Lyriost – Madentiraden

18.12.2008 um 10:42 Uhr

Vom Wert der Religionen

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Vom Wert der Religionen

Michael Novak, Katholik und amerikanischer Religionswissenschaftler und Gesellschaftstheoretiker aus Pennsylvania, sagt zur religiösen Motivation amerikanischer Soldaten: "In den am stärksten religiös geprägten Teilen Amerikas gibt es einen stärkeren Willen, zum Militär zu gehen, und auch eine größere Bereitschaft, die gefährlichsten Aufträge zu übernehmen. Die Frage ist, warum ist das so? Einige Leute glauben – ich gehöre auch zu ihnen –, daß religiöse Menschen schnell erkennen, daß es etwas gibt, für das es sich lohnt zu sterben. Es gibt etwas Wertvolleres als das Leben. Und sie sind bereit, ihr Leben zu opfern, falls es notwendig ist."

Mir stellt sich eher die Frage, woran man erkennen kann, was wichtiger ist als das Leben. Und wie man herausfindet, ob einem vielleicht nicht nur etwas eingeredet wird von Leuten, die ganz andere Interessen haben als man selbst.

Herzliche Weihnachtsgrüße aus dem Ausbildungslager für Selbstmordattentäter.

Religion und Politik in den USA

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenOmbrage schreibt am 18.12.2008 um 12:01 Uhr:Der Tod ist niemals etwas für das es sich lohnt zu sterben.
    Die Frage ist doch, wofür es sich lohnt zu leben.

    Glauben ersetzt Wissen und trennt in Form der Religion die Menschen voneinander. Du hast Recht, die Philosophie die dahinter steht ist diejenige der Selbstmordattentäter, der "gerechten" Krieger und heiligen Mörder.

    in diesem Sinne - amen.

    Aber irgendwie bin ich auch gerade deshalb froh, das diese Narren an vorderster Front kämpfen. *lächel* wenn schon willfähige Instrumente diverser Interessen, dann doch bitte mit never-come-back-Garantie. Obwohl das ja andererseits oft auch Kriege erst möglich macht.
  2. zitierensternenschein schreibt am 21.12.2008 um 18:58 Uhr:Das Leben ist das höchste Gut, welches uns gegeben wurde. Ein höheres gibt es für uns nicht. Ohne Leben, kein Leben. Es meinen opfern zu wollen, zumal für andere oder religiöse Interessen scheint mir krank.
    Etwas anderes mah es sein, in Notsituatuationen es aufs Spiel zu setzen, wenn es ansonsten einem wahrscheinlich sowieso genommen werden würde.
    Liebe Grüsse
  3. zitierenTonius schreibt am 28.12.2008 um 11:19 Uhr:Bei Tieren einer Art gibt es keinen Suizid; sondern nur Rang- und Fortpflanzungskämpfe nach genetisch in der Tierart wirksamen Verhaltens- und Ausweichmustern - oder unter anderen Tierarten das Töten als Fressen oder Gefressenwerden.

    So sagt de Adler:
    "Wo ich im Horst oder über den Gipfeln schreie, fürchten sich die Maus und der Jäger."

    So sagt der dicke Bär:
    "Wenn ich im Wald brülle, fürchtet sich der ganze Wald."

    Und der starke Löwe in seinem Revier:
    "Wenn ich in der Wüste brülle, fürchtet sich die ganze Wüste."

    Aber das kleine, domestizierte, verstallte, gar im Käfig isolierte Herdentier Huhn:
    "Wenn ich huste, fürchtet sich der Hühnerzüchter!"
    *
    Das sich dort ein Massensuizid "lohnen" würde, weil er ertragsmäßig den größen Einbruch brächte, wird nie ein Tierchen durchdenken, da ih die entsprechende Gehirnentwicklung fehlt.

    *

    Wir können also Gesellschaften, wo organisiert Kreig geführt wird (um maeriellen oder nationaler Vorteile und Gewinne willen) oder massenhaft Suizide oder Amokäufe als organisatorische Selbsttötungen mit größtem mörderischen Aufwand praktiziert werden, als pathologische Gesellschaften bezeichnen.

    Die Gesellscahften mit den Symboltieren Adler, Bär und Löwe sind vergeben.

    Das H u h n als Symboltierchen ist nicht vergeben, es ist nicht attraktiv; es trifft aber die Verbrauccher-Zivilisationen (wo kaum noch Essens-Fürsorge und -Wintervorbereitung geleistet wird, die so billig Lebensmittel industriell herstellen, dass nicht die Lebensmittel-Tiere, sondern die Menschlein selber krank werden.
  4. zitierenOmbrage schreibt am 28.12.2008 um 11:39 Uhr:Gar nicht übel, das Gedankenspiel. *schmunzel* Ich werde darüber nachdenken...

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