Gedanken oder Fragen

23.04.2011 um 02:15 Uhr

Ostern hat das Fasten ein Ende

Ab Ostern darf wieder geschlemmt werden.
Viele wissen ja garnicht mehr, weshalb wir überhaupt das Osterfest feiern.
Man könnte meinen es sei der Hasengeburtstag. Kinder werden mit Sicherheit ais erstes an die Osterhasen und Ostereier denken.
Weniger an die Wiederauferstehung Jesus.

Ostern feiert man schon lange, nur nannte man es füher Eastre, nach der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Eastre wurde einen Tag vor dem Frühlingsanfang gefeiert. Da gab es wohl schon Osterhasen als Zeichen der Fruchtbarkeit.

Jetzt feiern wir Ostern und huldigen nicht mehr der Fruchtbarkeitsgöttin.

Am Vorabend des jüdischen Passahfestes soll Pontius Pilatus, Roms Statthalter, das Volk gefragt haben, wer hingerichtet werden soll. Der Verbrecher Barrabas oder der Aufrührer Jesus. Das Volk war dafür Jesus hinzurichten.
Pontius Pilatus liess des Volkes Wille geschehen und "wusch sene Hände in Unschuld".
Deshalb wird der Karfreitag als Todestag Jesus gefeiert. Der Tag an dem die Christen glauben, ihnen seien alle Sünden des vergangenen Jahres abgelassen.
So leicht kann man es sich also machen, alle Sünden zusammenpacken und einfach auf Jesus abladen, der sie nach dem Glauben durch seinen Tod von uns genommen hat.

So starb er also am Kreuz, am Karfreitag. Wurde in einer Felsenhöhle begraben.
Am Ostersonntag aber war die Felsenhöhle leer, der Leichnam fort. Jesus war zum Leben wiedererweckt. Vom Tode zum Leben, nicht als Zombie, sondern real erschien er später seinen Anhängern und Jüngern. Wie es im alten Testament vorhergesagt wurde.

Brachte uns mit seiner Opferung das ewige Leben, bewahrt uns vor dem ewigen Leiden in der Hölle.
Glauben die Christen auf der Welt jedenfalls.


Wirklich belegt sind diese Vorgänge ausser in der Bibel im neuen Testament nicht.
Das einzige was belegt ist, es gab den Statthalter Pontius Pilatus.

Seltsam ist, der Karfreitag, Ostern und die damit zusammenähngenden Feiertage wie Himmelfahrt, Pfingsten etc., werden jedes Jahr an anderen Tagen gefeiert.
Anfangs lagen die Osterfeiern in verschiedenen Ländern bis zu sechs Wochen auseinander..
Bis im Jahre 325 n.Chr. endlich einmal Ordnung in dieses Osterfeierdurcheinander gebracht werden sollte.
So beschloss man auf dem Konzil in Nicäa das Osterfest immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond zu legen..
Da der erste Frühlingsvollmond nicht immer am gleichem Monatsdatum sich zeigt,so findet Ostern auch nicht an einem bestimmten kalendarischen Tag statt.

An welchem Tag wurde Jesus denn nun gekreuzigt frage ich mich da? Er kann ja schlecht mal Ende März, dann mal mitten im April gekreuzigt worden sein.
Jesus kann doch nur einmal am Kreuz gestorben sein. Weshalb dann diese verschiedenen Monatstage?

Nebenbei finde ich es etwas "seltsam", dass ein Folter und Hinrichtungsinstrument, wie das Kreuz es darstellen soll, angebetet wird.

Was, wenn er durch ein Messer, die Axt eines Scharfrichters oder einem Giftbecher zu Tode gekommen wäre?
Hätte man dann jetzt eine Axt oder Messer an den Klassenzimmerwänden hängen, würden diese dann jetzt unsere Kirchen als Zeichen des Glaubens schmücken?
Würden die Menschen dann eine Axt küssen oder als Zeichen ihres Glaubens an einer Kette sich um den Hals hängen?
Was, wenn er den Tod auf den Scheiterhaufen hätte erleiden müssen, wie ihn die Kirche so liebte, auf dem Jeanne de Arc verbrennen musste? Wie sollte man sich einen Scheiterhaufen um den Hals oder an die Wand hängen?

