Gedanken oder Fragen

21.07.2011 um 04:49 Uhr

Schwizerdütsch

Dieses Schwizerdütsch hört sich sehr schön an.
Ich mag es gerne hören, wenngleich ich nicht immer alles verstehe.
Ebenso die Österreichischen Mundarten.
Diese Sprachen haben automatisch irgendetwas charmantes an sich.
Es ist eben nicht so wie das platte Hamburger oder Norddeutsche Platt, oder das Bayerische "Jo mei". Nein, es ist charmanter.

In der Schweiz sollen fast 5 Millionen Menschen Schwizerdütsch sprechen.
Ein Wörterbuch zur Übersetzung dafür zu kaufen, ist fast nicht lohnend. Da diese Sprache von Region zu Region und von Stadt zu Stadt stark variiert.
So haben selbst Schweizer, wenn sie aus verschiedenen Regionen kommen, oftmals Schwierigkeiten, sich zu verständigen. Ein Babylon ist die Schweiz dennoch nicht.

Hin und wieder stösst man auf Blogo.ch auf Blogs, die in Schweizer Mundart geschrieben werden. Schwer für uns, die Hochdeutsch gewohnt sind, zu lesen. Macht aber dennoch Spass.

So wie zum Beispiel der Blog der Schweizerin

Rapuntzel *klick*

die zur Zeit in China Sprachunterricht nimmt und auf ihrem Blog von ihren Erlebnissen dort erzählt. In Schwizerdütsch natürlich, nicht in Chinesisch.
Von einem Restaurantbesuch, bei dem der Kellner nicht das bringt, was man bestellt hat, sondern etwas, wovon der Koch der Meinung ist, es würde gerade diesen Gästen schmecken.

Ich musste so lachen, man stelle sich dieses mal hier in Deutschland vor.
Man bekommt etwas ganz anderes, als das bestellte, einfach weil der Koch denkt, so sei es richtig. Unvorstellbar hier.
Hier wird sich doch schon beschwert, wenn ein Blatt Salat falsch istoder sonstetwas.;
In China scheinen die Uhren anders zu gehen und die Menschen eine andere Mentalität zu haben. Auch wenn die Rikschas nicht mehr von Menschen oder Eseln gezogen werden, sondern von Elektrotöfs, wie sie schreibt.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNachtwolf schreibt am 21.07.2011 um 13:08 Uhr:ja ja das schwizerdütsch, wobei der Schwitzer nur zwischen zwei Dialekten unterscheidet. Zwischen Züridütsch und Schwitzerdütsch. Da in den Augen des Schweizers der Züricher sich für besonders hält, distanziert man sich ausserhalb vom Kanton Zürich von diesen Schweizern. Ungeachtet dessen gibt es schon Kanton - bezogene Unterschiede in der Aussprache und Bezeichnung von bestimmten Worten. An ihnen ist leicht zu erkennen (solang man es weiss) aus welchem Kanton der Schweizer stammt.

    Wobei ich sagen muss das mir die Schreibweise des Schweizers super gefällt, denn es gibt keine Rechtschreibung - Grammatik. Jeder schreibt so wie er es sprechen würde und dabei auch noch völlig unterschiedlich. So kann jeder schwitzerdütsch schreiben. Es ist völlig egal wie du die Wörter zusammensetzt. Ick find det super. ;-)

    Schwer zuverstehen, das sind sie wohl. Schon gerade wenn man nur sporadisch mit ihnen zu tun hat. Ich hab ca. 1 Jahr gebraucht um sagen zu können dass ich sie zu 90% verstehe. Heute ist es kein Problem mehr für mich. Doch erinnere ich mich sehr gut an die ersten 3 Wochen. Kaum da, eh schon Schwierigkeiten sie auf Schwitzerdütsch zu verstehen. Meist gaben sie sich Mühe und sprachen in Hochdeutsch mit mir. Zu mindest im Job. Doch eines Abends hiess es auf zu einer After - Work - Party. (Dies wird hier sehr oft gefeiert. Find ick och super. *grins*) Und auf dieser Party wurde nur in schwitzerdütsch gesprochen. Alter Schwede... ich hatte an dem Abend jede Menge an Kopfschmerzen. Doch nicht durch zu viel Alkohol Genuss. Das Schwitzerdütsch war es.

    Denn erst versuchst du zu erraten welches Wort das sein könnte welches dir man da gerade in deinen Gehörgang legte. Dann versuchst du mehrere Worte zu erkennen. Danach aus all diesen Worten einen Satz zu bilden und im Anschluss einen Sinn aus dem Satz lesen zu können. Wärend dieser ganzen Prozedur ist das Gesprächsthema bereits beendet und man spricht über andere Dinge. Somit beginnst du wieder von vorn. Was tat ich also an diesem Abend? NATÜRLICH... ich stand die meiste Zeit nur blöd grinsend in der Gegend rum. Alter Schwede, das waren noch Zeiten. lol

