Gedanken oder Fragen

07.02.2011 um 19:47 Uhr

Langjährigen Partner verlassen und bereue es bitterlich

Ich habe meinen langjährigen Partner wegen eines neuen Mannes verlassen und bereue es jetzt bitterlich.

Schrieb eine Frau in einer Google Suchanfrage.

Was mag da geschehen sein?
Viele Jahre schon mit dem Partner, den man liebte oder noch liebt zusammen.
Vertrauen zu und ineinander, doch der Alltag schleicht sich immer mehr ein.
Und mit ihm die Unzufriedenheit, dieses Gefühl es war doch früher mal ganz anders. Da gab es noch die Sehnsucht nach dem Partner, wenn er mal nicht anwesend war, die Freude wenn er wieder kam.
Jetzt versinkt alles in einem Sumpf aus Gleichgültigkeit, den anderen und sein Sein nicht mehr schätzen zu wissen.

Dann kommt der "Neue" ins Spiel. Er bemüht sich, er ist so anders als der eigene Partner, jedenfalls scheint es so, als sind die Tage bei und mit ihm heller, spannender, voller Schemtterlinge, die im Bauch zu fliegen scheinen.
Das Begehren ist auch wieder erwacht, nicht für den Partner, sondern für den "Fremden".

Ihn will man, koste es was es wolle. Und so schmeisst man dann die alte, die langjährige scheinbar verbrauchte Partnerschaft, einfach ab.
Das "Neue" Leben mit dem anderen lockt mit seinen ganzen Versprechungen.
Man fühlt sich grenzenlos frei, scheint durch den Tag zu schweben, zusammen mit dem neuen Partner.

Doch dann, beim nähreren Hinsehen, beim näherem Kennenlernen stellt man fest, es ist doch alles nicht so, wie es schien, wie man es sich erträumt hatte.

Und die Frage kommt auf, war der Weg richtig, beginnt zu bereuen, vermisst den langjährigen Partner und alles was man gehabt hatte.
Doch gibt es einen Weg zurück?
Oftmals nicht, manchmal ja, und doch wird es wohl niemals wieder so sein, wie es einmal war.

Kennen wir das nicht alle, diese wechselnden Gefühle nach einer Trennung?
Egal, ob es jetzt wegen eines anderen Mannes oder Frau war.
Das gewohnte ist nicht mehr, die Sicherheit, die man mit und bei dem Partner verspürte, sie fehlt.
Die Freundeskreise sind zerbrochen, aus merkwürdiger Loyalität der Freunde zu dem einen oder anderen der beiden Partner.
Das Leben nach einer Trennung ist so plötzlich, fast wie aus dem Nichts, so ganz und gar anders. Nichts ist anschliessend mehr wie es war.
Und wurde man verlassen, kommen noch die Selbstzweifel hinzu, die Fragen danach was hatte man falsch gemacht, was hätte man anders machen können. Ist man es nicht wert geliebt zu werden?
Oder auch Wut und Verzweiflung.
Der Boden unter den Füssen ist schwankend geworden, nichts ist mehr klar, die Zukunft scheint verschwommen und undurchsichtig.

Bis, ja bis die Phasen der Trauer, des Verlustes durchlebt sind, bis man merkt, das Leben geht auch ohne den Partner weiter. Manchmal sogar besser als es vorher war. Sich etwas neues am Horizont abzeichnet, vieleicht sogar eine neu Liebe.

Und manchmal zeigt es sich, dass die Trennung besser für einen selbst war, egal von wem sie ausging.
Aber diese Zweifel nach einer Trennung, ob diese Schritte richtig waren, die wird wohl fast jeder durchleben, der so eine Situation durchmachen musste.
Trennungen sind nicht einfach, wirklich nicht, selbst wenn sie sein müssen um weiterleben zu können.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Puppy111 schreibt am 07.02.2011 um 20:11 Uhr:Alle hier genannten Aspekte sind richtig und wichtig und sollten vor einer Trennung bedacht werden. Auch wenn die Schmetterlinge zu Flugzeugen im Bauch geworden sind, sollte man nicht völlig den Verstand verlieren, Sollte man nicht leichtfertig seine PArtnerschaft aufgeben. Ich weiß wovon ich rede, ich kämpfe mit diesem Gedanken, weiß aber im Voraus genau, dass ich nicht den Mut und die Entschlossenheit haben werde, meinen Ehemann zu verlassen wegen dem anderen Mann in meinem Leben.
  2. Yaimm schreibt am 07.02.2011 um 21:10 Uhr:Ich verstehe eine sehr häufige Situation;
    Menschen entwickeln sich, manchmal in entgegen gesetzte Richtungen. Sie kommen an einen Punkt, wo sie sich gegenseitig nichts mehr zu sagen haben.
    Die Liebe schwindet, weil vor ihnen nicht mehr der Mensch steht, den sie damals kennen und lieben lernten.

    Doch wie viele dieser Menschen ändern nichts an der Situation, sprechen es nicht mal an, wegen der Kinder, wegen der gemeinsamen Vergangenheit oder "was die anderen dazu sagen würden" und leben unglücklich?


    Während andere alles hinschmeissen, weil da jemand auftaucht, der ihnen die Aufmerksamkeit schenkt, die ihnen ihr Partner anfangs geschenkt hat.
    Die sich die rosarote Brille aufsetzen und später merken, daß auch dieser Mensch keine Prinzessin oder Ritter auf dem weißen Roß ist, sondern Eigenschaften hat, mit denen man nicht gut klar kommt.
    Und dann kommt das Bereuen.

