Gedanken oder Fragen

17.06.2012 um 20:29 Uhr

Victor Hugo und die Kühnheit der Mädchen

Das erste Anzeichen wirklicher Liebe
ist bei einen jungen Mann Schüchternheit,
bei einem jungen Mädchen Kühnheit.

Zitat: Victor Hugo ( 26.05.1802 - 22.05.1885 )
Wohl einer der grössten Französischen Schriftsteller und Autor zahlreicher Bücher, wie z.B. "Der Glöckner von Notre Dame".

Ist es wirklich so, dass Mädchen, wenn sie sich verlieben, wirklich lieben, zur Kühnheit neigen? Über sich selbst hinauswachsen, aufhören zu zögern, zweifeln und zaudern, um den jungen Mann den sie lieben für sich zu gewinnen?
Wenn ich hier bei euch in euren Blogs lese, bietet sich oftmals ein anderes Bild.
Da wird geträumt, geraten, gewartet, Indizien werden ausgewertet, aber die Kühnheit, von der Victor Hugo spricht, sie kommt selten zu Tage.

Aber er spricht ja auch von der Schüchternheit der jungen Männer, als Anzeichen wenn sie wirklich lieben.
Und ja, da muss ich Victor Hugo zustimmen.
Sobald man mehr für ein Mädchen, eine Frau empfindet, wägt man eher ab, was man sagt, wird vielleicht schüchterner als "wenn es eben nur so" ist. So nebenbei, leicht und flockig. Das Leichte und Flockige bleibt dabei auf der Strecke, da scheinbar alles was man äussert, "gravierende" Folgen für die Liebe und Zukunft haben könnte. Dazu vielleicht auch noch die Angst vor eventueller Ablehnung.
Da ist dann Überwindung gefragt, die erlernbar ist.

Manchmal hilft dabei auch ein Kompliment. Es sollte aber ein gutes sein und sich nicht in Plattheiten ergehen.

Denn wie hat Victor Hugo auf so eine wunderbare Art die Kunst des Komplimente machen beschrieben:

"Ein Kompliment ist so etwas wie ein Kuss durch einen Schleier"
Zitat: Victor Hugo
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Bloomsbury schreibt am 17.06.2012 um 21:07 Uhr:Ich finde, Männer haben es schwerer, weil sie vorangehen und doch auch mit Ablehnung umgehen müssen.
  2. S_Hase schreibt am 18.06.2012 um 09:37 Uhr:Ich glaube nicht, dass man die genannten Eigenschaften so zuordnen kann. Wenn ein Junge/Mann beim Reden eher abwägt, ist das doch nicht gleich Schüchternheit. Und was ist "Kühnheit"? Jedenfalls finde ich nicht, dass das geschlechtsspezifisch ist.
    Frauen haben es, glaube ich, ein bisschen leichter, weil Männer ihre Ablehnung normalerweise nicht so drastisch formulieren wie Frauen das oft tun.
  3. sternenschein schreibt am 18.06.2012 um 16:02 Uhr:Im Grunde heisst es ja immer, die Frau sei es letztendlich, die sich ihren Partner aussucht. Auch wenn Männer gerne glauben mögen, sie hätten sie "erobert". So kamen doch die Signale sich erobern zu lassen von der Frau.
    Ich finde Frauen können in dieser Beziehung, wenn sie einen Mann "wollen" auch ganz schön zielstrebig sein, sei es etwas bei ihm zu "vergessen" oder ähnliche "Tricks" anzuwenden, damit der nächste Kontakt gesichert ist.
    Interessant ist deine Anmerkung und Vermutug @S_Hase, dass frauen ihre Ablehnung wesentlich schärfer formulieren, als ein Mann es täte.
    Naja, was gesagt werden muss, muss halt gesagt werden.

    Liebe Grüsse an euch.
  4. Rabenmutter schreibt am 18.06.2012 um 17:10 Uhr:Das steht ja "wirkliche Liebe"... wenn's die nicht ist, dann sind wir eben zögerlicher....
  5. AdrienneMole schreibt am 20.06.2012 um 19:33 Uhr:Da steht ja auch "junges Mädchen". Mit 15 war ich kühn wie nix. Später sind Frauen oft vorsichtiger/vorbelastet etc.. Überspitzt gesagt. Wenn man das Zitat eher auf "erste Verliebtheit" im Jugendalter bezieht, sehe ich da also durchaus Wahres.
  6. Rabenmutter schreibt am 20.06.2012 um 19:55 Uhr:Stimmt, es ging ja um die Jugend... da kann man ja gar nicht mehr mitreden ;-)
  7. AdrienneMole schreibt am 21.06.2012 um 12:47 Uhr:Gibt Schlimmeres, Rabi :)
  8. sternenschein schreibt am 21.06.2012 um 18:02 Uhr:@Adrienne,
    "mit 15 war ich kühn wie nix." Sagst du.
    Ich glaube, da will man auch noch probieren wie weit sich die Maximalvorstellung durchsetzen lässt, will nichts halbes, will alles.
    Finde, später gibt man sich zu leicht mit Halbheiten zufrieden, will sie vielleicht sogar, aus der Erfahrung heraus, wenn man sich zu oft in die Nesseln setzte und Schaden davontrug. Da gibt man sich manchmal wohl bewusst mit dem "Sparkaket" zufrieden. Wenn es scheitert, dann scheint es nicht so schlimm.
    War ja nicht das absolute und die volle "Dröhnung".;-)

    @Rabenmutter,
    du kannst es ja sehr gut vergleichen, was die Kühnheit bei dir und deiner Tochter betrifft. Und bei nicht wirklicher Liebe, da sollte man wohl von Hause aus zögerlicher sein. Kann und könnte sich vielleicht doch noch daraus entwickeln, nur die ersten Einschätzungen, ob oder ob nicht, stimmen ja meistens.
    Liebe Grüsse
  9. S_Hase schreibt am 21.06.2012 um 18:56 Uhr:Ich glaube auch, dass man später zu viel überlegt und abwägt und mehr auf sich selbst achtet, damit man nicht so tief fällt, falls es schiefgeht.
  10. AdrienneMole schreibt am 21.06.2012 um 21:51 Uhr:Ist was dran, sternenschein. Allerdings waren meine Maximalvorstellungen mit 15 irgendwie ja ähm.. anders als heute ;). Meine heutigen hingegen sind eindeutig erfüllt. Glück gehabt vielleicht, denn "kühn" war ich zu Beginn wahrlich nicht.

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