Gedanken oder Fragen

19.12.2008 um 10:57 Uhr

Kafka und das Hindernis

Stimmung: gut

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da.

Zitat: Franz Kafka ( 1883 - 1924 )

Eins sehr treffendes Zitat von Franz Kafka, wie ich finde. Denn wieviel Zeit vertun wir doch damit nach Hindernissen zu suchen, auf dem Weg zur Lösung. Selbst wenn wir keine finden, so tendieren wir doch oftmals dazu uns künstliche aufzubauen, immer neue in Gedanken aufzurichten.

Gedankiche Hindernissen, die den Weg zur Lösung blockieren können. Selbst wenn sie nicht wirklich da sind und nur in unserer Phantasie bestehen.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Lyriost schreibt am 19.12.2008 um 12:26 Uhr:Aber nicht vergessen: Nur das Überwinden von Hindernissen stärkt uns. Wer nichts zu überwinden hat, erschlafft.
  2. 1mishou schreibt am 19.12.2008 um 13:06 Uhr:Ja es ist doch aber ein wenig wie Schach spielen, man sollte schon ein wenig überlegen...was wäre wenn, aber das sollte uns nicht zu sehr aus der Bahn werfen!
  3. Arydale schreibt am 19.12.2008 um 13:10 Uhr:Dem 'Einfachen' begenet man (auch ich) wohl auch eher mit Mißtrauen. Wär ja sonst einfach zu einfach das Einfache. Und dann braucht es Hindernisse. Ob die Hindernisse von Außen zugetragen werden, oder ob man sie sich selbst nur Im Kopf macht, ist im Grunde egal.
    Mein Eindruck ist auch, dass das Einfache, der Weg ohne Hindernisse, nicht oder seltener wertgeschätzt werden darf, weil es in gängigen Werten (Euros, Dollars, Noten, Urkunden...) schwerer oder oft gar nicht, zu bemessen ist.
    ...

    Das 'Einfache' ist wohl nur bedingt Gesellschafftsfähig.
  4. Kekschen schreibt am 19.12.2008 um 15:12 Uhr:Ich glaube er hat recht, im Hindernisse suchen bin ich auch ganz gut. Manchmal sollte man einfach weniger denken.
  5. eineReisende schreibt am 20.12.2008 um 01:00 Uhr:Dieser weise Satz ist einer von mehreren an einer Wand in meiner Wohnung.

    Bei großen Entscheidungen bin ich sehr dafür, das Für und Wider gut zu durchdenken. Bei Kleinigkeiten "tut das nicht Not", wie ich finde, dann konzentriert man seine Energien unnötig auf unwichtiges.

    Wir Deutschen im Allgemeinen und meine Familie im Besonderen (*g) ist sehr gut darin nach Hindernissen zu suchen, wie ich finde. Damit erschweren wir uns das Handeln - das Erleben - das Leben?

    Den Satz habe ich an meine Wand gepinnt, weil ich ihn beherzigen möchte.
  6. eineReisende schreibt am 20.12.2008 um 01:04 Uhr:Wenn ich eine relativ kleine Entscheidung im Alltag zu treffen habe frage ich mich manchmal: "Was ist das schlimmste was passieren kann, wenn du dich in diesem Fall falsch entscheidest?" (sprich ein Hindernis übersiehst)
    Meist wären die Folgen einer Fehlentscheidung so minimal, daß ich mich dazu entschließe, zu handeln und nicht weiter über mögliche Hindernisse nach zu denken.
  7. who_am_i schreibt am 20.12.2008 um 10:41 Uhr:Für manche Menschen gibt es nichts außer die Hindernisse in ihrem Leben. Das scheint eben das, was sie am Leben erhält. Mir fallen da meine Großeltern und ihre Bekannten ein, die sich zeitlebens meistens über ihre diversen Krankheiten und über die Pillchen, die sie nehmen mussten, unterhalten haben (vorzugsweise die Damen unter ihnen). Dabei hatten sie alle nette Häuser mit großen Gärten, waren in Rente, konnte gut leben, von dem was sie hatten...