    Dafür habe ich weder Verständnis noch Mitleid, aber ich habe mich auch noch nie wegen eines anderen Mannes getrennt.
  3. Midnightsunflower schreibt am 08.02.2011 um 01:29 Uhr:Ich hab ähnliches durch...net unbedingt wegen nem anderen Mann...aber ich empfand nur noch Freundschaft...und das war net genug...am Anfang wars auch ne gute Entscheidung...Doch dann haben wir wieder viel miteniander gemacht...sind uns näher gekommen, im Bett gelandet...Das Ende vom Lied...ich hab mich neu verliebt, für ihn wars nur nochmal Spass haben...nun hat er ne neue Freundin und ch komm net mehr klar...
    Fazit...man sollte sich genau überlegen, was man aufgibt...denn was man an dem Menschen hatte, merkt man erst, wenn man ihn entgültig verloren hat :(
  4. aenne schreibt am 10.02.2011 um 22:41 Uhr:Für jede Seite ist eine Trennung schmerzlich, für den der verlassen wird und auch für den der geht.
    Ehrliche Gespräche in der Partnerschaft würden nicht immer die Trennung verhindern, aber Mauern vermeiden, die irgendwann immer höher und damit unüberwindbar werden. Und auch wenn wir eine Trennung bereuen würden, weil wir uns in einen anderen Menschen verliebt hatten, so würden trotzdem die über Jahre entstandenen Mauern nicht plötzlich weg sein. Schließlich gab es ja Gründe, dass wir für eine neue Liebe empfänglich waren. Und noch eines, sich für einen Anderen zu trennen, sollte man nicht tun, ein Trennungsentschluß sollte nie aus dieser Intention reifen. Dazu gibt es auch einen Spruch: "Baue nie dein Glück auf dem Unglück anderer auf." Auch wenn wir in unserer alten Beziehung nicht mehr leben wollen, so sollten wir uns selbst etwas Neues aufbauen und nicht gleich wieder in eine neue Partnerschaft hüpfen. Denn all zu schnell verfallen wir wieder in unsere alten Beziehungsmuster. Denn das die Beziehung gescheitert ist, liegt halt auch nicht nur an einem allein. So ist das nun mal! Auch meine Ehe ist gescheitert, mein Mann hatte sich damals einer jüngeren Frau zugewandt und ich mußte mir eingestehen, auch ich habe Fehler gemacht.
  5. sternenschein schreibt am 21.02.2011 um 05:28 Uhr:Ich danke euch für die zahlreichen Facetten dieser Problematik, die ihr aus eurer Sichtweise hierzu mit euren Worten aufgezeigt habt.
    Liebe Grüsse
  6. MannDesThemas schreibt am 08.02.2012 um 23:54 Uhr:Hallo meine Damen und Herren,

    Würde mich über euer Feedback/tröstende Worte zu diesem Thema freuen! Aus der Seele spricht mir der von der Autorin geschriebene Satz: "Und manchmal zeigt es sich, dass die Trennung besser für einen selbst war, egal von wem sie ausging."

    Kurz vorweg, ich bin 26. War jetzt 3,5 Jahre mit einer 20 Jahre älteren Frau zusammen, die mir nicht die Zeit, Liebe und Zuneigung geben konnte, die ich brauchte - eine tolle Frau, super Mensch, aber sie hat 3 Buben (15, 13,9) die keinen anderern "Buben" in ihrer Familie haben wollen, einen 30h Job und wurde bis jetzt von all meinen Vorgängern durch Fremdgehen betrogen.

    Ich habe sie 1,5 Jahre nach der Trennung (im Guten - ging von mir aus) von meiner 1. Freundin (15 Jahre älter als ich) kennengelernt. Sie weinte sich bei mir wegen des fremdgehens ihres Ex aus, und ich mich wegen dem dazumals noch immer spürbaren Verlust meiner 1. Freundin.

    Wir kamen zusammen und alles was ich ihr über meine Ex erzählt habe war in ihr gespeichert und brachte extreme Eifersucht und Verlustangst an den Tag als sie wusste, wenn ich meine Ex wieder mal treffe... gab genug Streit deswegen und sie warf mir ungerechtfertigterweise "Sachen an den Kopf" die nicht fair sind.

    Wie gesagt sie bekam ihre Kinder sehr spät und muss sich neben der Arbeit viel um die Kinder kümmern - da ihre Kinder keinen Mann an ihrer Seite akzeptiert haben und sie sich auch nicht vor ihren Kindern für mich einsetzte, wurde die Beziehung auf nach 22 Uhr, am SO spazieren gehen und 1 Woche Sommerurlaub in Zweisamkeit reduziert. Dennoch hatte ich sehr viel Gefühl für Sie, da sie ein ganz besonderer und irgendwie auch liebenswerter Mensch ist, wenn sie "normal" ist.

    Habe mich von ihr getrennt und Wochen danach nach wieder getroffen und Gefühle mit ihr ausgetauscht... auch zwei mal Sex gehabt am DO und am FR und irgendwas gefaselt von "Ich will wieder zu dir zurück"...

    SA 4.2.12 ging ich mit Freunden weg und lernte ein zwei Jahre jüngeres Mädel kennen. Sie ist vom 1. Eindruck her nicht meine Traumfrau, aber halt auch nicht ganz zu verachten... von der Art her und vom Aussehen her passt es halt... ist halt nicht die Traumfrau wo man sich denkt "WOW, das ist Liebe auf den 1. Blick... der Blitz ist gerade eingefahren..." Hab mich seitdem nicht mehr bei meiner mehr oder weniger-Ex-Freundin gemeldet und fühle mich auch ein bischen schäbig weil ich sie so stehen lasse... immerhin hat sie sich auch nicht gemeldet... bei der rennt sicher das Eifersuchtskopfkino ab.

    Mit der "neuen" hatte ich noch nicht mehr als Bussi links und rechts auf die Wange, da meine Gefühlswelt mich hin und her reißt... das ich die Ex aufgeben muss ist "schlimm" für mich... mit ihr zusammen bleiben ist vermutlich noch schlimmer, meiner Erfahrung nach... ich bin ja kein Sadomasotyp der sich jedes Monat Psychokacke von einer "sexuell betrogenen Frau" an den Kopf hauen lassen will...

