Lyriost – Madentiraden

05.06.2007 um 16:55 Uhr

Globalisierung und Wettbewerb

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Globalisierung und Wettbewerb

Diejenigen, die jetzt aus Überschüssen der EG subventionierte Billig-Hühnerteile, die hier keiner mehr essen mag, tiefgekühlt nach Ghana, Kamerun und in andere afrikanische Länder schicken, müssen sich darüber im klaren sein, daß so mancher der ausgebooteten und arbeitslos gewordenen afrikanischen Hühnerzüchter demnächst in ein Boot steigt, versucht, nach Europa zu gelangen und, wenn er es schafft, wenig später in europäischen Parks Billig-Drogen an Schulkinder verkaufen wird.

Wenn dann irgendwann die Entwicklungshilfe wider Erwarten tatsächlich ausgeweitet wird, können die Reichen der afrikanischen Länder sich, wenn sie es nicht schon längst getan haben, in den Industrieländern die notwendigen Kühlanlagen, gebraucht oder gar fabrikneu besorgen, und vielleicht bleibt auch noch etwas für die ärmere Bevölkerung übrig, etwa in Form von Medikamenten gegen Salmonellen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 06.06.2007 um 00:20 Uhr:uebel so etwas..nennt sich wohl Globale Marktwirtschaft..
    Genau wie die Zuckerurebenexporte durch Subvention..und..und..
    Da draengt sich die Grage auf, wie lange geht das noch??
    liebe Gruesse
  2. zitierenLyriost schreibt am 06.06.2007 um 10:29 Uhr:"... Den ärmsten Ländern, die weit, weit weniger als Deutschland von der Globalisierung profitieren, wäre nur zu helfen, indem die Industrieländer ihre Märkte für deren Agrarprodukte öffnen. Dass sie dies nicht tun, ist ein Skandal, dagegen können die Leute in Heiligendamm mit Recht protestieren. An diesem Skandal sind die EU, die USA und Japan, also alle alten Industriemächte, als Urheber beteiligt." Helmut Schmidt

    Ich habe allerdings so meine Zweifel, ob das allein helfen wird.

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