A long way down - Nick Hornby
Musik: Nick Cave und viel David Sylvian
So...gestern hab ich das Buch fertig gelesen. Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich kann das Buch nur empfehlen, denn der Autor kann sich auf jedes Niveau begeben. Es ist unterhaltsam, obwohl ja eigentlich nicht so viel passiert. Und doch schafft es der Autor, dass man mehr als einmal plötzlich loslachen muss und das einem verschiedene Dinge ewig im Kopf rumgehen. Interessant war die Episode über den Kerl namens "Kein Hund", besonders für mich.
Meine liebsten Stellen aus dem Buch in gelb:
" Vielleicht ist das Leben an sich ein zu großer Riss, um es ohne weiteres zuspachteln zu können. Darum brauchen wir alles was wir kriegen können - Hobel und Schwingschleifer und Fünfzehnjährige, egal was -, um es damit auszustopfen." Ich glaub ich war auch schon oft Stopfmaterial. Das passiert wohl jedem mal im Leben.
" Nein, ich habe genug Selbstwertgefühl, um zu glauben, dass irgendwo ein Mann existiert, der Silvester lieber mit mir verbringt, als sich in den Tod zu stürzen" Ja und da glaube ich bei mir auch ganz fest dran ;-)
" Sie meint das so, dass wir alle das Ergebnis unserer Erfahrungen sind." Ja was mich betrifft und einige andere Menschen die ich kenne trifft das zu!
" Das ist gar nicht so paradox, wenn man irgendwas von der Perversität der menschlichen Natur versteht." guter Satz!
" Es gibt andere Arten zu sterben, ohne dass man dafür Selbstmord begehen muss. Man kann Teile von sich absterben lassen." Man kann sein Herz absterben lassen oder seine Libido, dann wär das Leben so einfach. Roboter haben auch keine Probleme
" Wenn ihr gesehen hättet, wie ich an der Mauer gelehnt runter ins Wasser geguckt habe, hättet ihr bestimmt gedacht, oh, sie denkt nach, aber das tat ich nicht." Ist schon lustig, ich stand an der gleichen Stelle wie sie in dem Buch und schaute in die Themse nur ich hab nachgedacht. An einen bestimmten Menschen hab ich gedacht und ihm dann eine SMS geschickt. Wenn ich das Buch vorher schon gelesen hätte, dann hätte ich mir auch Toppes House angeschaut!
" Denn wenn man irgendwo langgeht und vor eine Mauer läuft, muss man in seinen eigenen Fußspuren zurückgehen." Das ist es, was ich im Moment mache und als ich diesen Satz gelesen habe wurde es mir klar. Das ist das, was jeder irdendann automatisch macht. Es ist quasi eine Lebensweisheit.
" Wir haben oben auf dem Dach gestanden, weil wir keinen Weg zurück ins Leben fanden, und so vom Leben ausgeschlossen zu sein....Das macht einen einfach fertig, Alter" Ich habe mich auch mal so gefühlt. Keinen Weg zurück gesehen. Die Tür war abgeschlossen und ich hatte keinen Schlüssel mehr. Jetzt ist sie wieder offen ich seh hindurch und seh das Leben und es lächelt mir zu!
" Mir sind im Leben viele Chancen geboten worden, und ich habe jede einzelne davon verspielt, eine nach der anderen, durch eine Kette katastrophaler Fehlentscheidungen, die mir - mir und meinem Kopf- allesamt als gute Ideen erschienen waren." Das ist wohl auch ein Phänomen, das jeder kennt und wenn man dann sowas liest, dann fällt es einem erst so richtig auf!
" Doch erst vierzehn Tage später hatte ich den Mut sie zu lesen, und nachdem ich das getan hatte, hatte ich große Lust die Vorhänge wieder zuzuziehen und nach dem Glenmorangie zu greifen." Jeah...guter Tropfen ;-)
" Bedenken sie: Wie viel besser stünde alles um mich, wenn ich nichts täte, nichts tun würde und nie etwas getan hätte!" Tja, aber dann könnte man auch genauso tot sein.
" Wäre Brett-vorm-Kopf-tragen eine olympische Disziplin, hätte ich schon mehr Goldmedaillen abgeräumt als Carl Lewis." Den Spruch muss ich mir unbedingt merken!
Das solls erst mal gewesen sein mit Zitaten aus diesem Buch. Einfach lesen und selbst für sich die schönsten Stellen finden wird das beste sein!




Alles Liebe dir.
Dieses vor der Mauer, klar sind wir, manchmal sogarn gezwungener Massen, oftmals im Leben gegen eine Mauer gerannt. Und ja, es faellt schwer dieses einzsehen, und aufzugeben um einen anderen Weg zu nehmen.
Kann es sein, das ich den Beitrag ueber London gelesen habe, wo Dz azf der Bruecke standest, ins Wasser schautest und nachdachtest..irgendwie kamen da auch Laster..ueber die Bruecke gefahren..war es das?
lg
Es ging ja bei den LKWs wohl auch um Gedanken an Terroristen..
Ich fand den Bericht ueber London sehr schoen geschrieben..
lg
klar, vor der Welt des Internets, da waren die Printmedien ja das einzige..
lg
und einiges was man liest bleibt ewig in einem haften.