Gedanken oder Fragen

29.03.2010 um 16:01 Uhr

Menschen und die Harmonie

Es ist eine grosse Torheit,
zu verlangen, dass die Menschen zu uns harmonieren sollen. Ich habe es nie getan.
Ich habe einen Menschen immer nur als ein für sich bestehendes Individium angesehen, das ich zu erforschen und das ich in seiner Eigentümlichkeit kennenzulernen trachtete, wovon ich aber durchaus keine weitere Sympathie verlangte.
Dadurch habe ich es nun dahin gebracht, mit jedem Menschen umgehen zu können, und dadurch entsteht die Kenntnis mannigfaltiger Charaktere, sowie die nötige Gewandtheit im Leben.
Denn gerade bei widerstrebenden Naturen muss man sich zusammennehmen, um mit ihnen durchzukommen, und dadurch werden alle verschiedenen Seiten in uns angeregt und zur Entwicklung und Ausbildung gebracht., so dass man sich dann bald jedem gegenüber gewachsen fühlt.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( zu Eckermann )
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. mockingbird schreibt am 01.04.2010 um 09:50 Uhr:Ein sehr interessanter Beitrag. Harmonie mit einem Menschen ist etwas sehr schönes, wenn sie gegeben ist, es von Anfang an "stimmig" ist. Sie herbeiführen zu wollen ist sicher nicht richtig, weil das oft nur möglich ist, wenn man versucht den anderen zu verändern, auch unbewußt manchmal oder sich selbst total unterordnet, was genauso falsch ist. Ich betrachte die Menschen auch als Individuum und habe einige Bekannte die als sehr schwierig gelten und mit denen ich sehr gut auskomme. Das war aber nicht von Anfang an so, es war auch nicht einfach für mich. Ich habe es aber auch als Herausforderung gesehen, auch für mich, um mich dadurch "auszutesten", wie weit es mir gelingt, mich, wie es in deinem Beitrag geschrieben steht "bei widerstrebenden Naturen" zusammenzunehmen.
    Es stimmt, man erhält dadurch tatsächlich eine Gewandtheit im Umgang mit Menschen. Ich höre jetzt öfter den Satz: "Du kommst ja mit jedem klar, auch mit den schwierigsten Menschen" Dieses Kompliment, als Ergebnis meines Lernprozesses, freut mich natürlich, aber ganz so sehe ich es nicht, es gibt auch richtige "Stinkstiefel", denen ich lieber aus dem Weg gehe. ;-)
    Liebe Grüße
    mockingbird
  2. sternenschein schreibt am 05.04.2010 um 03:45 Uhr:Liebe Mockingbird,
    klar gibt es auch "Stinkstiefel" und Menschen mit denen ich nur reacht wenig zu tun haben möchte.

    Danke für diesen interessanten Kommentar.
    Finde auch man sollte sich nicht unterordnen, dieses auf keinen Fall, muss man wohl auch nicht um mit anderen zurechtzukommen.
    Es wäre ja sonst ein sich verbiegen, was nicht guttut.
    Liebe Grüsse

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