Gedanken oder Fragen

02.07.2012 um 19:13 Uhr

Das Gute soll nicht warten

Jeder, der in sich fühlt, dass er etwas Gutes wirken kann,
muss Plaggeist sein. Er muss nicht warten, bis man ihn ruft;
er muss nicht achten, wenn man ihn fortschickt. Er muss sein, was Homer an dem Helden preist, er muss sein wie eine Fliege, die, verscheucht, den Menschen immer wieder von einer anderen Seite anfällt,

Zitat:Johann Wolfgang von Goethe ( Lila )

21.06.2012 um 19:39 Uhr

Dabei kann zu lieben doch so einfach sein

Loving Her was Easier.

Manchmal denke ich, ich würde meine Seele dafür hergeben.
Nicht fürs Lieben, dafür gab ich sie schon manchmal her.
Sondern dafür, so Gitarre spielen zu können, wie es Willie Nelson kann.
Mit dieser Leichtigkeit die Töne derart aus dem Instrument locken zu können, das ist schon etwas.
Nagut, Texte zu schreiben wie es Kris Christofferson kann, dazu passende Melodien zu komponieren, würde es auch schon tun. Würde ich mich damit begnügen.

Und natürlich würde ich meine Seele dafür nicht hergeben oder verkaufen, nur manchmal ist der Gedanke eben da.

Ich weiss, Country Musik ist längst nicht jedermanns Sache, aber dieses Gitarrensolo darin von Willie Nelson ist absolut sehenswert, wie er es schafft, diese schmelzenden, zarten Töne zu zupfen.
Und ja, der Text des Stückes ist auch einfach schön, wenn es heisst:.
"Sie zu lieben war einfacher als alles was ich bisher getan habe"

Manchmal ist das Lieben so einfach, einfacher als alles andere, wenn der richtige Partner kommt. Die richtige Hand einen berührt, die einen durchs Leben begleiten will. Die weit offene Tür ins Herz und in den Kopf findet.
Wofür sie natürlich geöffnet sein muss. Verschlossene Türen versperren den Weg ins Innere.

"Loving Her was Easier" gesungen von Kris Kristofferson und Willie Nelson.

Willie Nelson wurde übrigens 1933 geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, ist jetzt also inzwischen 78 Jahre alt geworden.
Hat mehrere Ehen hinter sich, bei denen man sich fragen kann, ob die Liebe für ihn wirklich immer so einfach war. Wie hier in dem Song dargestellt.



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17.06.2012 um 20:29 Uhr

Victor Hugo und die Kühnheit der Mädchen

Das erste Anzeichen wirklicher Liebe
ist bei einen jungen Mann Schüchternheit,
bei einem jungen Mädchen Kühnheit.

Zitat: Victor Hugo ( 26.05.1802 - 22.05.1885 )
Wohl einer der grössten Französischen Schriftsteller und Autor zahlreicher Bücher, wie z.B. "Der Glöckner von Notre Dame".

Ist es wirklich so, dass Mädchen, wenn sie sich verlieben, wirklich lieben, zur Kühnheit neigen? Über sich selbst hinauswachsen, aufhören zu zögern, zweifeln und zaudern, um den jungen Mann den sie lieben für sich zu gewinnen?
Wenn ich hier bei euch in euren Blogs lese, bietet sich oftmals ein anderes Bild.
Da wird geträumt, geraten, gewartet, Indizien werden ausgewertet, aber die Kühnheit, von der Victor Hugo spricht, sie kommt selten zu Tage.

Aber er spricht ja auch von der Schüchternheit der jungen Männer, als Anzeichen wenn sie wirklich lieben.
Und ja, da muss ich Victor Hugo zustimmen.
Sobald man mehr für ein Mädchen, eine Frau empfindet, wägt man eher ab, was man sagt, wird vielleicht schüchterner als "wenn es eben nur so" ist. So nebenbei, leicht und flockig. Das Leichte und Flockige bleibt dabei auf der Strecke, da scheinbar alles was man äussert, "gravierende" Folgen für die Liebe und Zukunft haben könnte. Dazu vielleicht auch noch die Angst vor eventueller Ablehnung.
Da ist dann Überwindung gefragt, die erlernbar ist.

Manchmal hilft dabei auch ein Kompliment. Es sollte aber ein gutes sein und sich nicht in Plattheiten ergehen.

