Gedanken oder Fragen

25.02.2009 um 21:48 Uhr

Rüdger W. , sah er sich als eine tickendeZeitbombe?

War Rüdiger W., der in Bad Bramstedt, seine Frau, deren zwei Kinder und sich selbst tötete, eine tickende Zeitbombe?
Was führt solche Menschen, vorwiegend Männer, aber manchmal auch Frauen, zu solchen Taten?

Ich begreife es nicht, kann es nicht verstehen, wenn sie das, welches sie angeblich so sehr lieben, töten.

Rüdiger W. (36) heirate seine Jennifer (33) erst im letzten Jahr. Sie brachte zwei Kinder mit in die Ehe. Einen Sohn (12) und die Tochter Angelina (11).

Da schrieb Rüdiger W. noch in seinem Blog, wie sehr er sich freut, dass Jennifer das beste sei, was ihm passieren konnte, er alles dafür tun würde, dass es für immer hält.
Die grosse Liebe, und jetzt sind sie alle tot, wahrscheinlich von ihm getötet.

Die Polizei geht davon aus, dass er diesen erweiterten Selbstmord aufgrund finanzieller Schwierigkeiten beging. Denn Rüdiger W. musste im letzten Jahr den Offenbarungseid ablegen, sein BMW wurde gepfändet, der Kredit zurückverlangt, den sie für die Wohnungseinrichtung aufgenommen hatten.

Aber ist dieses ein Grund, seine Frau und deren Kinder, sowie sich selbst zu töten? Die Kinder hatte er ganz sicher nicht gefragt, hat ihnen das Leben genommen, auch wenn sie erst elf und zwölf Jahre alt waren und ganz sicher noch leben wollten.

Was geht in solch einem Menschen vor sich, der so handelt, frage ich mich oftmals bei derartigen Meldungen?
Ich habe auf seinem Blog gelesen, es deutet kaum etwas auf diese Tat hin.
Einmal im letzten Jahr schrieb er dort:

"An Tagen wie diesen flippt wohl alles aus.
Naja, jetzt weiss ich wenigstens wie sich so eine 'wandelnde Zeitbombe' fühlen soll.
Wehe einer hustet auch nur den Zünder an!

Kurzfassung von einem Tag: morgens war die Welt noch in Ordnung und heute abend könnte ich vor Wut platzen."

Was ging in ihm vor, dass er jetzt, fast ein Jahr später wirklich vor Wut oder Verzweiflung 'platzte'?

Er schrieb auch:

"Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wir für die Zukunft, in der Hoffnung schwere Fehler nicht noch einmal zu begehen."

Was führte dazu, dass er diesen, den schwersten Fehler seines Lebens, dann doch zu begehen?

Im Hamburger Abendblatt schreibt eine Psychologin, wegen Geld und finanziellere Probleme bringt niemand seine Familie um.
Für sie liegt es eher an der Verbitterung, Verzweiflung und der Kränkung um das Sorgerecht und die Besuchserlaubnis für seinen Sohn aus einer vorherigen Beziehung.
Die Mutter seines Sohnes versuchte angeblich den Kontakt zum Vater zu unterbinden, womit sich Rüdiger W. scheinbar später abfand.
Zum Wohle des Jungen, wie er in seinem Blog schrieb. Fand er sich wirklich damit ab, und ewas können die zwei Kinder seiner neuen Lebensgefährtin dafür?
Ja, wäre nicht sogar sein eigener Sohn und deren Mutter in Lebensgefahr gewesen, wenn dieses Besuche hätten stattgefunden?

Sein letzte Blogposting schrieb Rüdiger W. am 22.November letzten Jahres. Eine Mitteilung an seinen Sohn, auf den er warten würde, bis dieser die Machenschaften der Mutter versteht.
Danach schrieb er nicht mehr, und jetzt tötete er seine neue Familie.