    Ich für meinen Teil nehme Kafka ab sofort beim Wort und das Leben leichter, ohne künstliche Problemschaffung :)
  8. who_am_i schreibt am 20.12.2008 um 10:44 Uhr:Werd´s jedenfalls versuchen, hehe. Will ja nicht zu große Sprüche klopfen...
  9. sternenschein schreibt am 22.12.2008 um 00:05 Uhr:@Lyriost, ich weiss aber nicht, ob selbst errichtete Hindernisse stärker machen.
    Den Berg hinunter läuft es sich schneller als den Berg hinauf.
    Nur stürzt man dabei wohl leichter.
    1Mishou, was wäre wenn und Notfallplan ist ja auch gut. Nur wenn dieses überlegen letztendlich lähmt, dann sit es schlecht.

    Arydale,
    ich musste lachen, über deine Bemerkung, das einfache wird in unserer Gesellschaft nicht wertgeschätzt.
    Stimmt, da heisst es dann \" Du machstes dir aber auch immer einfach\". Klngt fast schon wie ein Vorwurf, und ähnlich wie, man solle es sich doch gefälligst schwer machen.
    Oder es kommt der Vorwurfsvolle Satz, dir fliegt aber auch alles nur so zu.

    Kekschen,
    vor allem sich selbst wohl die Hindernisse nicht zu hoch errichten.

    eineReisende,
    denke, dieses wird auch der beste Weg sein.

    who_am_i,
    *lach*manchmal sind wir ja selbst darin verstrickt und verhaftet. Dieses dann los zu werden ist nicht immer leicht.
    Aber an deinem Beispiel sieht man sehr deutlich, wie sich Menschen ständi Hindernisse und Hürden in den Weg legen.
    Manche kommen ja wirklich von aussen, aber wir machen sie dann selbst oftmals noch grösser und bedrohlicher, als sie es vielleicht sowieso schon sind.
    Und wenn man dann hört, wie oft anschliessend gesagt wird, war ja garnicht so schlimm, dann ist es schon erstaunlich.
    Liebe Grüsse an euch.
    sternenschein
  10. eineReisende schreibt am 22.12.2008 um 00:35 Uhr:Lieber Sternenschein,
    sternenschein:ich weiss aber nicht, ob selbst errichtete Hindernisse stärker machen.
    Den Berg hinunter läuft es sich schneller als den Berg hinauf.
    Bei Deinem Einwand liegt mein Augenmerk auf der Differenzierung "selbst errichtet" oder "durch Umstände von außen vorgegeben".

    Auf selbst errichtete Hindernisse bezogen möchte ich Dir Recht geben. Diese hemmen in meinen Augen, man spielt seine Kräfte weniger aus, trainiert sie dadurch weniger und erlebt den Zuwachs der eigenen Kräfte nicht so häufig, was das Selbstbewußtsein stärken würde.

    Wenn ich an Hindernisse von außen denke teile ich Lyriosts Ansicht.
    Meiner Meinung nach ist das Leben "ein Weg über Berg und Tal". Ich finde die Anstiege wichtig, um Kräfte aufzubauen. Die Abstiege haben in meinen Augen in gleichem Maße ihre Berechtigung, um sich nach den Anstiegen aus zu ruhen und "den Blick über die Landschaft" (sprich, das Leben) zu genießen.


    sternenschein:Manche (Hürden) kommen ja wirklich von aussen, aber wir machen sie dann selbst oftmals noch grösser und bedrohlicher, als sie es vielleicht sowieso schon sind.
    Und wenn man dann hört, wie oft anschliessend gesagt wird, war ja garnicht so schlimm, dann ist es schon erstaunlich.
    Die Erkenntnis "war ja gar nicht so schlimm" hatte ich auch schon sehr oft. Irgendwann habe ich mir vorgenommen ein Thema, das ich als Hürden empfinde, möglichst nicht auf die lange Bank zu schieben. Je länger man es vor sich her schiebt, um so größer erscheint es einem.

    Was auch hilft ist, sich eine "potentielle" Hürde sehr genau anzusehen um fest zu stellen, ob sie wirklich eine solche darstellt oder nicht.

    - Das ist das Vorgehen, welches ich mir "ganz superschlau" in der Theorie zurecht gelegt habe. Jetzt brauche ich nur noch an einer besseren Umsetzung zu arbeiten. *g
  11. eineReisende schreibt am 22.12.2008 um 00:36 Uhr:P.S.
    Herzlichen Gruß
    eineReisende
  12. Lyriost schreibt am 22.12.2008 um 19:13 Uhr:sternenschein, immer nur den Berg hinunter? Wo will man da hin, und wie soll man fit werden?

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