indalo

30.12.2009 um 18:27 Uhr

Köttbullar

von: indalo

Ich bin da und es ist wunderbar. Schnee, Schnee, Schnee. Und Köttbullar fuer ganz doll guenstig. So gefällt mir das. Nur gibt es hier kein ue. Nur ä und ö, und å. Können wir also alle mal schön aaa sagen ;-)

Eine schöne Zeit uns allen!

29.12.2009 um 19:37 Uhr

Bis nächstes Jahr

von: indalo

Es ist soweit. Schon den ganzen Tag bin ich hibbelig. Ich hab sogar schon gepackt, und das nicht nur eine Stunde vor Abfahrt. Herrje, ich freu mich. Auch wenn es noch nicht ganz real ist. Das wird es wohl erst, wenn ich angekommen bin und auch alles geklappt hat. Ins Ausland reisen mit eigenen Verbindungen ist für mich nach wie vor ein Pokerspiel *gg* Ich geh zwar davon aus, dass es klappt, aber ich habe im Hinterkopf, dass ich mit Missgeschick umgehen könnte. Manchmal steh ich wohl doch auf Sicherheit.

Vor mir liegen ein paar entspannte Tage. Ich habe keine Ahnung, was mich alles erwarten wird, aber ein paar ruhige Dinge sind eingeplant. Und ich freu ich drauf. Es wird bestimmt eine schöne Zeit. Oh, was freu ich mich.

Kommt mir alle heil durch die Sylvesternacht. Sie ist nicht immer etwas besonderes, aber doch gefährlicher als andere Nächte. Bis nächstes Jahr *wink*

28.12.2009 um 15:14 Uhr

Meine Freunde, mein Leben, meine Familie

von: indalo

Seit Monaten schon bin ich begeistert von meinen Freunden. Dieses ganze Jahr über kann ich es nicht oft genug sagen. Doch auch früher schon war ich mir dessen bewusst. Und doch wirkt es intensiver, greifbarer, fühlender. Es ist so unglaublich schön, dass ich alle daran teilhaben lassen möchte, dass ich es immer und immer wieder sagen muss. Ich liebe meine Freunde. Sie sind mein Leben. Ja richtig, sie sind mein Leben, nicht nur ein Teil meines Lebens.

So habe ich den gestrigen Tag mit Freunden verbracht. Kleine Feier, große Sache. Die Vertrautheit, das Wohlgefühl, das Vertrauen, die Nähe, das Lachen, die Liebe. Es ist. Es ist einfach. Da kam ich ein paar Stunden früher an und ich fühlte mich zu Hause. Ich wurde begrüßt mit den Worten „Fühl dich wie zu Hause“, und es war keine Phrase. Er meinte es ernst, und ich brauchte nicht einmal mehr die Aufforderung, ich fühlte mich schon wie zu Hause. Ich bewege mich frei und entspannt, fühle mich gelassen, und: geliebt. Es ist schön. Und als die Eltern auftauchten begrüßten sie mich überrascht aber erfreut, für sie gehöre ich dazu. Sie wundern sich nicht über meine Anwesenheit, als wäre es das normalste der Welt. Das ist schön, das ist rührend. Ja, die eine Frau Mutter überreichte mir dann auch ein Geschenk. Selbstgebackene Kekse, nur für mich. Weil sie mich gern hat. Eine wunderbare Frau, eine wunderbare Familie. Diese Familie ist Familie. Sie ist das, was ich unter Familie verstehen würde, wie ich sie beschreiben würde, wie ich sie mir vorstellen und wünschen würde. Sie ist nicht perfekt, ohne Frage, aber sie ist liebevoll und fürsorglich. Es ist Familie.

