Gedanken oder Fragen

21.08.2012 um 06:18 Uhr

Zeitsprünge im Traum

Träume sind schon etwas ganz besonderes.

Manchmal kommt es zu Zeitsprüngen im Traumgeschehen.
Besonders wenn ich von Orten meiner Kindheit träume, dann bin ich plötzlich im Traum wieder ein Kind oder ein Junge, der spielend Dinge erlebt, durch Räumlichkeiten sich bewegt, die es zwar früher gab, allerdings nicht in der Art, wie sie im Traum erscheinen.
Da werden Dachböden und Zimmer erkundet, in die man nur durch enge Luken oder Rutschen gelangen kann.
Es scheint alles sehr geheimnisvoll in diesen schönen Träumen.

Selbst der Bach fliesst wie auf diesem abstrusen Bild der optischen Täuschung, ohne ein wirkliches Gefälle zu haben, immer wieder zu seinem Anfag zurück.
Schön ist es, die Sonne scheint warm und ich lasse mich auf dem Rücken im Wasser liegend, mit der Strömung, die es eigentlich garnicht geben dürfte, sanft durch das kühle Nass treiben. Sehe auf des Bachesgrund einige kleine Algen, die dort wachsen, sich in der Strömung leicht hin und her bewegen.

Jünger war ich schon desöfteren im Traum, kann mich aber nicht erinnern, jemals älter als in der jeweiligen Realität im Traum gewesen zu sein.
Ich weiss nicht, ob unser Gehirn sich da weigert, einen Zeitsprung nach vorne zu machen. Es wäre ja sozusagen ein "Zukunftstraum von etwas was erst noch geschehen kann.
In die Zukunft können wir nicht sehen. Vorstellen könnten wir uns sie schon, machen wir ja auch manchmal, aber Träume die uns unsere Zukunft zeigen, sie sind wohl eher selten. Kann mich an keinen erinnern.

An einem Traum, aus einem vergangenen Leben, aber schon sehr klar und deutlich. Falls es so etwas überhaupt gibt. Vergangene Leben, die man vor seiner Zeit durchlebte.
An diesen Traum kann ich mich sehr deutlich erinnern, denn da war ich nicht ich, was ich erst erschrocken bemerkte, als ich so handelte, wie ich es heute ablehnen würde. Im Traum sagte ich, das bin ich doch garnicht, wer ist denn dieser Mensch, der so tut als sei ich es.
Dieser Gedanke liess mich aufschrecken und erwachen.br> Ich lasse mir doch nicht meine Identität, mein Sein, klauen.
Lange grübelte ich, wer es gewesen sein könnte, suchte Zusammenhänge, bis mir der Name dieses Menschen einfiel. Erst Monate später, der Traum liess mir keine Ruhe, fand ich bei Libri Geschichtsbücher, in denen ich nachschlagen konnte. Das Traumgeschehen kann sich so in der Realität abgespielt haben, der Protagonist des Traumes starb wohl zwei Jahre vor meiner Geburt.
Die Frage ist und bleibt, ob wir mehrere Leben haben, ob es eine Wiedergeburt nach dem Tode gibt.
Wenn und falls es so sein sollte, dann hätte ich in dem Leben viel Schuld auf mich geladen, war kaltherzig.
Wüsste aber auch, weshalb ich in diesem Leben so sehr gegen Miltarismus, töten durch erschiessen im Krieg oder bei Unruhen bin.
Die Frage ist, kann man Schuld aus einem anderen Leben in diesem jetzigen abtragen?
Und meine These würde nicht mehr passen, dass wir in einem weiteren Leben, falls es so etwas gibt, von den anderen Menschen genauso behandelt werden, wie wir heute die anderen Menschen behandeln. .

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. sternenschein schreibt am 21.08.2012 um 06:44 Uhr:Oh, doch.
    An einen traum der die zukunft zeigte, erinnere ich mich sehr gut.
    da träumte ich von einem Autounfall, den ich auf einer belebten kreuzung in Wandsbek hatte, bei dem ich starb.
    Ich sah meinen Grabstein, mit dem genauenTodesdatum.
    War überzeugt nicht älter als 27 Jahre zu werden.
    Versuchte dise Kreuzung zu meiden, was nicht immer gelang.
    Fast wäre dieser ort auch mein todeort geworden, denn eines Tages, es herrschte ein schlimme Orkan, flogen die gesamten Dachziegel unter orenbetäubenes Gedröhne eines mehrstöckigen Hauses genau auf den Gehweg, auf dem ich keine Minute vorher noch stand.
    Es sollte wohl nicht sein und ich hatte mal wieder glück gehabt. So verschob sich der Todestag auf unbestimmte Zeit. Auch und selbst wenn der Grabstein miiiit meinem Namen drauf und Geburts sowie Sterbedatum wunderschön aussah.
    An diesem Tage wurden dort noch etliche Autos unter umstrzenden Bäumen begraben, ich aber lebte.
    Dieser Traum ging 10 Jahre in die Zukunft und sie erfüllte sich zum Glück nicht wirklich.