Nebenbei fragte ich mich, was gewesen wäre, hätte Rüdiger W. anstatt auf blogspot.com hier bei Blogigo geblogt. Er schrieb nicht sehr viele Einträge.
Bekam dort bei Blogspot wohl nur 4 oder 5 Kommentare zu seinen Äusserungen insgesamt.
Hätte er hier mehr Kommentare bekommen? Hätte es sein können, dass dadurch sein Denken sich ein wenig geändert hätte. Das es dann, aufgrunde der Auseinandersetzungen mit anderen, vielleicht diese Morde und Selbsttötung garnicht gegeben hätte?
Nur aufgrund der Auswahl des Bloganbieters. Weit hergeholt, ich weiss, und dennoch, wissen kann man es nicht.

Aber generell finde ich diese sogenannten "Familiendramen" zum kxxxxx! Es sind keine Familiendramen, es sind in meinen Augen Morde. Heimtückische Morde begangen aus Egoismus und Selbstsucht, sich als den Mittelpunkt des Lebens zu sehen.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Galahad schreibt am 26.02.2009 um 09:00 Uhr:Interessante Frage! Hast du denn bei ihm kommentiert dort bei Blogspot? Ging er darauf ein? Hat er geantwortet?

    Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass es hier bei Blogigo, wo ja generell ein reger Gedankenaustausch stattfindet, vielleicht anders gelaufen wäre - sofern er beizeiten "entdeckt" worden wäre.

    Ganz sicher hätten ihm die Leute hier Hilfe angeboten... Zuhören, Ratschläge geben, Trösten. Eventuell hätten sich auch Leute, die in einer ähnlichen Situation sind, zu Wort gemeldet, um ihm zu sagen, wie sie mit diesen Problemen umgehen.

    Aber hätte jemand wirklich zu ihm durchdringen und dadurch diese schreckliche Tat verhindern können? Wir werden es nicht (mehr) erfahren... :-(

    Vielleicht haben wir aber an anderer Stelle sogar wirklich schon mal eine ähnliche Tat verhindert - einfach durch Anteilnahme, Gespräche, Hilfsangebote... eine schöne Vorstellung...

    Lieber Gruß
    Danny
  2. AngelInChains schreibt am 26.02.2009 um 13:52 Uhr:1. Ich finde Selbstmord aus finanziellen Gruenden unsinnig. Wahrscheinlich, weil Geld mir selbst egal ist. Du weisst ja, ich lebe nicht sonderlich luxurioes, und selbst, wenn nur noch Sozialhilfe bliebe - das waer vielleicht ein aermliches Leben, aber kein Grund, sich zu toeten. Emotional tangiert es mich nicht so sehr, dass ich keinen Grund mehr zu leben saehe.

    2. Menschen sollten nur sich selbst toeten duerfen. Meinentwegen auch zusammen mit einem anderen Menschen, aber nur jeder sich selbst.

    3. Dass die Kinder sicher leben wollten, wuerde ich aber nicht behaupten. Jedenfalls nicht nur wegen ihres Alters. Ich hab mit 7 oder 8 das erste Mal an Suizid gedacht und mit 12 fangen schon etliche mit der Ritzerei an. Und die ist meist mit Gedanken verbunden, die in Richtung Tod fuehren.

    4. Das Posting, in dem er sich als "tickende Zeitbombe" bezeichnet, haette ich nicht kritisch gesehen. Ist eher eine Phrase, die man bei vielen lesen kann, die dann nicht einfach irgendwen umbringen.

    5. Ich denke, erweiterter Suizid hat nichts mit Aufmerksamkeitswahn zutun, sondern ist missverstandene "Hilfe" (durch eine psychische Krankheit bedingt), der Glaube, die Personen woellten mitkommen und man wuerde ihnen durch den Mord das Sterben erleichtern. Zum Anderen wahrscheinlich Egoismus: Wenn man schon stirbt, die Liebsten mitnehmen wollen. Inwiefern da der Glaube an ein Leben nach dem Tod, an Himmel usw, mitschuld traegt (weil geglaubt wird, man wuerde sich nach dem Tod wiedersehen), waer auch so eine Frage.

