Er muss leicht sein, eine ausreichende Bildschirmdiagonale mitbringen, aber trotzdem handlich ausfallen, natürlich sollte eine ergonomische Tastatur dabei sein, der Akku muss einen ganzen Arbeitstag durchhalten und Office-Programme sollten möglichst ohne Verzögerung verwendbar sein, Spiele natürlich obendrein möglichst ruckelfrei dargestellt werden. Die Ansprüche an moderne Laptops sind hoch, ebenso wie die Preise mancher Modelle global bekannter Elektronikmarken. Doch muss es immer das High-End-Gerät von Apple sein? Vielleicht. Mitunter kann sich für Ihre Bedürfnisse aber auch ein anderes Modell eignen.

Mann hält Kaffeetasse in seinen Händen; davor Laptop, Smartphone und Büro-Utensilien
Zugang zur digitalen Erlebniswelt gewähren nur entsprechende Mediengeräte wie Laptops. Doch welcher Laptop passt zu Ihnen? | Foto: Rawpixel / Pixabay

Viele Namen – ein Gerät? Unterschiede zwischen Laptop, Notebook, Ultrabook und Co.

Wer online Notebook-Schnäppchen und -Angebote sucht oder sich auch im Elektronikgeschäft seiner Wahl nach preiswerten Modellen umschaut, aber nicht zur fachkundigen IT-Gesellschaft zählt, wird mitunter verwirrt sein, möchte er einen neuen Laptop für den Privatgebrauch erstehen.

Denn allein bei den zahlreichen unterschiedlichen Bezeichnungen kommt schnell Verwirrung auf, insbesondere auch, weil viele mittlerweile gängige Bezeichnungen für den mobilen Computer weder rechtlich geschützt sind, noch durch unabhängige Institute konkret definiert wurden. Was also ist nun ein Laptop? Und was ein Notebook?

  • Laptop / Notebook: Laptop und Notebook werden heutzutage synonym verwendet, wobei die Bezeichnung Notebook moderner, weil jünger ist. Noch vor einiger Zeit haben Hersteller die Bezeichnung Notebook für leichtere, schlankere und leistungsfähigere Laptop-Modelle gebraucht, um ihre Geräte von veralteten Modellen abzugrenzen. Heutzutage werden unhandliche Laptops aufgrund fortschreitender Technik aber gar nicht mehr produziert, weswegen eine Unterscheidung beider Begriffe obsolet geworden ist.
  • Netbook: Netbooks können ohne Zweifel als leichtere und technisch abgespeckte Variante eines Notebooks bezeichnet werden, gewissermaßen also als das, was vor einigen Jahren Notebooks im Vergleich zu Laptops waren. Moderne Netbooks besitzen meist einen vergleichsweise kleineren Display mit einer Größe von zehn bis elf Zoll, zudem ist das Netbook leistungsschwächer und oftmals ohne Laufwerk ausgestattet. Der Vorteil liegt hingegen bei der Akkulaufzeit, denn klar: Weniger und schwächere Technik sowie der kleinere Bildschirm erfordern auch weniger Energiezufuhr.
  • Ultrabook: Das Ultrabook ist prinzipiell keine eigene Geräteklasse unter den Laptops, sondern ein eingetragenes Warenzeichen des Unternehmens Intel. Ultrabooks gibt es seit 2011, als das neue Gerät von Intel auf der Computex eingeführt wurde. Ultrabooks besitzen im Regelfall einen Intel-Chip und sind trotz einer maximalen Dicke von 21 mm sowie einer Mindestakkulaufzeit von fünf Stunden extrem leistungsstark und somit auf alle Fälle in höherklassige, aber auch höherpreisige Notebook-Kategorien einzuordnen.
  • MacBook: Der Form halber soll auch das MacBook noch erwähnt werden. Wie wahrscheinlich jedem bekannt ist, handelt es sich hierbei um die Bezeichnung des bekannten Laptops des erfolgreichen Elektronikkonzerns Apple. Übrigens erfüllt das MacBook alle Anforderungen, um als Ultrabook bezeichnet werden zu können. Dies ist auch markenrechtliche Gründen offiziell aber nicht gestattet.

Das eine beste Notebook gibt es nicht – den besten Laptop für Sie persönlich aber schon!

Im Grunde ist es wie bei allen Konsumgütern: Am Ende entscheidet zum einen der individuelle Geschmack, zum anderen aber auch die persönlichen Bedürfnisse darüber, was am besten zu einem persönlich passt. Natürlich könnte über spezifische Benchmarking-Prozesse der beste Laptop bestimmt werden, doch wenn jemand ein Notebook für sein Studium sucht, das maximal 400 Euro kosten darf und lediglich einige Office-Anwendungen ausführen muss, dann ist für diese Person das 5.000-Euro-Notebook mit bestmöglicher technischer Ausstattung sicherlich nicht „das Beste“.