Und so sehe ich meine Freunde. Sie sind nicht nur mein Leben, sie sind meine Familie. Ich fühle mich sicher, ich fühle mich aufgehoben. Sie sind mein Sicherheitsnetz, ob nun emotional oder finanziell. Nicht, dass ich es je getestet oder gebräucht hätte, aber ich glaube, dass selbst wenn ich eines Tages in finanziellen Nöten stecken würde, sie mich aufnehmen würden. Ich vertraue darauf. Oft hört Freundschaft bei Geld auf, oft scheitern Freundschaften an finanziellen Dingen. Doch schon vor Jahren hab ich immer gedacht, dass ich nie dazu kommen würde, dass ich auf der Straße leben würde. Man hat doch Freunde, oder nicht? Heute weiß ich, heute fühle ich, dass ich solche Freunde habe. Sie wären für mich da. Sicherlich würde das voraussetzen, dass nicht meine Faulheit der Grund für die Nöte wären, oder sonstige Fehler meinerseits, bzw. sollte man dennoch bemüht sein, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Aber es ist einfach schön zu wissen, dass man nicht verhungern würde. Dass man nicht unter einer Brücke schlafen müsste und willkommen ist. Deswegen sind meine Freunde meine Familie. Und mein Leben.

26.12.2009 um 08:15 Uhr

Freunde sind was tolles

von: indalo

Freunde sind was tolles. Was ganz tolles. Insbesondere, wenn sie sich nach Monaten melden und an einen denken. Wenn sie auf eine einfache Email mit nem Anruf reagieren. Nem Anruf von ganz weit weg.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig nervös war, als ich ans Telefon ging. Ich muss gestehen, dass ich ein wenig unruhig war, weil ich fürchtete, der Redefluss würde nicht sofort funktionieren nach all der Zeit. Denn... wenn ich mich nicht irre, haben wir uns das erste Mal in diesem Jahr gehört. Zumindest kommt es mir so vor. Das ist sicher. Doch was ein Schmarrn. Es ging sofort richtig los, trotzdem schlechter Verbindung. Es funktionierte, es fühlte sich gut an. Ich würde sie wirklich gerne wiedersehen.

25.12.2009 um 21:31 Uhr

Bedauernde Gedanken

von: indalo

Weihnachten fast vorbei, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas hinter mich bringen musste. Es waren einfach schöne entspannte Tage. Zumindest bis jetzt. Doch ich glaube nicht, dass der Ausklang dieser Tage irgendwie negativ wird.

Ich muss sagen, ich hatte schöne Weihnachten. Oder schöne Tage. Auch wenn das schlechte Gewissen zwecks Lernen mich ständig heimsuchte. Durchgängig im Grunde. Nunja. Doch heute kam noch ein anderes Gefühl auf. Kein schlechtes Gewissen, denn ich bereue nicht, was ich getan habe. Aber... bedauern. Ja doch, ich bedaure, dass meine Mutter sich erst im Stande sieht, sich zu Weihnachten zu melden, wenn sie meine Weihnachtspost in den Händen hält. Ich bedaure, dass es nicht möglich ist, ein paar vernünftige Tage zu verbringen. Es tut mir nicht Leid für mich, ich kann gut damit leben, wie es ist. Doch es tut mir Leid für sie. Denn es scheint, dass ihr doch einiges an diesen Tagen gelegen ist, auch wenn sie nicht im Stande ist, sie schön zu gestalten. Und das bedaure ich, denn ich weiß, dass ich einen Großteil der Verantwortung für ihr diesjähriges Weihnachten trage.

Seit einem halben Jahr ist meine Mutter verändert. Sie ist ruhig, sie übt keinen Druck aus, sie zetert nicht rum. Ihre Anwesenheit ist nach wie vor anstrengend, doch erträglich, denn ich sorge dafür, dass sie immer sehr begrenzt ist. Und damit geht sie tapfer um. Ich möchte meiner Mutter gerade ständig das Adjektiv tapfer zuordnen. Doch ich finde es erschreckend, meine Mutter tapfer nennen zu müssen, denn das bedeutet ja, ich mute ihr einiges zu. Vermutlich tue ich das. Doch ich sehe keinen anderen Weg, keine Möglichkeit, wie wir was besseres aus der Situation machen können. Das ist schade. Und sie kämpft schon jetzt um das nächste Weihnachten. Testet schon jetzt an, ob ich sie dann besuchen werde. Versucht herauszufinden, wie es mir erging. Gut, kann ich nur sagen. Blendend. Besser als es je in ihrer Gegenwart möglich gewesen wäre. Doch hoffentlich vielleicht irgendwann wieder möglich ist. Denn noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Womöglich nie.

