1mishou

17.02.2007 um 12:43 Uhr

+Stefan+

von: 1mishou   Kategorie: Freunde !

Musik: Fields of the Nephilim - Last exit for the lost

Ich denke oft an Stefan, vor allem, wenn mir Menschen begegnen, die ihm sehr ähnlich sind. Stefan war ein ganz besonderer Mensch. Ich sah ihn zum ersten Mal in der Disco. Von Kopf bis Fuß in irgendwelche schwarzen Tücher gewickelt. Er stand in der dunkelsten Ecke, redete mit keinem Menschen. Einmal stand ein Mädchen neben ihm und schien mit ihm zu reden. Aber es sah nicht so aus, als würde er ihr antworten. Später musste ich feststellen, dass es auch so war. Sie war seine beste Freundin und er redete einfach nicht mit ihr, weil ihm nicht danach war. So war Stefan. Ein totaler Gefühlsmensch. Aber er liebte mit seinem ganzen Herzen. Er konnte es oft nicht zeigen oder sagen, aber seine Freunde und seine Liebe waren alles für ihn und sie beeinflussten seine Gefühle stark. Mit Stefan habe ich dann zum ersten mal geredet 4 Monate nachdem ich ihn zum ersten mal sah. Ich hatte total Angst ihn anzusprechen. Er war so unnahbar! Ich hab ihn vollgeblubbert, als ich es dann endlich übers Herz brachte. Ich hab nicht mehr aufgehört zu reden. Später sagte er mal zu mir er habe einen furchtbaren ersten Eindruck von mir gehabt und sich später gewundert, dass ich auch ganz normal sein kann. Ich liebte ihn seit diesem ersten Gespräch, obwohl fast nur ich geredet habe. Die drei Worte die er sagte waren wie Musik in meinen Ohren. Vorher war es nur eine Schwärmerei. Danach schrieben wir uns fast täglich Briefe (damals gab es zum Glück noch kein Internet) Seine Briefe hab ich immernoch. Sie sind mit Wachs versiegelt in einer Schachtel. Ich will sie irgendwann mal öffnen, wenn ich mit der Liebe meines Lebens zusammen bin und unendlich glücklich. Erst dann trau ich mir zu, dass ich es heil überstehe. Stefan wusste nach dem ersten Gespräch recht schnell, dass ich ihn sehr lieb hatte und mir mehr wünschte. Es wurde nicht mehr, es wurde eine ganze Zeit nicht mehr daraus. Es wurde erst einmal eine Freundschaft und ich bekam keine Info, warum es nicht mehr wurde. Nach weit mehr als einem Jahr hat er mich dann einmal abends überraschend besucht. Er kam unangemeldet, das war nicht typisch. Er hat die Nacht bei mir verbracht und wir haben gekuschelt. Es war wunderschön und es war einfach nur richtig. Es hat noch einmal fast 6 Monate gedauert bis wir zum ersten mal richtig miteinander Sex hatten. Es war mein erstes Mal und es war sehr schön. Wir hatten nie eine Beziehung ohne Probleme. Er war ein schwieriger Mensch, sehr emotional und ich war und bin das auch. Aber wir haben uns geliebt. Sehr oft hab ich geweint und er auch. Sehr oft haben wir dann auch zusammen geweint nachdem wir gestritten haben. Er war oft brutal sowohl körperlich, als auch in Gefühlsdingen, aber ich weiß jetzt, es war die Liebe, die er so zeigte. Nicht das jetzt einige denken, er hat mich einfach so mit Absicht geschlagen. Nein, es geschah oft wenn wir aus Spass rauften, dass er nicht merkte, wie er immer heftiger wurde. Meist blutete dann ne Nase oder ich hatte fürchterliche blaue Flecken überall. Aber ich vermisse das auch. Egal wie sehr ich mich verändert habe. Ich bin immernoch die gleiche unvernünftige, raufsüchtige und emotionale Claudi wie früher. Stefan hat mich dann irgendwann einmal betrogen. Für ihn waren Sex und Liebe immer zwei verschiedene Dinge. Ich fand es erst monate später heraus. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen und ich machte Schluss. Er lies sich nichts anmerken und wir blieben Freunde. Irgendwann telefonierten wir als ich schon längst mit dem Oswald zusammen war. Und da weinte er. Ich hab gedacht mir zerreißt es das Herz. Das zeigte mir, dass ich ihn immernoch liebte. Einmal lange Zeit danach waren wir einmal nachts zusammen schwimmen am See. danach lagen wir am Strand und haben uns geküsst. Ich denke ich hätte damals die Möglichkeit gehabt wieder mit ihm zusammen zu sein. Aber ich bin noch da...und das nur weil ich das nicht gemacht hab. Stefan hat sich umgebracht. Wenn ich damals mit ihm zusammen gewesen wäre, ich wäre jetzt auch tot. Es war so schon schlimm genug für mich. Es war, als wäre ein Teil meines Herzens gestorben mit ihm. Dieser Teil ist auch lange nicht mehr ins Leben zurück gekehrt. Erst jetzt wieder, seit ein paar Monaten ist dieser Teil wieder da. Ich kann jetzt an Stefan denken, ohne das er mir fehlt. Er ist eine wunderschöne Erinnerung geworden und ich liebe ihn immernoch, aber ich habe ihn losgelassen und ihm einen Sonderplatz in meinem Herzen überlassen.

