Gedanken oder Fragen

01.12.2011 um 22:21 Uhr

Lebenssinn

Frage nicht, was das Leben für dich als Sinn bereithält,
sondern erlebe dich täglich und stündlich selbst als Befragter..

Zitat: Viktor Frankl ( Begründer der Logotherapie )
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30.11.2011 um 09:39 Uhr

Wenn die Angst uns behindert

Krankhafte Angst vertreibt aus dem Leben.

Zitat: Elisbeth Lukas, Psychoterapeutin
und Schülerin von Viktor E. Frankl, dem Begründer der Logotherapie.

Angst oder auch Vorsicht können uns schützen, wenn sie denn begründet ist.
Doch wann ist die Angst wirklich begründet und wann nicht?
Können von Angststörungen geplagte Menschen, dieses überhaupt noch unterscheiden, wenn bei ihnen erst einmal der Angstmechanismus einsetzt?
Sie das Gefühl haben, sie könnten an der Kasse im Supermarkt umfallen, der Fahrstuhl könnte stecken bleiben oder ähnliche schlimme Dinge passieren.

Angst isoliert und macht den Menschen einsam.
In einem kurzen Video will Frau Elisabeth Lukas hier Wege aus der Angst aufzeigen:



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28.11.2011 um 16:27 Uhr

Montaigne und die Wunder

Wunder und schwierig zu erklärende Vorgänge
brauchen wir nicht in der Ferne zu suchen; ich denke,es gibt unter den Dingen, die wir täglich vor Augen sehen, genug solche, die erstaunlicher und unverstehbarer sind als alle Wunder.
Was für eine Ungeheuerlichkeit ist es doch, dass das Samentröpchen, aus dem wir entstehen, in sich etwas enthält, was nicht nur die körperliche Gestalt, sondern auch Gedanken und Liebhabereien unserer Väter auf uns überträgt. Wo hat diese unendliche Formfülle in dem Tröpchen Platz? Und wie können solche Ähnlichkeiten darin erhalten sein, die sich willkürlich und regellos vererben, so dass der Urenkel Ähnlichkeiten mit seinem Urgrossvater, der Neffe solche mit seinem Onkel aufweist?

Zitat: Michel de Montaigne ( 1532 - 1592 )

Zweifellos ist die Entstehung von Leben, das Leben ansich schon eines der grössten Wunder, dem wir nur immer wieder mit dem grössten Staunen gegenüberstehen können.
Montaigne spricht hier nur von den Vätern, die zeugen und vererbern. Von den Müttern ist keine Rede. Sie und ihren grossen Anteil an der Entstehung von Leben lässt er unerwähnt. Es mag seiner damaligen Zeit geschuldet sein.
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22.11.2011 um 20:22 Uhr

Wenn Ameisen träumen

Ich frage mich gerade, wovon eine Ameise träumt?

Vielleicht vom Sommer?
Ich glaube, wohl alle Säugetiere träumen.
Hunde wuffen manchmal im Traum, Katzen klappern mit den Zähnen, wenn sie im Traum etwas fangen. Hunde und Katzen rollen im Traum mit den Augen.
Sieht manchmal recht merkwürdig aus, wenn sie mit halboffenen Augen schlafen.
Wenn Katzen und Hunde träumen, dann müssten auch die Mäuse und der Igel träumen können. Aber wovon träumt ein Maulwurf, der die meiste Zeit seines Lebens im dunkeln unter der Erde verbringt? Vielleicht von dicken Regenwürmern?
Goldhamster , sowie Meerschweinchen habe ich auch schon träumen gesehen.
Im Grunde, wenn wirklich alle Sägetiere träumen, dann müssten auch Delfine träumen können.

Wie sieht es jetzt aber bei den Fischen aus? Träumen sie auch? Ich weiss es nicht.

Was ist mit den Vögeln? Unseren gefiederten Freunden. Können auch sie träumen?
Bei Hühnern und Gänsen bin ich mir fast sicher, dass sie träumen können. Ihnen fallen manchmal einfch die Augen zu, wenn sie zu müde sind.Schlafen dann im stehen ein, und es scheint als würden sie dabei träumen. Falls Hühner und Gänse träumen, dann müssten es die anderen Vögel wohl auch können.
Des Spatzes Traum. Zugvögel sollen ja sogar auf dem Weg ins Winterquartier im Fluge schlafen können.