    Bitte gebt mir euer Feedback - würde mich freuen, wenn wir über das bissl reden könnten...
  7. lwanga schreibt am 13.02.2012 um 03:36 Uhr:hallo ich bin letzten montag verlassen worden, mit dem satz ,, ich möchte es beenden und ich hab ne neue kennengelernt" wir hatten im januar unser 3jähriges, unsere beziehung war schon mit vielen problemen belastet. wir haben uns auf einer party kennengelernt ich war damals noch sehr verletzt von meinem ex freund und sprach ihn an weil ich ihn vom sehen kannte er war ein freund von ihm, wir hatten ein sehr lockeres gespräch.. nach wochen sahen wir uns wieder auf einer party da fragte er mich ob er ein konntakt von mir bekommen könnte, da gab ich ihm meine emal adresse ich hatte damals mir nix dabei gedacht, irgendwann bin ich in meinen accaunt gegangen und lass denn hammer brief, ich ginge ihm nicht mehr aus dem kopf...
    doch zu der zeit war ich total überfordert weil mein ex mir noch im kopf spuckte also schrieb ich ihm das ich so nicht empfand aber wie überwältigt ich war. wir schrieben uns dann ab und zu emails. und dann haben wir uns getroffen was ich noch anmerken muss er hatte damals eine freundin ich habe von anfang an gesagt das er klare verhältnisse schaffen müsse ansonsten ginge gar nix. nach dem er es beendete kamen wir zusammen. er hatt seither gesagt dass ich die frau seines lebens bin zuletzt vor 2 wochen. doch nachdem wir knapp ein jahr zusammen waren bekam ich eine depression die die beziehung schwieriger machte, doch wir schafften es, dann wurde ich krank seit 8monaten ungefähr wurde bei mir narkolepsie befunden seither versucht man mich mit tabletten richtig einzustellen, bis jetzt mit nicht so grossen erfolg..
    seit letztem jahr muss er auch sehr viel arbeiten und wir hatten somit nicht viel gemeinsame zeit.
    nun ja ich versuch grd es kurz zu halten doch giebt es so viele faktoren.
    ich verstehe ihn das er am ende seiner kräfte ist doch in der ganzen zeit hatt er nie geäussert das unsere beziehung in gefahr ist und ich komm mir so verarscht vor.

    vor 2 wochen haben wir uns gestritten wegen ner kleinigkeit und haben danach ein sehr intensives gespräch geführt wo klar rauskam das er am arsch ist arbeit, meine krankheit etc, doch das er mich so sehr liebt und wir schaffen alles. knapp ne woche darauf haben wir wieder eine diskussion doch alles was ich sagte machte es nich besser alle lösungsvorschläge wurden abgeschmettert nachdem ich sagte das ich das gefühl habe das er mich anlügt und er nichts annimmt sagte er mir diesen oben genannten satz.

    für mich ist klar die andere person spielt schon eine zu grosse rolle, aber er behauptet nein er sei nicht verliebt, geschweige den laufe da etwas, er liebe mich immernoch doch ihm fehle die perspektve kinder.... dann gab ich ihm die zeit darüber nachzudenken ob noch ne chance besteht. doch dann musste ich feststellen kaum 5 minuten nachdem er das haus verliess rufte er diese person an und schrieb ihr 1h stndig ( ja ich habe geschnüffelt) 1 tag später rufte ich ihn an ob er mir wirklich die warheit gesagt habe er ja ob er die nummer kenne nein. wieder ei tag später ist er sauer weil ich geschnüffelt habe ich bitte ihn nochmal um ne chance weil jetzt hätten wir ja alles rausgelassen wir könnten ohne lügen nochmal neustarten obwohl es für mich echt nich einfach ist erstens zu betteln zweitens das diese person mit ihm arbeitet er sagt weis nicht. er wirft 3 jahre weg seine grosse liebe wie er sagt aber nein die andere bedeutet gar nichts er wollt nur ewrlich sein von wegen er schreibt mit ihr schon seit januar ständig aber meint noch in den mund zu nehmen das ich die frau bin alles bekommen wir hin .... bla bla vor 2 wochen will er noch mit mir zusammen sein und jetzt nichtmehr... aber er meint immernoch er würde so erlich sein.

    sorry sehr viel text.
    ich komm mir so bananne vor weil ich keine nacht mehr schlafen kann schreib ich zum zeitvertreib in ein forum.

    ich hofe mir kann man überhaupt folgen weil ich ja schon sehr müde bin... smile

    wünsche allen das beste, und seit bitte immer erlich tut zwar auch weh aber dann kommt man sich wenigstens nicht verarscht vor und zweifelt nicht den kommpletten mensch an..

    gute nacht
  8. Schrubbsi schreibt am 16.02.2012 um 14:49 Uhr:Hallo Iwanga - mir geht es genauso. Wurde vor einer Woche verlassen, weil wir in unserer 2-jährigen Beziehung eine Diskrepanz hatten die wir nicht aus dem Weg räumen konnten. Er beendete es in dem er sagte - er habe sich in eine andere verliebt.
    Wir sind vor 3 Monaten zusammengezogen und angeblich war ich seine große Liebe.
    Es tut so weh. Man kann nicht Essen nicht Schlafen... kann Dich gut verstehen.
    Versuchst Du zu kämpfen um ihn?
  9. Iwanga schreibt am 19.02.2012 um 13:28 Uhr:hoi Schrubbsi,
    ja ich tu kämpfen obwohl es für mich sehr viel überwindung kostet und ich mich dabei so erbärmlich finde, weil eigentlich ist das nicht meine natur.
    aber wie auch zu ihm gesagt ich hab es wenigstens versucht er weiss das ich ihn will, doch von ihm kommt grad so wenig....
    ich werde ihn jetzt in ruhe lassen und es nichtmehr ansprechen ich denke das ich meinen standpunkt gesagt habe, jetzt ist er an der reihe.
    er kommt ja sowieso immoment nicht nachhause...
    war die letzten tage nur auf party um mich abzulenken mich wieder finden und spüren. am montag fahr ich drei tage weg dann kann er mal heimkommen und vieleicht mal nachdenken...
    ja das zusammen wohnen ist zum kotzen denk mir so oft geh iwanga geh, aber es ist doch mein zuhause. und das macht alles so anstrengend.
    wie sihst du das, kämpfst du? wohnung? wie ist es grad zwischen euch?

    wünsch dir alles gute
  10. niesel schreibt am 23.07.2012 um 16:17 Uhr:
    Midnightsunflower:Ich hab ähnliches durch...net unbedingt wegen nem anderen Mann...aber ich empfand nur noch Freundschaft...und das war net genug...am Anfang wars auch ne gute Entscheidung...Doch dann haben wir wieder viel miteniander gemacht...sind uns näher gekommen, im Bett gelandet...Das Ende vom Lied...ich hab mich neu verliebt, für ihn wars nur nochmal Spass haben...nun hat er ne neue Freundin und ch komm net mehr klar...
    Fazit...man sollte sich genau überlegen, was man aufgibt...denn was man an dem Menschen hatte, merkt man erst, wenn man ihn entgültig verloren hat :(