Denn wie hat Victor Hugo auf so eine wunderbare Art die Kunst des Komplimente machen beschrieben:

"Ein Kompliment ist so etwas wie ein Kuss durch einen Schleier"
Zitat: Victor Hugo
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14.06.2012 um 22:38 Uhr

Verlieren können

Auch mal verlieren zu können, ist eine Kunst.
Eine Kunst die heutzutage immer mehr abhanden zu kommen scheint.
Auch einmal verlieren zu können, sollte man in der Kindheit erlernen. Niemand kann und wird immer nur siegen, gewinnen. Im Sieg steckt schon die Niederlage verborgen.
Es wird immer und überall einen besseren geben, wenn nicht jetzt, dann irgendwann.
Das Siegen wollen wird uns von der Gesellschaft eingeimpft, das aufrechte mit hocherhobenen Haupte verlieren zu können, wird uns aber eher nicht beigebracht.

Ich habe es häufig bei Kindern gesehen, ob beim "Mensch ärger dich nicht" Spiel oder anderen Spielen. Zu verlieren fällt ihnen schwer, sie werden dann manchmal so wütend, so dass sie dam liebsten alle Spielfiguren umwerfen würden.
Klar, jeder mag gerne gewinnen, sich im Licht des Sieges sehen, doch dienen diese Spiele auch dazu das verlieren zu erlernen. Mit Verlust umzugehen, vielleicht sogar sich ein wenig mit dem Sieger mitzufreuen, es ihm auch mal zu gönnen, auf der hellen Seite des Lebens zu stehen.
Heute Ich, morgen Du, im Ausgleich.
Da wehrt das Ich sich heftig, es will immer vorne und auf dem Siegertreppchen stehen. Als sei die Welt nur voller Sieger.
Und unsere Gesellschaft fördert diesen Kampf um die vorderen Plätze, sei es im Spiel, in der Schule, im Beruf, im Leben.
Hauptsache man hat den anderen herausgekickt,
Ellenbogen und Durchsetzen ist angesagt. Ein Gegeneinander und kein Miteinander.

Ob das alles so gut ist, bleibt die Frage. Wettkampf ja, aber es muss auch faire Verlier und Sieger geben, die anschliessend dem anderen noch die Hand geben und ihm offen in die Augen sehen können
Auch zu Verlieren ist ein Kunst, die mühsam erlernt werden will,
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06.06.2012 um 05:34 Uhr

Das Herz das liebt

König der Welt, ist das Herz das liebt.
Sollte man sein Herz vor der Liebe schützen?
Nein, meine ich.
Denn wie Karat schon sang:
"König der Welt ist das Herz das liebt,
denn jeder Herzschlag wird ein Ritterschlag, er gilt dem Anderen.
Verneigt euch tief und soweit es geht,
vor dieser herrlichen Majestät und liebe"

Soweit Karat.
Oftmals hörten wir dieses Lied am Lagerfeuer, wenn die Nächte lau waren, die Flammen rot dazu prasselten.
Wir lachten und tanzten auch manchmal zu diesem Song.
Lachten, ja, wegen der tiefen Verbeugung, so weit es geht, passend zu dem Song.
Nur den roten Teppich, für diese Majestät, den konnten wir dort draussen nicht ausrollen, höchstens in Gedanken. Ich denke gerne daran, an diese warmen Augustnächte im Schein des Lagerfeuers.
Leider zeigt sich der Juni bisher eher von seiner kühlen Seite, aber lieben kann man dennoch, damit das Herz zum König oder der Königin der Welt werden.

Übrigens, falls sich jemand fragt, woher @NicciPain den Rhytmus im Blut her hat. Als sie Kleinkind war, wohnte der Karat Drummer in ihrem Haus, war immer am üben, was ihrem Babyschlaf sicherlich nicht förderlich war. Dafür ihr aber den nötigen Rhytmus für das Leben mitgab.
Im Osten lebte man scheinbar Tür an Tür nicht mit Alice, aber wohl mit Prominenten. So wie auch, in der Strasse von @Anna, der Sänger der Puhdis wohnte.
Hier im Westen schirmten sich die Prominenten eher ab. Ausser vielleicht in Grossen Kneten, Trio, die sogar ihre Kontonummer und Adresse auf ihrem Plattencover veröffentlichten, und manchmal von einer Blogigo Userin hier am Baggersee beim baden gesehen wurden. Ob Sabine, Sabine, jemals dort wieder angerufen hat, na, ist ja auch egal. Muss ja nicht sein, sagte Stephan Remmler. Dann nicht.


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05.06.2012 um 18:34 Uhr

Bewusstsein und Schicksal

Was wir nicht als Bewusstsein in unser Leben rufen,
erscheint in unserem Leben als Schicksal.