Kommen wir zu den Insekten.
Können auch sie Träumen?
Darüber habe ich noch niemals etwas gehört oder gelesen.
Was ist mit den Ameisen, Grashüpfern, Käfern und Spinnen? Sind sie traumlos, schlafen sie überhaupt einmal? Schliessen sie dabei die Augen?
Schmetterlinge schlafen, wenn sie überwintern. Hängen dann an einem etwas milden Plätzchen wie tot an der Wand, Schubkarre, oder was sich sonst so bietet. Ihre Flügel haben sie dabei zusammengeklappt.
Fledermaüse schlafen im Winter auch, mit geschlossenen Augen hängen sie dann da. Wenn sie aus irgendeinem Grund herunterfallen, erschrecken sie sich. öffnen die Augen und fiepsen leise vor sich hin.
Jetzt bleiben noch die Schnecken, Kriechtiere und Frösche, Kröten und Salamander.

Schnecken schlafen in ihrem Häuschen, Nacktschnecken unter feuchtem Holz, ebenso Blindschleichen, Salamander und Kröten. Sie alle habe ich schon schlafen gesehen. Dauert meistens eine Weile bis sie wach werden und die Augen öffnen, wenn man sie stört. Aber ob sie beim Schlafen auch träumen können?

So ist die Frage, träumen alle Lebewesen, oder nur ganz bestimmte Arten?
Vielleicht weiss ja einer von euch, was mt den Fischen, Insekten Vögeln und Kriechtieren ist? Können sie träumen? Schlafen Fische überhaupt?
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22.11.2011 um 02:36 Uhr

Mit Ausblick durchs Dachfenster

Bei dieser Wohnungsbesichtigung, da kann ich nur Auweia sagen.
Und Anerkennung für die Unbestechlichkeit der Vermieterin dieser Wohnung,
.Alleine der Spruch: "Nur Trottel träumen".

Dazu noch ein Dank an GrafKröte für den Hinweis auf Alexander von Elch.



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21.11.2011 um 02:16 Uhr

Sich selbst nicht leiden können

Stimmung: gut

Bei dem Blick in den Spiegel, hätte sie weinen können. Sie empfand sich als häßlich. Weshalb musste gerade sie so aussehen, dachte sie sich dabei
Sie litt unter ihrem Aussehen. Sie fand sich unschön. Mangeldes Selbstwertgefühl, es nagte, setzte ihr so sehr zu, es verunsicherte sie in ihren ganzen Handlungen.
Dieses Gefühl hat einen Namen, es ist die Dysmorphophobie.
Jeder Mensch leidet manchmal darunter, zu glauben, die Nase ist zu groß, Beine zu dünn, lang oder zu kurz, Busen zu klein oder groß, zu viel Fett am Bauch oder ähnliches. Etliche unterziehen sich Schönheits OPs, glauben dann, damit dieses Problem zu lösen.
Aber, da es an der inneren Selbstwahrnehmung liegt, verlagert sich die Aufmerksamkeit meistens anschließend auf eine andere Körperregion. Bei vielen gehen diese Phasen auch wieder vorbei, bei etwa jeden zwanzigsten verfestigt es sich, wird zur Dysmorphophobie.
Dieses Problem kann so gross werden, dass die Betroffenen soziale Kontakte meiden, kaum noch raus gehen. Und bei 40 % der Betroffenen, geht es sogar so weit, dass sie sich mit Selbstmordgedanken plagen.
In der Anfangsphase hilft es noch, hinauszugehen, Kontakte zu suchen, Sport zu treiben, um ein gutes Körpergefühl zu bekommen. Nur wenn sich diese Gefühle verfestigt haben, kommt der Betroffene, da alleine kaum noch hinaus.
Dann sollte er sich therapeutische Hilfe holen. Da die Psychotherapeuten, aber die Sympthome häufig nicht ernst nehmen, fühlt sich der Dysmorphobieker anschliessend oft noch mehr alleine.
Deshalb sollten sie sich, wenn möglich, an die Hoschulambulanzen der psychologischen Institute wenden, um dort Rat und Hilfe zu bekommen.
Die Auslöser, für ein gestörtes Selbstbild, liegen oftmals in der Kindheit und Jugend. Zum Beispiel durch eine zu perfektionistische Mutter, oder eben auch Spruechen wie z.B.:"Wie siehst Du schon wieder aus? Aus Dir wird nie was", und anderes abwertendes.
Ich denke, überwiegend werden Frauen darunter leiden, aber wohl auch immer mehr Männer.
Eine ähnliche Fehlselbsteinschätzung, liegt wohl auch vor, wenn man glaubt unfähig zu sein, nichts zu können, einfach wertlos und nichts auf die Reihe zu bekommen.
Solltet ihr Euch gerade in einer solchen Situation befinden, wünsche ich Euch, dass Ihr aus dieser herauskommt, anfangt Euch selbst zu akzeptieren und zu mögen. Wenn ihr es nicht selbst schafft, dann dass es euch gelingt, Hilfe zu bekommen.
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, schön ist das, was wir lieben. Jeder Mensch ist einzigartig und auf seine Art und Weise schön.
Dieser Artikel ist ein wenig lang geworden, tut mir leid.

