Gedanken oder Fragen

08.08.2010 um 07:13 Uhr

Gehen oder bleiben

von: sternenschein   Kategorie: Liebe und Emotionen   Stichwörter: gehen, bleiben, lieber, besser, August

Stimmung: gut

Das Leben ist voller Entscheidungen.
Gehen oder bleiben?


Manchmal bin ich gegangen, wo ich besser geblieben wäre..
Und manchmal blieb ich, auch wenn es besser gewesen wäre zu gehen.

Aber geht das nicht fast allen so?
Kennt dieses gehen oder bleiben Gefühl nicht fast jeder?

Bleib ich, oder gehe ich, diese Frage stellt sich oft, in vielerlei Situationen.
In Partnerschaft, Freundschaft, im Arbeitsleben und in ganz banalen Dingen des Alltags.

Wenn ich genau darüber nachdenke, hängt doch sehr viel davon ab, für was man sich entscheidet.
Fürs gehen oder bleiben.
Diese Gedanken kamen mir, da ich in etlichen Blogs momentan von diesen Entscheidungen zu gehen lese.
Ist der August ein Gehmonat?

Hier bei Blogigo werde ich bleiben, da brauche ich nicht zu entscheiden. ;-).
Da halte ich es nicht mit den Bremer Stadtmusikanten die sagen:" Etwas besseres als hier, finden wir wohl überall".

Diesen Eintrag schrieb ich letztes Jahr im August.
Jetzt haben wir schon wieder August.*lach*
Gehmonat?
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. eineReisende schreibt am 16.08.2009 um 23:39 Uhr:Lieber Sternenschein,
    "Gehen oder bleiben" - das ist auch für mich ein schwieriges Thema.
    Auf der einen Seite kann ich eine verlässliche Freundin sein. Meine beste Freundin kenne ich 25 Jahre.

    Auf der anderen Seite kann ich eine Beziehung von jetzt auf gleich beenden wenn ich merke, das sie für mich keinen Sinn mehr macht. (Beziehungen beenden zu können, ohne zurück zu schauen, sei eine Eigenschaft meines Sternzeichens Steinbock, kommentierte meine Nachbarin seiner Zeit.)

    Zur Konsequenz gehört in meinen Augen immer eine gewisse Härte. Manchmal frage ich mich, wie viel Härte ich mir beim konsequenten Beenden einer Beziehung selber antue.

    Wie Du weißt habe ich mein letztes Arbeitsverhältnis aus Vernunftsgründen beendet, obwohl mein Herz an den Menschen hing. Das war ein großer Fehler, den ich nicht nochmal machen werde, wie ich heute weiß.

    Auf der anderen Seite kann ich es gar nicht erwarten, das jetzige Arbeitsverhältnis zu beenden. *schulterzuck *g

    Du siehst, eine richtig gute Einstellung zum Thema "Gehen oder bleiben" habe ich noch nicht gefunden.

    Ob der August ein Gehmonat ist kann ich Dir leider nicht beantworten.

    Herzlichen Gruß
    eineReisende
  2. Sterntalermaedchen schreibt am 16.08.2009 um 23:49 Uhr:Liebe Reisende, ich zitiere dich mal, wenn ich darf. ;)

    "Beziehungen beenden zu können, ohne zurück zu schauen, sei eine Eigenschaft meines Sternzeichens Steinbock, kommentierte meine Nachbarin seiner Zeit."