    6. Ich denke, wenn er hier gepostet haette, haette er sicherlich Kommentare bekommen. Aber wenn man vor hat, jemanden zu toeten, dann laesst man sich davon doch sicher nicht von irgendwelchen Fremden aus dem Internet davon abbringen. Mag jetzt boese klingen, aber ich denke auch ueber die Kommentare, die ich bekomme, nach, aber haette ich eine wirklich sehr schwerwiegende Entscheidung in meinem Leben, wuerd ich immernoch ganz selbst darueber entscheiden. Denn meine Situation kenne ich selbst am besten und nicht Menschen im Internet, die ich noch nie getroffen habe.
  3. sternenschein schreibt am 26.02.2009 um 14:27 Uhr:@Danny,
    diesen Blog hatte ich ja erst aufgrund eines Abendblatt Artikels gefunden, in dem sie "exclusiv" über Hintergründe berichteten aufgrund seines Blogs. Exclusiv ist natürlich übertrieben, wenn es ein öffentliches Weblog ist.
    Man könnte bei ihm immer noch kommentieren, aber jetzt ist es zu spät, er wird es nicht mehr lesen können.
    Ein Kommentar war von seiner Frau, in dem sie schrieb, dass sie es schaffen werden, ein anderer ging um die Rechtschreibung mit zwei mm.

    Hier bei Blogigo sind ja viele Kommentare eher aufbauend, tröstend, hilfreich, auch mal nachfragend, so dass sie doch oftmals einen Denkprozess in Gange setzen, vielleicht das Gefühl geben, trotz aller Anonymität doch nicht so ganz alleine zu sein.
    Er beschwerte sich einmal über seine Kindheit und Familie, bedankte sich bei einer Ordensschwester, die ihm scheinbar sehr viel bedeutete, ihm Wärme und Zuversicht gegeben hatte.
    Sein Wunsch war wohl, eine heile Familie zu haben, anders als die, in der er gross wurde.
    Dazu hätte er hier wohl schon viel an Meinungen und Zuspruch bekommen.
    Er sprach auch davon, dass es ihm schwerfällt zu vertrauen in einer Beziehung. Davon, dass "Ich liebe dich" nicht nur gefühlt werden sollte, sondern auch hin und wieder gesagt werden muss.
    Beklagte sich über die Rechte der Väter.
    Als er seinen Sohn abholen wollte, riss ihn die hochschwangere Ex ihn diesen aus dem Arm. Als die Mutter, seine Ex zusammenbrach, wollte er sie auffangen, wie er schrieb. Doch er bekam sie nur noch an den Haaren zufassen. Was mir sehr zu denken gab. Ich fange doch keine Frau an den Haaren auf?
    Die Mutter gab den Sohn einer Nachbarin mit, die damit in eine Fussgängerpassage flùchtete.
    Er verfolgte sie mit seiner neuen Partnerin mit dem Auto.
    Er hatte selbst die Polizei gerufen, sass dann aber den ganzen Abend auf der Wache um dieses alles zu klären.
    Seinen Sohn durfte er dann nicht mehr sehen, da der erstmal wegen dieses Vorfalls eine Traumatherapie machen musste. Was er eher als lachhaft empfand.
    Er schrieb auch für seinen Sohn, dass er jetzt zu den 5 Millionen Arbeitslosen gehört, kein Geld, kein Auto mehr hat, keine Perspektive.
    Diese glaubte er dann zu bekommen, als er mit Jenny und ihren Kindern einen Neuanfang in Bad Bramstedt machte. Auch wieder eine Arbeit fand, worüber er sehr glücklich war.