Ein alter Eintrag von mir, der es, so glaube ich, verdient mal wieder nach vorne geholt zu werden.

19.11.2011 um 12:38 Uhr

Friedrich Schiller Seele und Charakter

Gleichwie aus einem einfachen weissen Strahl,
je nachdem wie er auf Flächen fällt, tausend und wieder tausend Farben entstehen, so bin ich zu glauben geneigt, dass in unserer Seele alle Charaktere nach ihren Urstoffen schlafen, und durch Wirklichkeit und Natur oder künstliche Täuschung ein dauerndes oder nur illusorisch ein augenblickliches Dasein gewinnen.
Alle Geburten unserer Phantasie wären also zuletzt nur wir selbst,

Zitat: Friedrich Schiller

( in einem Brief an Reinwald, Bauerbach, Jena 14.04.1783 )

Ein intererssanter Gedanke von Schiller.
Das, wovor wir uns fürchten, sind letztendlich wir selbst.
Ich denke ja auch immer, in uns ist alles vorhanden, nur was wir davon füttern und päppeln, gross und beherrschend werden lassen, darauf sollten wir achten. Denn es unterliegt unserem Willen.
Wir können uns frei entscheiden, ob wir
boshaft, rücksichtslos und gemein sein wollen, oder
liebevoll und voller Sanftmut.
Ja, ich glaube es liegt in unserer Macht, welche Seite wir davon in uns wachsen lassen und füttern.

Jetzt reisse ich noch mal ein Schillerzitat aus seinen ästhetischen Vorlesungen aus dem Zusammenhang, da es mir so gut gefällt:

Ein Charakter ist dann schön, wenn er uns mehr Liebe als Achtung einflösst..

16.11.2011 um 07:08 Uhr

Wie beseitige ich die Schmetterlinge im Bauch

Diese Suchanfrage stellte ein Mädchen bei Google.
Kam dadurch auf meine Seite.
Die Schädlingsbekämpfer können in diesem Fall sicherlich nichts ausrichten.;-)
Zumal diese Art der Schmetterlinge nur imginär in ihrer bunten Vielfalt im Bauch umherschwirren.

Bei Männern muss es ja immer gleich etwas grösseres sein. Da tun es die Schmetterlinge dann nicht mehr, So wie bei Grönemeier, der gleich ganze Flugzeuge im Bauch verspürt.

Aber jetzt ernsthaft: "Was kann ich gegen Schmetterlinge in meinem Bauch unternehmen".

Ich frage mich, weshalb man überhaupt etwas dagegen unternehmen sollte, wenn sie im Bauch ihre Runden drehen? Es ist doch ein wunderbares und sehr schönes Gefühl, diese Verliebtheit, dieses kribbeln im Bauch, als ob man Brausestäbchen isst, wie es eine Sängerin in ihrem Lied schilderte.
Diesesd weiche Knie bekommen, wenn man dem anderen in die Augen sieht.
Was kann es schöneres geben? Vielleicht sollte man diese Schmetterlinge im Bauch nicht bekämpfen, sondern versuchen, sie so lange wie nur möglich am Leben zu erhalten.
Auch und selbst, wenn dieses Verliebtsein schon in eine Partnerschaft übergegangen ist. Ja, auch in den Partner kann man verliebt sein, da muss nicht die Gleichgültigkeit Einzug halten.
Also, lasst es weiterkribbeln und die Schmetterlinge fliegen.