    Ohja, das kommt mir wohl auch gerade zu Gute. Ich habe lange dafür gebraucht, diese Entscheidung zu treffen, was für mich sehr typisch ist. Aber ich HABE sie getroffen und ich BIN gegangen. Und von diesem Zeitpunkt an war ich konsequent. Das bedeutet sicher auch eine gewisse Härte sich selbst gegenüber, aber das ist für mich in Ordnung. Weil ich weiß, dass meine Entscheidung richtig war, denn sie ist lange Zeit in mir gereift. Das was danach kommt, ist nicht halb so schlimm wie die Zweifel, die mich im gesamten letzten Jahr quälten.
    Es ist schwer jetzt, aber es ist gut so wie es ist.
    Gehen hat auch etwas ungemein Befreiendes. Obwohl es mir auch wichtig ist, dass ich einen Ort habe, an dem ich bleiben kann.
  3. eineReisende schreibt am 16.08.2009 um 23:55 Uhr:Ich glaube, ich bin in den letzten Jahren zu oft gegangen - habe gehen müssen.
  4. eineReisende schreibt am 16.08.2009 um 23:57 Uhr:Dem Gehen oder bleiben kann man, glaube ich, keine eindeutige Wertung zuschreiben. Es kommt darauf an, wie die Situation war, aus der man gegangen ist bzw. in der man bleibt.
  5. Sterntalermaedchen schreibt am 17.08.2009 um 00:12 Uhr:Das stimmt wohl... und es kommt auch immer auf die Sichtweise an. Man muss ja schließlich gehen um irgendwann ankommen zu können. ;)
  6. eineReisende schreibt am 17.08.2009 um 00:24 Uhr:Yes

    In meinem Blog habe ich gerade den Beitrag "Handlungsbedarf" geschrieben, der ganz gut zu diesem Thema paßt (ohne Dich auf meine Seite locken zu wollen :-)) ;o) ).
  7. Sterntalermaedchen schreibt am 17.08.2009 um 00:37 Uhr:Hihi, da geh ich sofort (nochmal) gucken. Grüble schon die ganze Zeit über deinen letzten Eintrag.
  8. eineReisende schreibt am 17.08.2009 um 00:45 Uhr:Worüber grübelst Du? Wenn Du mich fragst kann ich Dir eine Antwort geben. ;o)
  9. Sterntalermaedchen schreibt am 17.08.2009 um 00:52 Uhr:Hihi, hab dir da sofort geantwortet in dem Eintrag. Hoffe, Sternenschein macht es nichts aus, wenn wir hier soviel fast-off Topic schreiben. ;)
  10. sternenschein schreibt am 17.08.2009 um 03:42 Uhr:@EineReisende,
    beim Nachdenken als ich diesen Eintrag schreiben wollte, merkte ich erst wieviele Situationen es gab, in denen ich blieb oder ging.
    Und welche grosse Rolle für das Leben dieses spielte.
    Ich glaube, da kann man auch garkeine Einstellung zu gewinnen, denn die Folgen, Gründe und die dazugehörigen Gefühle sind ja jedesmal verschieden.
    Fast glaube ich, unser Gefühl zu dem jeweiligen Zeitpunkt weiss es oftmals besser, als unser intellekt. Das Gefühl ist seismischer im Wahrnehmen, als unser denken.

    @sterntalermädchen,
    ach was, off-topic ist es ja nicht..;-)
    Heute las ich gerade bei einer Userin, die schon sehr lange nichts geschrieben hatte,
    "Nichts hat sich geändert in dem letzten Jahr, es ist immer noch so wie es war, vielleicht sogar schlimmer geworden, er liebt den Alkohol mehr als mich, und ich habe immer noch gehofft.
    Jetzt wird es Zeit, ich packe meine Koffer."
    Ähnliche Entscheidungen in verschiedenen Situationen habe ich in der letzten zeit öfter gelesen. Deshalb fragte ich ob der August ein Gehmonat ist.Es ist ja oftmals so, dass man sich etwas vom Frühjahr und Sommer erhofft, denkt, dann wird es vielleicht besser.
    Wenn es nicht so kommt, ist vielleicht der August ein guter Monat zum gehen und neu anfangen.

    Liebe Grüsse


    Und das was du sagst, ein Jahr voller Zweifel und Hoffnungen leben, die dann wieder enttäuscht werden, hindern sehr am leben. Machen die Tage düster und engen die gedanken ein. Irgendwie entfernt man sich in solchen Situationen immer weiter von sich selbst.
    Da ist dann das Ende im gewissen Sinne eine Befreiung und Entfesselung, von den Fesseln die man sich in dieser Zeit selbst anlegte.
    Die eigene Welt wurde so eng, jetzt kann sie wieder weiter werden.
    Liebe Grüsse
  11. Wari schreibt am 18.08.2009 um 13:14 Uhr:zu gehen oder bleiben fällt mir das ende von "geh, wohin dein herz dich trägt" ein: "Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte.
    .....
    Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."