    Sein letzter Eintrag vom 22.Nov. 2008 trägt die Überschrift "Time out".
    Dort hinterlässt ereine Nachricht für seinen Sohn, damit dieser später"die Wahrheit" über seinen Vater erfährt, wenn er gross ist und seinen Blog findet.
    Ich denke, wenn er das hier alles geschrieben hätte, er gefunden worden wäre, hätten sich schon einige mit ihm ausgetauscht und etwas dazu gesagt.
    Ob es etwas geändert hätte, ist die andere Frage.

    Was mich an diesen Fällen so erschreckt, ist, dass diese Jenny vor ein/zwei Jahren glaubte ihr Glück in diesem Mann gefunden zu haben, doch statt das Glück fand sie und dazu noch ihre beiden Kinder nur den Tod. Das finde ich sehr traurig.
    Frage mich manchmal, bei all diesen Meldungen von Familienmorden, die als "Familiendrama" durch die Presse gehen, ob der gefährlichste Ort für einen Menschen, nicht die Familie bzw. Partnerschaft ist?
    Eine sehr traurige Frage. Denn Familie und Freunde sollen ja Schutz bieten und nicht eine Gefahr sein.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  4. sternenschein schreibt am 26.02.2009 um 14:49 Uhr:@AngelInChains,
    dieser Glaube, was soll bloss aus meinen Kindern werden, wenn ich nicht mehr bin, und daraus die Schlussfolgerung, sie dann eher mitzunehmen, bzw. zu töten, kommt ja leider relativ oft vor.
    Wenn dann so gehandelt wird, in dem Glauben, dass beste für das Kind zu wollen, finde ich es fürchterlich.
    Dazu kommt vielleicht noch der Gedanke, das Kind soll nicht darunter "leiden", dass sich Vater oder Mutter umbrachten, so wird es dann mit getötet. Eventuell auch aus Angst, dass Kind könne später mal schlecht über den Elternteil denken, wegen des Suizides.

    Es sollte wohl so sein, dass sich jeder, wenn überhaupt, nur selbst töten dürfte. Nur wenn ein Mensch ersteinmal in einer solchen Situation ist, dann ist ihm dieses sollte reichlich egal.
    Nicht immer, aber oftmals. Leider!
    So wie der Mann, der seine Frau und Tochter kurze Zeit vorher in Harrislee mit zahlreichen Messerstichen erstach, das Haus anzündete und floh. Sich selbst in Berlin dann töten wollte. Angeblich wegen 900.000 Euro Schulden und Bedrohungen der Gläubiger, vor der er seine Frau undTochter schürzen wollte.
    Schöner Schutz, wenn er sie alle ersticht, zum Schutz.
    Ich verstehe es einfach nicht, was in solchen Menschen vor sich geht.
    Und du hast Recht, Geld ist nicht alles, man kann auch mit wenig leben.
    Zur Gefahr in derFamilie und unter Ex/Freunden Partnern.
    Das kann man sich doch wirklich frgaen, wenn man diese ganzen Meldungen liest, in denen Ex/Partner die Partner und Kinder töten, oder ihre Kinder einfach von der Brücke stossen, erschlagen, vergiften, etc., was führt diese Menschen bloss zu solchen Taten?
    Und die vielleicht wichtigere Frage, ist es vorhersehbar oder zu verhindern?
    Hätte das Jugendamt, eventuell aufgrund seiner Geschichte, diese Morde des Rüdiger W. an seine Stiefkinder verhindern können?
    Trägt das Jugendamt eventuell eine Mitschuld an dieser Tat?
    Nachbarn sagen allerdings, es war eine nette Familie, freundlich, hilfsbereit und "immer gut angezogen".
    Was ja nach solchen Taten dann oftmals gesagt wird. "immer gut angezogen".
    Darauf kommt es scheinbar an.
    Liebe Grüsse
  5. AngelInChains schreibt am 26.02.2009 um 14:55 Uhr:Ich denke nicht, dass man sich daran aufhaengen sollte, ob er nun Frauen, die stolpern oder stuerzen, an den Haaren oder sonstwo zu fassen bekommt. Vielleicht hatte er Angst, ihren Bauch zu druecken, da sie hochschwanger war. Genauso liesse sich das auch negativ deuten. Wer weiss das schon.