 


 

das schrieb er mir am Ende seines ersten Briefes (teil des Textes von Fields of the Nephilim-Last exit for the lost): Would you pay life's pleasures to see me. Does it hurt for I want you to remain

Zum Gedenken an Stefan Baumert

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenpoldi79 schreibt am 18.02.2007 um 10:11 Uhr:Wenn ich das lese läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Zum Glück warst Du damals nicht mehr mit ihm zusammen.
  2. zitieren1mishou schreibt am 18.02.2007 um 11:37 Uhr:Er war meine große Liebe. Ja, ich hätte es nicht verkraftet, wenn es in der Zeit passiert wär, als wir zusammen waren. Aber ob ich es verkraftet habe weiß ich noch nicht. Die Sorge so etwas könnte noch einmal passieren lässt mich nicht los. Ich will einfach nie wieder einen so lieben und wichtigen und wertvollen Menschen auf diese Art verlieren!
  3. zitierenpoldi79 schreibt am 18.02.2007 um 11:42 Uhr:Die Sorge wird wohl immer bleiben.
  4. zitieren1mishou schreibt am 19.02.2007 um 00:52 Uhr:Weißt du, das schlimmste ist, ich wünschte ich wär mit ihm zusammen geblieben. Ich denk immer eventuell könnte er dann noch leben. Das ist eins meiner Hauptprobleme im Leben. Diese Schuldgefühle fressen mich auf!
  5. zitierenpoldi79 schreibt am 19.02.2007 um 09:58 Uhr:Hey, so darfst gar nicht denken. Er wollte nicht mehr leben, hättest Du ihn davon abhalten können, wäre er zu Dir gekommen.
  6. zitieren1mishou schreibt am 19.02.2007 um 11:31 Uhr:Ich weiß, dass du recht hast, aber ich denke oft, was wäre gewesen wenn... na, ändern kann ich nichts mehr. Ich leg mich noch ne Runde hin , bin eindeutig zu früh wach geworden!
    lG
  7. zitierenCleopatra schreibt am 22.11.2007 um 01:55 Uhr:Ich hab gerade dein block über Stefan gelesen....
    Traurig!

    Wie lange ward ihr den zusammen?
    Wie lange war eure Beziehung schon beendet, als er sich das Leben nahm?