Da ist ein Kreuz dann schon praktischer.

Um auf die Fastenzeit zurückzukommen.
Sie begann am Aschermittwoch und endet am Ostern..
Da darf wieder geschlemmt werden, samt Fruchtbarkeitssymbole wie es die Ostereier und die Osterhasen sind.

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest und vielleicht ja auch den Besuch eines Osterfeuers heute am Samstagabend, wie sie sicherlich wieder vielerorts angezündet werden.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 03.04.2010 um 02:50 Uhr:"Vom Tode zum Leben, nicht als Zombie, sondern real erschien er später seinen Anhängern und Jüngern."

    Es ist blasphemisch, daran (= Jesus als Zombie) auch nur zu denken, aber irgendwie hat das, wenn man es sich bildlich vorstellt, dennoch etwas ein Stück "Interessantes" ;)

    "An welchem Tag wurde Jesus denn nun gekreuzigt frage ich mich da? Er kann ja schlecht mal Ende März, dann mal mitten im April gekreuzigt worden sein."

    Das ist das Problem mit den alten Quellen. Wir feiern ja Weihnachten auch im Dezember, obwohl Jesus logisch gesehen eher im Sommer geboren worden sein müsste. Auch nach dem, was in der Bibel steht.

    "Nebenbei finde ich es etwas "seltsam", dass ein Folter und Hinrichtungsinstrument, wie das Kreuz es darstellen soll, angebetet wird."

    Zumal bei den Christen Götzenbilder verboten sind ;)

    "Würden die Menschen dann eine Axt küssen oder als Zeichen ihres Glaubens an einer Kette sich um den Hals hängen?"

    Bei den Muslimen gibt es doch so einen heiligen Säbel oder so etwas, habe ich bei Muslimen auch schon als Schmuck gesehen. Mehr weiß ich dazu aber leider auch nicht. Haben wir jemanden hier, der mehr darüber wei?

    Ach so, ja, Frohe Ostern euch allen (hätte ich jetzt fast vergessen) :)

    Osterfeuer gibts übrigens nicht mehr dieses Jahr, jedenfalls hier nicht. Nachdem es letztes Jahr nur Randale und Verletzte gab, hat die Polizei es wohl nicht mehr genehmigt.
  2. Sibebo_78 schreibt am 03.04.2010 um 10:15 Uhr:Schöne ostern und besinnliche Feiertage!

    LG Sibebo
  3. ameparia schreibt am 05.04.2010 um 00:34 Uhr:
    AngelInChains:"Vom Tode zum Leben, nicht als Zombie, sondern real erschien er später seinen Anhängern und Jüngern."

    Es ist blasphemisch, daran (= Jesus als Zombie) auch nur zu denken, aber irgendwie hat das, wenn man es sich bildlich vorstellt, dennoch etwas ein Stück "Interessantes" ;)


    Ach, Quark. In der Offenbarung des Johannes wird auch beschrieben, wie am Tage des jüngsten Gerichtes die Rechtschaffenen aus ihren Gräbern auferstehen (nicht nur die Seelen, sondern auch die Körper, mmh). DAS ist ne Zombie-Freak-Show ^^. Also so blasphemisch ist es gar nicht... ;)


    @sternenschein
    Schöner Eintrag. Ich konnte immerzu nur nicken und "ja" sagen. Morgen geht meine Mom mit ihrer Schwester um 06:00 (früh) auf eine Wanderung, wie es die Emmaus-Jünger taten. Sie waren überrascht, dass ich von diesen Jünger noch wusste und dennoch nicht gläubig bin. "Aber wenn du von dem Wunder weißt, Kind, wieso glaubst du dann nicht?" Äh,... No Comment.
    Ich finde es schön, hin und wieder etwas Kritisches über das Christentum zu lesen. Hier bei uns ist Kritik daran verboten :(. In diesem Sinne: dankeschön.
  4. AngelInChains schreibt am 05.04.2010 um 02:07 Uhr:
    ameparia:In der Offenbarung des Johannes wird auch beschrieben, wie am Tage des jüngsten Gerichtes die Rechtschaffenen aus ihren Gräbern auferstehen (nicht nur die Seelen, sondern auch die Körper, mmh). DAS ist ne Zombie-Freak-Show ^^. Also so blasphemisch ist es gar nicht... ;)

