Gedanken oder Fragen

14.05.2010 um 04:46 Uhr

Währungsumstellung als Witz des Tages

Gerùchte ùber die Wiedereinfùhrung der DM machen die Runde im Internet.
Da wird auf einigen Seiten spekuliert, am heutigen Freitagabend, den 14.05.,
soll die DM als Währung in Deutschland erneut eingefùhrt werden.

Als "Beweise" werden Wartungsarbeiten an Geldautomaten, Preisauszeichnungen ohne Euro Angabe bei Discountern, der Zusammenbruch des Denics Netzes, wodurch etliche .de Domains zeitweilig nicht erreichbar waren und andere Dinge angefùhrt.

Selbst der Umtausch 1:1 begrenzt auf 1.000 Euro soll schon feststehen.

Als Beleg fùr den Wahrheitsgehalt wird sogar angefùhrt, dass die normalen Medien nichts darùber verlauten lassen.
Gestreut wurden die Gerùchte wohl von der Seite hartgeld.com, dessen Besitzer ein Verfechter der Wiedereinfùhrung der DM ist. Diese ganze Gerùchtekùche mag nicht so schlimm sein, wenn denn nicht auf den betreffenden Seiten dazu geraten wird sein Bargeld abzuheben und Notvorräte anzulegen.

Schlichte Pamikmache, die ja in den vergangenen Tagen auch von der Bild Zeitung und einigen Fernsehsendungen ebenfalls initiert wurden.

Da parlierten zahlreiche Politiker, Finanzfachleute, Medienvertreter auf Phoenix oder in den Talkshows von ARD und ZDF ùber Staatsbankrotts, Währungskrise, Euroschwäche und wie sicher doch die DM war. Ja, forderten sogar deren Wiedereinfùhrung und den Ausstieg aus der Eurowährungsgemeinschaft.

Ergingen sich in Aufforderungen, das zur Zeit recht teure Gold als Sicherheit zu kaufen und in Beleidigungen der Griechen, die als faul bezeichnet wurden.

Frage mich sowieso, wie ein Staat wie Griechenland gesunden soll, wenn man die Zinsen, auf das Geld welches man ihm leiht, erhöht.
Dazu deren Binnenmarkt und Kaufkraft schwächt, indem man niedrigere Löhne und Bezùge vorschreibt.

Unsere Banken mit blligem Geld versorgt, welches sie dann fùr hohe Zinsen an Griechenland weitergeben und bei Zahlungsunfähigkeit die Rùckzahlung auf Steuerzahlers Kosten den Banken garantiert.

Rettungspakete fùr Banken und Schutzschirme von hunderten von Milliarden sind schnell gespannt. Ebenso schnell wùrde Koch (CDU) dafùr dann gerne an den Ausgaben fùr Bildung und Kinderbetreung kùrzen. Ihm liegen die Banken wohl näher am Herzen, als die Bildung und Betreung unserer Kinder.

Gerùchte sind schnell gestreut.
Besonders im Netz.

Es wird keine Rùckkehr zur DM geben, da bin ich mir recht sicher. Denn wir sind die grössten Profiteure des Euros durch unsere Exportwirtschaft.
Und wenn doch, dann habe ich mich geirrt, und es war kein Witz, sondern bittere Realität..;-)
Gold habe ich nicht, Gold kaufe ich nicht, Gold kann man auch nicht essen.
Also was solls?
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 14.05.2010 um 15:45 Uhr:Diese Berichterstattung über "die Griechen", wie es da immer heißt, finde ich schlimm. Wie kann man über ein ganzes Volk sagen, es sei faul und saufe nur? So Dinge kann man aber aktuell hören und lesen. Also mich wundert es wirklich, dass es durch sowas noch keine stärkeren politischen Spannungen gab...
  2. Nasoetwas schreibt am 14.05.2010 um 20:11 Uhr:ach was. Das wird nicht sein. Es gibt keine DM mehr.Dann müsste Deutschland aus der EU.
    aber der Euro schwächelt in der Tat.
  3. Lyriost schreibt am 15.05.2010 um 09:52 Uhr:Genau so ist es. Die deutsche Volkswirtschaft ist der größte Euro-Profiteur. Deshalb ist D-Mark-Nostalgie eben nur Nostalgie und hat keine reale Grundlage. Das übliche "Gestern-war-alles-besser"-Gefühl.
  4. Veit Pakulla schreibt am 15.05.2010 um 20:16 Uhr:Die Beziehung zum Euro scheint mir wie so manche zum anderen Geschlecht: Kriselt es mal, will man raus. Ich für meinen Teil bin schon immer ein Eurofreund gewesen, werde also oft kritisiert. Der Euro bringt nicht nur Vorteile, dessen bin ich mehr dennoch bewusst. Aber was vereint die Menschen mehr, als es eine gemeinsame Währung tut? Oder entzweit sie? Was kann der durchschnittliche Grieche dafür? der nun mehr Mehrwertsteuer zahlen muss und weniger verdient. Wir schimpfen auf DIE Griechen, obwohl wir auch um manches auf Pump leben. Gleichwohl sollte ein Staat auf seine Finanzen achten, auch wenn die Bürger da leider meckern müssen und die Politiker nicht immer alles verzapft haben.
  5. AngelInChains schreibt am 15.05.2010 um 22:36 Uhr:Fakt ist, dass der Einzelhandel nach der Euroeinführung die Preise ordentlich erhöht hat, um mehr Profit zu machen. Man hoffte wohl, die Leute übers Ohr hauen zu können, weil die Preise nun ungewohnt niedrig aussahen. Das kann man auch schlecht abstreiten, wenn man sich anschaut, welchen Preis beispielsweise derselbe Laib Brot kurz vor und kurz nach dem Währungswechsel hatte. Natürlich liegt die Schuld hier nicht beim Euro selbst, sondern bei den Profitgierigen, die daraus Kapital schlagen wollten.

    Nur, umkehren kann man nichts mehr, das ist klar. Die Umstellung würde es noch teurer machen, würden wir zur DMark zurückkehren wollen. Von daher sollen sie es so lassen, wie es ist...

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