Zitat:C. G. Jung

Über dieses Zitat muss ich noch etwas nachdenken.
Auch wenn es so klar auf der Hand liegt, bei anderen sieht man es ganz deutlich und immer, bei sich selbst nimmt man es nicht so sehr wahr,
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02.06.2012 um 12:51 Uhr

Montaigne und das Wollen

Ich richte mich nach mir; was ich wünsche,
wünsche ich gewöhnlich lau; und ich wünsche wenig;
und ich setze mich auch nur selten und mit Ruhe für etwas ein.
Die meisten wenden gleich ihren ganzen Willen und ihre ganze Energie auf, wenn sie etwas wollen und in die Hand nehmen.
Es gibt viel schwierige Situationen in der Welt, über die man am sichersten hinwegkommt, wenn man sie leicht und oberflächlich anpackt, wenn man darüber hinwegrutscht und nicht tief hineintritt.
Selbst die Wonne ist in der Tiefe schmerzreich:
"Das Feuer über das du schreitest, ist nur mit einer trügerischen Ascheschicht bedeckt"

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Schöne Worte von Montaigne, aber manchmal wollen wir doch und trotzdem "tief hineintreten und uns der Gefahr des des Verbrennens an der Glut des Lebens aussetzen.
Irgendwie macht dieses doch das Leben aus, diese Lebendigkeit, sich dem auszusetzen und lernen, ja, lernen können wir auch daraus.
Auch das "nicht tief hineintreten" will gelernt sein, aber kann dieses "Mit Leichtigkeit darüber hinwegrutschen" die Lösung sein?
Nur ganz und gar versinken, dieses sollten wir wohl nicht.
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21.05.2012 um 03:23 Uhr

Robin Gibb

Robin Gibb erlag seinem Krebsleiden.
Der erfolgreiche Bee-Gees Sänger und Songschreiber wurde nur 62 Jahre alt.
Sein Zwillingsbruder Maurice Gibb starb schon 2003 an einem Darmleiden.
Ich war zwar kein so grosser Fan der Bee-Gees, aber zahlreiche ihrer Stücke wurden auch von vielen anderen Sängerinnen und Sängern interpretiert.
Habe dabei eher John Travolta im Kopf , wenn es hiess "Saturday Night Fever".
Verballhornt von Helga Feddersen gesungen "Du die Wanne ist voll".

Nach Massachusetts habe ich auch mal getanzt, war ein sogenannter "Engtanz und Kuschelsong".


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19.05.2012 um 02:25 Uhr

Ein Fall von Losig keit

Einfallslosigkeit.
Gedankenverloren sitze ich hier. Habe die Gedanken verloren, weiss nicht ob ich sie wiederfinde.
Das Wort Gedankenverloren kommt wesentlich öfter vor als dieses Wort Gedankenfinder. Wollen wir die Gedanken eher verlieren, als sie zu finden. Suchen wir die Gedanken überhaupt, wenn wir sie verloren haben? Oder sind wir eher froh, wenn sie Ruhe geben und in das Abseits treten.
Diese Abseitstreter, nun sind wir nicht beim Fussball und Herta BSC, oder bei dem Fussballdamen Europcup, da wird des öfteren mal ins Abseits getreten Sind ja auch keine Leisetreter, diese Abseitstreter, zur Not wird dann noch gefoult und eine Blutgrätsche gemacht.

Darüber aber wollte ich nicht schreiben.

Über Eifallslosigkeit wollte ich schreiben, nicht über Ausfallslosigkeit.
Denn dieses Wort gibt es garnicht. Dabei müsste es doch auch einen Ausfall geben, wenn es einen Einfall gibt. Der Ausfall kommt spätestens beim Einfall.

Jetzt zur Einfallslosigkeit.
Ich weiss nicht worüber ich schreiben möchte. Schlimm ist das,
Schreibe ich jetzt über Chomsky. der sagt, wir werden von den Regierungen möglichst dumm gehalten, durch die Medien und TV regelrecht verblödet, damit aus uns gute, stille, nach immer mehr Konsum gierende Menschen werden. Denen die Werbug einhämmert, was sie noch kaufen MÜSSEN um endlich glücklich zu sein.
Es wird eine innere seelische Leere erzeugt, damit die Menschen versuchen diese Leere durch immer neuen Konsum aufzufüllen.
Er verurteilt die Intellektuellen als willige Helfer des Systems, die Menschen zu verdummen. Dieses tun sie, indem sie unverständlich für den Normalbürger Pseudowissenschaftliches Zeug daherschwurbeln und sagen, davon versteht ihr sowieso nichts.
Bei deren Wortwahl verstehen die meisten Menschen wirklich kaum etwas und glauben dann, diese Intellektuellen Helfer MÜSSEN ja Recht haben, denn sie sind ja so intelligent.
So lassen wir uns doch gerne verdummen.