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11.11.2011 um 05:24 Uhr

Goethe und die Wünsche

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten,
die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Dichtung und Wahrheit )
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04.11.2011 um 22:39 Uhr

Gib mir Hoffnung

Hoffnung.
Ein so grosses Wort, diese Hoffnung.
Menschen hoffen und sehnen.
Und manchmal, wenn ihre Hoffnungen am Ende sind, dann bitten sie andere darum. "Gib mir Hoffnung".

"Gib mir Hoffnung, dass es weitergeht,
gib mir Hoffnung, dass ich es übersteh.
Denn jede Rose die gebrochen,
jeder Stachel in deiner Hand,
aus Verzweiflung zugestochen,
wird nur durch Liebe ausgebrannt."

Singt Doro Pesch in ihrem wunderbaren Song "Gib mir Hoffnung.

Hoffnung, ein Wort welches wir so oft gebrauchen.
Indem wir sagen ich hoffe oder auch hoffentlich, wenn wir uns oder anderen etwas wünschen, Etwas was nicht gewiss ist.

Aber sagt jedes Hoffen nicht auch etwas über das Jetzt aus?
Heisst Hoffen nicht auch immer warten, auf etwas anderes oder etwas besseres?
Oder eben darauf, dass es "wenigstens" so bleibt, wie es ist.
Das Jetzt gestalten, so dass wir beruhigt in die Zukunft sehen können. Mit der Gewissheit, sie wird gut werden. Wäre das nicht der Idealzustand.

Nur wie es in dem alten Lied "Nehmt Abschied Brüder", schon heisst: "Ungewiss ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Leben schwer".
Weshalb immer diese Angst, diese Bedenken vor der Zukunft? Weshalb vertrauen wir nicht einfach in sie?

Stattdessen gleichen wir eher Spielern, die sich der Hoffnung hingeben, einmal am Samstag bei der Ziehung der Lottozahlen unter den Gewinnern zu sein.

Ich spiele übrigens kein Lotto, ich glaube auch nicht, dass ein grosser Gewinn auf Dauer mich glücklicher machen könnte.

Sollten wir uns die Hoffnung nicht eher selber geben, jeden Tag aufs neue, anstatt sie von anderen zu erwarten?
"Give me Hope"



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31.10.2011 um 13:09 Uhr

Liebe heisst zuhören

Liebe heisst zuhören

Zitat: Gerald G. Jampolsky ( Die Kunst zu vergeben )

Liebe heisst zuhören.
Ein so einfacher Satz, der so vieles aussagt.
In Liebe zuhören. Hören was der andere wirklich sagt. Versuchen zu verstehen.
Er spricht ja keine Fremdsprache, der Andere.
Und doch scheint es manchmal wie bei dem Turmbau zu Babel, in der alle mit verschiedenen Zungen sprachen. Einer des anderen Wort nich mehr verstand.

Wahrscheinlicher scheint mir, sie wollten es nicht verstehen. Ihnen kam die Liebe abhanden, sie hörten und verstanden nur noch sich selbst.

Liebe heisst zuhören. Wirklich hinhören.
Hören was der andere sagt, und nicht ihm mit Hörerwartungen den Mund verkleben und zum Schweigen zu bringen.

Liebe heisst zuhören.
So einfach ist das. Und doch auch genauso schwer.
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29.10.2011 um 01:54 Uhr

Tagträume

Manchmal, wenn ich die Augen schliesse,
sehe ich den grossen Auszug aus dem Wald.Aber das sind nur Träume.
Offenbar hört ein Mensch nie auf, bei Tag zu träumen.

Zitat: Marlen Haushofer ( 1920 - 1970 ) Aus dem Roman "Die Wand"

Tagträume
Ich war gerade ganz in Gedanken, wird dann oftmals gesagt. Wenn die Gedanken am Tage ihre ganz eigenen Reisen antreten.
Erinnert mich ein wenig an "Hans Guck in die Luft", der bekanntlich böse endete. Wie unsere Eltern immer erzählten, wenn wir es an Aufmerksamkeit fehlen liessen.
Auch die Lehrer sagten desöfteren "Träum nicht", zu uns Schülern. Wenn der Blick in unbestimmte Weiten ging oder eben aus dem Fenster zusammen mit den Gedanken wanderte, anstatt an des Lehrers Lippen zu hängen.

