Gedanken oder Fragen

15.09.2010 um 06:52 Uhr

Liebe, eine Naturkatastrophe

Von allen Naturkatastrophen
ist die Liebe die grösste,
und die beste.


Zitat: aus dem Jugendfilm "Die Farbe der Milch"

Ist die Liebe eine Naturkatastrophe? In unserer Natur liegt sie sicherlich.
Auch bricht sie manchmal urplötzlich und unerwartet über uns herein.
Wir sind ihr ausgeliefert, ähnlich einer Naturkatastrophe, gegen die man sich auch nur schlecht schützen kann.
Doch, wer will sich schon gegen die Liebe schützen?
Hoffen tun wir sowieso, dass sie nicht in einer Katastrophe endet.
Aber wer weiss das schon am Anfang einer Liebe?
Und wenn die Liebe schon die grösste Naturkatastrophe sein sollte, dann stimmt es,
sie ist die beste.

Auf alle Fälle besser als Erdbeben, Fluten, Stürme, Tornados, Brände und ähnliches.
Wer würde da nicht lieber von der Liebe getroffen und heimgesucht, als von diesen anderen Unwägbarkeiten der Natur?
Selbst wenn die Liebe uns manchmal wie ein Erdbeben erschüttert, wie ein Tornado oder Wirbelwind unser Leben durcheinander fegt, oder wie ein Grossfeuer unser Herz in Flammen stehen lässt.
Wenn schon Katastrophe, dann ist die Liebe wirklich die schönste, gewaltigste und beste.

Bei einem Orkan oder Unwetter gibt es wenigstens meistens vorher vom Wetterdienst Unwetterwarnungen, für die Liebe jedoch, gibt es keine Vorwarnungen. Höchstens in Horoskopen, wenn man daran glaubt.
Bei mir steht im Horoskop "Gehen sie mal wieder getrennte Wege". ;-D
Ob mir dieses etwas sagen will?
Vielleicht das Gegenteil? Denn auch Wettervorhersagen stimmen nicht immer mit der Wirklichkeit überein..
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. MariaHilf schreibt am 15.09.2010 um 09:29 Uhr:Die Liebe...sie macht vielen Menschen angst....und manche entscheiden sich gegen sie...mir macht sie auch immer mal wieder angst...meine Verletzlichkeit, ide ich darin überdeutlich spüre....sie ist groß und schön - die Liebe.....und manche Horoskope...naja, vielleicht meint es du könntest dich auf dein innerstes besinnen - das kann man ja trotzdem auch zu zweit - oder grade?!
  2. Yaimm schreibt am 15.09.2010 um 14:48 Uhr:Man belächelt die Liebe solange, bis sie einen selber trifft.

    Keiner konnte es besser sagen als Erich Fried mit

    "Es ist Unsinn
    sagt die Vernunft
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist Unglück
    sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz
    sagt die Angst
    Es ist aussichtslos
    sagt die Einsicht
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist lächerlich
    sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig
    sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich
    sagt die Erfahrung
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe"
  3. AngelInChains schreibt am 15.09.2010 um 19:19 Uhr:Ich hab noch nie Angst vor der Liebe verspürt (wenn ich verliebt bin, habe ich definitiv andere Gedanken als Angst, genau genommen verschwindet jegliche Angst in dem Zustand völlig). Ich habe aber auch noch nie nach ihr gesucht. Wenn sie kommt, kommt sie halt, wenn sie da ist, ist sie da. ;) Es ist für mich etwas, was "einfach so" geschieht, also wieso Angst haben oder sich zu sehr sorgen?*

    Klar, eine Liebe könnte auch scheitern und das könnte schmerzhaft sein. Allerdings ist es doch völlig natürlich, dass Dinge enden. Man hat ja auch nicht jeden einzelnen Tag seines Lebens Angst davor, zu sterben, oder? Obwohl man da sicher weiß, der Tag wird kommen.