Aber über Chomsky wollte ich garnicht schreiben.

Über Mutter und Vatertag wollte ich schreiben.

Er schaute sie lange an, dann fragte er leise und kaum hörbar seine Mutter:
"Habt ihr mich eigentlich gewollt?"
Seine Frage, dieses leise Zweifeln in den Worten, sie hallten noch lange nach.
"Aber ganz sicher doch", antwortete sie mit einem warmen und liebevollen Lächeln in den Augen. "Wir lieben dich doch".
Sein Herz klopfte nicht mehr so stark, wie es noch klopfte als er diese Frage stellte.

So etwas hatte ich am Mutter und Vatertag schon fast hier in den Bildschirm eingetippt. So sollte es sein, so wäre es wünschenswert. Eltern die ihre Kinder WOLLEN und die lieben, vielleicht sogar mehr als sich selbst.

Dann fiel mir ein, das Leben ist nicht immer so und auch längst nicht alle Eltern sind so.

Etliche fühlten sich als Kind nich angenommen, nicht gewollt, nicht GELIEBT.
So etwas hinterlässt Unsicherheiten, seelische Wunden, sich selbst in Frage stellen, den Drang sich abzuwerten, wenn man damit nicht fertig wird.
Aber wie auch sollte man damit fertig werden, mit der Ablehnung durch die Eltern?

So löschte ich den Text wieder, denn ich wollte nicht die noch trauriger machen, die am Muttertag oder Vatertag eh schon traurig sind, aufgrund ihrer ganz eigenen Geschichte.

Und ja, genau dieses las ich dann an den Tagen auch in einigen Blogs, wie zum Beispiel bei @Ryan, vom nichtgewolltsein, vom nichtgeliebtsein als Kind. Und die Frage bleibt, wie soll etwas wachsen, zum Licht streben, wenn der Boden und die Wurzeln fehlen.
Entwurzelt und hinausgestossen wächst es sich nun mal eben schlecht.
Es gibt vielleicht nur einen Trost, das Leben wollte euch, es hat auf euch gewartet, sonst wäret ihr nicht.
Ich weiss, ein schwacher Trost, wenn alles so kalt erscheint.

Aber auch darüber wollte ich ja nicht schreiben, selbst wenn es etliche Gedanken wert gewesen wäre.
Ebenso wollte ich nicht über Röttgens Rauswurf als Umeltminister durch Frau Merkel.
Jetzt haben sie in NRW über Merkels Politk abgestimmt, so wie es CDU, Merkel und Röttgers verlangten, ein desaströses Ergebnis erzielt, da müssen Köpfe rollen, wenn auch nicht der, der Kanzlerin. Sie hält sich da heraus, gerade so, als hätte sie mit der Regierung und der CDU nichts zu tun.
> Nun ja, auch da wollte ich nichts drüber schreiben.

Donna Summer ist gestorben, wissen wir inzwichen ja alle schon.
130 Millionen ihrer Schallplatten hatte sie verkauft. War sehr erfolgreich.
Ich hatte von ihr kein Album gekauft. Dieses Discogewummer war nicht so wirklich meins, passt wohl nur mit Stroboskopblitzen im Takt des Beats, dann mag es gehen.
Besser fand ich da schon ihre Anfänge in München, als Sängerin in dem Musical Hair.
Geboren wurde Donna Summer am 12.12.48 gestorben ist sie am 17.05.2012.
Gerade einmal 63 Jahre wurde Donna Summer, als der Krebs ihr die Kraft zum Leben nahm. Finde ich schon traurig und besonders traurig ist die Frage, weshalb so viele Menschen, die im Grunde alles haben, Ruhm ohne Ende, Geld und alle Annehmlichkeiten so häufig deraertig unglücklich sind.
Der Ruhm scheint nicht glücklich zu machen.
Donna Summer war zeitweise schwer depressiv, wollte Selbstmord machen, aus dem Fenster ihres Hotels springen. Doch das Schicksal wollte es anders, sie verfing sich beim Sprung in der Gardine und konnte gerettet werden.
"Wir alle erfashren Leid, ich auch"
Zitat: Donna Summer
R.I.P.

Aber auch darüber wollte ich nicht schreiben.;br: Um noch einmal auf den Vatertag zurückzukommen, ich mochte diesen Tag immer gerne, denn es war ein Feiertag mit Brückentag für ein langes Wochenende.