    Hm... Ich glaub das war nicht ganz so zombiemaessig gemeint ;) Und jetzt bekomm ich Michael Jacksons Video zu "Thriller" nicht mehr ausm Kopf ;)
  5. sternenschein schreibt am 05.04.2010 um 03:25 Uhr:Ich schrieb diesen Eintrag, da ich Dokus über Cäsar und das römische Imperium sah.
    Zu dieser Zeit wurden ja viele Berichte "geschönt" durch die Schreiber. Entsprachen nicht unbedingt der Wahrheit.
    Gesagt wird ja, dass dieses Geschehen um Jesus am Rande des Imperiums in dieser kleinen Provinz zu unwichtig war, als das es darüber historische Aufzeichnungen geben könnte.
    Klar fand ich das Neue Testament schon als Kind besser, als das Alte Testament.
    Da es nicht so voller Kriege, Feldzüge und dem Tanz um das goldene Kalb war.
    Auch nicht Zahn um Zahn.
    In ihm wurden die Geldwechsler aus dem Tempel getrieben, Arme verköstigt und Menschen die niedrig standen erhoben.
    Ja, Kranke geheilt. Wer liest so etwas nicht lieber, als diese ganzen schlimmer Dinge aus dem Alten Testament?
    Nur bei dem geschilderten Aufruhr und der Aufmerksamkeit die Jesus nach den Schriften auslöste, müssten doch auch historische Fakten darüber zu erfahren sein.
    Merkwürdig finde ich auch, dass einfach auf irgendwelchen Konzilen etwas beschlossen und passend gemacht wird, was so nicht eindeutig feststand.
    Die Annahme der Unfehlbarkeit des jeweiligen Papstes ebenso.
    Wenn diese wirklich unfehlbar wären, würde die Sonne sich immer noch um die Erde drehen.
    Besonders stört mich der damalige Ablasshandel, bei dem man sich einfach von seinen Sünden durch Geldzahlung freikaufen konnte.
    Und ein wenig machen mir die Christlichen Fundamentalisten Angst die nach der weltlichen Macht streben. Sie gibt es ja nicht nur in den USA gibt, sondern auch hier.
    Liebe Grüsse an euch.
  6. ameparia schreibt am 05.04.2010 um 11:10 Uhr:"Nur bei dem geschilderten Aufruhr und der Aufmerksamkeit die Jesus nach den Schriften auslöste, müssten doch auch historische Fakten darüber zu erfahren sein."
    Ja, das ist in der Tat so. Es gibt wohl eine Hand voll Quellen, zum Beispiel hat Tacitus, wenn ich mich nicht irre, einen Jesus von Nazaret erwähnt, aber eben nur am Rande. Nicht als der große Rebell, der die Leute in Aufruhr versetzte.
    Übrigens gibt es acuh keine historischen Quellen über den Auszug aus Ägypten. Man sollte meinen, dass man bei den alten Ägyptern Aufzeichnungen über versklavte Israeliten findet, die irgendwann abgehauen sind. Nichts. Dabei müssen das, laut Bibel, hunderttausende Flüchtlinge gewesen sein.

    Viel, was in der Bibel steht, findet sich nur dort.

    Ich finde es immer wieder "amüsant", etwas von anderen Evangelien zu hören, die aber einfach nicht ins NT aufgenommen wurden. Die Apogryphen sind ganz lustig. Zum Teil finden sich dort Geschichten vom kleinen Jesus, zum Beispiel diese: er spielte mit einem Freund auf einem Dach. Der Freund fiel herunter und die Eltern schrien den kleinen Jesus an, sagten, er habe ihren Sohn umgebracht. Da sprang Jesus vom Dach und sagte zum Jungen: "Habe ich dich umgebracht?" Und der Junge steht auf und sagt: "Nein, Herr, Ihr habt mich nicht umgebracht." Und solche Geschichten.
    Auch das Judas-Evangelium wurde dezent ignoriert, wie auch die anderen.

