Gedanken oder Fragen

27.08.2010 um 13:12 Uhr

Pferde und Fackeln

Einen Fackelumzug hoch zu Ross.
Wollten sie machen, in Hilter, einem Otsteil von Lathen.
Ganz sicher freuten sich die Kinder und Jugendlichen, eines Ferienreiterhofes, auf diesen Ausritt.

So ritten sechs Erwachsene mit Fackeln in den Händen voran, etwa 100 Jugendliche mit ihren Pferden hinterher. Es muss schön ausgesehen haben, dieser Pferdefackelumzug, wie er durch die Dunkelheit zog.

Seit Jahrzehnten scheint dieser Fackelumzug, dort auf dem Reiterhof ein Highlight für die Kinder gewesen zu sein, auf das alle sich schon freuten.
Und immer ging alles gut.
Doch gestern Abend nicht.

Eine der Fackeln fiel einem Vorreiter aus der Hand, alle etwa 100 Pferde fingen an zu scheuen und gingen durch. Warfen ihre jungen Reiter ab, galoppierten in Panik teils über sie hinüber.
Verletzten sie mit ihren Hufen.

Es gab39 Verletzte zwischen 8 und 17 Jahren.
Ein vierzehnjähriges Mädchen schwebte in Lebensgefahr, ihr Zustand scheint sich inzwischen stabilisiert zu haben.
Dramatisches Ende eines schön gedachten romantischen Ausrittes.

Feuer, Fackeln und Pferde sind wohl doch keine Dinge die Zusammenpassen. Besonders nicht wenn die brennende Fackel zu Boden fällt.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Yaimm schreibt am 27.08.2010 um 15:15 Uhr:Tiere und Feuer halte ich für keine gelungene Mischung, auch wenn die Idee schön und es sicher auch sehr hübsch anzusehen ist.
    Schade, daß immer erst etwas passieren muss :(
  2. S_Hase schreibt am 27.08.2010 um 15:25 Uhr:Das kann man doch so nicht sagen, schließlich ist doch jahrelang nichts passiert. Es gibt eben keine 100prozentige Sicherheit beim Umgang mit Tieren. Es gab auch schon Unfälle mit Kutschen z.B. im Wattenmeer, und da gibt es keine Fackeln, nicht mal Autos. Natürlich ist der Vorfall dadurch nicht weniger tragisch.
  3. sternenschein schreibt am 27.08.2010 um 16:04 Uhr:Die Pferde sollen angeblich an Feuer gewöhnt sein.
    Dort, auf einem nahegelegenen Campingplatz soll einmal wöchentlich ein Lagerfeuer stattfinden, bei dem dann die Jugendlichen mit ihren Pferdend abei sind. Auf dem Rückweg zum Reiterhof soll es dann zu diesem Unfall gekommen sein.
    Bisher war dabei ja auch noch nie etwas passiert.
    Nur wenn über 100 Pferde oder Ponys in Panik geraten, scheuen und durchgehen, da gibt es wohl kaum mehr ein halten.
    Es sind eben Fluchttiere.

    @S_Hase,
    stimmt wohl, Sicherheit wird es mit Tieren wohl niemals geben, wie deine Beispiele zeigen.

    Nur weiss ich nicht, wie schon
    @Yaimm sagt, ob es so eine gute Idee ist, mit Feuer zu hantieren wenn Pferde dabei sind. Und auch nicht, ob es so gut ist, in einem so grossen Pulk von über 100 Perden einen Ausritt zu unternehmen.

    Liebe Grüsse
  4. elfatuo schreibt am 27.08.2010 um 18:49 Uhr:"Feuer, Fackeln und Pferde sind wohl doch keine Dinge die Zusammenpassen. Besonders nicht wenn die brennende Fackel zu Boden fällt."

    Hmm, die Pferde waren ja an das Fackelreiten gewöhnt - haben das ja angeblich fast jede Woche gemacht - ich denke das man nicht sagen kann, das der Veranstallter grundsätzlich fahrlässig gehandelt hat... Man muß ja bedenken, das man vor nicht mal 70 Jahren ohne Bedenken Pferde schwerem Artilleriebeschuß ausgesetzt hat.