24.12.2009 um 17:19 Uhr

You know I haven't forgotten about you

von: indalo

Me neither, but I’ve tried hard.

23.12.2009 um 22:52 Uhr

Kindheitserinnerungen

von: indalo

Kindheitserinnerungen. Vor ner Woche stolperte ich im Internet über eine Sammlung von DVDs. Filme meiner Kindheit. Lange ist es her. Einige Tage sprang es mir durch den Kopf, dann bestellte ich einfach. Endlich. Ja, ich bestellte diese Sammlung von Filmen. Und heute kam sie an. Mein Weihnachtsgeschenk an mich. Für die vielen Dinge, die ich in den letzten Wochen geschafft habe. Oh ja.

Und als ich heut einen dieser Filme sah, stellte ich fest, wie unterschiedlich die Wahrnehmung eines Kindes ist. Oder eher von mir als Kind. Damals wirkte dieser Film lang, gefüllt von Details, und auf einmal war’s vorbei. Heute ging’s schneller als je zuvor. Und ich habe diesen Film schon oft gesehen, das kann ich euch verraten. Deswegen ist es auch ein Teil meiner Kindheit. Dank an mich für dieses Geschenk *gg*

22.12.2009 um 22:17 Uhr

Mein Schneemann

von: indalo

Ich liebe Schnee. Sehr sogar. Ich liebe Schneelandschaften, die so unberührt wirken. Oder einzelne Fußtapsen im Schnee. Als wäre nie zuvor jemand diesen Weg gegangen, der vor einem liegt, als hätte niemand die Ruhe dieses Ortes zerstört. So in der freien Natur. Auch in der Stadt taucht dieses Gefühl auf. Ich finde eine Stadt wirkt ruhiger, wenn die Dächer weiß sind. Sie wirkt heller, oder ist es womöglich auch.

Seit ein paar Tagen genieße ich den Schnee auf meinem Balkon. Es wurde mehr und mehr. Er blieb nicht nur liegen, er häufte sich. Zentimeter um Zentimeter. Eine wahre Pracht. Ich bewunderte sie lieber, als barfuss drüber zu laufen. Doch jetzt, da ich bemerkte, dass der Schnee vom Geländer getaut ist, fürchte ich, bleibt der Schnee nicht allzu lange liegen. Und so beschloss ich vor fünf Minuten, die Unberührtheit zu zerstören. Ich baute auf dem Weg zwischen Bad und Bett einen Schneemann. Meinen Schneemann. Nun hab ich eiskalte Finger, die nur so über die Tastatur fliegen. Spüren tu ich sie kaum. Doch das stört mich nicht, das ist Winter. Das ist Kindheit. Das ist wahres Leben.

21.12.2009 um 10:41 Uhr

Mein Weihnachtsgeschenk

von: indalo

Oh wie toll. Mein Weihnachtsgeschenk ist da. Das Weihnachtsgeschenk der etwas anderen Art *lach*

Erst bekam ich gestern nach nunmehr sieben oder acht Wochen endlich die Bestätigung, zu einer der endlosen Klausuren zugelassen zu sein, und heute dann die Aussage, meine letzten beiden Arbeiten würden akzeptiert werden. Sind akzeptiert worden. Nach so kurzer Zeit hätte ich nicht mit einer Reaktion gerechnet. Doch die Frau mag mich. Anscheinend mehr als mir bewusst ist. Wieso auch immer. Vielleicht sieht sie sich selbst in mir? Wäre das eine Erklärung? Denn Differenzen haben wir zur Genüge. Und enttäuscht habe ich sie auch. Trotzdem, noch am selben Tag der Enttäuschung gibt sie mir ihren letzten Rocher. Einfach so, mit einem Lächeln. Faszinierend. Einfach faszinierend. Und mich macht das gerade unglaublich glücklich. Diese Botschaft, den Schein zu bekommen. Nicht schon wieder irgendwas überarbeiten zu müssen, mal nicht so hart kämpfen zu müssen. Das ist schön. Nun kann ich meine Energie für die anderen Kämpfe bündeln. Denn noch stehen mir welche bevor, zwei oder drei. Sicher ist das noch nicht. Ein großer auf jeden Fall. Doch ich habe vor, als Sieger den Raum zu verlassen. Hoch erhobenen Hauptes.


es ist ja bald Weihnachten und Sie sollen ja auch mal zur Ruhe kommen...und die Praxis ist ja gut bei Ihnen, nur die Theorie ist nicht Ihr Ding...aber man kann trotzdem eine gute Lehrerin werden

Also, im Referendariat gibt es noch so manche Chance, zu üben....und die Leute wollen es dann auch wieder anders haben.....