  11. steffi schreibt am 23.07.2012 um 16:28 Uhr:
    Midnightsunflower:Ich hab ähnliches durch...net unbedingt wegen nem anderen Mann...aber ich empfand nur noch Freundschaft...und das war net genug...am Anfang wars auch ne gute Entscheidung...Doch dann haben wir wieder viel miteniander gemacht...sind uns näher gekommen, im Bett gelandet...Das Ende vom Lied...ich hab mich neu verliebt, für ihn wars nur nochmal Spass haben...nun hat er ne neue Freundin und ch komm net mehr klar...
    Fazit...man sollte sich genau überlegen, was man aufgibt...denn was man an dem Menschen hatte, merkt man erst, wenn man ihn entgültig verloren hat :(

    Ich weis auch von was du sprichst. Ich habe meinen Mann nach einem halben Jahr Ehe und 10 gemeinsamen Jahren Beziehung verlassen, weil ich mich
    Hals ueber Kopf in einen anderen Mann verliebt habe. Der andere Mann ist komplett anders als mein Ehemann aber auf seine Weise toll. Er hat alle Eigenschaften, die ich immer an meinem Ehemann vermisst habe, aber er fehlt mir trotzdem so sehr. Ich weis, dass ich nicht zurueck kann, denn es wuerde nie wieder so werden wie es war, ich meine sollte es auch nicht. Ich habe mich schliesslich nicht umsonst in einen anderen Mann verliebt und ich mag diesen Mann wirklich sehr, aber ich kann einfach den Schmerz, den mein Ehemann ertragen muss nicht verarbeiten und mich auf die neue Situation einlassen. Ich weis, dass ich nicht das Recht dazu habe traurig zu sein, aber wie kann man damit fertig werden. Ich hab mir das auch nicht ausgesucht. Mein Ehemann war vor meiner Trennung mein Ein und Alles, niemals haette ich von mir gedacht, dass ich ihm so etwas schreckliches an tuen kann. Das hat er einfach nicht verdient. Aber ich kann es nicht mehr aendern. Wird man irgendwann mit der Schuld umgehen koennen?
  12. Patrick schreibt am 24.07.2012 um 11:59 Uhr:Hallo alle miteinander,

    ich habe ein etwas anderes Problem was aber glaube ich ganz gut hier rein passt. Ich stehe eher auf der anderen Seite. Ich fange aber mal vorne an:

    Meine Freundin (20 Jahre jung) hat sich im April von ihrem ersten Freund getrennt mit dem sie ca. 2,5 Jahre zusammen war, weil es einfach nicht mehr lief. Sie sagt zwar es gab auch schöne Tage, aber die schlechten haben gerade gegen Ende der Beziehung deutlich überwogen!

    Sie hat dann 2-3 Tage getrauert, wirklich nicht länger und kam dann ein paar Tage später mit dem besten Freund ihres Ex zusammen. Da hat sie aber ziemlich schnell gemerkt das er 1. nicht der richtige für sie ist und 2. das ganze auch nicht richtig ist, weil es halt auch der beste Freund ist. Als sie gerade von ihm getrennt war kam ich in ihr Leben (Mitte Mai etwa)!
    Sie bat mich damals ihr etwas Zeit zu geben, weil sie halt erstmal über ihren Ex hinweg kommen wollte. Wir sahen uns nahezu täglich und ich hatte so viel Spaß mit ihr wie noch nie mit einer anderen Frau zuvor. Es war einfach alles perfekt und wir beide wussten das wir irgendwann zusammen kommen würden. Am 9. Juni war es dann auch soweit. Wir waren beide zu einer Hochzeit bei einem Freund eingeladen und dort haben wir uns dann geküsst. Ich habe extra gefragt ob das okay sei weil sie ja um Zeit gebeten hatte und da gerade mal 3-4 Wochen um waren.. Sie sagte es sei alles perfekt, sie könne allerdings noch nicht mit mir schlafen wofür ich vollstes Verständnis hatte!

    Bis zum 3. Juli wurde es von Tag zu Tag perfekter! An dem Tag haben wir uns einen super schönen Abend gemacht und haben miteinander geschlafen! Es war wirklich alles wunderbar, das sagte sie hinterher auch und man merkte uns beiden an das wir super glücklich waren!

    2-3 Tage danach war auf einmal alles anders! Sie wurde immer distanzierter, sie hat mich weniger geküsst, wollte mich auf einmal weniger sehen, wenn ich gefragt habe was los sei bekam ich immer die Antwort "nix", weniger Nachrichten, weniger Anrufe usw.

    Am 17.07. hat sie dann mit mir geredet. Es war ein vernünftiges Gespräch. Sie sagte mir ich würde sie einengen, sie würde nur noch genervt von mir sein, sie braucht Zeit für sich! Wir hatten vereinbart erstmal gar nicht mehr zu schreiben, sie würde sich melden und wir hielten erstmal grob fest das wir uns den darauf folgenden Sonntag sehen würden.

    Ich habe dann erstmal 2 Tage nichts gehört. Sie hatte dann abends geschrieben: Gute Nacht und danke für dein Verständnis!

    Sonntag haben wir uns dann nicht gesehen. Sie hatte mir eine tolle SMS geschrieben das sie mit 2 Kollegen unterwegs sei die sie sehr, sehr lange nicht gesehen hatte und das sie sich morgen melden würde. Das war auch alles okay soweit!

    Am Montag (Also gestern, 23.07.) hat sie sich dann auch gemeldet und hat mich gefragt ob wir nicht mal wieder was zusammen machen sollen. Ich habe natürlich sofort mit ja geantwortet. Sie hatte für heute Kino vorgeschlagen. War auch okay, hatten wir sowieso vor.. Gestern Nachmittag hat sie dann vorgeschlagen das wir uns nicht abends sondern in meiner Mittagspause treffen (2 Stunden) und am Rhein spazieren gehen weil abends ne Freundin vorbei kommen wollte um ihr die Haare zu machen.. War auch noch okay..

    Wir haben dann etwas hin und her geschrieben und sie wird immer abweisender bis sie mir dann auch noch geschrieben hat das sie im Moment nicht weiß was mit ihr los ist, das sie mit ihren Gefühlen völlig überfordert sei und das sie nicht mehr klar kommt!