    Lg, mit stärkender Kraft bei Dir!
  8. zitieren1mishou schreibt am 22.11.2007 um 04:29 Uhr:Hallo Cleopatra. Ich könnte dir nicht geau sagen wie lange wir zusammen waren ohne in meinen Tagebüchern nachzusehen. Es war etwas zwischen 1 1/2 und 2 Jahren. Ich hab mich nur von ihm getrennt, weil er mit meiner damals besten Freundin geschlafen hat. Ich kann mit untreue nicht umgehen, das wusste er. Er hatte damals sehr geweint, als ich mich trennte. Eine Zeit später sind wir noch einmal nachts am See schwimmen gewesen und lagen dann am Ufer und haben uns geküsst. Damals war ich kurz davor, zu ihm zurück zu gehen, aber etwas hielt mich zurück, wie eine Hand, die mich am Kragen packte. Und es waren nicht fehlende Gefühle, die mich abhielten. Vielleicht doch eine höhere Macht. Ich wäre nämlich mit seinem Selbstmord nicht klar gekommen, wäre ich noch mit ihm zusammen gewesen. War so schon schwer genug. Es waren schon ein paar Jahre dazwischen, als er sich das Leben nahm...aber er war von da wo wir uns trennten bis zu seinem Tod nie richtig aus meinem Herzen raus. Ich habe ihn geliebt, bis zu dem Tag an dem er starb und darüber hinaus. Könnte ich es damit ungeschehen machen, würde ich ihm das gerne noch sagen. Aber leider ist er tot. Ich liebe ihn immernoch. Ich habe nur einmal noch einen Menschen getroffen, der solche Gefühle in mir ausgelöst hat. Wegen ihm habe ich dieses Blog beendet und schreibe nur noch in meinem anderen. Ist alles nicht so einfach. Er hatte das Potential, Stefan aus meinem Hirn zu vertreiben. Es wird lange dauern, bis wieder einer kommt, der das schaffen könnte. Mit vertreiben meine ich die wehmütigen Gedanken. Ganz wird ihn keiner vertreiben können.
  9. zitierenjemand schreibt am 07.07.2008 um 16:34 Uhr:es ist immer wieder erstaunlich wie vielen menschen stefan so viel bedeutet hat. er war ein außergewöhnlich liebenswerter mensch, doch zu sensibel für diese welt. so hart es uns auch getroffen hat, für stefan gab es keine andere möglichkeit. anfang 98 war er oft so unglücklich, daß es einem das herz gebrochen hat. ich habe immernoch verständnis für seine entscheidung, obwohl ich weiß wie schwer es für die vielen menschen, die ihn geliebt haben, ist.
  10. zitieren1mishou schreibt am 07.07.2008 um 16:44 Uhr:Ich habe es immernoch nicht geschafft es zu verstehen! Wenn ich daran denke, dann kullern wieder die Tränen. Er hat mich in der kurzen Zeit, die wir zusammen verbracht habe so geprägt, dass ich nicht glauben kann, dass es nie wieder passieren kann. Nie wieder kann er mir eine seiner Weisheiten um die ohren schlagen. Nie wieder werde ich mich über seine Sicht der Dinge wundern können. Wie wieder werde ich ihn lachen sehen. Nie wieder werde ich ihn schadenfroh erleben. Nie wieder! Es ist so entgültig, obwohl es längst verarbeitet sein müsste!
  11. zitierenjemand schreibt am 07.07.2008 um 18:44 Uhr:es ist völlig normal, daß du nicht über ihn hinwegkommst, denke ich. es hat so viele jahre gedauert bis ich nicht mehr jeden tag weinen mußte. es hat mich hart getroffen, daß er plötzlich nicht mehr da war, weil er einen so großen stellenwert hatte in meinem leben. irgendwie ist er immernoch präsent. und letztendlich muß man dankbar sein, daß man einem so tollen menschen überhaupt begegnen durfte. und das ist jetzt nicht so eine leere phrase, die man irgendjemandem nachruft. bei stefan wußte man auch zu lebzeiten, daß er etwas besonderes ist. und irgendwie ist es für mich ganz natürlich gewesen, daß er uns auf diese weise verläßt. ich habe mir lange jahre vorwürfe gemacht, weil ich davon wußte. aber was soll man gegen den freien willen eines menschen denn machen? ein bißchen trost spendet mir, daß ich weiß, daß es keine unüberlegte kurzschlußreaktion war. es war das, was er wollte. das müssen wir akzeptieren, so weh auch tut.
