Gedanken oder Fragen

23.02.2012 um 06:39 Uhr

Ich bin ich und die Selbstwahrnehmung

Sehen wir den anderen wirklich?
Oder sehen wir in unserem Gegenüber nur was wir sehen und wahrnehmen wollen?
Erschaffen uns ein Bild, welches scheibar mit der Realität übereinstimmt, doch das Gegenüber mit seiner ganzen Persönlichkeit nicht wirklich erfasst.

Viele fühlen sich ja nicht wirklich erkannt, viele fühlen sich auch verkannt.
Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung differieren häufig.
Wobei die Sache mit der Selbsteinschätzung auch nicht gerade einfach ist.
Denn wer kennt sich schon selbst und schätzt sich auch wirklich und objektiv richtig ein?

Wir können Vorbehalte gegen manche Menschen haben, die auf Irrtümer beruhen, oder auch auf Vorurteile die in uns verfestigt sind oder uns "eingepflanzt" wurden.
Und diese Vorurteile, sie können wir auch in der Betrachtung unseres Selbstbildes haben.

Wie oft hören wir, wenn ein Mensch sich selbst Charakterisiert, er sei Tolpatschig, zu dünn oder dick, naiv, kein Mathe oder Sprachgenie und vieles andere, was häufig aber mit den von uns wahrgenommenen Realitäten garnicht übereinstimmt.

Ich bin ich!
Ich bin das, was Du erst dann sehen wirst,
wenn Du Deine Augen öffnest!


Schrieb @Witchboard hier mal in einem Kommentar.
Ich finde es ist ein wunderschönes Zitat.
Wir sollten wohl viel öfter die Augen WIRKLICH öffnen, nicht nur um zu sehen was wir sehen wollen, sondern um den anderen wirklich und ganz wahrzunehmen.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. loveaholic schreibt am 23.02.2012 um 09:14 Uhr:das denk ich wird vielleicht schwer sein. wenn wir die augen wirklich oeffnen wollen, muessen wir uns selbst erstmal richtig 'wahrnehmen' und ehrlich sein. wie wollen wir es gegenueber andere wenn wir es zu uns selbst nicht sind? ehrlich? und offen?
    aber moeglich. und wichtig vor allem.
  2. Puppy111 schreibt am 23.02.2012 um 09:24 Uhr:Ja, das ist wirklich schwierig. Das "Nicht-richtig-sehen" tut ja niemand mit Absicht. Oft haben wir auch garnicht die Möglichkeit jemanden komplex zu erkennen. Das erfordert Zeit, Gelegenheit, Geduld und die Bereitschaft von beiden Seiten sich zu öffnen . Da man sich auch immer wieder über sich selbst wundert, brauch man nicht erstaunt sein ,wenn man von anderen Menschen überrascht wird.
    Meine These ist : Man kennt sich selber nicht, wie kann man dann einen anderen kenne . ( Stimmt irgendwie und irgendwo mit der Anfangsaussage überein .)
  3. Lyriost schreibt am 23.02.2012 um 15:16 Uhr:Im Laufe der Jahre bildet sich bei den meisten Menschen ein Geflecht von Vorurteilen, die sie Erfahrung nennen, und deshalb betrachten sie die andern (wie sich selbst) meist recht oberflächlich und geben ihnen nur dann die Chance, genauer angeschaut zu werden, wenn sie ins Schema passen, das er sich zurechtgelegt hat. Es ist sehr schwer, ein solches Verhalten abzustellen, weil dem unbewußte, nicht reflektierte Prozesse zugrunde liegen.
  4. Lyriost schreibt am 23.02.2012 um 15:21 Uhr:"... das sie sich zurechtgelegt haben", muß es richtig heißen. Sorry.
  5. Rabenmutter schreibt am 23.02.2012 um 15:29 Uhr:Die Frage ist, ob wir uns selber wirklich richtig sehen... bzw. wolen wir von anderen wirklich richtig gesehen werden... manch einer hat so viele innere Mauern aufgebaut, dass er gar nicht wirklich zu sehen ist. Ein schänes Vorhaben, aber schwer umzusetzen.
  6. teddy42 schreibt am 23.02.2012 um 15:46 Uhr:Ich glaube, daß es viele Menschen gibt, die gar nicht so gesehen werden wollen, wie sie "wirklich" sind, teilweise vielleicht, um sich vor anderen Menschen zu schützen, aus welchen Gründen auch immer.
  7. Muffin schreibt am 24.02.2012 um 00:53 Uhr:Bei dem Selbsteinschätzungstest, den ich letztens mal mit meiner Schwester gemacht habe, stand dabei, dass die Menschen, je höher ihre Position ist, sich umso schlechter selbst einschätzen können.
    Ich glaube auch, was Selbsteinschätzung angeht, liegen Frauen öfter falsch, als Männer, zumindest was ihr Aussehen angeht. Aber das ist nur so eine Vermutung. Da finde ich die aktuelle Werbung von Dove so toll, wo die Frauen auf der Straße gefragt werden, was sie an sich mögen und die meisten nur vor sich hin stammeln. Werden sie dagegen gefragt, was sie an ihrer Freundin besonders schön finden, kommen ganz viele Dinge.
    Wie man sich selbst einschätzt, hat aber vielleicht auch was damit zu tun, dass man vielleicht verurteilt werden könnte. Wer aus voller Überzeugung heraus behauptet er sei wunderschön, wird oft als eingebildet gesehen und dann beginnt der Mensch gegenüber Dinge zu suchen, die nicht perfekt sind. Behauptet ein Mensch hingegen er sei so hässlich, bekommt er auch genau das Gegenteil gesagt, meistens jedenfalls^^ Und das steigert dann das Selbstbewusstsein.

    Was die Einschätzung anderer Menschen angeht, haben wir wohl alle Vorurteile, keiner ist frei davon und ich finde es auch nicht schlimm, welche zu haben. Wichtiger ist doch, dass am Ende der Aha-Effekt stimmt, wenn die Person dann doch gar nicht so ist, wie wir sie einschätzen^^
    Eine gute Nacht wünsch ich und liebe Grüüüße ;)
  8. Phil_Sophie schreibt am 01.03.2012 um 10:43 Uhr:Du siehst mich jeden Tag anders aber realisierst es nicht. Viel später erst kommst du und sagst, du hast dich aber ganz schön verändert. Dabei stimmt das gar nicht, sondern ich glaube, deine Augen sind endlich offen.

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