sich der WDR ja noch, ob er den stehenden LKW mit der MC Fit Werbung als Interview Hintergrund haben wollte, oder ob die Trucks auf Anweisung des Veranstalters dort hielten.
Ob dieser Halt einen Einfluss auf das Geschehen vor der Rampe ausübte ist fraglich.


Veranstalter Schaller sagt, die Polizei hat Fehler gemacht. Die Polizei behauptet, die Planung des Veranstalters war mies. Die Stadt sagt, sie kann garnichts dafür, sie hätte alles richtig gemacht.
Dem WDR wurde bisher noch keine Schuld gegeben.
Vielleicht kommt das ja auch noch, nachdem schon woanders den Besuchern die Schuld gegeben wurde.
Es wird alles offengelegt, haben sie versprochen, fragt sich nur wann.

Die Eltern der toten Jugendlichen leiden.
Die Teilnehmer, die nahe am Tode waren, haben immer noch Albträume, leiden unter ihrem erlittenen Trauma.
Während die Verantwortlichen immer noch die Verantwortung hin und herschieben.
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