    Heute bekomm ich fast jeden Tag meine schwitzerdütsch Stunde. Ist der schwitzer Kollega daran interessiert mir die richtige Aussprache beizubringen. Doch nicht um so mit einem Schwitzer in seiner Landessprache sprechen zu können.... ohhhhhh tue dies niemals, denn der Deutsche kann sich Mühe geben wie er will. Schon das einfach "gruezi" wird er niemals wie ein Schweizer aussprechen können. So sollte man es niemals versuchen, denn der Schweizer empfindet sowas als Beleidigung. So ist die tägliche Sprachstunde nur für mich, da ich es sehr interessant finde. Das Schwitzerdütsch. Übrigends gibt es schon diverse Wörterbücher. Ich bekam mal von meinen schweizer Kollegas eins geschenkt. schwitzerdütsch - dütsch. ;-)

    Das ist wirklich sehr interessant. Und die kurze Einteilung der Schweizer (so sagt er selbst von sich) - der Berner ist sehr langsam (spricht langsam und denkt noch langsamer), der Züricher ist der hochnäsige, der Aargauer ist der langsame auf der Autobahn und der Thurgauer ist der Rüpel. So gibt es auch Unterschiede in der Meinung wär jetzt wohl das schwierigste schwitzerdütsch spricht. Ich persönlich hab das so meine Probleme mit den Wallisellern. Diese gehören zwar zum Kanton Zürich, doch irgendwie sprechen sie einen ganz eigenartigen Dialekt.

    Wer`s mal hören mag, dann hört hier rein:

    http://www.youtube.com/watch?v=oAKz0QY9n4A

    Viel Spass. ;-)

    PS: Hätte jemand was verstanden, wenn der Song ohne Lyrics gewesen wär?

  2. zitierenS_Hase schreibt am 21.07.2011 um 13:23 Uhr:Das habe ich auch schon gelesen, dass es gar nicht gut ankommt, wenn ein Ausländer versucht, Schwitzerdütsch zu reden und man das tunlichst unterlassen sollte.

    In China soll es auch normal sein, dass man zumindest bei der ersten Bestellung nicht genau das geliefert bekommt, was man haben wollte - und das so hingenommen wird.
  3. zitierenYaimm schreibt am 21.07.2011 um 17:02 Uhr:Die Chinesen haben eine komplett andere Mentalität als die Deutschen.
    Meine bessere Hälfte war beruflich schon oft dort und ich muss sagen, bei so manchen Gepflogenheiten schüttelt es mich Europäer dann doch sehr.

    Dialekt zu lesen ist schon bei den deutschen Dialekten schwierig, aber unheimlich lustig :)
  4. zitierenbuchzeiger schreibt am 22.07.2011 um 09:26 Uhr:Dr Papscht het z'Spiez s'Späck bschteck z'schpot bschtellt.
  5. zitierensternenschein schreibt am 25.07.2011 um 10:48 Uhr:Lieber Nachtwolf, du bist ja jetzt quasi an der Quelle dort.
    Von diesen Übersetzungswerken habe ich auch schon gelesen.
    Erstaunlich finde ich ja, dass sich in den verschiedenen Berufen eigen Fachausdrücke ausgebildet haben, so wie bei den Forstarbeitern, den Landwirten etc., in der IT Branche wird es wohl nicht so sein, oder gibt es da auch ganz besondere Schweizer Begriffe?
    Klar, wenn man dort lebt, so wie du es jetzt tust, dann will man die Menschen ja auch verstehen können und lernt die Sprache automatisch mit der Zeit.
    Selbst prechen darfst du sie ja dann nur im sehr engen Bekanntenkreis.;-))

    @S-Hase, da ist ja dann in China immer für Spannung und Überraschung gesorgt, wenn man vorher nicht weiss was man wirklich bekommt.
    Merkwürdig fand ich ja in dem nächsten Eintrag von Rapuntzel, dass die Kinder dort keine Windeln tragen, einen Schlitz in der Hose haben und draussen wie die Hunde hinmachen. Was die Eltern dann auch so beseitigen wie hier die Hundehalter es machen. Vielleicht ist es aber auch nur in der Gegend, in dem Chininesischem Kanton so?
    Ich finde es ja immer wieder interessant, wenn man hier in den Blogs liest wie die Menschen anderswo leben, wenn hiesige Blogbesitzer sich dort in den Ländern aufhalten.

    @Yaimm, dann bekommst du ja die Erlebnisse von deinem Mann aus erster Hand.
    Na gut, was für uns völlig normal erscheint, mag wiederum für die Chinesen sehr merkwürdig sein.

    @Buchzeiger,
    du kannst es, Dialekt schreiben. Ich hätte wohl selbst Schwierigkeiten, zum Beispiel in Hamburger Platt zu schreiben, auch wenn ich da alles verstehe.
    Es gibt ja so viele Verbände und Orginasationen, die die Mundarten versuchen erhalten zu wollen. Möchten, dass dieses sogar teilweise an Schulen gelehrt werden.
    Ob das so gut ist, diese regionalen Sprachen zu fördern zu wollen?
    Es ist ja auch etwas trennendes darinnen, Gruppen, die sich von durch ihre Aussprache absetzen. Fand es als Kind schon schwierig, erst die Altdeutsche Schrift zu erlernen und dann erst die Lateinischen Buchstaben.Sie unterschieden sich doch sehr. Gut, dadurch kann ich heute alte Bücher und Texte, die in dieser Schrift geschrieben sind, leichter lesen. Aber irgendwie verwirrt einen dieses doch.

    Liebe Grüsse

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