Worms Armageddon!


Gladebeck: Gutes Wetter, gute Laune, relativ kurze Anreise, da kann ja schon mal gar nichts schief gehen. Kicken aufm Fußballplatz und auf die Show warten. Essen war ne glatte 1 und auch sonst alles gut, alle entspannt. Fast schon langweilig, aber was soll man sagen. Hat alles gepasst.
Rattelsdorf: Aus unserem sonnigen Hamburg sind wir diesmal ab ins schlechte Wetter gedüst. Gott sei dank überdacht. Im fett gefüllten Festzelt gab es richtig Alarm. Gute Stimmung, gute Leute und Tontechniker die offenbar auf unsere humoristischen Tiefschläge vorbereitet waren. Nach dem Konzert durfte Onni, weil er wieder nicht ran kam, nochmal ungefähr 10Minuten im Glauben das wir ihn dort versauern lassen warten.
Altena: Auch hier war das Wetter nicht gerade Hitverdächtig, sodass wir uns am Samstag allerdings ohne Dach durch den Regen gespielt haben (übrigens das erste mal in unserer Geschichte, dass es bei einem Open Air, das wir spielen regnet). Nettes Team, nette Leute, aber leider viel das ganze Stadtfest dem miesen Wetter ein wenig zum Opfer.
Ahh herrlich! Bratende Sonne und Open Air Konzert. Besser gehts nicht. Zugegeben, die 330km Strecke haben über vier Stunden gedauert, weil wir uns irgendwie von einem Stau zum nächsten gehangelt haben. Egal, Wetter gut, Laune gut, Mucke laut... alles bestens. Jetzt noch an den besonders wichtigen Herren in den orangenen Westen vorbei ("Hier dürft ihr nicht reinfahren." - "Wir machen heute Abend hier für 5000 Leute Musik. Ich glaub die sehen das anders." - "Ja ähhh... habt ihr... ähh" - "Zur Bühne 2 müssen wir, wir sind spät dran." - "Habt ihr denn Equipment dabei?"[fragt der Mensch in den Fiesta hinein, in dem wir gerade so noch sitzen konnten] - "Nein, wir schmuggeln Atomwaffen." ....usw.).
Endlich da. Begrüßung durch David unseren "Stage Manager"... in klaren Worten: Dave (das klingt sehr viel cooler als David, deswegen ist er jetzt Dave) hatte den mit Abstand undankbarsten Job an dem Abend. Er musste uns erklären, dass es kein Bier, keine Softdrinks, kein Essen, kein gar nichts am Bühnenbackstage gibt sondern nur im 1000m entfernten Cateringzelt und da auch nur gegen Abgabe, eines der abgezählten Wertcoupons. Danke, Dave!
Allerdings haben Dave und die Crew gleichermaßen beschlossen, dass das Scheiße ist und haben nen Grill aufgebaut und Bier besorgt auf eigene Kosten. Klar, dass dann jeder was in die Kasse tut. (Anm. des Autors: Jaja, ich Schulde Dave so gesehen noch 5€)
Unser Freund Dave hatte dann auch schon die ehrenvolle Aufgabe das Intro für Le Friseur zu canceln und unser Ärzte Set auf gefühlte 10, gemessene 25 Minuten zu kürzen, damit der Zeitplan eingehalten wird.
Danach 5KJ und gib ihm. Tausende Menschen gingen ab ohne Ende und haben den Platz zum beben gebracht. Es einfach eines DIESER Konzerte, die man am liebsten die ganze Nacht durch gespielt hätte. Auch Dave war endlich entlastet von seinen Spaßbremse Aufgaben.
Eine Riesenshow. Der Veranstalter hoch begeistert. Erzählt uns noch, dass die Leute sich noch nie so dicht auf den Platz gedrängt haben, dass einige schon wieder mit dem Rücken zur Wanda standen.
Noch eine flinke Runde übers Gelände gedreht und ich musste mich neben dem schnarchenden nackten ("Wieso ist doch heiß, ist doch Sommer. Da schlaf ich immer nackt!") Andi ins Hotel Bett legen um dann nachts mit Matratze und Decke vorm Schnarchlärm ins Badezimmer zu flüchten.
Großartiges Konzert! Danke Münster!
Hier übrigens die offenbar einzigen Bilder, die bei uns an der Bühne gemacht worden sind, da es offenbar keine Zeitung für nötig hielt irgendein Wort über die Bands des Hafenfestes zu verlieren oder auch nur ein Bild zu machen.