Sind wir ausser uns, bei diesen Tagträumen oder im Gegenteil, ganz und gar bei uns, frag ich mich manchmal.
Weshalb wird das bewusste Wahrnehmen manchmal einfach abgeschaltet, zugunsten von Tagträumen?
Bei vielen Dingen die wir machen und die mehr oder weniger automatisch ablaufen geschieht dieses. Ich möchte nicht wissen, wieviele Autofahrer nicht wirklich hinter dem Steuer sitzen, wenn sie so dahinrollend von Musik berieselt werden und in Gedanken ganz woanders sind.
Es sind die Dinge die uns Nicht (mehr) fordern, die die Gedanken entfleuchen lassen. Mal in die Zukunft, mal in die Vergagenheit, mal in das Land der Phantasie.

Ist es wirklich so, dass der Mensch nie aufhört, bei Tag zu träumen, reichen uns unsere Träume bei Nacht nicht aus?
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24.10.2011 um 23:40 Uhr

Kein menschliches Leben ?

Wo gibt es noch einen Menschen der Natur,
der ein wahrhaft menschliches Leben führt, der die Meinungen der anderen für nichts achtet und der sich nur von seinen Neigungen und von seiner Vernunft leiten lässt, ohne Rücksicht darauf, was die Gesellschaft, was das Publikum billigt oder tadelt? Man sucht ihn vergebens unter uns.
Überall nur ein Firnis von Worten; überall nur das Haschen nach einem Glück, das lediglich dem Anschein nach besteht.
Niemand kümmert sich mehr um die Wirklichkeit; alle setzen ihr Wesen in den Schein.
Als Sklaven und Narren ihrer Eigenliebe leben sie dahin, nicht um zu leben, sondern um andere glauben zu machen, sie hätten gelebt.

Zitat: Jean Jacques Rousseau ( geb. 1712 Genf, gest. 1778 bei Paris )

Harte und bittere Worte von Rousseau.
Besteht unser Leben wirklich nur darin, andere glauben zu machen, wir hätten gelebt? Wer will definieren, was wirkliches Leben ist? Letztendlich können wir es doch immer nur für uns selbst entscheiden, was wir unter Leben verstehen wollen und wie wir unser Leben gestalten.

Rousseau war auch sonst nicht ohne.
Da beendet er schon mal eine Brief an Voltaire mit den Worten: "Ich hasse Sie,"

Voltaire ging mit Rousseau auch nicht gerade zimperlich um. Bezeichnete Rousseau als Krebsgeschwür der Literatur, ja sogar als Exkrement des Jahrhunderts.
So hat jedes Jahrhundert seine Exkremente und Hinterlassenschaften.;-)

Rousseau sagte auch:

"Ich lese in meinem Herzen, und ich kenne die Menschen. Ich bin nicht wie einer von denen geschaffen, die ich gesehen habe; ich wage sogar zu glauben, das ich nicht wie einer der Lebenden gebildet bin. Wenn ich nicht besser bin, so bin ich wenigstens anders...."
Anders, als viele seiner Zeitgenossen, war Rousseau wohl mit Sicherheit.
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21.10.2011 um 10:48 Uhr

Schloss Wilhelminenberg, Kinderheim des Grauens

Wien hat seinen Kinderheimskandal.
In dem wunderschönen Schloss Wilhelminenberg wurden bis in die siebziger Jahre Heimkinder, die von den Jugendämtern eingewiesen wurden, "betreut".

Zwei der Mädchen, die damals in diesem Heim lebten, brachen jetzt ihr Schweigen. Und es melden sich täglich immer mehr ehemalige Heimkinder, bei dem Weissen Ring, dem Opferanwalt und der Zeitung krone.at, die auch von diesen dort herrschenden Horrorszenarien berichten.

Kinder wurden täglich verprügelt, mussten erbrochenes wieder aufessen, wurden aufs übelste gedemütigt und von den Erzieherinnen beschimpft.
Es waren keine Einzelfälle, wie man an den Wortmeldungen in den Kommentaren sehen kann. Diese Art der " Erziehung" zog sich wohl durch fast alle Österreichischen Kinderheime.
Den Kindern wurde eingebläut sie seien selbst schuld an den Zuständen. Die Jugendfürsorge kümmerte sich nicht um das Leiden der Kinder.
Wenn sie doch einmal etwas sagten, dann hiess es, sie denken es sich aus und wurden oftmals wegen renitenten Verhaltens in noch schlimmere Heime verlegt.