    Ich frage mich worauf kommt sie nicht mehr klar? Und was kann ich tun? Ich will sie nicht verlieren! Sie ist die Frau nach der ich immer gesucht habe! In ca. 40 Minuten kommt sie mich am Büro abholen zum spazieren.Ich habe einen Bikini von ihr besorgt und ich möchte sie etwas überraschen mit einem kleinen Picknick und das wir uns da gemütlich hinlegen können etc. Ich hoffe sie freut sich darüber denn heute morgen war sie noch abweisender als sonst!

    Ich weiß nicht mehr weiter.. Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen...!?
  13. Beate schreibt am 12.09.2012 um 10:25 Uhr:Danke für diesen guten Text.

    Ich habe es gewagt und meinen lieben Partner nach zehn Jahren guter Beziehung für einen neuen Mann verlassen. Ich bereue das ganz furchtbar.

    Mein Partner und ich kannten uns seit dem Kindergarten, waren immer beste Freunde, haben nie gestritten. Irgendwann vor zehn Jahren sind wir dann auch zusammen gekommen, nach seiner und nach meiner Scheidung. Wir waren und sind immer beste Freunde. Es fehlte jedoch, weil wir uns so lange kannten, immer die Leidenschaft. Wir waren und sind wie Bruder und Schwester. Für eine offene Beziehung waren wir zu "spießig", und uns gegenseitig betrügen wollten wir auch nicht. Wir beschlossen daher, einfach das Leben in unserer freundschaftlichen Harmonie und Vertrautheit laufen zu lassen. Wir haben auch nicht geheiratet, auch keine gemeinsamen Kinder. Wir sind keine gegenseitigen Verpflichtungen eingegangen.

    Dann umwarb mich mit großer Liebe, großer Leidenschaft, totaler Hingabe und vollkommener Romantik ein neuer Mann, 10 Jahre älter als mein Partner, 12 Jahre älter als ich.

    Da ich meinen Partner nicht betrügen wollte, machte ich reinen Tisch und mein Partner zog aus, nahm sich eine Wohnung.

    Sobald der Neue mich erobert hatte und mein Partner aus dem Haus war, entpuppte er sich als Ekel und begann sofort, mich zu demütigen, schlecht zu behandeln, unter Druck zu setzen, zu kontrollieren...ich habe nur noch geweint.
    Für ein paar Momente Romantik war ich so dumm und habe das schönste und wertvollste meines Lebens aufgelöst: Meine langjährige Partnerschaft zu dem gütigsten und besten und mir vertrautesten Menschen der Welt, eine Partnerschaft, in der zwar die Erotik fehlte, die wir auch lange Zeit vermissten, aber die nicht das Wichtigste ist im Leben - wie ich bitter erfahren musste.

    Was wir noch haben: Unsere Freundschaft.
    Aber er fehlt mir im Alltag, morgens wenn ich aufwache, abends wenn ich einschlafe. Es war mehr als Gewohnheit. Es war Liebe. Eine vertraute Liebe, die ich für ein Trugbild der Leidenschaft geopfert hatte. Ein Trugbild, das dieser neue Mann, dem ich blind vertraute und dem ich alles glaubte, aufgebaut hatte und sofort platzen ließ und sein wahres Gesicht zeigte, als er erreicht hatte, was er wollte. Er hatte mich instrumentalisiert, hatte parallel zu mir noch eine andere Beziehung, was ich nicht wusste und ihm auch nicht zugetraut hätte angesichts seiner Liebesschwüre und Heiratsanträge. Er hatte mich sogar mental geheiratet, mit Ringen, ist mit mir in eine Kirche gefahren, hat mir vor dem Altar einen Ring an den Finger gesteckt, in dem steht "Ich liebe Dich für immer".
    Ich könnte noch mehr solcher romantischer Situationen und Liebesschwüre aufzählen, die mich veranlassten, das Neue zu wagen.

    Inzwischen weiss ich, dass dieser neue Mann jeder Frau sofort ewige Liebe schwört und Heiratsanträge macht.

    Ich bin auf ihn reingefallen. Das ist nicht das Problem, ich bin nicht traurig darüber.

    Ich bin unendlich traurig darüber, dass ich meine langjährige Partnerschaft aufgelöst habe, ER fehlt mir überall und immer, es war mehr als Gewohnheit.

    Aber unsere Freundschaft, die haben wir noch. Vielleicht leben wir auch eines Tages wieder zusammen. Eine Neue hat er nicht. Aber er ist auch enttäuscht von mir, dass ich auf so einen Idioten reingefallen bin.

    Ich kann mir das selbst nicht verzeihen. Ich bin nicht dumm, dachte ich, bin von Beruf Lehrerin. Aber ich bin wohl doch dumm.

    Danke noch einmal für den sinnigen Text.

    Könnte ich die Zeit doch zurückdrehen. Es gibt nichts, gar nichts, das mich trösten oder aufbauen könnte.

    Trauriger Gruß

    Beate
  14. sternenschein schreibt am 12.09.2012 um 11:37 Uhr:Liebe Beate
    dein Text macht betroffen.
    Habe daraus einen neuen Eintrag unter den Titel "Zurück zu dir" gemacht.
    Vielleicht bekommst du dort ja noch den einen oder anderen Kommentar von den Usern hier.
    Es scheint vielen zur Zeit zu gehen wie dir.
    Was ich an den Suchanfragen der letzten. Tage. sehe.
    Wünsche dir alles Gute.
  15. Lilly schreibt am 24.02.2013 um 14:11 Uhr:Liebe Beate,

    deine Worte haben mich sehr berührt und angesprochen, da ich in etwa das Gleiche fühle wie du.

