Schokolade und Kinderarbeit
Gestern aß ich ein Stück Schokolade.
Bin nicht so der grosse Schokoladenesser, aber hin und wieder gönne ich mir doch ein Stück davon.
Im Fernsehen lief wohl gerade "Fakt ist.."
Der Hauptproduzent von Kakao weltweit ist die Elfenbeinküste und Ghana.. Sie zeigten die dortigen Kakaoplantagen und wie schwierig der Anbau sowie die Ernte und Verarbeitung des Rohkakaos ist.
Wie wenig vom hiesigen Kaufpreis für eine Tafel Schokolade beim Kakaoproduzenten an der Elfenbeinküste ankommt.
Von einem 60 Cent Schokoriegel landen nur etwa
1 Cent bei den Kakaoproduzenten an der Elfenbeiküste.
Die Kakaofarmer dort können von ihrer Arbeit kaum leben.
Und sie zeigten die Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen sowie Kindersklaven.
Es ist eine harte Arbeit auf den Plantagen.
Die Kinder müssen schwere Säcke voller Kakaobohnen schleppen, mit Macheten die Früchte ernten, wobei sie sich oftmals verletzen.
Die Plantagenbesitzer lassen ihre eigenen Kinder dort arbeiten, anstatt sie zur Schule gehen zu lassen.
Begehrt sind auch Kindersklaven die aus umliegenden Ländern für 10 bis 20 Euro gekauft werden.
Sie müssen in einem Alter von etwa 10 bis 16 Jahren, teils über 12 Stunden am Tage dort schwer schuften. Werden schlecht behandelt,.bekommen nur das nötigste zu essen.
Wurden manchmal den Eltern mit dem Versprechen einer Ausbildung abgelockt und abgekauft.
Diese Kinder, die den ganzen Tag schuften müssen, damit wir unsere Schokolade essen können, haben selbst noch nie ein Stück Schokolade gegessen. Wissen oftmals garnicht was das ist.
Es ist fast egal welche Marke oder Schokoladensorte wir essen, ob Lindt, Mars, Bounty, Milka oder Aldisorten, so der Bericht, es steckt fast überall Kinderarbeit mit drinnen.
Und plötzlich hinterliess die vorher noch süsse Schokolade einen bitteren Nachgeschmack bei mir.
Angesichts des Jungen, des Kinderskalven den ich da vor mir sah, der vielleicht gerade für diese Tafel Schokolade dort über 12 Stunden schwer geschuftet hat, anstatt zur Schule gehen zu können.
Bekannt ist dieses alles schon sehr lange.
Die Schokoladenfirmen und Osterhasenproduzenten sprechen auch nicht gerne darüber.
Darüber dass in den Ländern wie der Elfenbeinküste etwa 600.000 Kinder für die Kakaoproduktion schwer schuften müssen.
Auf Google unter dem Stichwort Kakao, Schololade, Kinderarbeit kann man genügend dazu finden.
Sollte die Schokoladenindustrie von ihren horrenden Werbemillionen, nicht lieber den Grossteil dafür verwenden, dass die Kinderarbeit für ihre Produkte eingedämmt wird.
Eine Frage stellt sich mir noch.
Was würde mit diesen Kinderarbeitern, den Kindersklaven geschehen, wenn dort die Kinderarbeit wegfallen würde?
Würden sie zur Schule gehen können? Wer würde das bezahlen?
Oder würden sie, wenn sie nicht mehr für die Ernte und Verarbeitung des Kakaos gebraucht würden, elendig verhungern da keiner sie benötigt oder etwas zu Essen gibt?
Unsere Kinder essen gerne Schokolade.
Bald ist Ostern, die Zeit der Osterhasen, woanders werden Kinder für unsere Schoko-Osterhasen versklavt..
Ein schwieriges Thema.
Habe noch ein Paket Kakaohaltiges Getränkepulver von Nestle stehen mit der ÖKOTEST Auszeichnung gut.
Ob es unter Beteiligung von Kinderarbeit entstanden ist, steht nicht darauf.
Aber Nestle als Kakaoabnehmer von der Elfenbeinküste wurde gestern auch genannt.
Muss für jedes Glas Kakao das unsere Kinder trinken, woanders, in einem fernen Land, ein Kind schwer und fast bis zum Umfallen schuften?
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Bin nicht so der grosse Schokoladenesser, aber hin und wieder gönne ich mir doch ein Stück davon.