Meistens war es sehr warm und sonnig ohne Ende.
Fuhr mit Famile und Kindern hinaus ins Wochenende. Wie es Väter nun einmal machen.
Vorbei an saufenden und gröhlenden Horden junger Männer, die ihren Bollerwagen voller Bier hinter sich herzogen. Sie lachten und riefen, wenn ich vorbeifuhr lauthals: Er darf nicht, er darf nicht". Meine Kinder lachten auch über die Sprüche.
Nein es war kein "Ich darf nicht", ich wollte nicht. Denn wieviel mehr hatte ich doch, als diese spätpubertierenden wahrscheinlich Nichtväter? Viel mehr hatte ich als sie es hatten, auch ohne Alkohol, denn den braucht es nicht am Vatertag.

Wo wir beim Vatertagswetter sind, wo war die Wärme in diesem Jahr geblieben, es war kalt.
Aber ein Trost bleibt, heute war es schön sonnig und die ganze nächste Woche soll es am Tage über 20 Grad warm werden, auch Nachts kein Nachtfrost mehr, sind doch gute Aussichten hier für den Norden.

So, jetzt wisst ihr worüber ich nicht schreiben wollte.
Dem kleinen Igel sagte ich auch schon guten Abend, als er sich am Katzenfutter gütlich tat und dann eiligst davonlief, Schmetterlinge habe ich heute viele gesehen, dazu schaute mich noch lange eine Libelle an, die sich auf einem Stachelbeerblatt niedergelassen hatte. Nur der Kopf und die Augen waren blau schillernd. ihre Flügel eigenartig bräunlich und ganz durchsichtig. Wird wohl frisch geschlüpft sein.

So, Schluss für heute mit der Einfallslosigkeit, über all dieses wollte ich garnicht schreiben.
Und worüber schreibt ihr nicht?
Ich glaube fast, die nichtgeschrieben Einträge sind wesentlich zahlreicher, als es die geschrieben sind.
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08.05.2012 um 16:22 Uhr

Wenn heute dein letzter Tag wäre

If today was your last day.
Er wird es nicht sein, dein letzter Tag. Es werden weitere folgen.
Jeder Tag den wir erleben dürfen ist ein Geschenk an uns.
Nichts daran ist selbstverständlich, auch wenn morgen wieder die Sonne aufgehen wird, so wie sie es immer, jeden Morgen aufs neue tut, so ist es doch irgendwie etwas ganz besonderes. Ein Geschenk, welches wir dankbar annehmen sollten.

Oftmals wird gesagt: "Lebe immer so, als ob es dein letzter Tag sein würde".
Ich stelle es mir fürchterlich anstrengend vor, so zu leben, als gebe es kein morgen, keine Zukunft mehr. Zu versuchen alles in diese letzten Momente zu packen.
Klar hatte auch ich mich schon mal gefragt, was würde ich jetzt machen, wenn es der letzte Tag wäre.
Und ich habe dann Gechirr abgewaschen. Nicht weil ich meiner Nachwelt nicht mein ungespültes Geschirr hinterlassen wollte, sondern weill es in dem Moment etwas meditatives für mich hatte. Etwas, bei dem ich denken und reflektieren konnte,
Nein, ich würde meinen letzten Tag wohl nicht vollpacken, mit all dem was ich noch erleben wollen würde, mit scheinbar versäumten Dingen.
Ich glaube, ich würde einige Gedanken daran verschwenden, was ich hatte, erlebt habe und voller Dankbarkeit dafür sein. Für alles was ich sehen und erleben durfte.
Aber nicht in Hektik ausbrechen, noch etwas nachholen zu wollen.

Und doch sollten wir uns manchmal, wie in diesem wunderbaren Song "If today was your last Day", von Nickelback, fragen was wir machen würden, heute und nicht morgen, ob wir die Liebe gezeigt haben wenn wir sie empfanden, ob wir zufrieden zurückblicken können, und wenn nicht, was wir ändern wollen.
Noch ist es nicht zu spät dafür, noch leben wir, noch gibt es eine Zukunft die wir selbst beeinflussen können. Packen wir es an.

"If today was your last day" hier in einer wunderbaren Cooverversion gesunegen von Catie Lee
Und in diesem Zusammenhang die Frage, darf man auf einem Friedhof, inmitten von Grabsteinen Gitarre spielen und singen, diese Frage stellen "If today your last day"? Ich glaube in diesem Fall schon.