Nun also wünsche ich ein ruhiges Fest, atmen Sie noch mal durch, das nächste Jahr wird hart!!!

Alles drei wichtige Erkenntnisse, die manch einem fehlen. Zumindest die ersten beiden zählen dazu. Drittens ist ja eher eine Feststellung, ein persönliches Ding. Wobei es für alle hart werden wird. Wie auch immer, für diese drei Sätze mag ich sie besonders. Auch für die Hilfestellungen, die sie mir dennoch gegeben hat. Für die Hinweise, und einfach für dieses Geschenk. Dieses Weihnachtsgeschenk.

20.12.2009 um 22:02 Uhr

Mit Urlaub beginnen

von: indalo

Nun ist das Wochenende wirklich vorbei. Dabei fühlte es sich gestern schon so an. Nunja. Geschafft habe ich nicht fühl, oder zumindest kommt es mir so vor. Diese freie Zeit wird anstrengend. Zu viel, dass ich machen sollte, zu wenig Elan. Ich möchte eigentlich nur noch in Urlaub fahren.

Notiz fürs nächste Leben: Den Urlaub immer zu Beginn der freien Zeit legen.

18.12.2009 um 22:12 Uhr

Frauen des Semesters

von: indalo

So, meine zwei Tage Urlaub sollten um sein. Ab morgen sollte ich etwas tun. Und Urlaub? Ha, was ist das? Denn in diesen zwei Tagen Urlaub versteckten sich zwei Tage Uni. Volle Tage Uni. Und doch war es wie Urlaub. Denn... ich kam nach Hause und tat nichts mehr. Zumindest nicht das, was ich sollte. Ich lehnte mich zurück und guckte einen Film, spielte ein Spiel und guckte weiter meine Serie. Einfach weil mir danach war. Weil ich es mir verdient habe. Auch wenn ich durch diese Prüfung gefallen bin, auch wenn das die wichtigste Prüfung des Semester ist. Trotzdem habe ich es mir verdient. Denn ich habe hart gearbeitet die letzten Wochen. Ab und zu muss man sich was gönnen. Und ich gönn mir gerade nicht nur freie Zeit, sondern auch Dinge. Das tut gut :-)

Was gibt es noch zu sagen? Die Woche ist beendet. Einfach so. Dagegen kann man bekanntlich nichts tun. Doch vielerlei Gedanken begleiten mich immer noch. So gibt es da ein weibliches Wesen in einem meiner Seminare. Ihre Art mich zu beobachten, mich anzugucken, mit mir zu reden... die ist anders. Sie provoziert mich gerne, provoziert Komplimente, provoziert es, dass ich nette Dinge sage. Doch ich lasse mich nicht darauf ein. Sie macht weiter, beginnt mit Einladungen. Würden die Fakten nicht dagegen sprechen, würde ich behaupten, sie wäre an mir interessiert. Nicht, dass ich eingebildet wäre, aber ich glaube schon zu merken, wenn jemand Interesse zeigt. Zumindest hat mich noch keiner damit überfallen, dass er’s schon länger probiert hätte und ich nur nichts mitbekommen habe. Doch vermutlich weiß sie gar nicht, dass sie interessiert sein könnte. Wieso auch.

Das also zu meinen Nebenbeigedanken. Dann gibt es noch die ganz offensichtlichen. Diese Frau. Diese eine Frau. Die ist toll. Ich bewundere sie, ich respektiere sie, ich liebe sie. Und ich glaube sie hegt einen Großteil dieser Gefühle auch für mich. Wie sie mich anguckt, wie sie mich beobachtet, mitten in der Stunde. Jede Bewegung die ich mache, jeder verzogene Muskel meines Gesichts wird von ihr bemerkt, oftmals auch kommentiert. Sie gibt viel auf meine Meinung, auf mein Interesse und mein wortloses Feedback. Ein schönes Gefühl. Ein sehr schönes Gefühl.