    Wegen der "Traumatherapien": Ich musste nach der Scheidung meiner Eltern auch eine machen, durchs Jugendamt angeordnet. Ich glaube, dadurch habe ich meine psychischen Ticks erst ;) Und der Rest war vorher schon da. diese verordeneten Therapien sind wohl ueblich...

    Nur, weil man keine Perspektive, kein Geld und kein Auto hat, evtl auch keine Arbeit mehr, muss man doch nicht gleich sein Leben aufgeben... Sonst waer ich weg von hier, schon lange.

    Wuerden wir dauerhaft daran denken, dass jeder Mensch verrueckt werden und einen umbringen koennte, JEDER, dann koennten wir keine Kontakte mehr zu Menschen haben, ohne um unser Leben zu fuerchten. Aber potentiell koennte ja auch JEDES Auto uns ueberfahren... Ein Grund, Autos zu verbieten oder zu meiden?
  6. AngelInChains schreibt am 26.02.2009 um 15:04 Uhr:"Hätte das Jugendamt, eventuell aufgrund seiner Geschichte, diese Morde des Rüdiger W. an seine Stiefkinder verhindern können?"

    Kann man jeden, der eine schlechte Vergangenheit hatte, gleich vorsorglich einsperren? Haben Menschen keine Chance verdient? Ist es gerecht, jemandem die Moeglichkeit auf ein freies, schoenes Leben zu nehmen, nur, weil er als Kind ein schlechtes hatte und womoeglich einen psychischen Schaden erlitten haben koennte? Das sind die Fragen, die meiner Meinung nach folgen. Und ich moechte nicht eingesperrt werden, nur, weil ich eine schlechte Kindheit und Jugend hatte. Sonst haette ich mich gleich umbringen koennen - makaber, ich weiss.

    "Trägt das Jugendamt eventuell eine Mitschuld an dieser Tat?"

    Waere in dem Fall die Frage, was denn bislang alles vorlag.

    Uebrigens denke ich, dass es bei den meisten Morden vorher Warnzeichen gibt... Manchmal wirklich arge, und trotzdem sieht keiner hin. Ist bei Selbstmorden aehnlich. Und danach wird gejammert *huestel* Natuerlich rechtfertigt das nichts, aber kritisch ist es schon, wenn die Gesellschaft wegsieht, obwohl wirklich recht deutliche Vorwarnungen geaeussert werden.

    "Nachbarn sagen allerdings, es war eine nette Familie, freundlich, hilfsbereit und "immer gut angezogen".
    Was ja nach solchen Taten dann oftmals gesagt wird. "immer gut angezogen"."

    Das finde ich auch schrecklich oberflaechlich.
  7. katti schreibt am 10.08.2009 um 03:16 Uhr:ich kann nur hoffen, dass alle die Nachrichten auch weiterhin verfolgt haben. Ich bin einen Familienangehörige und nur diese wurden von der Staatsanwaltschaft informiert wie es wirklich war.
    Hat einer von Euch mal ein paar Wochen später gelesen was passiert ist?
    Gott hat zu richten und nicht wir. Bitte bedenkt das wenn ihr über Menschen schreibt die nicht persönlich kennt.
    Und hoffentlich muss niemand von denen die das hier leben, soetwas Schlimmes erleben innerhalb seiner Familie. Das ist nicht böse gemeint, aber der Mensch urteilt zu schnell. Die vier ruhen in Frieden, nur wir Hinterbleibenen finden diese Ruhe wohl lange nicht zurück.
    Danke
  8. sternenschein schreibt am 10.08.2009 um 07:57 Uhr:Katti,
    dankeschön für deine Wortmeldung hier.