    Ich habe vor 3 Jahren meinen langjährigen Partner nach sieben Jahren für einen Mann verlassen, den ich 3 Wochen kannte. Ich war in meiner alten Beziehung nicht mehr richtig glücklich, da mein Partner sich sehr wenig Zeit für mich genommen hat und wir (fast) keine Sexualität mehr hatten. Aber wir haben uns trotzdem fast nie gestritten, wenn dann nur weil ich es beklagte, dass wir zu wenig miteinander machen und wir haben einfach total gut harmoniert und konnten uns 100 Prozent aufeinander verlassen.
    Dann habe ich ihn kennengelernt. Er hat mir all die Aufmerksamkeit geschenkt, die ich vermisst hatte und mich begehrt.
    Es begann eine furchtbare Zeit des Hin und Hers zwischen den beiden. Beide haben um mich gekämpft und ich wusste nicht was tun, wohin mit mir und meinen Gefühlen. Der Neue hat massiven Druck ausgeübt und so habe ich mich für ihn entschieden. Ich habe es irgendwie nicht geschafft für mich alleine zu sein und mir Zeit zu nehmen um einen klaren Kopf zu bekommen.

    Ich möchte mich nicht aus der Schuld reden aber jetzt komme ich seitdem nicht mehr klar. Ich habe meinem langjährigen Freund Schmerzen zugefügt die mein Gewissen derart plagen, dass ich Alpträume und flash backs habe und nicht mehr normal leben kann.

    Der neue hat sich nach ca. 6 Monaten als psychisch kranken Menschen in Therapie herausgestellt, der mir das Leben zur Hölle macht indem er mich total einschränkt und einschüchtert und mich die ganze Zeit schuldig und schlecht fühlen lässt wegen allem möglichem. Er ist geizig und ungepflegt, dass ich nur staunen kann.

    Aber selbst als es mit dem Neuen noch einigermaßen lief fing es schon an, dass ich meinen Ex unerbittlich vermisste. Seine unkomplizierte Art und einfach das Selbstverständnis viel für den anderen zu tun. Er ist ein so liebevoller Mensch und ich habe ihn verloren.
    Einmal habe ich mich vor 1 Jahr mit Ihm getroffen und ihm alles gesagt, aber er hatte schon eine neue Freundin und war nicht mehr bereit mit mir zu reden oder sich meine Gefühle anzuhören. Er meinte er hätte lange genug auf mich gewartet. Ich kann verstehen, dass er mich nicht mehr will.

    Ich bin unendlich traurig und das schon seit 3 Jahren. ich weiß, dass ich nie wieder jemanden wie ihn finden werde.
    Er war der Mann meines Lebens- ich habe es nicht gemerkt.
    Ich frage mich, warum ich mich damals nicht mehr um die Lösung unserer Beziehungsprobleme gekümmert habe. Ich bin den einfacheren Weg gegangen.

    Die Zeit vergeht, mir geht es immer schlechter anstatt alles verblasst oder die Zeit die Wunden heilt.

    Ich verstehe nicht, wie mir so etwas passieren konnte.

    Meine Freunde sind sehr geduldig, können mir aber auch nicht mehr helfen.

    Ich schäme mich unendlich für den Betrug an meinem Freund und dafür, dass ich jetzt nicht mal die Eier in der Hose habe mich aufzuraffen.

    Ich hoffe dir geht es mittlerweile wieder besser!

    Liebe Grüße
    Lilly


  16. Puppy111 schreibt am 07.03.2013 um 08:04 Uhr:Hallo Sternenschein, dieser Beitrag von "Sabrina" ist doch wieder so ein vorgetäuschter Beitrag. Was meinst du ?
  17. teddy42 schreibt am 07.03.2013 um 12:57 Uhr:Hallo, ich finde den Beitrag von "sabrina" auch reichlich merkwürdig, da ist ja überhaupt kein Sinn und Verstand drin, schon recht merkwürdig, um nicht zu sagen, total verrückt!
  18. Puppy111 schreibt am 07.03.2013 um 19:56 Uhr:Da will uns jemand in diesen genannten Briefkasten locken !
  19. sternenschein schreibt am 07.03.2013 um 20:06 Uhr:Habe Sabrinas Kommentar gelöscht, da es sich scheinbar um einen Spamkommentar handelt mit Verweis zu einer dubiosen Mailadresse.
    Liebe Grüsse an euch alle.
    sternenschein
  20. Sternenkind schreibt am 22.04.2013 um 03:22 Uhr:Zuerst einmal möchte ich sagen, ich kenne die Situation aus allen Perspektiven, sowohl aus der eines Kindes, aus der eines Mannes, der Frau und des Liebhabers.

    Man sollte sich immer klar sein, warum man eine Beziehung und damit eine Ehe eingeht. Zudem sollte man wissen, dass Ehen eigentlich ein Relikt aus der Antike sind, die in den seltensten Fällen aus Liebe, sondern mehr aus Macht und Habgier geschlossen wurden. Dies ist auch heute noch weit verbreitet. Die Frauen werden dabei bevorzugt so stark wie möglich handlungsunfähig gemacht, sowohl geistig, wie auch materiell abhängig gemacht. Veraltete und konservative Ansichten bestärken dieses Abhängigkeitsverhältnis noch. Tatsächlich werden heute 3/4 aller Ehen geschieden, weil die meisten viel zu früh heiraten ohne sich Gedanken zu machen. Da wird nach 2-10 Jahren schon geheiratet, einfach aus einer Verpflichtung heraus (man denkt man müsste aus veralteten Bräuchen heiraten, weil ein Kind kommt) oder weil man jemanden an sich binden will (meistens Männer und Frauen mit Verlustängsten).

