Verstummen
Verstummen
Ich wasche magre Wörter
im Speichel müder Tage
sie bröckeln manchmal
brechen durch
im Mund wie alte Honigwaben
und ich verschluck
mich dran und spuck sie
aus wie Rotz.
Und dann ist
Ruh.
Die Vögelein schweigen im Walde.
Und nur ein Baum
knarrt leis im Wind
ein Wort.
Die Steine schweigen
und alle Sterne knien nieder.
Ohnmacht beginnt.
Die Nacht geht
nicht mehr
fort.



Sehr schön geschrieben.
Aber hier schreibt auch ein verzweifeltes Herz, das sich nach Ruhe sehnt.
Liebe Grüße
Gretchen
P.S. Ich denke, jetzt kann ich Dein momentanes Fernbleiben und Deine Sonnenbrille besser verstehen