    Das Christentum ist schon eine leicht schizophrene Religion.. Wir nehmen, was uns passt, was nicht passt, wird passend gemacht und den Rest ignorieren wir einfach. *schulternzuck*

    Zu den Fundamentalisten: oh ja. Das macht mir auch Angst. Religion sollte Privatsache sein. Wenn sie hilft, ist das so wunderbar, ich erlebte das bei meiner Großmutter. Aber ansonsten wünschte ich, sie würde aus Politik und dem gesellschaftlichen Leben verschwinden. Schließlich ist es in Bayern schwerer einen Job zu finden, wenn man aus der Kirche ausgetreten ist, sagt man. Sowas darf nicht sein.
  7. ameparia schreibt am 05.04.2010 um 11:12 Uhr:@AngelInChains
    "Hm... Ich glaub das war nicht ganz so zombiemaessig gemeint ;) Und jetzt bekomm ich Michael Jacksons Video zu "Thriller" nicht mehr ausm Kopf ;)"

    In der Offenbarung des Johannes stehen die Rechtschaffenen ganz wieder auf - aus ihren Gräbern. Das ist sowieso ein sehr interessanter Teil der Bibel. Würde er verfilmt, wäre er DAS Action-Spektakel schlechthin ^^. Feuer, Tot, das Himmelreich kommt herabgefahren (es kommt auf die Erde und Gott lebt mit uns auf der Erde, ja) und die Rechtschaffenen erheben sich aus ihren Gräbern. Wow ^^.
  8. Bloomsbury schreibt am 05.04.2010 um 22:49 Uhr:Dieses Jahr war ich alleine im Gottesdienst, um u. a. die Speisen weihen zu lassen. Danach hatten wir ein Osterfrühstück, wie immer, und es war gut so. Ich danke.
  9. Pelegrina schreibt am 06.04.2010 um 12:32 Uhr:=>>>>Was, wenn er durch ein Messer, die Axt eines Scharfrichters oder einem Giftbecher zu Tode gekommen wäre?



    Ähm, wäre er gevierteilt worden, würden heute in den Klassenzimmern Mobiles hängen.

    => Achtung: Witz! :o)
  10. ameparia schreibt am 06.04.2010 um 14:09 Uhr:@Pelegrina
    *prust*
    Ich stell mir gerade auch einen elektrischen Stuhl vor, den man um den Hals trägt. ^^ Schade, dass es den damals noch nicht gab ;).
  11. Pelegrina schreibt am 06.04.2010 um 14:28 Uhr:Die Idee mit dem kleinen Scheiterhaufen von Sternenschein war aber auch SEHR hübsch. Gottlob, ist der Mann nicht erschossen worden, sonst hätten die Christen alle ´ne Smith & Wesson um den Hals.......
  12. ameparia schreibt am 06.04.2010 um 14:52 Uhr:Die amerikanische Waffen-Lobby hätte sich gewiss sehr darüber gefreut.
  13. sternenschein schreibt am 07.04.2010 um 01:20 Uhr:@ameparia,
    bin auch der Meinung, Religion sollte in der Poltitk nichts zu suchen haben. Kein Zwang sein, ob es nun Religionsunterricht oder diese Zwangstaufen sind, als die ich sie ansehe, da Kleinkinder und Säuglinge mit Sicherheit noch garnicht entscheiden können, woran sie glauben wollen oder eben nicht, aber dennoch werden sie schon getauft.
  14. sternenschein schreibt am 07.04.2010 um 01:28 Uhr:@Bloomsbury,
    ich will auch niemandem seinen Glauben nehmen mit diesem Eintrag.
    Der Glaube an einen Schöpfer, an ein höheres Wesen kann für einen Menschen hilfreich sein.