    (*)Was nicht heißt, dass man Beziehungen nicht pflegen sollte. Wobei ich... noch nie persönlich daran gedacht habe, ich müsse jetzt mal irgendwas für eine Beziehung speziell machen. Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist, wenn man liebt, doch eher selbstverständlich, so miteinander umzugehen, dass jeder Beteiligte damit zufrieden ist. Wenn man sich Gedanken macht, wie man nun eine Beziehung am besten am Leben hält, ist man vielleicht schon gescheitert? Ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen. Aber wenn ich extra drüber nachdenken müsste, wie ich meinem Partner zeige, dass ich ihn liebe, dann würde ich mich schon wundern, wieso ich über etwas, was mir im Normalfall unbewusst zufällt (nämlich AUS LIEBE), jetzt denn nachdenken müsste. Könnte aber natürlich auch bei jedem Menschen anders sein.
  4. sternenschein schreibt am 16.09.2010 um 04:06 Uhr:@Maria_Hilf,
    verletzlicher ist man wenn man liebt.
    Aber das gehört wohl zur Liebe und dem Leben dazu.

    @Yaimm,
    danke für diese Zeilen von Fried.
    Verwunderlich sind die Handlungen und das Verhalten, derer, die unter der Flagge der Liebe segeln wohl schon manchmal.
    Aber belächelt habe ich sie dafür nicht.
    Wir wissen ja selbst, wie uns es geht, wenn wir in diesem Zustand uns befinden.

    @Angel,
    glaube auch eher, Liebe macht stark, überwindet so vieles. Im Grunde denke ich, sie macht eher mutig als ängstlich.
    Natürlich kenne ich auch Menschen, die, aufgrund schlechter schmerzhafter Erfahrungen mit der Liebe, der Liebe abgeschworen haben. Sich niemals wieder verlieben wollen. Angst davor hätten, sie könnten noch einmal in diesen Strudel des Scmerzes verfallen.
    Doch wenn die Liebe dann kommt, sind diese Vorsätze oftmals hinfälli und sie überwinden ihre Ängste.
    Dann heisst es ja oftmals:"Hätte ich nie gedacht, dass dieses mir noch einmal passiert".;-)

    Liebe Grüsse an euch.
  5. Yaimm schreibt am 16.09.2010 um 14:45 Uhr:Ich muss zugeben, daß ich es lange Zeit belächelt und mit chemischer Veränderungen durch Dopaminausschüttung erklärt habe.
    Ich habe schon gedacht, wie Angel schon schreibt, daß ich zu dieser Empfindung nicht mehr fähig sei, weil ich völlig analytisch an Emotionen heran gegangen bin.

    Aber... die Liebe besiegt alles, nicht wahr ;)
  6. AngelInChains schreibt am 16.09.2010 um 18:38 Uhr:Wobei ich, angesichts der Schilderungen anderer Menschen, gar nicht genau weiß, ob ich je verliebt war. Wenn ich les, es geschehe unkontrolliert und plötzlich und zum Teil wisse man auch gar nicht, was man an der Person so toll fände - mir ist das noch nie passiert.

    Bei mir gibt es immer die Reihenfolge: Person getroffen, festgestellt, dass wir gemeinsame Interessen haben, lange diskutiert, Sympathie für die Person empfunden, irgendwann verliebt. Glaube ich an die Schilderungen anderer Menschen wäre dieses Verlieben aufgrund ähnlicher Interessen viel zu logisch. Andererseits ist das vielleicht bei jedem Menschen anders. Mir macht es nichts aus, glücklich bin ich trotzdem damit.
  7. Yaimm schreibt am 18.09.2010 um 12:04 Uhr:Daß ich nicht wusste, was ich an jemanden toll finde, ist mir allerdings auch noch nie passiert, das kann ich auch logisch erklären.
    Die berühmte rosarote Brille ist mir fremd, aber darüber bin ich keineswegs traurig.
  8. AngelInChains schreibt am 18.09.2010 um 17:47 Uhr:Die rosarote Brille nicht zu kennen, ist durchaus ein Vorteil. Man fällt jedenfalls nicht tief, im Gegensatz zu Leuten, die sie hatten, wenn sie im Beziehungsalltag plötzlich verschwindet ;)

    Andererseits, wer weiß, vielleicht ist es ein besonders tolles Empfinden? Aber was man nie kennengelernt hat, kann man aber auch nicht vermissen. Oder zumindest vermiss ichs nicht und hab auch nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Für mich isses eher eine sehr abstrakte Frage, wie man denn geblendet vor Liebe sein kann.

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