Ähnliches erlebe ich bei einer anderen Frau. Doch nur ähnlich. Sie reagiert auch auf jede Regung meinerseits, will, dass ich verstehe, was sie zu erklären versucht. Sie legt Wert auf das, was ich denke, auf das, was in mir vorgeht. Doch das Gefühl ist ein anderes. Bei ihr wirkt es... beruflicher. Das hat sicherlich einerseits damit zu tun, dass wir uns bei weitem nicht so lange kennen wie die Frau des Absatzes hier drüber und ich, doch andererseits hat es auch mit der Persönlichkeit zu tun. Zwischen uns stimmt die Chemie nicht, sie ist einfach nicht so ein persönlicher Mensch. Doch nichtsdestotrotz schätze ich diese Beziehung. Auch sie gibt mir ein gutes Gefühl. Denn es ist immer schön, ernst genommen zu werden.

Genauso bin ich unheimlich stolz darauf, die Meinung einer Dozentin geändert zu haben. Das gehört wohl mit zu den größten Erfolgen dieses Semesters. Ihre Skepsis war nicht zu übersehen, jede Woche spürte ich ihr Misstrauen. Ich kann nicht in Worte fassen, was da für eine Spannung herrschte, doch sie knisterte so sehr, dass andere sie noch besser wahrnahmen als ich selbst. Das Knistern ist nicht fort, doch es hat sich auf eine andere Ebene verschoben. Es ist positives Knistern, und das bringt mich dazu, dass ich fast jede Woche mit einem Lächeln den Raum verlasse. Ich fühle mich gut, denn mein Werk ist getan. Sie, deren Meinung ich in bestimmten Punkten schätze und respektiere, hat jetzt ein echteres Bild von mir als zuvor. Ich war erfolgreich.

17.12.2009 um 19:09 Uhr

Ich freu mich drauf

von: indalo

Auch wenn ein ganzes Semester voller Prüfungen für manch einen beängstigend wirkt, so freu ich mich drauf. Ja doch, ich freu mich darauf, nur eine Sache zu machen. Nur eins nach dem anderen abzuhaken, mir nicht zu denken, dass ich lieber dieses oder jenes machen sollte. Nicht mehr selbst priorisieren zu müssen, sondern schlichtweg einen Plan zu bekommen, der vorschreibt, wann ich was zu machen habe. Endlich mal nicht alles ganz allein machen, sondern mich diesem System hingeben – auch wenn ich es nicht gut heiße. Manchmal ist es einfach schön, ein wenig Entscheidung und somit Verantwortung abzugeben. Ja doch, ich freu mich drauf :-)

16.12.2009 um 19:27 Uhr

Stadt - Land

von: indalo

Keine Zeit zum Freuen. Montag hätte ich mich gefreut. Hätte es geklappt, ich hätte mich gefreut. Da bin ich mir sicher. Da war ich auf der Überholspur. Doch jetzt? Jetzt dümpel ich wieder vor mich hin, versuche einen Tag nach dem anderen hinter mich zu bringen und das alles nur um irgendwann festzustellen, dass schon wieder ein Jahr um ist. Doch irgendwann bedeutet „ein Jahr um“, dass ich fertig bin. Und darauf warte ich immer noch sehnsüchtigst.

Ich weiß, ich muss verrückt sein. Doch in vielen Dingen bin ich abergläubig. Öfter mal, viel öfter als ich zugeben würde. Und so saß ich gestern bei einem Vortrag und es fielen zwei Gegenden in einem Satz. Einmal diese meine Heimat und als zweites das Land, wohin ich reisen möchte. Interessant. Auf der ganzen Welt gibt es unglaublich viele Länder, doch genau dieses Land wurde erwähnt. Es gab keinen Zusammenhang, es hätte jedes andere sein können. Sicherlich gibt es Länder, die öfter in die Münder von Deutschen genommen werden als andere, und doch gab es keinen Anlass dazu, dieses Land zu nehmen. Und doch tat sie es. Und so saß ich da, und fühlte mich verbunden zwischen dieser meiner Stadt und jenem Land. Als würden sie zusammen gehören. Als würde es feststehen, dass ich gehen würde. Und das fühlte sich gut an.