    Wovor nun das ursächliche Pferd gescheut hat, läßt sich wohl nicht rausfinden...
  5. Rabenmutter schreibt am 27.08.2010 um 20:09 Uhr:Wäre man mit Fahrrädern unterwegs gewesen, und vorne im Tross wäre einer gestürzt und alle anderen ineinander gefahren...

    Was ich damit sagen wioll - man ist nie vor irgendwelchen Unfällen gefeit. Es kann jederzeit und immer was passieren, und neimand trägt die Schuld. Es war halt ein tragischer Unfall, schlimm und traurig für die Betroffenen, aber ich würde niemandem einen "Schwarzen Peter" zuschieben - früher war man mit Pferden wohl häufiger bei Fackel- und Feuerschein unterwegs... und das auch in großen Trupps. Da wird wohl nicht jeder verunfallt sein.
  6. Firefighter schreibt am 30.08.2010 um 08:29 Uhr:Hallo!
    Ja dieser unfall wahr sehr dramatisch. wir aus sögel wahren dort auch vor ort wir haben unsere hilfe angeboten das wir dort hin fahren zum einsatz ich bin ffw sögel und wir wurden danken angenommen . aber der reiterhof macht es schon seit vielen jahren so und nie ist etwas passiert. kann so etwas immer mal vorkommen . wir hoffen das alle verletzte wieder schnell und komplett gesund werden.
  7. arinna schreibt am 02.09.2010 um 06:58 Uhr:natürlich ist das ein tragischer unfall und bestimmt traumatisch für alle beteiligten. mir tut es nur immer so leid, dass da menschen sind, die sich um kinder und jugendliche bemühen, sie mit der natur und den elementen in berührung bringen, sie an tiere heranführen, ihnen ein schönes erlebnis verschaffen, etwas, was als schöne, tiefgehende erinnerung bleibt, wovon man vielleicht noch als erwachsener zehrt, wenn es einem mal nicht so gut geht. und wenn dann etwas unvorhergesehenes passiert, womit keiner gerechnet hat, dann ist es auf einmal fahrlässige tötung, und die menschen, die es den kindrn schön machen wollten, sind auf einmal bestraft, obwohl sie wahrscheinlich eh den schock ihres lebens haben und genau so traumatisiert sind, wie die kinder. aber anderswo werden kinder mit absicht gequält, misshandelt, oder auch einfach nur ignoriert und ihre seelen und oft auch ihre körper nehmen großen schaden. wenn ich mir überlege, was ich alles mit meiner pfadfindergruppe gemacht habe... was schön war für mich als kind (und später für mich als leiterin und für die kinder). ich hab mal gehört, man stehe als gruppenleiterin immer mit einem bein im gefängnis. denn es gibt so viel zu beachten, so viel, was passieren kann. da überlegt man sich doch, ob man dann vielleicht lieber nicht auf klassenfahrt geht, lieber kein sportfest oder lieber keine ferienfreizeit organisiert... es tut mir so leid, dass das passiert ist.
    arinna
  8. sternenschein schreibt am 02.09.2010 um 17:16 Uhr:@elfatuo und @Rabenmutter,
    ja, bei Fahradausflügen, wie bei allen anderen Freizeitgestaltungen kann auch etwas passieren.
    Damit müssen wir wohl leben, nichts ist sicher, und aus diesem Grunde garnichts mehr zu machen wäre für die Kinder grundverkehrt.
    @Firefighter,
    das sie alle wieder gesund werden, keine bleibenden Schäden behalten, das hoffen wir wohl alle mit dir mit. Hoffe sie verarbeiten alles, ohne das übertriebene Ängste zurückbleiben werden.

    @Arinna,
    es wäre schon schade, wenn aus Angst es könnte etwas passieren, auf alles was ein wenig abenteuerlich für die Kinder ist, verzichtet werden würde.
    Gerade diese Ativitäten machen aus Kindern ja eher sichere Menschen, die wissen was sie sich zutrauen können.
    Umso mehr ist es zu bedauern wenn es dann bei solchen Freieitgestaltungen mal zu einem Unglück kommt.
    Und dann noch zu einem so relativ grossen, wie in diesem Fall.

    Liebe Grüsse

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