Im Fernsehen lief wohl gerade "Fakt ist.."
Der Hauptproduzent von Kakao weltweit ist die Elfenbeinküste und Ghana.. Sie zeigten die dortigen Kakaoplantagen und wie schwierig der Anbau sowie die Ernte und Verarbeitung des Rohkakaos ist.
Wie wenig vom hiesigen Kaufpreis für eine Tafel Schokolade beim Kakaoproduzenten an der Elfenbeinküste ankommt.
Von einem 60 Cent Schokoriegel landen nur etwa
1 Cent bei den Kakaoproduzenten an der Elfenbeiküste.
Die Kakaofarmer dort können von ihrer Arbeit kaum leben.
Und sie zeigten die Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen sowie Kindersklaven.
Es ist eine harte Arbeit auf den Plantagen.
Die Kinder müssen schwere Säcke voller Kakaobohnen schleppen, mit Macheten die Früchte ernten, wobei sie sich oftmals verletzen.
Die Plantagenbesitzer lassen ihre eigenen Kinder dort arbeiten, anstatt sie zur Schule gehen zu lassen.
Begehrt sind auch Kindersklaven die aus umliegenden Ländern für 10 bis 20 Euro gekauft werden.
Sie müssen in einem Alter von etwa 10 bis 16 Jahren, teils über 12 Stunden am Tage dort schwer schuften. Werden schlecht behandelt,.bekommen nur das nötigste zu essen.
Wurden manchmal den Eltern mit dem Versprechen einer Ausbildung abgelockt und abgekauft.
Diese Kinder, die den ganzen Tag schuften müssen, damit wir unsere Schokolade essen können, haben selbst noch nie ein Stück Schokolade gegessen. Wissen oftmals garnicht was das ist.
Es ist fast egal welche Marke oder Schokoladensorte wir essen, ob Lindt, Mars, Bounty, Milka oder Aldisorten, so der Bericht, es steckt fast überall Kinderarbeit mit drinnen.
Und plötzlich hinterliess die vorher noch süsse Schokolade einen bitteren Nachgeschmack bei mir.
Angesichts des Jungen, des Kinderskalven den ich da vor mir sah, der vielleicht gerade für diese Tafel Schokolade dort über 12 Stunden schwer geschuftet hat, anstatt zur Schule gehen zu können.
Bekannt ist dieses alles schon sehr lange.
Die Schokoladenfirmen und Osterhasenproduzenten sprechen auch nicht gerne darüber.
Darüber dass in den Ländern wie der Elfenbeinküste etwa 600.000 Kinder für die Kakaoproduktion schwer schuften müssen.
Auf Google unter dem Stichwort Kakao, Schololade, Kinderarbeit kann man genügend dazu finden.
Sollte die Schokoladenindustrie von ihren horrenden Werbemillionen, nicht lieber den Grossteil dafür verwenden, dass die Kinderarbeit für ihre Produkte eingedämmt wird.
Eine Frage stellt sich mir noch.
Was würde mit diesen Kinderarbeitern, den Kindersklaven geschehen, wenn dort die Kinderarbeit wegfallen würde?
Würden sie zur Schule gehen können? Wer würde das bezahlen?
Oder würden sie, wenn sie nicht mehr für die Ernte und Verarbeitung des Kakaos gebraucht würden, elendig verhungern da keiner sie benötigt oder etwas zu Essen gibt?
Unsere Kinder essen gerne Schokolade.
Bald ist Ostern, die Zeit der Osterhasen, woanders werden Kinder für unsere Schoko-Osterhasen versklavt..
Ein schwieriges Thema.
Habe noch ein Paket Kakaohaltiges Getränkepulver von Nestle stehen mit der ÖKOTEST Auszeichnung gut.
Ob es unter Beteiligung von Kinderarbeit entstanden ist, steht nicht darauf.
Aber Nestle als Kakaoabnehmer von der Elfenbeinküste wurde gestern auch genannt.
Muss für jedes Glas Kakao das unsere Kinder trinken, woanders, in einem fernen Land, ein Kind schwer und fast bis zum Umfallen schuften?
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Bei mir landet definitiv erstmal keine Schokolade mehr...
ja, sie sprachen auch über Fair Trade.
Es gibt zwei Siegel von der Industrie, die nicht soviel wirkliches aussagen sollen.
