Selektive Argumentation
Wie man mit der gezielten Auswahl von Ergebnissen einzelner wissenschaftlicher Studien eine gewünschte These eindrucksvoll untermauert, zeigt auf sehr anschauliche Art der gestrige Beitrag "Abgas, stimulierend wie Bergluft" im Berliner Tagesspiegel. Dort werden die dramatischen Folgen eines mit einer erhöhten Konzentration von Kohlendioxid verbundenen Wachstumsschubs schädlicher Pflanzen und Insekten beschworen.
Kein Wort wird aber darüber verloren, dass man genauso gut eine Reihe anderer Studien zitieren könnte, die zu einem entgegengesetzen Ergebnis kommen. So findet sich etwa auf der Webseite www.co2science.org eine Zusammenfassung von Studien, die eine hemmende Wirkung erhöhter Kohlendioxidkonzentrationen auf pflanzenfressende Insekten belegen. Dass mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre und ein wärmeres Klima auch das Wachstum von Nutzpflanzen anregt, ist ebenfalls seit langem bekannt.
Im Übrigen treten die geschilderten Wirkungen nicht, wie im Text beschrieben, schon bei in wenigen Jahren zu erwartenden Kohlendioxidkonzentrationen auf, sondern erst bei gegenüber dem heutigen Niveau um 50 Prozent erhöhten Konzentrationen. Gegenwärtig liegt die globale Kohlendioxidkonzentration bei rund 380 ppm. Das entspräche also knapp 570 ppm, einer Kohlendioxidkonzentration, die selbst bei den (eher unwahrscheinlichen) Szenarien des IPCC mit besonders hohem Emissionswachstum frühestens um die Mitte dieses Jahrhunderts erreicht werden dürfte.
Kein Wort wird aber darüber verloren, dass man genauso gut eine Reihe anderer Studien zitieren könnte, die zu einem entgegengesetzen Ergebnis kommen. So findet sich etwa auf der Webseite www.co2science.org eine Zusammenfassung von Studien, die eine hemmende Wirkung erhöhter Kohlendioxidkonzentrationen auf pflanzenfressende Insekten belegen. Dass mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre und ein wärmeres Klima auch das Wachstum von Nutzpflanzen anregt, ist ebenfalls seit langem bekannt.
Im Übrigen treten die geschilderten Wirkungen nicht, wie im Text beschrieben, schon bei in wenigen Jahren zu erwartenden Kohlendioxidkonzentrationen auf, sondern erst bei gegenüber dem heutigen Niveau um 50 Prozent erhöhten Konzentrationen. Gegenwärtig liegt die globale Kohlendioxidkonzentration bei rund 380 ppm. Das entspräche also knapp 570 ppm, einer Kohlendioxidkonzentration, die selbst bei den (eher unwahrscheinlichen) Szenarien des IPCC mit besonders hohem Emissionswachstum frühestens um die Mitte dieses Jahrhunderts erreicht werden dürfte.