    Wenn du möchtest kannst du mir, wenn du etwas klarstellen willst, auch gerne noch einen Kommentar mit deiner Sicht der Dinge schreiben, den ich dann als neuen Blogeintrag einstellen würde.

    Nein, es ist wirklich niemandem zu wünschen so etwas zu erleben.
    Die direkt betroffenen und Angehörigen werden wohl wirklich lange Zeit ihre Ruhe bicht finden. So etwas zieht sich ja manchmal sogar noch in die nächste Generation hinein.
    Ich hatte damals nur die Artikel und Rüdiigers Blog gelesen.
    Da es bei Selbsttötung ja nicht zu einem Prozess kommt, der Staatsanwalt in diesen Fällen auch nicht sonderlich viel mitteilt hatte ich weiter nichts darüber erfahren. Werde aber noch einmal nachschauen, ob später noch etwas im Netz darüber stand.
    Aber ich glaube etwas gelesen zu haben , dass es eine Kohlenmonoxyd Vergiftung durch einen in der Wohnung betriebenen Holzkohlegrill die Ursache war, wenn ich mich recht erinnere.

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe dass ihr als Angehörige irgendwann mit diesem Verlust und dem Geschehen fertig werdet.
    sternenschein
  9. karola schreibt am 10.04.2010 um 12:57 Uhr:an den Verfasser dieses Blogs

    ich finde es eine Unverschämtheit hier über Menschen zu reden, die ihr noch nicht mal kanntet. Es war ganz anders, aber es ist ja viel leichter hier Bla Bla zu machen. Kümmere dich um deinen eigenen Kram und schäme Dich
  10. sternenschein schreibt am 10.04.2010 um 19:52 Uhr:Hallo Karola,
    dann wäre es auch eine Unverschämtheit Zeitungen zu lesen oder Nachrichten zu sehen, denn darinnen wird ständig über Menschen geschrieben, die die Autoren und Leser nicht kennen.

    Sicherlich wirst auch du Zeitung lesen, dir auch manchmal deine Gedanken über das gelesene machen, vielleicht auch mal mit anderen über das gelesene sprechen weil es dich bewegt auch wenn du die Menschen nicht persönlich kennst..
    Würdest du dich deshalb schämen?

    Ich schäme mich nicht diesen Eintrag geschrieben zu haben. Schäme mich nicht dafür, mir Gedanken über Menschen zu machen, die verzweifelt sind, die Selbstmord begehen, schäme mich nicht, mir Gedanken über Kinder zu machen, die von ihren Eltern getötet werden aus irgendwelchen persönlichen Gründen.

    Wenn dir die Kinder egal sind, die getötet wurden, solltest du dich vielleicht eher schämen.

    Natürlich kannte ich die betreffenden Personen nicht. Konnte nur die Meldungen verfolgen, in der es von der Staatsanwaltschaft hiess, die Kinder, Rüdiger und seine Frau seien durch eine Kohlenmonxydvergiftung, ausgelöst durch einen Holzkohlegrill in der Wohnung ums Leben gekommen.
    Fremdverschulden und auch ein Unfall wurden ausgeschlossen.

    Es wird von erweiterten Selbstmord gesprochen.
    Ob jetzt er oder sie diesen Selbstmordbeschluss fasste, kann ich natürlich nicht wissen.
    Die Staatsanwaltschaft vermutete laut Medien, es war der Mann.
    Das die Kinder diese Tat begangen hätten können, wird nirgends geschrieben.
    Sie werden wohl die Opfer gewesen sein.

    Ich finde diese sogenannten Familientragödien furchtbar, in denen ein Mann seine Frau oder auch gleich ganze Familie mittötet. Oder wo Mütter ihre Kinder mit in den Tod nehmen.
    Sie nennen es erweiterter Selbstmord, ich nenne es Mord.
    Denn dieses ist es, wenn der Täter selbst seinen Selbstmordversuch überlebt und die anderen tot sind.