Ich frage mich, weshalb der Staat, gerade solche sadistischen Menschen, die scheinbar gerne Kinder qäulen mögen, als Erzieher/innen einstellte? Weshalb Ämter, die für das Wohl des Kindes da sein sollten, sie in derartige Einrichtungen unterbrachten, weshalb Staat, Polizei und Staatsanwaltschaft derartige Zustände zuliess?

Gut, es heisst dann immer, früher war die Erziehung nun mal eben so.
Ich selbst kenne es ja auch noch, dass Lehrer mit der 50er Linealkante, den Kindern auf die ausgestreckte Handoberfläche schlugen, Ohrfeigten bis das Kind umfiel, an den Ohren rissen bis es blutete, sie die Treppen runterstiessen. Bei wem sollte man sich damals darüber beschweren, wenn der Schulleiter selbst die schlimmsten Prügelstrafen mit dem Rohrstock vornahm, wenn ein Kind zu ihm zur Bestrafung geschickt wurde.
Und ganz sicher, wusste der Schulrat und die Schulbehörden von diesen Fällen. Da hatten Beschwerden keine Aussicht auf Erfolg.
In diesen Heimen war es aber noch weitaus schlimmer, denn dort waren die Kinder den Erziehern Tag und Nacht ausgeliefert, ohne dass für sie ein Ende oder Ausweg absehbar war.

Wo war da die Fürsorgepflicht des Staates, seinen schwächsten Mitgliedern gegenüber? Es mag ja sein, dass diese "schwarze Erziehung" damals üblich war, aber dennoch war auch zu den Zeiten doch Folter schon verboten?

Und was anderes als Folter ist es, wenn Kinder gezwungen werden, ihr Erbrochenes wieder zu essen, stundenlang auf einem Holzscheit knieen müssen, geprügelt werden bis zum Umfallen, physisch und psychisch gezielt zerstört werden.
Ihnen vermittelt und eingebläut wird, sie seien nichts Wert.

Besonders abstossend finde ich die Kommentare dort, die nach Beweisen fragen, die behaupten, die Menschen die sich heute erst trauen sich zu äussern, sie wollten nur eine Entschädigung. Und auch die, die sich klammheimlich freuen, dass dieser Skandal im angeblich "roten" Wien stattfindert.

Nein, es ist kein Skandal irgendeiner Partei, auch nicht nur der von Wien oder Österreich, es ist der Skandal, wie generell und überall mit den Schwächsten umgegangen wird und gesagt wird, es ist doch überall so.

Diese Behandlungsmethoden von Kindern in Kinderheimen hatten wir auch hier in Deutschland, wie zahlreiche Opfer der damaligen Heimerziehung belegten. Auch in den Kinderheimen der DDR war es nicht besser.

Und selbst heute noch kann mir die Hutschnur hochgehen, wenn von vielen gesagt und gefordert wird, ein bisschen Prügel, einige "Watschen" in der Erziehung können doch nicht schaden. Uns haben sie damals auch nicht geschadet.
Doch, dass haben sie, wie man immer wieder sehen kann, unter anderen an den Menschen die dann zu brutalen Heimerziehern heranwachsen. Oder sonstwie gewalttätigen Menschen, die sich nicht durch Worte atrikulieren können, sondern nur durch Gewalt.

"Die Fenster vergittert mit Eisen
die Türen verriegelt mit Schloss
Der Jugend die Freiheit genommen
Die Heime sind unser Genoss"

Dieses Lied mussten die Kinder im Wilhelminenberg immer singen, wenn sie zum duschen geführt wurden
Etliche von ihnen können es heute noch auswendig singen.

Bericht einer Betroffenen über ihre Kindheit im Kinderheim Wilhelminenberg auf kurier.at *klick*

Wer dachte schon bei dem Wort Kinderheim und Jugendfürsorge in den siebziger Jahren an derartige Zustände in den Heimen? So etwas war doch eher in den 50 ern zu verorten, wenngleich es einen auch dort schon fassungslos macht, aber doch nicht mehr in den siebzigern.