    ich habe oft genug nicht gewartet, sondern bin einfach drauflos gelaufen, manches mal in die falsche richtung. und trotzdem so mancher weg vielleicht hinterher nicht der richtige zu sein schien, so erachte ich aus heutiger sicht jeden als den richtigen. denn sonst wäre ich nicht ich und niemals an den punkt gekommen, an dem ich heute stehe.
    mittlerweile spüre ich einfach viel öfter und schneller, ob ich gehen oder bleiben soll. das trifft natürlich nicht auf jede situation zu, aber im kleinen ist es immer stimmig und ich sehe es dann auch nicht mehr als härte gegen mich oder andere, wenn ich denn gehe.
  12. Wari schreibt am 18.08.2009 um 13:16 Uhr:so, nun aber noch mal ordentlich zitiert: "Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte.
    .....
    Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."

    sorry, aber da ist ein stückchen entfleucht :)
  13. sternenschein schreibt am 19.08.2009 um 02:12 Uhr:@Wari,
    danke für das schöne Zitat.
    Zu gehen oder zu bleiben ist irgendwie von enormer Tragweite, wie ich finde.
    Ich sehe es auch so wie du, auch wenn es nicht immer richtig war zu gehen oder zu bleiben, so ist es doch das was auch mich geformt hat und im nachhinein sich anfühlt, als sollte es so sein, um einen ganz besimmten Zweck zu erfüllen.
    Liebe Grüsse
  14. jedderuesch schreibt am 19.08.2009 um 10:58 Uhr:Neulich habe ich - war das nicht sogar hier irgendwo? - etwas gelesen, mit Herbst mögen und verlieben im Frühling und dann im Herbst merkt man dann, dass es fester wird...oh Hilfe, helft mir auf die Sprünge, wo das war! Ich komm nicht drauf, aber das Bild gefiel mir, obwohl meine bisherigen Frühingsverliebereien immer kurze Zwichenspiele waren und die Sommer/Herbstverliebereien eher die langfristigen...
    Für mich persönlich ist der August kein Gehmonat...auf Fehmarn bleiben wollen...und woanders "bleiben" wollen (ganz unbedingt...)....und gegangen bin ich bisher oft in den Wintermonaten, November, Dezember.
    Aber irgendwie kann ich mir vorstellen, dass es doch was mit dem Monat zu tun hat - Ferienende, neues "Jahr" (?) fängt irgendwie an (ein neuer Abschnitt), überall die Vorbereitungen für den Herbst, Ernte einbringen?? sowas in der Art? Und deswegen Blick auf das bisher "Erreichte" und dann "ausmisten" (hui, hartes Wort)...vielleicht so.

    Beim Denken direkt einfach aufgeschrieben, daher nur Gedankenfusselchen.

    Alles Liebe und einen wunderschönen Tag wünscht Jedde
  15. Moo schreibt am 21.08.2009 um 06:54 Uhr:Tja... auch ich bin im August gegangen - sowohl physikalisch als auch psychisch
    Ob es richtig war: wer weiß. Aber gehen gehört immer dazu - sonst käme man ja auch nie an...
  16. inge schreibt am 08.08.2010 um 21:36 Uhr:tja.... viele sind gegangen, hier, jetzt, im august.
    ich werde noch aushalten, ein weilchen, und im september gehen.
    wenn ich denn gehe.
    mein kopf hat die entscheidung fest, mein herz noch nicht.
    vielleicht muss ich noch ein wenig sitzen und lauschen....
    liebe grüße euch....
  17. Nasoetwas schreibt am 14.08.2010 um 09:04 Uhr:Ich bin gegangen und geblieben.

    Herz und Kopf sind sich nicht immer einig. Manchmal siegt der Verstand. Manchmal das Herz. Manchmal muss man (auch wenn das Herz schmerzt) einen scharfen Schnitt machen. Aber immer muss man seine Eintscheidungen selbst treffen.
    Ich mag Niemandem raten. Eventuell sagen welche Möglichkeiten des Überlegens und Prüfens es gibt (wenn ich es denn weiß)

    Ich wünsche allen immer die richtige Entscheidung

    LG
    nasowtwas

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