Die dörfliche Gegend um Chemnitz herum ist für uns ein wenig vorbelastet. Es gab da mal ein Konzert, mit Securities in Thor Steinar Klamotte (wer damit nichts anfangen kann, einfach mal googeln) und einem betrunkenen Veranstalter, der uns auf unseren Kosten hat sitzen lassen.
Dieses mal war aber alles anders, die Sonne schien, die Leute nett und untergebracht waren wir im 26 stöckigen Mercure Hotel in Chemnitz. Ja, das macht schon was her. Trotzdem sind wir zum Essen dann doch lieber zum Viet Wok gegenüber gegangen.
Nicht nur, dass wir fremde in einem Laden waren, wo sonst nie Fremde reingehen, sondern wir waren auch noch tättowierte, bemützte, Fremde, die ihre "ich sitz heute eh im Bus"Klamotten trugen. Mit unserem Eintreten war es also schlagartig ruhig im Saloon...äähhh Imbiss.
Egal gebratene Ente in Kokos in die Styroporschale und gib ihm! Championsleague Finale im Hotel geguckt und dann flink zurück nach Burkhardtsdorf und ab auf die Bühne. Gute Stimmung, nette Leute, spät ins Bett.
Beim Parken vor dem Hotel dann: Ich hab noch hunger, guck mal da is ne Currywurstbude. Zack! rüber da! 4:15? Beste Zeit für ne Currywurst. An der Bude "Schärfegrade 1-5". Aha, SO eine Currybude auch noch, bestens! Schärfeexperte Andi gibt sich vorsichtig mit Stufe 3. Wohlwissend, dass Stufe 3 an solchen Buden schon echt brutal sein kann, blieben Onni und ich bei Stufe 2. Ein kräftige Sportlermische Cubalibre und jede Menge Tränen von Andi später gings dann ab in unseren Turm. Frühtsück gab es übrigens im 26 Stock :-)

Es war ein warmer Tag... und Chrissie hat sich über die Hitze beschwert :-)
Der Coolste Currywurst Verkäufer in Chemnitz
Winter ist schon was Beschissenes. Jedes Jahr wieder sucht uns pünktlich zum Januar eine zweimonatige Zwangspause heim. Irgendwie will keiner Konzerte machen im tiefen Winter. Morgen jedenfalls gehts dann aber doch wenigstens mal einen Abend auf die Bühne. Wuff lädt uns ein in seine Lensahner Gildestuben. Letztes Jahr hatten wir da ein fettes Konzert und Franky und ich danach ein beinhartes Besäufnis.
Ich wollte jedenfalls mal festhalten, dass ich mich tierisch auf das Konzert morgen freue!
Moin zusammen,
an diesem Wochenende ging es mal wieder in den Osten – unser erstes Ziel lag in Neukirch in der Lausitz an der tschechischen Grenze.
Als erstes mussten wir leider feststellen das es dort saukalt war und die Location aus einem Zelt bestand welches an beiden Stirnseiten geöffnet war. Egal wir bauten unsere Backline auf und mir kam es vor wie eine Ewigkeit bis wir endlich den Soundcheck machen konnten.
Gegen 22 Uhr sind wir dann aus dem Hotel wieder zum Zelt gefahren und es war mit gut 1000 Leuten schön gefüllt. Wir spielten dann ein 2.5 Stunden Set und die Stimmung war trotz der 6 GRAD im Zelt super – bis auf den einen oder andern Jung-Nazi im Publikum ein schöner Abend. Nach der Show ging`s auch recht schnell aufs Hotel.
Am nächsten Tag hatten wir nur eine Anreise von ca. 100 km – also hatten wir alle Zeit der Welt. Wir sind dann erst mal nach Dresden gefahren und haben uns die Altstadt angesehen – überall waren noch die Gullideckel versiegelt – Obama hatte sein Hotel direkt am Theaterplatz und war ja grade erst abgereist.
Ankunft in Hainichen gegen 16:00 – und es goss in Strömen – keine perfekt Voraussetzungen für ein Open Air…. Also checkten wir erst mal ins Hotel ein und warteten auf besseres Wetter. Gegen 20 Uhr hörte der Regen dann langsam auf und die Freilichtbühne füllte sich. Den Opener spielten diesmal unsere Freunde von „Bellbreaker“ dir wir mittleiweilen auch schon 10 Jahre kennen.