15.12.2009 um 19:15 Uhr

Die Nichtzulassung ist da :-)

von: indalo

Mehrere Titel geisterten mir eben noch durch den Kopf. Jetzt sind es zwei Themen. Waren es zwei Themen. Das erste wurde überlagert, das zweite ist präsent. „Wieso tut man sich das an?“ ist die Frage, die mir gerade kontinuierlich durch den Kopf springt. Doch darüber möchte ich eigentlich nicht schreiben. Denn eigentlich geht es mir um das erste Thema. Das gehörte eher zum heutigen Tag.

Heute habe ich meine zweite Leistung diese Woche erbracht. Ob ich sie wirklich erbracht habe, steht noch nicht fest. Aber ich habe versucht, sie zu erbringen. Mehr als versuchen kann man’s ja nicht, ne?
Es war interessant, den Verlauf der Fragen zu beobachten. Es ist als würde Frau Prüferin wollen, dass ich bestehe. Und ja, das sagt auch mein Gefühl, sie will, dass ich bestehe. Ich kann zwar nicht sagen, dass sie mich mag, aber ich glaube, sie hat eine gute Portion Respekt für mich. Und vielleicht auch für manche meiner Ansichten. Auch wenn sie sie nicht teilt. Was soll’s. Ob ich nun bestanden habe oder nicht, das werde ich bald erfahren. Vielleicht schon morgen, wer weiß. Doch das ändert nichts an mir, an meinem Können. An meinem theoretischen Wissen ändert es auch nichts, jedenfalls nicht direkt. Es wäre nur der Beweis, dass es nicht existent ist. Ich brauche keine Theorien. Wozu? Ich handle.
Learning by doing. So bin ich, so war ich, und das wird auch immer meine Philosophie sein. Wieso soll ich also die ganze Theorie auswendig lernen, wenn so offensichtlich ist, dass ich die Praxis beherrsche? Wenn sichtbar geworden ist, dass ich die Theorie anwenden kann, selbst wenn ich sie nicht beim Namen nenne? Ich finde das bescheuert.

So, das war ein Gedanke des Tages. Der zweite: Meine „Nichtzulassung“ ist heute gekommen *smile* Heute lag der Brief im Kasten, der mir mitteilt, dass ich nicht zugelassen bin. Halleluja. Und meine Güte, wie bescheuert ist das, sich über so etwas zu freuen. Denn ja, ich freu mich wirklich. Jetzt nicht so übermäßig, denn Skepsis bleibt, aber dennoch freue ich mich. Denn... hier passt’s mal wieder wunderbar: Nicht alle Dinge sind, was sie scheinen. Und dies scheint eine schlechte Neuigkeit zu sein, jeder normale Mensch würde das so sehen. Doch ich sehe etwas anderes darin. Ich sehe darin die positive Nachricht, dass ich meine sechzig-Seiten-Arbeit wohl bestanden habe. Denn in keinem Wort ist erwähnt, dass ich sie nicht bestanden habe. Und darauf konzentriere ich mich. Nichtzulassung hin oder her, man muss immer das positive sehen. Außerdem ist in dieser Hinsicht noch nicht das letzte Wort gesprochen.

14.12.2009 um 16:49 Uhr

Egodämpfer?

von: indalo

Ich mag mein Ego. Ich find’s irgendwie ganz passend. Weder zu groß noch zu klein. Doch irgendwie scheint es gewachsen zu sein. Zumindest über meinen Kopf. Denn auch wenn ich selbst heute morgen noch der Ansicht war, ich würde bestehen, also nicht nur glaubte, dass ich eine Chance hätte, sondern wirklich zuversichtlich war, dann lag ich wohl falsch. Denn irgendwie schien ich nicht einmal einen Hauch von einer Chance zu haben. Nach zwanzig Minuten bat er um Beratungszeit. Da war klar, dass er schon entschieden hatte.