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05.05.2012 um 17:45 Uhr

Wie benenne ich meinen Blog

Da will man einen Blog eröffnen, sitzt dann vor der Frage wie man ihn benennen soll.
Die Eingabezeile blinkt auffordernd vor sich hin, was jetzt?
Es ist garnicht so leicht sich einen Namen für den eigenen Blog einfallen zu lassen.
Es sei denn man eröffnet einen Kochblog, da bietet sich "Kochen nach Zahlen" an, Erst zahlen, dann kochen.
Und doch entscheidet der Blogname letztendlich auch mit, aber nicht nur, über die Leserschaft die wir erreichen.

Mein Blogname "Gedanken oder Fragen" war irgendwie auch nicht sonderlich geistreich, hat aber scheinbar ihren Zweck erfüllt.
Nun muss ich gestehen, meine Kriterien einen neuen Blog aufzurufen und zu lesen mache ich manchmal von den Namen eines Blogs abhängig. Ob er mir interessant erscheint oder nicht. Mag ein Fehler sein, da dieses Kriterium Vorurteilsbehaftet ist.

So stosse ich manchmal erst nach langer Zeit, durch Zufall, auf einen Blog der lesenswert ist und wundere mich, ihn bisher noch nicht wahrgenommen zu haben.
So auch gestern, da fand ich den Blog von Hibou "Hotel Naipaula".
Hatte ihn bisher noch nicht bemerkt, obwohl er schon seit Ende 2010 hier auf Blogigo schreibt, mit dem Blog vom "Freitag" nach Blogigo umzog.
Was sehr lobenswert ist. Nur eben finde ich Hotelgeschichten aus einem exotischen Hotel nicht so prickelnd, so dass ich den Blog immer übersah.
Dabei hat dieser Blog ganz sicher mehr als die bisherigen 647 Seitenaufrufe seit Dez. 2010 verdient, denn es handelt sich um alles andere, als nur um Hotelgeschichten, es handelt sich um gutgemachte Beobachtungen des "Beschreibers" zu vielerlei Gegebenheiten und Geschichten. Ja selbst ein Märchen findet man dort, welches mich zum lachen brachte.

Hotel_Naipaula Der Mann in allen Farben (ein kanadisches Märchen)

Jetzt würde mich noch interessieren, nach welchen Kriterien geht ihr, wenn ihr zum erstenmal einen neuen Blog aufruft? Wie ging es euch, als ihr für euren neuen Blog einen Namen eingeben solltet?
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04.05.2012 um 20:47 Uhr

Goethe und die Egoisten

Sie schelten einander Egoisten;
Will jeder doch nur sein Leben fristen.
Wenn der und der ein Egoist,
So denke, dass du es selber bist.
Du willst nach deiner Art bestehen,
Musst selber auf deinen Nutzen sehn!
Dann werdet ihr das Geheimnis besitzen,
Euch sämtlich untereinander zu nützen;
Doch den lasst nicht zu euch herein,
Der anderen schadet, um etwas zu sein.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Goethe Spruch wird gerade heute zur Förderung des allgemeinen Egoismus in unserer Wettbewerbsgesellschaft sehr gerne benutzt.
Da heisst es dann so schön marktkonform: "Wenn jeder nur an sich denkt, dann ist an alle gedacht",
Der letzte Satz, "Doch den lasst nicht hinein, der anderen schadet , um etwas zu sein", wird dabei zu gerne unterschlagen.

Von diesen, die anderen schaden um etwas zu sein, haben wir wohl schon viel zu viele hereingelassen, wir finden sie in der Politik, der Wirtschaft, den Verbänden, den Istitutionen und natürlich bei den Banken auf allen möglichen Posten.
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28.04.2012 um 07:17 Uhr

Ich war

Durch das Leben gehen.
Ich war, ich bin, ich werde sein,
solange das Leben mich lässt und begleiten will, als guter Freund der mir so vieles schenkte, aber auch einiges nahm oder vorenthielt.
Doch immer war es richtig so wie es war.

Ich war, bin und bleibe immer ich, wollte nie, niemals ein anderer sein.
Wollte niemals tauschen, mein Leben gegen ein anders.

Habe versucht mich niemals zu verbiegen oder korrumpieren zu lassen, nicht für Geld oder guten Worten, und meistens ist es mir gelungen.
Einfach ich zu bleiben, nach innen sowohl als wie auch nach aussen.