Gegen 23 Uhr war dann unsere Showtime – Das Publikum war super und wir mussten einige Zugaben spielen bis wir endlich die Bühne verlassen durften.
Jo – Freitag morgens, 5 Uhr klingelt der Wecker – da lacht das Musiker-Herz, ich selber bin zwar Frühaufsteher jedoch hätte ich gerne eine Stunde länger schlafen können... egal die Sonne geht auf an der Ostsee und das Leben kommt zurück – nach einem kurzen Abschied von Chey meiner Tochter & Nic meiner Frau geht’s auch schon los – mein Dad und sein Freund Willy holen mich ab und wollen sich freiwillig die 2500 km Fahrt antun – das sind Fans !!!
Als erstes ging es zur Sixt Station um einen 3 – BMW gegen nen 5 einzutauschen … nur merken wir sofort dass nen 5 –er auch eigentlich nur für 2 Leute ausgelegt ist und wir den dann schnell gegen nen Mercedes ML getauscht haben – tja der Punkrocker von heute fährt halt nobel
Dann treffen wir auch schon gegen 9 Uhr auf Thilo, Marco und den wahren ähh Böttchie die auch schon bei Sixt waren und den Mercedes Vito abgeholt haben– ab geht’s nach Hannover , Onni einladen, weiter nach Guxhagen , quasi unser Chrissi-Einsammel-Stamm-fuckin-Mc Donalds, dann sind wir endlich komplett – 18 Uhr Ankunft in Laufenburg.
Tolle Halle, super Technik – Soundcheck und lecker Gyros essen, Böttchie eröffnet die Show und Le Friseur rocken, ja und die wie gerockt haben!!!
Nach nem kurzen Umbau geht’s auch schon los – 5kj spielen ein gutes 2 Stunden Set und rocken die Halle. Gegen 5 Uhr morgens machen wir uns auf den Weg ins Hotel – noch nen schnelles Bier und ab.
Gegen 8 Uhr morgens war ich dann wieder fit und checkte erst mal Mails, gegen 11 Uhr fuhren wir dann alle in Richtung Allgäu, 400 km Landstraße vorbei am Bodensee. Gegen 15:00 Uhr trafen wir dann in Göresried ein, es erwartete uns ein gigantisch großes Zelt.
Unsere eigenen Techniker waren bereits vor Ort und kümmerten sich um unser Monitoring. Wir machten einen gemütlichen Soundcheck und fuhren gleich weiter ins Hotel. Dort gab es wirkliches gutes Essen und kaltes Bier und Schnapssorten die man im Norden nicht kennt!
Wir machten bis 22 Uhr ein kleines Mittagsschläfen und fuhren dann auf die Party. Die Band „Pull“, eine typsich, bayrische Coverband rockte das Zelt. Musikalisch, wie auch optisch war diese Band sehr gut. Für jeden Song gab es neue Outfits und insgesamt 4 Sänger wechselten sich ab.
Unsers Showtime war für 2 Uhr nachts angesetzt und wir befürchteten das Zelt könnte schon leer sein – jedoch als wir auf die Bühne kamen erwarteten uns bestimmt noch gut 4.000 Menschen.
Bereits nach dem dritten Song war das Publikum super drauf und es wurde etwas wilder.
Wir spielten bis 4 Uhr, dann wendete sich der ganze Abend….
Es fing an mit einer Aussage“ jetzt ist Schluss, runter von der Bühne“ kam von einem Techniker. Normalerweise läuft es wie folgt: Der Veranstalter oder auch gerne verantwortliche Techniker sagt dem Musiker, Jungs noch 1 oder 2 Songs dann solltet Ihr Schluss machen. Also hielten wir uns an unsere gewohnte Spielweise und spielen einen letzten Song.
Ich war schon im Backstage als es von der ortsansässigen Technik Firma zu Aussagen kamen wie: „Räumt Eure Bierflaschen von der Bühne“ und dies in einem sehr undfreundlichen Ton. So kam es dann zwischen einigen Musikern und Technikern zu leichten Auseinandersetzungen so das die Sicherheitsleute die ja eigentlich für das Publikum da sein sollten im Backstage waren.
Die ganze Situation war wieder entspannt bis dann ein Techniker anfing Onni zu würgen, Onni hat dann aus Reflex einmal zugschlagen… und dann war auch schon die Polizei im Backstage.