    Rüdiger W. sprach von der Ungerechtigkeit, seinen Sohn nicht sehen zu dürfen.

    Hier aber nahm er oder auch sie, zwei Kinder mit in den Tod, über dessen Vater niemand spricht.
    Der durch diese Tat gleich zwei Kinder verlor, sie nie mehr wieder sehen wird. Obwohl dieser Vater angeblich mehrfach das Jugendamt auf die unhaltbaren Zustände für seine Kinder in Jeniffers Haushalt hingewiesen hatte.

    Du sagst, es hätte sich alles ganz anders abgespielt und es sei BlaBla.
    .
    Aus den Medien kann man ein solches Geschehen nur zur Kenntnis nehmen, wie es dort geschrieben steht, in diesem Fall konnte ich noch die persönlichen Meinungen von Jennifer und Rüdiger, die sie in ihren Blogs öffentlich machten, nachlesen.
    Doch im Gegensatz zu den Medien hättest, oder hast du hier im Blog die Möglichkeit es, dieses BlaBla wie du es nennst, richtig zu stellen, wenn es alles nicht so w ar, wie es geschrieben steht. Es zu korrigieren.

    Und natürlich finde ich es für die Angehörigen schrecklich, die darunter leiden, so wie Katti es schreibt.
    Vielleicht sogar sich fragen, ob sie etwas hätten machen können, irgendwie helfen, damit es nicht so weit gekommen wäre.
    Nur leider entzieht sich einiges unserem Einflussbereich wo wir dann hilflos daneben stehen müssen, ohne wirklich eingreifen zu können.

    Ich schäme mich nicht dafùr, wenn ich mir über all dieses Gedanken mache..
    Liebe Grüsse
  11. AngelInChains schreibt am 10.04.2010 um 22:07 Uhr:"Wenn dir die Kinder egal sind, die getötet wurden, solltest du dich vielleicht eher schämen."

    Das waere nun aber wirklich eine Unterstellung. Denn davon hat die Userin auch nichts geschrieben.
  12. sternenschein schreibt am 11.04.2010 um 01:36 Uhr:@Angel,
    ich will der Userin dieses auch nicht unterstellen, deshalb schrieb ich auch "wenn", was nicht heissen soll, es ist so.
    Die beiden Kinder sind tot, das ist Fakt. Das sie Suizid begehen wollten, wurde von der Polizei nicht gesagt. Bleibt der Schluss sie wurden von den Angehörigen getötet.

    Dann will ich mir von der Userin Karola nicht sagen lassen, ich solle mich schämen, wenn ich mir Gedanken darüber mache. Das Recht dazu nicht habe, da ich die Kinder nicht persönlich kenne.
    Ich finde solche sogenannten "erweiterten Selbstmorde" immer schlimm und sinnlos, vielleicht auch weil meine Mutter, als wir Kinder waren, manchmal ähnliche Anwandlungen hatte, uns im Fall der Fälle "mitnehmen" wollte, wie sie öfter sagte.
    Es ist so sinnlos, da es im Grunde immer Auswege aus solchen Lagen gibt.
    Und gerade wenn Kinder da sind sollte man diese suchen, anstatt sie gleich mit zu töten.
    Liebe Grüsse
  13. AngelInChains schreibt am 11.04.2010 um 02:05 Uhr:Natürlich darf dir keiner vorschreiben, worüber du bloggen "darfst" und worüber nicht. Ist schließlich dein Blog und du beleidigst auch niemanden.

    Andererseits denke ich mir... Das ist halt Karolas Meinung. Was soll man dazu noch sagen? Ich denke, ich hätte gar nicht geantwortet. Wenn nicht sogar den Kommentar gelöscht, denn wenn jemand mich beleidigen möchte, dann wenigstens nicht auf meinem eigenen Blog.

    Ich bezweifle auch irgendwie, dass sie hier jemals wieder lesen wird.

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