    Und doch denke ich, dass heute viele Gläubige die Kreuzzüge der Kirche damals, die Hexenverbrennungen und Folterungen, Ablasshandel etc. im Namen des Glaubens nicht gutheissen würden.
    Liebe Grüsse
  15. sternenschein schreibt am 07.04.2010 um 01:33 Uhr:@Pele und ame'
    die Waffen wurden und werden ja auch oft gesegnet.
    Finde ich schrecklich.
    Ebenso alle Konflikte und Kriege die auf Relegion beruhten und beruhen.
    Sehr Christlich haben sich die Eroberer bei der Entdeckung Amerikas ja auch nicht gerade verhalten.
    Danke für den Link.
    Liebe Grüsse
  16. Bloomsbury schreibt am 07.04.2010 um 09:53 Uhr:
    sternenschein:@Bloomsbury,
    ich will auch niemandem seinen Glauben nehmen mit diesem Eintrag.
    Der Glaube an einen Schöpfer, an ein höheres Wesen kann für einen Menschen hilfreich sein.

    Und doch denke ich, dass heute viele Gläubige die Kreuzzüge der Kirche damals, die Hexenverbrennungen und Folterungen, Ablasshandel etc. im Namen des Glaubens nicht gutheissen würden.
    Liebe Grüsse

    Es heißt, man kann die Geschichte nicht mit den Augen von heute betrachten. Würde man Kriege, Morde und Geldschneiderei befürworten, käme man wohl auch in Teufels Küche. Und doch geschehen diese Dinge HEUTE. Und sie geschehen nicht durch die Kirche.

    Ich hatte deinen Eintrag gar nicht ganz gelesen, sternenschein, sondern nur meinen Senf dazugegeben. Jetzt sehe ich, dass er kritisch ist. Aber ich denke, in deine Überlegungen haben sich Irrtümer eingeschlichen. Aber das ist egal. Man darf ja zweifeln.
  17. ameparia schreibt am 07.04.2010 um 11:42 Uhr:@Bloomsbury
    Da es mich interessieren würde...was für Irrtümer meinst du?


    @sternenschein
    Ich finde es auch interessant, wie das Christentum sich von der Sekte zu einer anerkannen Religion gewandelt hat: durch einen Feldzug. Wenn mich nicht alles täuscht, war es Konstantin der Große, der unter dem Kreuz siegen wollte. Und nachdem der Feldzug erfolgreich war, sagte er, ja, diesen Gott gibt es, an ihn sollen wir glauben. Wäre nicht die Konstantinische Wende, wäre das Christentum heute vielleicht immernoch eine Sekte und keine Weltreligion, hm...
  18. Bloomsbury schreibt am 07.04.2010 um 16:11 Uhr:ich will auch nicht, dass es zu ernst wird. aber zum beispiel die tatsache, dass ostern ein variabler feiertag ist... bzgl der auferstehung christi muss man das im übertragenen sinn sehen.

    :)
  19. AngelInChains schreibt am 07.04.2010 um 20:15 Uhr:"Es heißt, man kann die Geschichte nicht mit den Augen von heute betrachten."

    Für ein korrektes wissenschaftlich-historisches Vorgehen muss man natürlich beachten, wie die Menschen zu der betreffenden Zeit das Thema empfunden haben. Durch historische Quellen. Nur, bewerten kann man doch, gerade privat, dennoch alles aus heutiger Sicht: Nämlich, dass Gewalt Unrecht bedeutet. Was damals mit Sicherheit auch Menschen so gesehen haben, wenn auch vielleicht größtenteils nur die Besiegten.

    "Würde man Kriege, Morde und Geldschneiderei befürworten, käme man wohl auch in Teufels Küche. Und doch geschehen diese Dinge HEUTE. Und sie geschehen nicht durch die Kirche."

    Also in Italien werden noch Waffen (Panzer, Kampfflugzeuge) durch katholische Priester gesegnet. Wenn du magst, kann ich gerne ein paar Links anhängen, habe aber leider nur welche aus den italienischsprachigen Medien.