Nur das Fair Trade Siegel soll einigermassen verlässlich sein, was die Bezahlung und die Kinderarbeit angeht.
@Pelegrina,
ich wusste es ehrlich gesagt so auch nicht, obwohl es schon lange bekannt ist.
Hatte auch gelesen, dass die Kakaoplantagen dort ja erst in der Kolonialzeit angelegt wurden.
Dafür wurde Regenwald vernichtet und die Bevölkerung verarmte dadurch.
Die Weltbank riet bzw. forderte aufgrund der Verschuldung dieser Länder den Kakaoanbau stark auszuweiten.
Was zur Folge hatte, dass die Kakaorohstoffpreise weiter fielen, sie dadurch auch nicht reicher geworden sind.Ist schon erschreckend, dass dort Kindersklaven für eine einmalige Zahlung von 20 Euro verkauft werden.
Die Kindersklaven sind dann praktisch Eigentum des Plantagenbesitzers.
Sie werden nie zur Familie gehören, werden schlecht behandelt.
Die Frage aber bleibt, selbst bei Fair-Trade, was wird dann mit diesen Kindern geschehen, wenn sie keiner mehr braucht?
Liebe Grüsse
Klar ist Kinderarbeit schlimm, aber ginge es den Leuten ohne besser? Sinnvoller wäre es unter diesem Gesichtspunkt wohl, die Löhne zu erhöhen. Wenn die Familien genug verdienen, müssen vielleicht nicht mehr alle Kinder arbeiten gehen. Das wäre ein Anfang. Aber Kinderarbeit dort einfach zu verbieten und sonst nichts zu verändern, lässt bloß die Leute hungern, würde es also nur noch schlimmer machen.
hier ein link zu entsprechenden produkten: http://www.transfair.org/produkte/kakao/einkaufen.html?tx_jppageteaser_pi1[backId]=65
ich denke, wenn sich das bewusstsein in den köpfen der menschen ändert, dann kann man schon etwas erreichen...
Vielleicht sollte ich auch mehr auf Fair Trade zurück greifen...
Liebe Grüße
verdammt!
die frage, die dahinter steckt ist die nach der Macht; was können wir bewirken? was geschieht mit den kindern/sklaven aus der schoko-plantage wenn wir ihnen die schoko-plantage-sklavenarbeit wegnehmen (weil wir als konsumenten die schokoladen-nachfrage senken???!)?
zynische antwort von ackermännern: dann arbeiten sie eben in der ziegelfabrik.
mögliche antwort: konsumenten-bewusstsein.
globalisierung ist krieg. fragt mal die manager. die bosse. krieg.
unsere waffen?
betroffenheit?
moral?
mitgefühl?
.......
konsum!
sie wollen unser geld - sie bekommen es nicht! das können wir durch unser verhalten steuern. und da denke ich immer an das schachbrett und die geschichte von den reiskörnern...
cuZooN.
es nur zu verbieten würde die Menschen dort vielleicht wirklich nur in ein noch tieferes Elend stürzen.
Es müsste mehr verändert werden um eine Lebens-und Existenzgrundlage für die Menschen dort zu schaffen.
@Gänseblümchen,
danke für den Link.
Fair Trade ist wohl ein Ansatz für Verbesserungen.
Nur aufgrund der finanziellen Lage vieler Menschen hier, ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie auf die Preise schauen und billige Produkte kaufen.
Wobei jeder Käufer hier, wenn er das wüsste mit der Kinderarbeit, sicher bereit wäre für einen Riegel Schokolade 1 Cent mehr zu bezahlen, wenn die Produzenten des Kakaos dann statt nur 1 Cent Anteil eben das doppelte bekämen und dadurch vielleicht die Kinderarbeit dort beseitigt werden könnte.
@Little_Butterfly,
na, Schuldgefühle solltest du nicht haben.
Aber dennoch ist es gut wenn man weiss wie etwas zustande kommt.
Und wenn genügend fordern, dass die Schokoladenfirmen den Rohstoffproduzenten mehr Geld zukommen lassen, um auf Kinderarbeit verzichten zu können, wird sich vielleicht irgendwann doch noch etwas ändern.
@Zoo,
mit unserem Konsumentenverhalten und unserem Geld wohin es fliesst, wofür wir es ausgeben, können wir schon einen gewissen Einfluss nehmen.