17.10.2011 um 08:22 Uhr

Ein Leben ohne Handy

Kann ein Leben ohne Handy lebenswert sein?
Die meisten von uns könnten sich ein Leben ohne Handy, Internet, Fernseher und den anderen modernen technischen Errungenschaften garnicht mehr vorstellen.

Was sollte man mit der ganzen Zeit anfangen, die wir mit diesen sogenannten Zeitsparern und Lebenserleichterer zubringen, ja manchmal auch vergeuden.
Wir würden keine Zeit mehr mit ihnen einsparen.
Wir hätten sie, diese Zeit, die uns oftmals von diesen Geräten "geraubt " wird.

Jugendliche sind heute oftmals neidisch, wenn andere Jugendliche den neuesten und vor allem auch teuersten MP3 Player oder eben das neueste und teuerste Handy besitzen. Das "Habenwollen" wird gross geschrieben in der Gesellschaft.

Doch brauchen wir auch wirklich jeden Schnickschnack, den wir haben wollen? Jeden Luxus? Oder geht es nicht vielleicht auch ohne dieses alles?

Johannes ( 12 Jahre alt), lebt im Schwarzwald mit seinen Eltern.
Ganz ohne Handy, ohne Fernseher und ohne Luxus.
Sollten wir Johannes bedauern, für dieses alles, was ihm nach landläufiger Meinung "fehlt"?
Oder würden nicht etliche sogar Johannes beneiden, für das Leben welches er führen kann, ganz ohne Handy und Fernseher?

Bericht von Johannes auf Spiegel.de*klick*

Im Spiegel hat der Jugendliche Johannes kurz über sein Leben, fern ab von allen modernen Errungenschaften geschrieben.
Wer könnte und wollte heute schon noch so leben. Aber dieses Gefühl beim Lesen seiner Zeilen, so hätte ich es auch gerne gehabt, damals als Kind, es stellt sich fast automatisch ein.
Was ist schon ein Handy dagegen?
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10.10.2011 um 08:35 Uhr

Amyotrophe Lateralsklerose

ALS, die Amyotrophe Lateralsklerose.
Eine Nervenerkrankung, bei der die Nerven die Signale nicht mehr zu den Muskeln weiterleiten können.
Die ALS führt dadurch zu Lähmungen, die nach und nach den ganzen Körper betreffen, den Patienten mehr und mehr einschränken, bis er praktisch "in seinem eigenen Körper gefangen ist".
Der bekannteste Patient der unter ALS leidet, ist wohl der Physiker Hawking.
Wir alle haben Hawking wohl schon einmal im TV gesehen, wie er in seinem Rollstuhl sitzt und über einen Computer mit seiner Umwelt kommuniziert.

Weltweit leiden etwa350.000 Menschen unter dieser seltenen Krankheit ALS, wie Spiegel_Online in einem Artikel schreibt. Es gibt kein Medikament, welches diese Erkrankung heilt und wohl auch nicht wirklich eines, welches den Verlauf der Erkrankung hinauszögern könnte,

Wütend und empört aber, macht mich die Haltung unseres Gesundheitswesens und der Krankenkassen, wenn ich lese, wie von dieser Krankheit Betroffene, hier in Deutschland, um Hilfsmittel kämpfen müssen.

Da wird um Rollstühle gestritten, um Lesegeräte, um elektronische Hilfen für die Kommunikation mit der Aussenwelt, um Pflegegelder und vor allem auch um die Pflegestufe 3.

Es ist erbärmlich, wie die Kassen hier mit diesen Erkrankten umgehen und um jeden Cent feilschen wollen, der den Erkrankten das Leben leichter machen könnten.
Denn sie haben es ohnehin schon schwer genug, mit diesem im Körper eingesperrt sein, als sich noch grossartig Kämpfe um Hilfsmittelbewilligungen und kräftezehrende Beantragungen und Widersprüche leisten zu können.

Spiegel Kommentar einer Betroffenen * Klick *

Besonders berührt hat mich der Kommentar der Spiegelleserin Petals.
Petals schrieb ihren Kommentar dort mit den Augen. Sagt von sich, sie sei eine grenzenlos optimistische Frau, freue sich durch die moderne Technik, ALS-Foren, Internet und Mails noch soweit am Leben teilhaben zu können.
Petal ist seit 10 Jahren an ALS erkrankt, wird von ihrem Mann gepflegt und betreut.
Schreibt aber auch davon, wie es immer und immer wieder ein Kampf mit den Kassen ist, der so kräftezehrend ist, für sie selbst und auch für ihren Mann.