Auf jeden Fall haben wir so etwas noch nicht erlebt.
Gegen 6 Uhr morgens waren wir dann im Hotel, noch nen schnelles Bier und um 12 ging es auch schon wieder gen Norden. Gegen 20 Uhr waren wir in Hamburg- hinter uns lagen mal wieder um die 2.500km Fahrt.
wir dann auch das Musikzentrum gefunden.
Ausladen Soundchecken und dann erstmal ab in den -
endlich mal wieder anständigen- Backstage.
Nachdem wir gebannt Frankys
Rettungsdienst Geschichten gelauscht haben,
kam dann auch endlich das Catering.
Pizza! Joeys Pizza! Kein Schnitzel mit Pommes!
Hallelujah! Ich glaube das war in diesem Jahr das erste Konzert wo es kein Schnitzel
mit Pommes als Catering gab. Gott sei Dank.
Spitzenmäßig aber auch Frankys Plan, ne Flasche Jägermeister mitzubringen.
Da aus der Band jeder aus mir noch fahren musste hieß das im Klartext: Hartgas für Clemo, Franky und mich! Auf der Bühne gabs dann auch jede Menge Spaß und ein dankbares Publikum.
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Zwei erhobene Daumen für Hannover. War super!
Vom Frühling in den Winter – oder mal wieder 2000 km in 36 Stunden
Auf ging`s am Samstag nach Fischbachau – ein Mini-Örtchen, ca. 70 km südlich von München.
Wir trafen uns alle am Rastplatz Stillhorn gegen 9 Uhr morgens, strahlender Sonnschein und die richtige Zeit für Sonnenbrille & T-Shirts.
Gut gelaunt donnerten wir die 850 km gen Süden – auf der Fahrt gab es keine Besonderheiten – die Laune war prächtig nur wurde es immer kälter… Ankunft in Fischbachau , mitten in den Bergen bei 0 Grad gegen 16:00 Uhr.
In der Wolfseehalle in der 2004 die Ärzte unter dem Namen „Nackt unter Kanibalen“ spielten waren unsere Techniker bereits fleißig.
Ton & Licht waren verkabelt und wir hatten alle Zeit der Welt.
Uns erwartete eine super Halle, einer netter Veranstalter, ein 1A Backstage, warmer Kaffe & auch kaltes Bier. Nach einem normalen Soundcheck eröffnete der wahre „Böttchie“ die Hosen-Ärzte-Party und ebnete den Weg für „LE Friseur“.
Nach einem guten 2 Stunden Set wurde es Zeit für die Jägermeister, auch hier ein nettes Set ohne besondere „Zwischenfälle“.
Gegen 4 Uhr checkten wir ins Hotel ein – kurze Schlafpause bis 8 Uhr und dann wieder auf die Bahn.
Um die Fahrzeit zur verkürzen gab`s ein prima Hörbuch “Kill your Friends“ gelesen von Bela B.
Ein Buch voller Koks, Ecstasy, Viagra, Sex, Sex, Nutten und dem Rock`n Roll Business. Ein Buch bei dem man schmunzelt und das auch nachdenklich macht… über ein schmutziges Geschäft, deren kleiner Teil auch wir sind.
Gegen 18 Uhr kamen wir wieder in Hamburg an und die Band verteilte sich in alle Himmelsrichtungen – bis zur nächsten Woche….
13/14.03.2009 Schröder / Rieser Tanzcentrum
Am Freitag ging es erst mal gen Norden – genauer gesagt nach Behrensdorf, einen Mini-Ort an der Ostseeküste. Unser Ziel war die Kult-Location „Disko Schröder“ in der auch einige Szenen des neuen Kinofilms“ Dorfpunks“ gedreht wurden sind.
Nach einem Soundcheck der etwas länger dauerte als normal (Thilo hat die analoge Musikwelt verlassen) und einer leckeren Currywurst ging es gegen Mitternacht endlich auf die Bühne.

Wir alle , inkl. Wuff der den Abend veranstaltet hat, waren doch etwas verwundert das der Laden nicht richtig voll war.
Nach einem kurzen 2 Stunden Set sattelten wir die Hühner und es ging in unser Schlafdomizil nach Dahme, eine Ferienwohnung von Andi`s Dad.
Beim Schröder bleibt nur zu sagen: Sehr nette Leute, superbillige Getränkepreise – der richtige Ort um zu feiern.