Schön ist das nicht. Gewiss nicht. Ich find’s im Grunde auch ziemlich scheiße. Für manches könnte ich ihn verantwortlich machen, für anderes mich. Doch ändern tut nichts von dem das Resultat. Das negative Resultat. Doch das schönste Ereignis des Tages war, dass ich diesen Raum verließ und auf dem Weg zur nächsten Veranstaltung nur denken konnte „Er kann mir diesen Schein nehmen, er kann mir die Chance nehmen, nächstes Jahr meinen Abschluss zu machen, aber er kann mir nicht das nehmen, was ich an diesem Wochenende gelernt habe. Und das ist verdammt viel. Es ist nicht unbedingt wertvoll, denn wozu sollte ich das je brauchen? Aber es ist viel. Denn ich habe das Konzept verstanden, ich habe so viel von diesem Stoff verstanden, wie ich es in zwei Tagen nicht für möglich gehalten hätte. Das sieht er nicht, natürlich nicht. Es ist auch nicht seine Aufgabe es zu sehen. Doch ich sehe es, und ich lass es mir nicht nehmen.
Möge morgen besser verlaufen.

13.12.2009 um 18:39 Uhr

Ich fühle mich bereit

von: indalo

Es ist bemerkenswert. Nun habe ich wirklich zwei geschlagene Tage und davor ein paar einzelne Stunde mit diesem Skript verbracht. Und... so erstaunlich und zugleich erschreckend das auch ist: Ich verstehe manche Dinge. Sie ergeben Sinn. Es wirkt, als gäbe es eine Struktur. Unglaublich, ich sehe sie. Ich verstehe sie. Ich kann sie nur noch nicht auswendig...

Und hier besteht auch das größte Problem. Ich sehe keinen Sinn darin, all diese Formeln auswendig zu können. Wozu, wenn ich’s doch alles nachschlagen kann? Ist es nicht besser, den Sinn dahinter zu verstehen? Zu begreifen, worum es geht? Was soll’s, darüber möchte ich mich heute nicht mehr ärgern. Ich möchte mich freuen, denn es ist unfassbar schön, etwas zu verstehen. Das Gefühl zu haben, nicht auf Grund von Unfähigkeit kapitulieren zu müssen.

Wenn... und ja, ich sage wenn, nicht falls. Also wenn ich das morgen hinbekomme, wenn ich morgen bestehe, dann bin ich bereit für das, was mir bevorsteht. Wenn das, was ich die letzten zwei Tage fabriziert habe, richtig und gut wahr, dann bin ich wirklich bereit. Dann kann das neue Jahr kommen und ich kann mich frohen Mutes auf das halbe Jahr freuen. Und sogar richtig freuen, denn das Wochenende fühlte sich nicht schlecht an. Im Gegenteil, es fühlte sich gut an. Ich hab gearbeitet, ich hab rumgewuselt, ich hab mich in kurzen Phasen entspannt. Im Grunde ein schönes Wochenende :-) Möge es morgen belohnt werden.

12.12.2009 um 22:12 Uhr

Weihnachtsmarkt

von: indalo

Heute war ich auf dem Weihnachtsmarkt. Genau eine Stunde lang. Hätte ja nicht gedacht, dass das noch was wird in diesem Jahr. Aber nachdem ich heute ganz fleißig war und das gesamte Skript einmal durchgearbeitet habe, sodass ich es jetzt nur noch zusammenschreiben und bis morgen Abend auswendig können muss, dachte ich mir, ein kleiner Spaziergang kann nicht schaden. Und durch meine wunderbare Wohnlage dauert es keine fünf Minuten, bis ich einen der vielen Eingänge passiere.

Weihnachtsmärkte haben für mich wenig Charme. Überhaupt hat Weihnachten keinen Reiz für mich. Meine Wohnung ist nicht geschmückt, außer mit einer selbstgebastelten Weihnachtspalme, die mir eine liebe Freundin Ende November überreichte. Ansonsten – und offengestanden auch damit – ist in meiner Wohnung nicht zu erkennen, was da draußen los ist. Ich lebe wirklich in meiner eigenen kleinen Welt, ganz unabhängig von dem, was um mich herum los ist.