    Abgesehen davon, zum Thema Geldschneiderei: Kirchensteuer? ;) Wieso gibt es beispielsweise bei der buddhistischen Gemeinde keine Kirchensteuer, die nehmen alles Geld durch freiwillige Spenden ein und füttern damit auch noch die Armen durch. Trotzdem können sie sich gute Tempelanlagen leisten und nicht die letzten Abrisshäuser. Dafür sind die Mönche sparsam. Aber das sollten Mönche auch.
  20. sternenschein schreibt am 07.04.2010 um 21:29 Uhr:Gerade die Doku über Cäsar und auch Konstantin der Grosse hatte mich ja zu diesem Eintrag veranlasst.
    Erst einmal, da sich zu dieser Zeit die Mächtigen sich selbst auch als Gott oder Gottähnlich ansahen.
    Konstantin der Grosse wollte sie Herrschaft über das ganze römische Reich, was zu der Zeit viergeteilt war.
    Und er wollte Rom angreifen, dessen Herrscher und Volk den Sonnengott anbetete.
    Da ein christlicher Priester ihm sagte, die Vorsehung hat bestimmt, er wird unter dem Zeichen des Kreuzes in Rom einmarschiern, liess er dieses Zeichen auf die Schilde seiner Soldaten malen und gewann letztendlich den Feldzug.
    Als Gegenleistung forderten die Priester den christlichen Glauben als einzige Staatsreligion durchzusetzen.

    Natürlich waren es damals andere Zeiten.
    Doch trotzdem stellt sich die Frage, was ist von Christen zu halten, in deren Büchern steht:
    Du sollst nicht töten.
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
    Begehre nicht deines Nächsten Haus, Hof und Weib.

    Dieses alles stand damals schon in den Schriften, und dennoch fielen die Christen über ihren Nächsten bei den Kreuzzügen her. Nahmen ihnen ihr Land und Haus.
    Töteten "Ungläubige" in grosser Zahl.
    Ob auf den Kreuzzügen, in Afrika bei den Missionierungen, oder in Amerika, bei dessen Eroberung.
    Wo doch in der Bibel steht, "Du sollst nicht töten"?
    Weshalb handelten die Christen anders als es ihr Glaube befielt?
    Oder sehen sie in Andersgläubigen garnicht den Menschen, den Nächsten?
    Manchmal kann man sich dieses auch heute noch fragen.
    Liebe Grüsse
  21. AngelInChains schreibt am 07.04.2010 um 21:50 Uhr:"Du sollst nicht töten.
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
    Begehre nicht deines Nächsten Haus, Hof und Weib."

    Sind nicht in der Bibel selbst auch schon Geschichten zu lesen, in denen diese Grundsätze gebrochen werden? Und ich meine nicht abschreckende Geschichten, wo auf einen Bruch eine Strafe durch Gott folgte.
  22. ameparia schreibt am 07.04.2010 um 22:47 Uhr:@bloomybury
    "aber zum beispiel die tatsache, dass ostern ein variabler feiertag ist... bzgl der auferstehung christi muss man das im übertragenen sinn sehen."