  2. Majas_Traumwelten schreibt am 21.08.2012 um 10:15 Uhr:Lieber Sternenschein, ich persönlich glaube daran, dass wir mehrere Leben leben und auch, dass es nach dem Tod nicht zu Ende geht. Zu Deinen Fragen habe ich einen Buchtipp für Dich: "Der Junge ohne Schatten" von Michael Roads. Dort geht es unter anderem auch um die Thematik früherer Leben und die Auswirkung auf das Hier und Jetzt. Alles als Roman verpackt über einen Mann, der an einem Scheideweg steht und nicht mehr weiter weiss und dann entsprechende Hilfe erfährt.

    Wie gut, dass Dein Zukunftstraum sich nicht erfüllte! Meine Ma hat zwei Wochen vor ihrem Tod meiner Oma, also ihrer Ma, geträumt und im Traum sagte meine Oma zu ihr, dass eins ihrer Kinder sterben würde und sie könnte nichts dran ändern. Zwei Wochen später war meine Ma tot.

    Von daher bin ich immer froh, wenn ich ganz harmlose Träume habe. Reicht mir vollkommen :)

    Lg
    Maja
  3. Gast schreibt am 22.08.2012 um 19:06 Uhr:Vielleicht aber ist es kein anderes Leben, kein anderes Ich sondern eher eine Schizophrenie, ein abtrennen des eignen Ichs durch eine Schuld oder ein Schuldgefühl das etwas was getan, gedacht oder gefühlt so gar nicht mehr in das Bild des eig. Ichs passt. Träume geben oft nur Symbole wieder der Gefühle, besonders derer die wir nicht zulassen wollen oder können.
  4. JaninaMeier schreibt am 30.08.2012 um 21:34 Uhr:Hilfe! Mir ist langweilig !
  5. IchWarsNicht schreibt am 31.08.2012 um 10:00 Uhr:hallo sternenschein :-)
    für mich sind träume auch wichtig u oft weiß ich gleich, was gemeint ist o mir gesagt werden soll...manchmal wieder google ich nach den symbolen u manchmal wieder verstehe ich vom verstand den traum nicht u lasse ihn so stehen...er arbeitet dann für sich... :-)
    lg u schönes we !
  6. sternenschein schreibt am 01.09.2012 um 06:31 Uhr:Liebe Maja,
    danke für deinen Kommentar.
    Dieses mit dem Traum deiner Oma ist schon recht merkwürdig und seltsam.
    Wenn und falls wir mehrere Leben haben, so wird da eine Schranke sein, die uns am Erinnern hindert, was früher einmal in einem anderen Leben war.
    Die Frage wäre dann auch, ob man auf das zukünftige Leben auf irgendeine Art durch heutiges Verhalten Einfluss nehmen kann.
    Oder ob es sich ganz unabhängig gestaltet.
    Ich glaube ja auch, falls es dieses gibt, dann werden Begegnungen mit Menschen, mit denen wir heute verbunden sind, auch in dem zukünftigen Leben stattfinden. Da man meistens noch etwas aufzuarbeiten hat.
    Liebe Grüsse
  7. sternenschein schreibt am 01.09.2012 um 06:38 Uhr:@Ichwarsnicht,
    deine Bemerkung, "Ich lasse den Traum dann so stehen, er arbeitet dann für sich", finde ich sehr treffend.
    Manchmal erkennt man die Bedeutung eines traumes erst nach einiger Zeit, da fällt es einem plötzlich wie "Schuppen" von den Augen und der Schleier lichtet sich.
    Denke auch, die Traumdeutung ist sehr individuell, kann man kaum an einer Symbolik festmachen.
    Gut, wenn man im Zug entgegen der Fahrtrihtung sitzt, oder ein Wollstrickpullover seine Maschen langsam verliert, sich auflöst, dieses hat sicherlich schon eine gewisse Symbolik. Ebenso, wenn man einen Schlüssel verloren hat, ihn sucht, oder auf einer dunklen Treppe kauert.
    Liebe Grüsse

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