Lyriost – Madentiraden

31.07.2006 um 06:05 Uhr

Das Glück der Alltäglichkeit

von: Lyriost

Das Glück der Alltäglichkeit

Wenn ich morgens vor den Spiegel trete, schaut mich das ganze Elend dieser Welt an. Dabei habe ich mich mit der obersten Schicht im Laufe der Jahre recht ordentlich angefreundet. Und auch die Veränderungen der Oberfläche nehme ich so gelassen wie möglich hin, und manchmal begrüße ich sie sogar, für was auch immer sie Indikatoren sind.

Zum Glück scheint es nicht die einzige Bestimmung des Menschen zu sein, vor dem Spiegel zu stehn,  jedenfalls habe ich das für mich so bestimmt, als wüßte ich etwas anderes über die Bestimmung des Menschen als das, was ich an teleologischem Geschwätz in Büchern von Philosophen und und Religionsverkäufern kennengelernt habe.

Deshalb wende ich mich ohne Eile, aber doch zielstrebig vom Elend der Welt ab, um mich ins glückliche Elend der Alltäglichkeit zu stürzen und mein zufriedenes Leben zu leben.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 31.07.2006 um 20:09 Uhr:Hm.... mit den Spiegeln hat es wohl eine ganz besondere Bewandtnis.

    Entweder ist mein Blick verklärt, wenn ich in MEINEN Spiegel sehe, oder dieser hat eine andere Konsistenz als deiner Lyriost, denn ich nehme NICHT „das ganze Elend der Welt“ darin wahr.



    Tja, vielleicht mag es wohl daran liegen, dass „das ganze Elend der Welt“ NICHT MEINE WELT darstellt.



    „Oh, wie kannst du nur zartgewebt!“, ja, das bekomme ich oft genug zu hören.

    „Zartgewebt, du lebst ja hinter dem Mond – bist weltfremd!“



    Ja, vielleicht – NA UND!!!!! :-o



    Mein Spiegelbild ist meist von schöner Natur, trotz des Elends der Welt – zeigt mir eben MEINE kleine Welt.



    Sicher schmerzt es manchmal, wenn man bei hitzigen Diskussionen, Wörter, wie: „realitätsfern“ an den Kopf geknallt bekommt; meist von Personen, die wild gestikulierend sich als „die Retter der Menschheit“ betrachten, aber nur leere Sprechblasen in den Raum werfen.



    Ich bin nicht gewillt, „alles Elend der Welt“ auf meinen Schultern zu tragen, das wäre heuchlerisch.

    Ich sehe zwar sehr viel Leid, verschließe mich sicher nicht, wende mich auch nicht ab, aber ich übertrage NICHT ALLES auf MEINE WELT!



    Da würde ich daran zerbrechen....... :`-(

  2. zitierensanftmut schreibt am 01.08.2006 um 01:42 Uhr:TWO

    of

    A

    KIND°*°

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