Mir bleibt nur, Petals, dieser so mutigen und trotz aller Einschränkungen lebensbejahenden Frau, sowie allen anderen ALS Patienten alles Gute zu wünschen und den Krankenkassen sowie unserem Gesundheitsminister die Einsicht, nicht auf Kosten dieser so schwer Erkrankten Menschen, an Hilfsmitteln und Pflegegeldern sparen zu wollen.

Zur Ergänzung sowie für weitere Informationen hier noch ein Link zu der

Homepage von Sandra Schadek

Sandra Schadek ( 40 ) erkrankte im April 2000 an ALS, Schrieb das Buch
"Ich bin eine Insel. Gefangen im eigenen Körper".
Auf ihrer Homepage schreibt sie wie sie sich auf ihre Erkrankung einliess, lernte diese Krankheit anzunehmen um mit ihr umgehen zu können.
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08.10.2011 um 05:32 Uhr

Unvollkommenheit

Was wir aufbauen, sowohl draussen wie daheim,
ist voll von Unvollkommenheiten: aber es gibt nichts ganz nutzloses in der Natur, nicht einmal die Nutzlosigkeit selbst.
Alles, was in unserer Welt eingefügt ist, nimmt darin eine sinnvolle Stellung ein,
Unser Wesen wird durch einen Kitt von Mängeln zusammengehalten.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

05.10.2011 um 13:55 Uhr

Irrtum

Aufbauend
Erkenntnisse kommen meistens nicht von alleine. Sie wachsen und eines. baut auf dem anderen auf.
Wenn aber am Anfang ein Irrtum steht, auf dem dann weiter aufgebaut wird, der Irrtum zu einem noch größeren Irrtum führt, kann es fatale Folgen haben.
Schließlich wird der Irrtum so maechtig, dass von ihm nicht abgewichen werden kann, der als die einzige Wahrheit hingestellt wird
Alternativlos.

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26.09.2011 um 06:37 Uhr

Der Wille zum glücklich sein

Göttern und Menschen zum Trotz
will ich glücklich sein.

Zitat: Caroline Schlegel-Schelling ( 1763 - 1808 )

Welch kraftvolle Worte von Caroline Schelling, die sich von Schlegel scheiden liess, um Friedrich Schelling zu heiraten, der 12 Jahre jünger als Caroline war.

Impliziert aber auch, dass manchmal, vielleicht sogar desöfteren Menschen oder vermutete Götter sich dem Glück in den Weg stellen wollen.
Und haben wir dieses nicht alle schon mal erlebt, dass wir das Gefühl hatten, das glücklich sein wird uns missgönnt und vorenthalten?

Dann erinnert euch an Caroline Schlegel-Schelling, und sagt allen Göttern und Menschen zum Trotz will ich glücklich sein.
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25.09.2011 um 04:37 Uhr

Was hält uns in dieser Welt ?

Ja, was hält uns in dieser Welt?
Sind es die Menschen die wir lieben?
Sind sie das Band, welches uns mit allem verbindet und leben lässt?
Immer wieder Glauben und Hoffen lässt, jeden Tag aufs Neue.

"Sie ist nun frei,
und ich bin es mit ihr:
das letzte Band ist entzweigeschnitten, das mich an diese Welt hielt."

Zitat: Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von Schelling ( 27.01.1775 - 20.08.1854 )

Dieses schrieb der Philosoph Friedrich Schelling, nachdem seine geliebte Frau, viel zu jung, verstarb.
Schelling, erst Mitte 30 Jahre alt, zog sich daraufhin sehr zurück, wurde aber noch fast 80 Jahre alt.

Eine Welt ohne Liebe, eine Welt in der nicht geliebt wird, würde ich jedenfalls als sehr trostlos, kalt und leer ansehen.
Es wäre für mich eine Welt in der sogar die Steine weinen würden.
Weinen um die Lieblosigkeit der Menschen.
In so einer Welt würde ich wohl auch nicht leben wollen.
Die Fähigkeit lieben zu können, auch selbstlos lieben zu können, sie ist die schönste Gabe, die uns mitgegeben wurde.
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