  12. zitieren1mishou schreibt am 08.07.2008 um 04:45 Uhr:Wenn du davon wusstest, dann hättest du es einmal vielleicht verhindern können, aber eben nur einmal. Darum mach dir nicht so viele Gedanken. Ja er war etwas ganz besonderes und ich denke oft an Dinge, die er mir gesagt hat oder geschrieben hat und die der Wahrheit entsprechen. Aber ich denke auch oft daran, wie er mich falsch eingeschätzt hat und darum denke ich, er war nicht allwissend und eventuell wäre es ihm vielleicht mal wieder irgendwann besser gegangen. Vielleicht wäre mal irgendwann diese unendliche Traurigkeit aus seinem Leben gewichen, aber er hat es zu verhindern gewusst. Er hat nicht zugelassen, dass es wieder bergauf geht. Er hat mir mal irgendwann ein Buch geschenkt, das riecht immernoch nach seinem Zimmer in Griesheim. Es ist etwas Besonderes für mich. Ich bin aber manchmal wütend, dass es so vergängliche Dinge sind wie ein Buch und zwei Fotos, die ich von ihm habe.
    Aber es ist ganz komisch, wie ich mich oft verfolgt und beobachtet glaube von irgendwelchen Krähen. Im Gebirge habe ich mal den äusserst seltenen Kolkraben ziemlich aus der Nähe sehen dürfen, weil er sich direkt neben mich auf einen Baum setzte. Da wurde mir ganz anders!
  13. zitierenjemand schreibt am 08.07.2008 um 12:46 Uhr:manchmal frage ich mich, ob er nochmal so handeln würde. ob er genau so handeln würde, wenn er gewußt hätte wie viel leid er allen hinterläßt.
    wie es seiner mutter ergehen würde und allen anderen, die er hinterläßt...
    vielleicht wäre er versöhnlicher mit der welt geworden, hätte er sich nur ein paar jahre mehr zeit gelassen. ich sehe ja an mir wie ich mich verändere, wie alles einfacher wird mit den jahren. vielleicht hätte sein schmerz auch nachgelassen.
    aber all diese gedanken habe ja nun keinen sinn mehr. wir müssen uns unsere realität irgedwie hinbiegen und schönreden damit es für uns weiter geht.
    und irgendwie ist er ja doch auch immer noch da.
  14. zitieren1mishou schreibt am 08.07.2008 um 14:47 Uhr:Ich denke es kann auch sein, dass er einfach Angst vor dem älter werden hatte. Warum sonst hat er sich genau zu diesem Zeitpunkt entschieden? Wenn dieser Verdacht stimmt, dann hätte sein Schmerz nicht nachgelassen, dann wäre er eher noch schlimmer geworden. Ist ja schon nicht einfach, auch für mich nicht, immer die grauen Haare zu überpinseln, die Falten zu sehen wo früher alles glatt war. Manche Menschen bringt so etwas um. Bei Stefan kam noch dazu, dass er unheimlich eitel war. Ich kann mich erinnern, als er sich mal die Glatze rasierte, weil ihm dieser lächerliche Zopf am Hinterkopf nicht mehr gefiel, da hat er in der Nacht bitterliche Tränen geweint und ich durfte ihn nicht anfassen, weil er meinte er sei nun so hässlich, dass er sich selbst nicht anfassen würde. Und er hätte mit Sicherheit eine Glatze bekommen, denn die Ansätze waren zu erkennen. Für uns wäre sowas auch schlimm, aber für Menschen wie ihn, der einen halben Nervenzusammenbruch bekam, wenn er mal einen Pickel mehr hatte als sonst ist das ein wahrer Untergang. Ich weiß nicht, ob er wirklich nur unglücklich war, oder ob unsicher nicht richtiger wäre?