Es fühlt sich gut an, dieses sagen zu können. Ich war immer ich, wollte nie ein anderer sein.
Klar verändert man sich im Laufe des Lebens, sieht einige Dinge anders, durch Erfahrungen die man machte, so auch ich, aber der Grundstein, das Innere, die Wurzeln sie bleiben, sie sind stabil.
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20.04.2012 um 02:34 Uhr

Erziehung eine schwierige Sache

Oder auch nicht?
Generationen von Eltern haben ihre Kinder erzogen, so gut sie es eben konnten und hofften dabei, dass sie es richtig machen.
Zum Wohle des Kindes, hiess es oftmals.
Und doch war vieles davon nicht selten nicht zum Wohle des Kindes, sondern eher zum Wohle der Eltern und diente der Anpassung an gesellschaftliche Normen.

Immer noch fragen sich frischgebackene Eltern, was ist richtig, wie sollte ich mein Kind erziehen. Erziehungsratgeber werden gelesen, die Grosseltern mischen sich ein mit Ratschlägen oder Bevormundungen, üben Kritik, sagen man verzieht das Kind oder sei überstreng.
So mancher hat sich auch geschworen, so wie ich erzogen wurde, so will ich mein Kind nicht erziehen, ich will niemals so werden wie meine Mutter oder Vater es waren.
Und doch, auch wenn sie niemals so werden wollten, ertappen sie sich irgendwann, dass sie genau auf dem Weg dahin sind.
Dahin, wo sie niemals hinwollten.

Erziehung ist ein schwieriges Geschäft. Ist sie denn überhaupt notwendig? Der Begriff Erziehung widerstrebt mir schon von Haus aus.
Es hört sich so sehr nach ziehen an, das Kind zu ziehen in eine bestimmte Richtung wo ich es hinbekommen möchte, egal wohin und was das Kind will.
Verbiegen könnte man es auch nennen.
Liebevoll das Kind begleiten auf seinem Weg ins Leben, diese Beschreibung würde ich schon passender finden.
Wir sind doch keine Zieher von Zöglingen ( auch so ein blöder Begriff ) ,)sondern Begleiter für eine gewisse Zeit der Kindheit und Jugend.
"Wenn man an den Grashalmen zieht, dann wächst das Gras auch nicht schneller.", sagt eine alte Indianerweisheit.

Die Geduld mit dem Kind fehlt manchmal, Lernerfolge und Fortschritte sollen sich rasch einstellen, ohne den Rythmus des Kindes zu beachten.
Noch schwieriger wird es wenn das Kind in die Pubertät kommt , da ist nichts mehr mit Erziehen. Die Erziehung sollte mit 9 oder 10 Jahren abgeschlossen sein, bis zu diesem Alter sollte das Kind gelernt haben selbstbestimmt und selbstverantwortlich handeln zu können.
Gut, früher hiess es dann oftmals: "Solange du die Beine unter meinen Tisch stellst, wird gemacht was ich sage!",
Autorität, Befehl und Gehorsam, aber wollen wir Befehlsempfänger heranziehen, die nicht zu einer eigenen Meinung und Handlung fähig sind?
Einfacher mag es erscherinen, aber was alles wird damit im Kind oder Jugendlichen zerstört?

Dabei kann es so einfach sein, wenn man es nur einfach sein lässt.
Erziehung, ja, aber mit Herz und Hirn.
So heisst es in diesem kurzen Video des Familientherapeuten Jesper Juul und dem Hirnforscher Prof. Gerald Hüther, in dem viele nachdenkenswerte Sätze über die Erziehung von Kindern gesagt werden.
"Wer von sich sagen kann, ich bin ein wertvoller Mensch, ganz unabhängig von Schulnoten..., der ist doch gut gestellt im Leben." ( Zitat: Gerald Hüther )




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11.04.2012 um 00:57 Uhr

Schiller und das Unglück

Wer ins Unglück fällt,
verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen!

Zitat: Friedrich Schiller ( Turandot, Prinzessin von China )

Ist es wirklich so, wie Schiller es hier behauptet?
Ich kann es nicht ganz glauben.

Sollten sich wirklich die Menschen abwenden, von denen die im Unglück sind, von denen die im Dunkeln stehen, wenn das Licht des Erfolges und des Lebens sie nicht mehr berührt? Ertragen die Menschen das Unglück der anderen nicht, haben sie Angst es könnte auch sie treffen?

Gerade dann sollten sich Freundschaften und Mitmenschlichkeit doch beweisen.
Fortlaufen kann jeder, doch stehenbleiben und die Hand reichen, es ist eine Kunst.

