Mit dem Kopf voran

21.12.2007 um 19:53 Uhr

Ökonet?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Warum glaubt eigentlich jeder mit dem Umstieg auf Ökostrom eine besonders heroische Tat zu leisten? Etwa dieser Berliner Webhosting-Anbieter, der offenbar als Reaktion auf diesen ganzen Klimafrevler-Rummel um das Internet glaubt mit Selbstkasteiung in Form von Ökostrom reagieren zu müssen. So eine Art ökokosmetische Operation als Reaktion auf den quasireligiösen Glauben an das Gute in der Naturenergie. Da stört es auch nicht, dass wir seit Monaten über den schädlichen Ökorucksack der Bioenergie informiert werden, dass weltweit die Lebensmittelpreise so schnell steigen wie unser Bioenergiehunger oder uns überall über die hohen direkten und indirekten Kosten der Wind- und anderer sogenannter regenerativer Energien informieren können, die nichts anderes repräsentieren als hohe Ressourcenverbräuche bei der Produktion. Dem halbgebildeten Durchschnittsbürger reicht es inzwischen schon aus, dass erneuerbare Energieträger scheinbar weniger Kohlendioxid produzieren und schon werden sämtliche andere Kriterien, die normalerweise zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Produktion und Konsum herangezogen werden, über Bord geworfen. Wir haben es uns in dieser naiven, monokausalen Welt schön eingerichtet, wundern uns das diejenigen, die in Wirtschaft und Politik von unserem Wohlwollen abhängen, sich damit arrangieren und regen uns dann wieder auf, dass all das nicht kostenlos ist. Wem das Ganze auch komisch vorkommt, den lade ich schon jetzt zu der passenden Veranstaltung Ende Januar ins IUF in Berlin ein.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenFlorian schreibt am 22.12.2007 um 00:22 Uhr:"Ökostrom" ist der perfekte Marketing-Gag.
    Hinter den Kulissen läuft lediglich ein buchhalterischer Vorgang ab, an der physischen Realität ändert sich nicht.

    E.on produziert (sagen wir mal) 10% seines Stroms aus Wasserkraft.
    Wenn nun (sagen wir mal) 7% der Kunden "Ökostrom" bestellen, dann wird einfach so getan, als sei die von diesen verbrauchte Energie mit Wasserkraft erzeugt worden. Der einzelnen Energieeninheit, die aus der Steckdose kommt, sieht man es nämlich nicht an, wie sie erzeugt wurde (oder genauer: eine Zurordnung eines Verbrauchers zu einem bestimmten Kraftwerk ist in einem Verbundnetz grundsätzlich nicht möglich).
    Für die restlichen 93% der Kunden bleibt dann halt weniger (rechnerischer) Ökostrom übrig.

    Nutzen für die Umwelt: 0
    Nutzen für das eigene Gewissen: hoch
  2. zitierensteffenh schreibt am 22.12.2007 um 11:42 Uhr:Das ist nur die folgerichtige Reaktion der Unternehmen auf eine verfehlte Subvention und damit der Versuch, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Man sucht sich halt Kunden mit einer hohen Zahlungsbereitschaft und macht ihnen vor etwas ganz besonderes anzubieten. Das Problem ist und bleibt die Subventionierung über EEG & Co. und die Bevölkerung, die einen derartigen ökonomischen und ökologischen Unsinn auch noch unterstützt.
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