    In einer wahren Liebe geht es aber nicht um Verpflichtungen oder Vereinnahmung, sondern um freiwillige Hingabe, vollkommenes Vertrauen und unwiderstehliche Gefühle zueinander. Sobald nur eines dieser Gefüge zerstört ist, ist es keine Liebe mehr. Jeder Mensch, der aus einem anderen Grund außer der Liebe eine Ehe aufrecht erhält ist ein Sklave falscher Ideale.
  21. ellu schreibt am 25.10.2014 um 16:19 Uhr:Es ist in Tat und Wahrheit seh schmerzhaft - es zerreisst einem, der Atem fehlt und die Worte fehlen. Es ist ein ewiger Kreis es dreht such alles nur um die eine Frage: Warum?
    Aktuell habe ich nach 15 Jahren Ehe eine Trennung von Ihr und den beiden Kindern zu verarbeiten.
    Es ist nicht der Moment der Freude trotzdem macht mich die Situation stark - es ist nicht Wut auf das was geschehen ist, es ist die Erwartungshaltung des Gegenübers das die Dinge nun mal so sind wie sie sind. Das müsste es nicht.
    Schön das es Menschen gibt die das Leid mit einem teilen und versuchen zu verstehn was es bedetet das halbe Leben zu verlieren.
  22. DianaTina schreibt am 07.06.2015 um 17:06 Uhr:Lilly, Beate und Steffi,
    ich bin erst jetzt aus aktuellem Anlass auf diesen Blog gestoßen, ich weiß nicht ob ihr das noch verfolgt hier, doch wüßte ich gern wie es euch heute geht.
    Weil ich euch nämlich SO SO gut verstehen kann! Mir ist das gleiche passiert. Auch ich habe mich von meinem Mann nach 10 Jahren Ehe scheiden lassen wegen eines Anderen.
    Wir haben ein gemeinsames Kind, zwei weitere Kinder hatte ich mit in die Ehe gebracht. Mein Mann und mein Sohn hatten ein schwieriges Verhältnis worunter ich mehr und mehr gelitten hab. Schließlich trat der Andere in mein Leben und ich habe meinen Mann fast ein Jahr lang betrogen, wofür ich mich unendlich schäme. Auch ich bin den einfacheren Weg gegangen, statt um meine Ehe zu kämpfen. Auch mein neuer Freund entpuppte sich als psychisch krank (Narzismuss/Borderline) und ich habe die Hölle erlebt. Trotzdem bin ich immer wieder zu ihm zurück, da mein Ex-Mann auch wieder jemanden hatte. Obwohl mein Freund sich hat behandeln lassen und sich wirklich sehr geändert hat, kann ich mit der Vergangenheit nicht abschließen und mich nicht wirklich auf ihn einlassen, auch weil so viel passiert ist. Und immer wieder tauchen die Erinnerungen auf an meine alte Familie. Ja, ich gehe zwar durch die Gegenwart und lebe aber in der Vergangenheit!! Ich weiß das! Auch bei uns hatte die Erotik nachgelassen und durch die Probleme war auch das Interesse daran weg, zumindest bei mir. Aber mein Mann war meine Heimat, Geborgenheit, Sicherheit. Wir hatten gleiche Interessen, gleiche Ziele, konnten zusammen lachen und uns geben wie wir sind. Mit dem anderen, so weiß ich inzwischen, verbindet mich nur der Sex, ansonsten gibt es nichts was wir an Gemeinsamkeiten haben, weder Lebenseinstellungen, noch Interessen noch irgendwelche Ansichten. Durch unser Kind hab ich noch Kontakt mit meinem Ex-Mann und auch sonst nähern wir uns vorsichtig an, aber ich merke auch, dass er das Vertrauen zu mir verloren hat. Er fragt mich manchmal um Rat oder ob ich für ihn etwas erledigen könnte, was ich natürlich tue. Er könnte ja auch seine Freundin fragen(er hat kurz bei ihr gewohnt, ist aber jetzt wieder in unsere Stadt gezogen, aber sie sind auch noch irgendwie zusammen). Manchmal macht er einen Schritt auf mich zu und dann wieder zwei zurück. Ich weiß, dass ich ihn so sehr verletzt habe. Wenn es auch kein Zurück geben sollte, so ist er mir als Mensch und auch Freund in meinem Leben sehr wichtig. Ich möchte ihn nicht ganz verlieren. Ich bereue zutiefst was ich getan habe und quäle mich mit Schuldgefühlen jeden Tag. Und mit diesen muss ich leben. Das ist so verdammt schwer. Nach der Scheidung haben wir uns vor dem Gericht umarmt! Nach wie vor kann ich keine Fotos von uns angucken, der Schmerz ist einfach zu groß. Mein "Freund" ist inzwischen auch geschieden und aufgrund seiner Persönlichkeit empfindet er für seine Ex-Frau nur Haß. Ich werde trotzdem auf keinen Fall die evtl. Freundschaft zu meinem Ex-Mann aufgeben, denn das ist ein Problem für ihn. Sicher hat es Gründe, warum wir das getan haben, warum wir unsere Partner so sehr verletzt und nur an uns gedacht haben. Sicher gehören immer zwei dazu und doch hatte ich bereits das Beste was ich kriegen konnte. Mein Mann wird auch trotz Scheidung für mich immer MEIN MANN bleiben. Ich könnte auch nicht wieder heiraten, nichts und niemanden. Weil ich schon einen Mann habe.... Kennt ihr das Lied "Sorry" von Ute Freudenberg und Christian Lais? Beide singen es in verschieden Versionen. Utes gefällt mir am besten, ich habe mich damit bei meinem Mann entschuldigt... Ich werde wohl nie über diesen Verrat den ich begangen habe hinwegkommen. Ich habe einen hohen Preis dafür bezahlt, einen zu hohen.... Würde mich freuen, wenn vielleicht doch noch jemand mitliest.
  23. mgrosni schreibt am 07.07.2015 um 14:15 Uhr:Liebe DianaTina

    Du machst mir mit deinem ausführlichen Beitrag ein wenig Hoffnung. Mir (m46) wurde von meiner Partnerin (42) vor wenigen Wochen das Ende (neu verliebt) unserer (14J) Beziehung an den Kopf geworfen. Ja, wir haben in letzter Zeit zu wenig für unsere Beziehung gemacht, nur noch Arbeit und den alljährlichen Urlaub. Ich kann sie irgendwie verstehen und wir haben auch über alles geredet, aber von ihrer Seite ist keine Liebe mehr vorhanden, "nur" wie ein bester Freund.

    Das hat mich sehr hart getroffen. Sie wohnt im Moment noch bei mir, ist auf der Suche nach einer eigenen Wohnung. Die nächsten zwei Wochen kommt sie in der Wohnung von Freunden, die in Urlaub fahren, unter. Ich hoffe sehr sie merkt dabei wenigstens etwas, was sie aufgibt.

    Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass sie wiederkommt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt (Glauben vielleicht schon, aber ich bin momentan nicht überzeugt).
    Ich versuche sie mit kleinen und grösseren Nettigkeiten und lieben Worten (Taten lässt sie nicht zu) zu überzeugen, dass ich für sie da bin und ich ihre Bedürfnisse verstanden habe. Sie freut sich auch, lässt sich aber sonst nicht viel anmerken.