Soll heißen: Es kommt immer auf Ihre individuellen Anforderungen an. Weil Ihnen dieser Tipp sicherlich aber herzlich wenig bringt, sollen im Folgenden einige unübliche, aber dafür nicht unwichtige Kategorien genannt werden – mit Ausnahme der offensichtlichsten Kategorie: des Preises –, die beim Laptop-Kauf gerade von unerfahrenen Einsteigern bedacht werden sollten.

Kategorie Bildschirm: Auf die Größe kommt es an!

Dies gilt zumindest für den Kauf eines neuen Laptops. Welche Maße Ihr neues Gerät maximal mitbringen darf, müssen Sie natürlich selbst bestimmen. Interessant wird es aber bei der Bildschirmgröße. Auch hier ist die Auswahl von klein bis groß ziemlich riesig. Doch bedenken Sie: Sofern Sie vorhaben, längere Zeit am Laptop zu arbeiten, sollten Sie, um Ihre Augen zu schonen, eine Mindestgröße von 13 Zoll wählen – zumindest wenn Sie mobil bleiben möchten. Steht Ihr Notebook eher längere Zeit auf demselben Platz und ist die Transportfrage eine nebensächliche, kommen sogar Modelle mit einer Bildschirmgröße ab 17 Zoll infrage, sind im Sinne einer gesunden Sehstärke gar zu empfehlen.

Kategorie Leistung: Office-Gerät oder Medien-Alleskönner?

Fakt ist, dass neuere Notebooks im Grunde allesamt derartig leistungsstark sind, dass sie problemlos als herkömmliches Office-Gerät taugen, um die gängigen Anwendungen für Büro, Job, Studium oder Schule zu meistern. Selbst Filme und Musik werden die meisten Modelle problemlos und ruckelfrei wiedergeben können. Erst dann, wenn das Notebook darüber hinaus auch für anspruchsvollere Rechenprozesse genutzt werden soll, beispielsweise Gaming, wird ein genauerer Blick auf die Technik, wie zum Beispiel den Arbeitsspeicher oder die Grafikkarte, nötig sein.

Hier kommt es dann nicht nur auf guten Sound, eine ordentliche Bildqualität und eine ruckelfreie Wiedergabe an, sondern beispielsweise auch auf ordentlich Akku-Power, wenn mobil ohne Stromanschluss gezockt werden soll. Sich technisch auf dem neusten Stand befindende Gaming-Laptops sind in der Regel nicht für unter 800 Euro zu haben, wenn sie denn ihren Dienst ordentlich verrichten sollen.

Ebenfalls zu bedenken: Parallel zur rasanten Entwicklung der Spiele selbst muss sich auch die Spiele-Hardware entwickeln. Wer stets das neuste Game spielen möchte, wird sein Notebook regelmäßig aufrüsten müssen. Und dies kann teuer werden.

Kategorie Nutzung: Muss es denn ein Notebook sein?

Die erste mobile Alternative zum Notebook ist ohne Zweifel das Tablet. Klar, Tablets sind allesamt leistungsschwächer als Notebooks – Ausnahmen bestätigen die Regel –, dies muss aber kein Problem darstellen, wenn Sie vorab klären, wofür Sie das Endgerät eigentlich nutzen möchten.

Falls Sie das Gerät beispielsweise im Urlaub als mobilen TV zu verwenden beabsichtigen, um Serien oder Filme zu streamen, und zugleich einen digitalen Speicherplatz für Ihre Urlaubsschnappschüsse suchen, ist ein Tablet sicherlich eher zu empfehlen als ein noch so leichtes und handliches Notebook – allein aus Gründen der Akkulaufzeit und Handlichkeit.

Übrigens existieren mittlerweile auch sogenannte Convertible Notebooks, die gewissermaßen Notebook und Tablet zugleich sind. Bei derlei Geräten lassen sich die Tastaturen buchstäblich auf Knopfdruck entfernen, sodass nur das mit Touchscreen ausgerüstete Display übrigbleit, welches Sie dann wie ein Tablet verwenden können. Allerdings sind Convertible Notebooks derzeit noch relativ teuer.

Fazit: Sie entscheiden über das beste Notebook!

Um nochmal auf den Preis zurückzukommen. Womöglich fragen Sie sich, was ein „einfacher“ Allround-Laptop nun kosten darf oder sollte. Zwar kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden, weil es im Internet im Grunde täglich Aktionen gibt, bei denen echte Notebook-Schnäppchen zu ergattern sind, im Normalfall wird ein Mittelklasse-Modell aber nicht weniger als 300-400 Euro kosten.

Wie in diesem Artikel aufgezeigt, muss dies aber nicht heißen, dass nicht auch ein Notebook für unter 300 Euro für den persönlichen Bedarf am ehesten geeignet ist. Denn wer stets unterwegs ist und sein Notebook eher als digitales Notizbuch nutzt, sollte auf keinen Fall mehr als 300 Euro für einen Laptop ausgeben. So viel steht fest.

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