Gedanken oder Fragen

10.01.2011 um 05:08 Uhr

Ruhig in einem Zimmer

Alles Unglück in der Welt kommt daher,
dass man nicht versteht, ruhig in einem Zimmer zu sein.

Zitat: Blaise Pascal

Soweit Pascal. Und die Angst des Menschen vor dem Alleinsein, vor dem Nichtstun, des mit sich selbst beschäftigen.
Der Mensch auf der Suche nach Zerstreuung, nach Abwechslung, nach dem anderen Menschen.
Vielleicht auch auf der Flucht vor sich selbst..

Der Mensch will sich zerstreuen. Mal zerstreut er sich hier, mal da.
Bis er ganz zerstreut ist und nicht mehr weiss wo und wie er streute, bis er sich schliesslich ganz verstreut hat und nichts mehr von ihm bleibt.
Vom Winde verweht in vielerlei Richtungen.

Meine Gedanken zerstreuten sich jetzt auch, wie man merkt und ich kam davon ab, wo ich hinwollte.
Wenn ich überhaupt irgendwohin wollte mit meinen Gedankengängen, die gerade bei Pfeffer und Salzstreuern landen.
Schwarz-Weiss, wie Salz und Pfeffer, beides Streugut und als Gewürz zu gebrauchen.
Zerstreuung als Würze des Lebens?
Oder eher ein weglaufen, aus dem Leben heraus, auf der Flucht vor der Langeweile der ein Mensch leicht anheimfallen kann.
Die Angst vor dem Alleinsein, die Suche nach dem anderen Menschen, der ergänzen soll, vielleicht auch zerstreuen?
Fängt mit dem anderen Menschen, mit dem Ende des Alleinseins nicht erst das Elend des Menschen an, oder hört es damit auf?
Beides wird wohl möglich sein, je nachdem wem wir begegnen und an welcher Art von Menschen wir unser Herz hängen.
Egal ob verdient oder unverdient.
Ja, wir können unser Herz auch an Menschen hängen, die uns schaden.
Da hängt das Herz dann, sozusagen hängende Herzen.

Kein Weltwunder wie die hängenden Gärten, dafür gibt es zuviele Herzen die an nicht zweckmässigen Plätzen oder Menschen hängen. Unverdient.

Aber es soll hier ja nicht um Verdienst gehen, um Soll und Haben. Herzen haben schliesslich keine Buchhaltung oder Gewinn und Verlustrechnung, oder etwa doch?.
Ein Herz haben wir schliesslich alle, und es ist unsere ureigenste Sache wohin wir dieses hängen, auf der Suche nach dem richtigen Platz für dieses Herz. .
Dem Platz der hängenden Herzen.
Irgendwie verschenkt der Mensch doch gerne sein Herz.

Dieses wollte ich alles garnicht schreiben, aber mir fiel eben nichts anderes ein, dann sei es so.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Blaise Pascal:

"Die ganze Würde des Menschen liegt im Denken".

Wenn ich mir diesen Eintrag so ansehe, dann habe ich das Gefühl ich verliere so langsam meine Würde, wenn sie im Denken liegt.
Aber was ist schon Würde, nur ein Wort, mehr nicht.
;

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. andrina schreibt am 10.01.2011 um 11:38 Uhr:mir gefallen deine worte, deine verknüpfungen, muss ja nicht alles immer total strukturiert sein ;)
  2. Yaimm schreibt am 10.01.2011 um 14:24 Uhr:Ich mag diesen Gedankenschwurbel, auch wenn es mich inhaltlich eigentlich eher genau in die andere Richtung treibt. Ich zerstreue, wenn ich zu wenig Zeit für mich und mit mir allein habe, meine Gedanken zerstreuen und ich werde unruhig.

    Ich sehne mich nach dem ruhigen Zimmer.
  3. aenne schreibt am 10.01.2011 um 22:45 Uhr:Ich bin froh, dass dir eben nichts anderes einfiel. Mir gefallen deine Worte, so regen sie mich doch zum Denken und Nachdenken an.
  4. sternenschein schreibt am 15.01.2011 um 09:19 Uhr:@andrina,
    dankeschön. Ja, wenn es nicht strukturiert ist, können auch manchmal erstaunliche oder unerwartete Dinge dabei herauskommen.

    @Yaimm,
    die meisten behaupten dann ja, ihnen fiele die Decke auf den Kopf. Die ertragen das ruhige Zimmer und die Ruhe nicht.

    @aenne,
    dir auch ein dankeschön für deine Worte.

    Liebe Grüsse
  5. sternenschein schreibt am 15.01.2011 um 09:20 Uhr:@andrina,
    dankeschön. Ja, wenn es nicht strukturiert ist, können auch manchmal erstaunliche oder unerwartete Dinge dabei herauskommen.

    @Yaimm,
    die meisten behaupten dann ja, ihnen fiele die Decke auf den Kopf. Die ertragen das ruhige Zimmer und die Ruhe nicht.

    @aenne,
    dir auch ein dankeschön für deine Worte.

    Liebe Grüsse

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