    Ich hoffe dein Mann erkennt auch, was ihr zusammen hattet und findet wieder Vertrauen zu dir.
    Zu lange solltest du dich nicht quälen, zudem du schreibst, dass er irgendwie doch noch mit der anderen Frau zusammen ist.

    Ich erlebe im Moment ein ähnliches Gefühlschaos, ein einziges auf und ab durch den Tag. Wenn ich ein liebes Wort von meiner EX höre beginnt mein Herz zu schlagen, wenn sie mich Abends kurz zur Begrüssung umarmt, beginnt mein Herz zu schlagen. Wenn wir nebeneinander im Bett liegen weint mein Herz, weil ich sie nicht berühren kann. Ich würde die Zeit auch zurückdrehen wenn ich könnte...doch ich muss auch vorwärts schauen, wir dürfen uns nicht, durch Trauer und Schuldgefühle, die Zukunft, das Leben versperren. Wenn da nur nicht die Hoffnung wäre...

    Weiter oben hat jemand geschrieben...
    "Baue nie dein Glück auf dem Unglück anderer auf"
    Ich wünsche meiner EX nichts böses und ich hoffe sie muss nicht denselben Schmerz ertragen, den sie mir zugefügt hat. Trotz allem würde ich sie heute wahrscheinlich mit offenen Armen empfangen und versuchen die Beziehung zu kitten. Ob's was werden würde? Weiss ich nicht, wenn ich in die Zukunft sehen könnte, wärs nicht soweit gekommen.
    Ob ich jemals wieder glücklich werde? Bestimmt, solange ich mir nicht selber im Weg stehe.

    In diesem Sinne wünsche ich dir viel Kraft, den Mut und die Einsicht die Dinge zu sehen wie sie sind, und die richtigen Entscheide zu treffen.

    Liebe Grüsse
  24. Flieger schreibt am 12.09.2016 um 12:28 Uhr:Dieser Gedanke - es zu bereuen - verfolgt einen in so einer Situation (wenn jemand Neues ins Leben tritt) ganz gewiss.
    Was man selbst, glaube ich, kaum beurteilen kann, ist die innere Situation, in der man sich befinden wird, wenn die Verfassung, die einem die Affäre ermöglicht hat, mit Mal futsch ist. Denn mein Gefühlsgleichgewicht basiert, unbewusst, auf der Beziehung in der ich lebe. Es sollte mir gefühlt ohne Affäre schon richtig schlecht gehen, sonst wäre eine Trennung leichtfertig und die spätere Reue gewiss.
    Ich habe so eine Situation, in der sich, weil ich eine zweite Chance geben wollte (ich bin kurz raus, dann schnell aber wieder nach Haus geswitcht, es ging noch - zum Glück), die heimischen Eckdaten geändert haben, so dass ich mich zuhause wieder wohler fühle, mehr auf meine Bedürfnisse eingegangen wird usw.
    Geblieben ist mein lieber Affärenmann, der ums Verrecken genau das nicht sein wollte. Er wollte mich - übrigens mit Vorenthaltung von Sex (!) - dazu bringen, bei ihm zu wohnen, mein Zuhause zu verlassen. Verliebtheit kann so brennen, ich habe gelitten wie ein Hund, es ist für mich die traurigste unerfüllte Liebe meines Lebens, doch ich bin noch immer zu Hause!
    Es sind auch materielle Gründe, aber ich denke auch an mein Bereuen umgekehrt auf dem Sterbebett, "hätte ich doch, wäre ich doch zu ihm gegangen..."
    Zuhause haben wir eine Familie mit 5 gesunden Kindern, mein Mann, übergewichtig, vielleicht so etwas vorstellbar wie ein gutmütig aussehender bierbrauender Mönch (selbstverständlich ohne Kutte:), aber ordentlichen Klamotten). Er ist keine erotische Rakete, was ich in dem anderen durchaus gesehen habe. Mit ihm kann ich jetzt alles Mögliche besprechen, wir waren uns immer vertraut, hatten uns über die Kinder aber sehr voneinander entfernt, auch im Groll.
    Der Andere hat nie freimütig ausgepackt, keine Fehler von sich erzählt, er hätte einen Fehler gemacht, gefragt danach, keine Auskunft. Eine Beziehung ist zerbrochen, gut, aber was war? Das wäre aufschlussreich, wird nicht von ihm erzählt, geht von daher zu seinen Lasten.
    Ich habe derweil Zuviel erzählt, eine halbe Psychotherapie bei ihm absolviert, seine Kommentare waren mehr als spartanisch, bis mir zuletzt klar wurde, dass ich in ihm liebe, was ich nicht lebe. Wenn man den Namen kennt, hat es die Macht über einen verloren. Ich denke so sitze ich hier nun. Das letzte Treffen war ernüchternder, die Verliebtheit verblasst.
    Wer einen so zu sich ziehen will (Methode: kein Sex, bis geschieht, was ich will), überhaupt lief es oft mit "wenn Du nicht..., dann...", wer eine Verliebtheit derart opfert, entweder fühlt er nix oder er geht über (meine) menschlichen Bedürfnisse hübsch hinweg. Verhandeln war nicht möglich, die ganze Anordnung war derart starr, ohne Worte. Naja, hinterher ist man immer schlauer. Aber schlimm verliebt, will man vieles nicht sehen, man sehnt sich halt so sehr....
    Einer der besten Ratschläge war auch: kommt Zeit, kommt Rat. Und wer nicht ziemlich schnell die Entscheidung frei heraus treffen kann, dann wird es später wohl wahrscheinlich nix mehr und wahrscheinlich auch irgendwie mit gutem Grund, das hat dann schon seine Richtigkeit.
    Davon gehe ich auch mal aus. Will man ewig in Unentschiedenheit, Ambivalenz, gelähmt ausharren?
    Ich habe mich früher oft verliebt und oft wars auch nix. Es ist zwar lange nicht mehr passiert, aber deswegen muss diese Verliebtheit nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein und koste es was es wolle gelebt werden. Es fühlt sich bei ihm kühl und traurig an und er gesteht es nicht ein, keine Reflexion. So geht es mit mir nicht. Ich denke, ich kann guten Gewissens bleiben, wo ich bin. Hier ist auch nicht alles toll, aber wer weiß, was mich dort erwarten würde....

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