la vie sauvage
Manchmal fehlt es mir. Das wilde Leben. Eine Schachtel Zigaretten. Eine Zugfahrt nach Heidelberg. Einmal an das andere Ende von Deutschland und zurück. Der Sommer mit Steppenwolf, Narziß und Goldmund.
Der Kopf voll mit schlimmen Gedanken, der Körper erschöpft und doch. Ich lebte in den Tag hinein, war froh, wenn ich diesen ohne Ausfälle überstand, ohne Ohrgeräusche und Brieföffner. Ich lebte und wollte lebendig bleiben. Ich hatte nicht viele gute Momente, aber die, die es wert waren, hatten sich gelohnt, durchtränkt von einer berauschenden Intensität, die Körper und Geist erfasste.
Der Kopf voll mit schlimmen Gedanken, der Körper erschöpft und doch. Ich lebte in den Tag hinein, war froh, wenn ich diesen ohne Ausfälle überstand, ohne Ohrgeräusche und Brieföffner. Ich lebte und wollte lebendig bleiben. Ich hatte nicht viele gute Momente, aber die, die es wert waren, hatten sich gelohnt, durchtränkt von einer berauschenden Intensität, die Körper und Geist erfasste.
Du hast mich heute daran erinnert, Barbiepuppe. Ich hatte Dich ewig nicht gesehen und heute stolzierte ich an Dir vorbei. Du hast mich fallen gelassen, nach diesem Sommer und ich würde nie wieder ein Wort mit Dir sprechen. Ich habe damals unsere Freundschaft beendet, weil Du eben Barbie warst, gedankenlos und ohne Empathie. Ich bereue es nicht.
Dein penetranter Blick verfolgte mich fast bis nach Draußen. Du hast nicht einmal gegrüßt.
Ich vermisse Dich nicht. Aber das Leben, die Zeit. Du warst nur ein minimaler Teil. Ich hätte nie gedacht, dass ich auch das (fast) Schlechte zu vermissen lerne, um die guten Momente, die es in sich trug.