Ja, es ist wohl für die Manager eine Art Krieg, ihnen ist egal was menschlich schiefläuft, solange das Geld nur fliesst.
@Divemistress,
unser Entwicklungshilfe dient ja meistens auch nur unserer Industrie und Exporten, ob es Hühnerteile oder Waffen sind, die wir in diese Länder exportieren.
Hier regen sich einige über Entwicklungshilfe für Drittweltländer auf.
Ich nicht, wenn sie nur richtig und wirklich für das Wohl und Fortkommen der dortigen Bevölkerung eingesetzt wird.
Also für Schulen, Krnakenhäuser, ärtzliche Versorgung, Landwirtschaft im kleinen und auch Mittel für eine dortige Industrie.
Aber nicht für Waffen, korrupte Staatschefs und Regierungen dort.
Stehen wir diesen Menschen gegenüber nicht in der Schuld, wenn sich unsere Konzerne auf deren Kosten derart bereichert haben, unser Wohlstand auf deren Armut begründet ist?
Liebe Grüsse
lg sophie
Lindt & Sprüngli kauft die Schokolade nicht aus Ländern wie der Elfenbeinküste, wo Kinderarbeit in diesem Ausmaß betrieben wird, weshalb auch noch kein Verdacht auf Kinderarbeit in Bezug auf Lindt aufkam.
Man kann selbst nachverfolgen aus welchen Ländern deren Schokolade stammt und das Kinderarbeit dort ein wesentlich geringeres Problem darstellt.
Sicher gibt es dieses Problem, aber bei verschiedenen Firmen ist es unterschiedlich stark ausgeprägt.
Ich für meinen Teil kaufe auch weiterhin bedenkenlos Schokolade von ausgewählten herstellern.
vielleicht interessiert Euch ja dieser Link! Es handelt sich um ein alternatives Wirtschaftssystem, wo es darum geht das Gemeinwohl der Menschen, Tiere und Umwelt zu steigern und nicht bloß den Profit.
Solange Profit einziges Ziel allen Wirtschaftens ist, werden Menschen, Tiere und Umwelt ausgebeutet und zerstört.
Das Konzept braucht dafür natürlich genügend Stimmen, damit es demokratische Kraft erlangt. Siehe Punkt UnterstützerInnen :)
Auf eine bessere Welt
www.gemeinwohl-oekonomie.org
Das passt auch zum Thema, denn Schokolade, für welche Kinder schuften, weil insgesamt zu wenig Geld an die Bauern gezahlt wird, wird es dann nicht mehr geben. Betriebe haben dann ein großes Interesse den Bauern ausreichend Geld zu geben, damit sie in der Gemeinwohlbilanz besser abschneiden.
Aber lest selbst.
diese Problematik die du beschreibst ist nicht von der Hand zu weisen.
Es ist beschämend, dass es diese Sklaverei überhaupt noch gibt und Menschen, zumal Kinder, um des Profites Willen, benutzt und ausgenutzt werden.
@Gemeinwohl Ökonom,
ein interessantes Projekt über das nachzudenken sich lohnt, welches scheinbar zur Zeit in Österreich stärker vertreten ist, als hier in Deutschland.
Danke für den Link.
Liebe Grüsse
http://www.christian-felber.at/vortraege.php
Aber dafür, dass das Buch erst im Herbst erschienen ist, finde ich es schon ganz gut :)
Bin jedenfalls froh, hier auf offene Ohren gestoßen zu sein, denn mir hat das Konzept nochmal richtig Mut gegeben, nachdem ich nach und nach immer mehr über die Missstände dieser Welt lernte und einfach nicht wusste, was man wie z.B. gegen Kinderarbeit tun kann. Diese Ungerechtigkeit in der wir leben und dieses Gefühl der Ohnmacht was damit einherging bedrückt mich nicht mehr.
Ich schöpfe daraus richtig Kraft, weil es mir ein Ziel gibt, auf welches ich hinarbeiten will, weil es umsetzbar ist.
Nebenbei erwähnt, hat die österreichische Regierung, ganz aktuell,die Gemeinwohl-Ökonomie im Wissenschaftssektor ihrer Regierungserklärung extra erwähnt und Gelder bereitgestellt!
Auf Facebook haben wir das Thema wiederbelebt.
https://www.facebook.com/home.php?sk=group_115492238528616&ap=1
Mit den besten Wünschen und Grüßen
Axel