    Sorry, ihc versteh das nicht. Wieso muss man das im übertragenen Sinn sehen, wie denn? Die Geburt Christi ist ein fester Tag, der 24.12. Und ausschlaggebend für das Christentum ist ja die Auferstehung Christi, seine Geburt war dafür ja nur eine notwendige Bedingungen.
  23. Bloomsbury schreibt am 08.04.2010 um 09:50 Uhr:es gibt nun mal bewegliche feiertage, damit der jahreslauf nicht durcheinander gerät *schulterzuck*
  24. filme-macher.de schreibt am 04.03.2011 um 16:00 Uhr:ostern und alle daran hängenden feiertage (pfingsten etc.) sind durch die vollmondregel gelöst.
    (erster frühjahrsvollmond) damit der karfreitag nie wieder auf eine sonnen-oder mondfinsternis fällt.
  25. sternenschein schreibt am 05.03.2011 um 23:12 Uhr:@Filmemacher,
    danke für deinen Hinweis.
    Und die Sonne verfinsterte sich und ein Sturm brach los....
  26. Gast schreibt am 23.04.2011 um 00:41 Uhr:Ich glaube du weißt nicht, dass das hier eine Religion ist, die, wie übrigens alle Religionen, ihren bestimmten Glauben hat, den man tolerieren sollte....
    Wenn du nicht wirklich Ahnung von dieser Religion hast, solltest du solche Interneteinträge lieber lassen! Nicht alles was in der Bibel steht muss so passiert sein - hier geht es um die Bedeutung, um die Botschaft, die stärken soll.
    Dass Jesu am Kreuz gestorben ist heißt nicht, dass es uns einfach gemacht wird, sondern, dass wir auf Gott vertrauen können und er uns, wenn wir es wirklich wollen, unsere Sünden verzeiht....
    Ein Glaube sollte akzeptiert werden und nicht ins Lächerliche gezogen werden! Denn er gibt heute, wie früher, Menschen Hoffnung... von dem her würde ich mit solchen Einträgen ein wenig vorsichtig sein... man muss schließlich nicht immer so engstirnig sein und nur das glauben was man sieht und was bewiesen werden kann - ich glaube nicht, dass in rund 2000 Jahren noch jemand sicher nachweisen kann, dass du gelebt hast!

    Liebe Grüße und gesegnete Ostern....
  27. sternenschein schreibt am 23.04.2011 um 03:54 Uhr:Lieber Gast,

    aufgrund deines Einwandes habe ich diesen Eintrag, der am 6.04.10 geschrieben wurde, noch einmal nach vorne geholt.
    Auch weil ich die Diskussion die sich um dieses Thema entfaltete sehr interessant finde.
    Zudem erschreckt es mich, wenn die Mehrzahl der Deutschen laut einer Umfrage garnicht wissen in welchem Zusammenhang der Karfreitag und das Osterfest gefeiert wird.
    Unter diesen "Unwissenden" sind selbst viele "Gläubige". Ostern feiern tun sie aber fast alle, egal ob gläubig oder nicht.


    Nein, ich mache mich nicht über den Glauben lustig, überlege nur worauf er beruht und bringe dieses zum Ausdruck in meinem Eintrag.
    Toleranz gegen Religionen und gegen Gläubige habe ich.
    Sie fehlt aber häufig, sehr häufig, leider dem Papst, den Priestern und den Gläubigen gegenüber den Nichtgläubigen.
    Denen wird gedroht, sei es mit der Verdammnis oder dem Fegefeuer in dem sie landen werden.
    Was ist das für eine Toleranz?

    "Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst", so heisst es.

    Sind für "Euch" nur Glaubensbrüder die "Nächsten" oder alle Menschen ohne Unterschied?
    Wer Toleranz und Achtung einfordert, der sollte sie auch anderen angedeihen lassen, ungeachtet jedweder Konfession, Glaubensrichtung, oder eben auch dem "Nichtgläubigen".
    Oder bist du zu dieser allumfassenden Toleranz dem anderen, dem Menschen, deinem Nächsten gegenüber nicht in der Lage.
    Engstirnig bin ich ganz sicher nicht.
    Von den religiösen Fanatikern sind es allerdings viele, die nur gelten lassen, was sie selbst glauben. und jeden anderen Gedanken als Angriff sehen.
    Wünsche dir auch ein frohes Osterfest, ebenso allen Lesern hier.
    sternenschein
  28. Bloomsbury schreibt am 23.04.2011 um 08:57 Uhr:
    AngelInChains:
    Also in Italien werden noch Waffen (Panzer, Kampfflugzeuge) durch katholische Priester gesegnet. Wenn du magst, kann ich gerne ein paar Links anhängen, habe aber leider nur welche aus den italienischsprachigen Medien.


    Nein danke. Ich verzichte auf die Lügenlinks.
    Und da ja die Kirchen regelmäßig massig viel Austritte zu verzeichnen haben, können von jetzt ab auch nur noch die Nichtreligiösen dafür verantwortlich gemacht werden. :P

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