    ja...für mich wird er immer da sein und auf mich aufpassen und auch meine Tränen ab und zu kullern lassen so wie jetzt.
    lieben Gruß!
  15. zitierenjemand schreibt am 11.07.2008 um 17:43 Uhr:es ist natürlich müßig sich gedanken über seine beweggründe zu machen und unsinnig obendrein. ich denke trotzdem manchnmal, daß er so hoch gesetzt ideale hatte, daß er sie selbst nicht erreichen konnte.
    aber dieser idealismus war ja auch wieder eine sache, die ihn so liebenswert gemacht hat.
  16. zitieren1mishou schreibt am 14.07.2008 um 14:22 Uhr:Ja das stimmt! Ich war Samstag mal wieder am Grab und habe eine zusätzliche Laterne hingebracht. Denn leider (oder zum Glück) bleibt er so vielen Menschen unvergessen, dass das Häussle für die Lichter ab und zu schon belegt ist. So können jetzt 2 zusätzliche Kerzen aufgestellt werden, damit es ihm nie zu dunkel wird, wo auch immer er ist!
  17. zitierenjemand schreibt am 05.08.2008 um 12:22 Uhr:da war doch jemand im urlaub...

    wenn ich am grab bin, denke ich oft: das hast du jetzt davon. ich bin sicher so hätte er das nicht gewollt. ich meine ich weiß natürlich, daß er verbrannt werden wollte und seine asche anonym verstreut werden sollte, aber daß er jetzt in der prallen sonne liegt auf dem spießigsten friedhof der welt hätte ihm sicher keine freude gemacht.
    schönen gruß
  18. zitieren1mishou schreibt am 05.08.2008 um 12:40 Uhr:Mir hatte er früher mal erzählt, dass WENN er mal begraben würde und das Fleisch verfault wäre, er sich wünschen würde, dass ihn jemand, den er mag des Nachts ausgräbt und seinen Schädel und seine Knochen aufbewahrt im warmen lichten Kämmerlein.
    Ganz schön krass, wenn ich mir das heute zurück erinnere. Vielleicht soll es eine Lehre sein? Vielleicht soll das zeigen, dass es meist anders kommt, als man denkt. Nein, es hätte ihm keine Freude gemacht und ich bin sicher es macht ihm keine Freude, das es so ist wie es ist. Und jede Hilfe, die ich erfahre, von der ich nicht weiß woher sie kommt, die deute ich als Hilfe aus dem Jenseits. Die kreativen Träume, die ich habe. Die Intuition, die mir so oft hilft. Die (manchmal unheimliche) Kraft, die mich immer wieder befällt und mich weiter machen lässt, wenn ich kurz davor bin zu kapitulieren. Ich denke, dass ist die Kraft aus dem Jenseits, oder auch nur mein Gedenken an ihn und was ihm geschehen ist...ich rede wirres Zeug. Das kannst du glaub ich nicht verstehen, selbst wenn du es wolltest ;-)
    Claudi
  19. zitierenjemand schreibt am 07.08.2008 um 13:24 Uhr:am end kann ich dich vielleicht doch ganz gut verstehen, und die mädels, die stefan kannte, waren sich vielleicht doch nicht so unähnlich?
  20. zitieren1mishou schreibt am 07.08.2008 um 15:27 Uhr:Ich finde auch nicht, dass die Mädels sich unähnlich waren. Zumindest die, die ich kennenlernen durfte, sie waren alle von einem Schlag. Sie hatten alle dieses EINE gemeinsam. Sie hatten die Lebensfreude, die er so dringend suchte und die er aber trotzdem so oft an ihnen und auch an mir kritisierte. Vielleicht deshalb, weil er sie nicht finden konnte. Für mich waren alle Erfahrungen im Leben wichtig, auch die shlechten. Und so liebe ich ihn eben einfach weiter für das was er ist. Nämlich ein wichtiger Teil meines Lebens, den ich nicht verleugnen oder loswerden will. Über den ich mich freue und immer wieder ins Leben rufe. Wir haben so viel zusammen gelacht und erlebt. Wenn ich nur an die Nacht denke, die wir zusammen in den Katakomben des Heidelberger Schlosses verbrachten. Dort hat er mich zum ersten Mal geküsst. Dort hab ich zum ersten Mal gemerkt, wie schön ein Kuss sein kann, wenn man ihn auch erwiedern will.

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