Selbstschutz, klar ist auch dieser wichtig, denn niemand sollte sich mehr Lassten aufbürden, als er auch wirklich tragen kann. Ein Helfer, der unter Last selbst zusammenbricht, ist kein Helfer mehr, sondern eher eine zusätzliche Last.
Wie gehen wir damit um? Wenden wir uns ab, oder wenden wir uns zu?
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08.04.2012 um 03:23 Uhr

Funktionalität und Schönheit

Stimmung: gut

Von der Schönheit und Funktionaltät des Schalke Weckers
Wohin die Gedanken in den Kommentaren wandern können, es ist erstaunlich.

Zum Überleben braucht man Dinge, die funktionieren, sie müssen nicht unbedingt schön sein.
Was nutzt uns ein Dosenöffner, der wunderbar aussieht, wenn er nicht funktioniert. Aber die Augen und die Sinne erfreuen sich an der Schönheit.
So gibt es eben auch Dinge, die keinerlei Nutzen haben, ausser einen einzigen, dass sie schön anzusehen sind.
In der Natur aber, ist alles funktional, und dazu auch noch schön.
Und wie ist es mit den Menschen? Nicht das er funktional sein sollte, aber manche sind eben nur schön. Sie koennen vielleicht begeistern, aber innerlich bleibt eine Leere zurück.
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28.03.2012 um 04:31 Uhr

Abschlussrede Charlie Chaplin der grosse Diktator

Diese Abschlussrede von Charlie Chaplin, aus dem Film "Der grosse Diktator", ist jetzt schon über 70 Jahre alt.
Und doch berührt sie mich immer noch sehr tief.
Wir wissen es alles. Wir wissen es schon so lange.
Doch was hat sich wirklich verändert in diesen 70 Jahren?
Nicht sehr viel. Es wird immer noch gehasst, es werden Kriege von Soldaten geführt und Menschen sowie Völker unterdrückt.

Hoffnung. Ja, Hoffnung. Wird sich dieses alles jemals ändern?
Falls ich mich recht entsinne sagt Chaplin zum Schluss: "Schau Hannah, die Wolken brechen auf, die Sonne kommt heraus".

Wann werden die Wolken endlich aufbrechen und die Menschheit aus ihren Fehlern endlich lernen?

Vielleicht beruht der Erfolg der Piratenpartei im Saarland auch auf diesen Film. Denn einen Ausschnitt daraus, den Anfang dieser Rede, benutzten die Piraten als Wahlwerbespot.


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28.03.2012 um 02:58 Uhr

Link in den Kommentaren funktioniert nicht

Im Kommentar, zum vorherigen Eintrag, werden einige Zeichen des Links einfach verschluckt. Deshalb hier noch einmal der Link zu einem TAZ Artikel, wie der Fall der Berliner Schülerin, in Hamburg gesehen worden wäre.

taz.de/Die Qual mit der Pubertät

In dem TAZ Interview wird deutlich, dass diese Problematik eindeutig auch anders gesehen und bewertet werden kann, im Gegensatz zu den vom Carite Prof. Beier vertretenen Lehrmeinungen.
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23.03.2012 um 03:40 Uhr

Wenn Kieselsteine träumen

Wenn Kieselsteine träumen,
Halte ich schon beim lesen, vor lauter Spannung, die Luft an.
Besonders wenn es sich um so einen

Albtraum wie er hier von Blogigo/Kieselstein beschriebenen handelt.

Einen derartig spannungsreichen Traum möchte ich wohl lieber nicht träumen. Aber vielleicht sollte man so etwas auch nicht in der Nacht lesen, und schon garnicht träumen.;-)
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19.03.2012 um 04:07 Uhr

Montaigne Zitat am Montag

Allerdings geht es uns irgendwie gut ein,
wenn wir gelobt werden: aber darauf geben wir viel zu viel.
Ich kümmere mich nicht so sehr darum, was für ein Mensch ich im Geiste anderer bin, als darum, was für ein Mensch ich vor mir selbst bin, ich will mir reich vorkommen durch meinen eigenen, nicht durch geborgten Reichtum. ...

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Recht hat er, der Michel de Montaigne.
Was hat man schon davon, welcher Mensch man im Geiste der anderen ist?
Garnichts. Mag sein dass man Anerkennung erfährt oder auch Ablehung, doch letztlich zählt dieses alles wenig, wenn es von aussen kommt.
Viel wichtiger ist doch wie wir selbst uns sehen, was für ein Mensch wir vor uns selbst sind, ob wir uns selbst anerkennen und achten, in unserem Inneren. Dann sind wir auch nicht so leicht von aussen manipulierbar oder sogar korrumpierbar von aussen, durch die anderen, und die Abhängigkeit von deren Lob oder auch Tadel.
Erst dann sind wir wirklich frei und selbstbestimmt in unserem Dasein.
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