11.12.2009 um 21:06 Uhr

Er ist sooo glücklich

von: indalo

Er ist so glücklich, ich hab Tränen in den Augen. Ihn reden zu hören, von ihr erzählen zu hören. Kleine Geschichten, kleine Anekdoten. Seine Aussage, dass es jetzt offiziell ist. Oh, wie fröhlich er klingt, wenn er keine Sorgen mehr hat. Alle wissen Bescheid, auch die kritischen Fälle. Also nicht alle, aber eben alle bei denen er Angst hatte. Berechtigte Angst. Wie auch immer... es ist offiziell und ihm ist ein Stein vom Herzen gefallen. Er ist glücklich. So richtig glücklich.

Und wie ich ihm so lausche stelle ich fest... so kenne ich meinen Vater nicht. Ich kenne meinen Vater nicht glücklich. Ist das traurig... und doch auch so schön. So schön, das endlich zu erleben. Nach all den Jahren. Nach all der Zeit. Ich bin so tief gerührt, das hätte ich mir vorher nicht erträumt. Ich spüre das Glück in seinen Worten. Die Liebe, wär noch zu viel gesagt. Ich möchte dem nicht mehr Bedeutung, mehr Druck auferlegen durch solche Worte. Ich möchte mich einfach nur freuen. Weil er so glücklich klingt. Und deren neckisches Miteinander, von dem er mir einfach so erzählt. Das ist so unglaublich schön *schnief*

Was man nicht kennt, vermisst man nicht. Und doch weiß ich jetzt, was mir all die Jahre gefehlt hat. Was ihm all die Jahre gefehlt hat.


...wie sehr wünsche ich meiner Mutter, dass sie das auch erleben dürfte.

09.12.2009 um 16:03 Uhr

Das Normalste der Welt

von: indalo

Es ist das Normalste der Welt. Für mich. Es ist das, was ich will, das, was ich kann. Vor drei Monaten bekam ich die Bestätigung, vor drei Monaten bestätigte ich es mir selbst. Ich hatte mir selbst bewiesen, dass es richtig ist. Damals... wie lang ist das her. Und heute, ja heute, da wurde es mir noch einmal bestätigt. Von außen. Von jemandem, der mir sehr kritisch gegenübersteht, oder stand.

Ich ging hin, machte das, was ich für richtig hielt. Wurde noch vor Beginn ausm Konzept gebracht, denn ja doch, das schaffen die Erwachsenen immer wieder. Mich aus dem Konzept bringen. Denn sie gehören nicht in das Konzept, jedenfalls nicht im Normalfall. Und so blendete ich sie auch aus, so gut es ging. Und es ging sehr gut. Bis auf die Momente, in denen sie wild mit den Armen fuchtelten *gg* Was soll’s, ich nehm’s mit Humor.

Es ist das Normalste der Welt, das Schönste der Welt. Wobei das hier nicht als einziger Superlativ gemeint ist, sondern als eine der schönsten Dinge in meinem Leben. Ich habe – auch wenn noch so viele an mir zweifeln mögen – den richtigen Beruf gewählt. Ich werde ein glückliches Leben haben, ich werde das tun können, was mir etwas bedeutet. Und nur das zählt. Denn ich folge dem weisen Hinweis eines Lehrers, der sagte: „Werde glücklich.“ Ja, das werde ich.

“Wie sie dastehen, wie sie auftreten, wie sie mit den Kindern umgehen, das könnt nicht besser sein.“

08.12.2009 um 20:53 Uhr

Einfach nur so tun

von: indalo

Ich will gerade cool sein. Doch irgendwie gelingt mir das nicht. Wenn ich drüber nachdenke, bzw. dass ich darüber nachdenke, bringt mich zu dem Schluss, dass es immer noch etwas besonderes ist. Dass... ich doch irgendwie nervös bin. Doch leider aus den falschen Gründen. Es geht mir nicht um die Kinder, ich habe nicht die Befürchtung, da etwas falsch zu machen. Es geht mir um die Erwachsenen. Ihnen gerecht werden ist das, was ich die ganze Zeit fürchte. Welch ein Schmarrn. Und so folge ich weiter dem Weg, der mit „Tu nur so, dann wird’s auch so“ beschildert ist. Einfach so tun, als würde es mich nicht beschäftigen, einfach so tun, als wäre es das Normalste der Welt. Einfach nur so tun...