Nach guten 4 Stunden Schlaf ging es auch schon weiter – vor uns lagen 800km Fahrt nach Nördlingen. Ohne Stau oder sonstige Zwischenfälle kamen wir auch pünktlich im Rieser Tanzcentrum an. Bereits vor der Location machte mich ein Auto mit einem „RZ“ Kennzeichen stutzig… was macht ein Norddeutsches Auto hier in den Nähe von Aalen…. Im Tanzcentrum waren unsere Techniker bereits fleißig am Aufbauen und dann war er da, leibhaftig: Das tapfere Hadilein: Gründungsmitglied und Bassist der 5 Kleinen Jägermeister und mittlerweilen Oberarzt in einer Klinik bei Nürnberg.
Wir alle hatten uns fast 4 Jahre nicht gesehen und freuten uns über diesen liebevollen Chaoten.
Onni und Hadi feierten dieses Wiedersehen sofort mit Jägermeister, wobei Hadi dann wohl ein sein Jägermeisterdefizit der letzten 4 Jahre nachgeholt hat. Eigentlich wollten wir einige Songs mit ihm zusammen spielen… das haben wir dann aber schnell verschoben J
Wir spielen eine fette Show und der Laden rockte wieder mal – hat echt Spass gemacht der Abend. Nachdem wir gegen 4 Uhr ins Hotel wollten mussten wir leider feststellen das Hadi und der Bus Schlüssel weg waren. Nach einer großen Suchaktion trudelte Hadi mitsamt Schlüssel gegen 5 Uhr vor dem Rieser ein und wir konnten endlich ins Hotel.
Gegen 9:30 machten wir uns bereits auf die Heimreise. Hinter uns lag ein Wochenende an dem wir viel gelacht und wenig Schlaf hatten.
Es kann nicht immer die Sonne scheinen … unter diesem Motto stand das Wochenende.
Ein erstes Highlight gab es bereits am Samstagvormittag, wir waren mal wieder im Radio und gleich auf verschiedenen Sender gleichzeitig. Leider nur mit einer dringenden Verkehrswarnung von der A1… auf dem Weg zum Bandbus nach Hamburg ist Andi`s Lichtmaschine kurz vor Neustadt verreckt.
Selbstverständlich auf einem Stück Autobahn ohne Standstreifen… also hatten wir schon mal ne gute Verspätung von 1 Stunde – die wir aber ohne Probleme mit Vollgas mit unserem Mercedes Vito wieder aufholen konnten –
bis dann Leipzig, Thilo und ein Navi mit einer 20 Jahre alten Software kam:
Das Navi schickte uns für 130 Km über die Landstraße und Thilo konnte auch leider keine Landkarte lesen. So sind dann durch blühende Landschaften gefahren, besonders chic fanden wir ein Kohlekraftwerk und daneben ein Loch in dem man die Wüstenszenen der Star Wars Filme gedreht hat.
Wir kamen dann auch noch pünktlich im saukalten Erzgebirge an – die Location war eine typische alte ostdeutsche Gastwirtschaft mit einer kleinen Bühne. Die Technik war super und auch die Techniker waren sehr nett und auch „Fachpersonal“
Der Backstage war eigentlich nur ein Loch, dreckig, kalt und ungemütlich – aber was soll`s.
Und auch beim Catering hatten wir unterschiedliche Meinungen... Nachdem wir dann noch einige grobe "Kaufmännische Probleme" lösen konnten ging`s dann gegen Mitternacht auf die Bühne.
Die Show an sich war ok und auch die frostigen Erzgebirgler wurden nach 2-3 Songs warm.

Nach der Show entwickelten sich die nächsten Probleme, der Veranstalter, hatte „vergessen“ Hotels für uns zu buchen. Nun wollte er sich um 3 Uhr nachts auf die Suche nach einem Hotel machen.
Wir haben uns dann schnell entschlossen ne Kiste Wasser, Bier und Red Bull einzupacken und Nachts noch zu düsen.
Draußen lag Schnee und es war sauglatt und wir bauchten fast 2,5 Stunden um wieder in die Zivilisation zu kommen.
Auf der Rückfahrt war Thilo noch bitterböse dass er noch bis nach Dahme an die Ostseeküste kommen musste um Andi nach Hause zu chauffieren – doch Dank Andi`s Charme und einer kleinen Bestechung bei Mc Donalds wurde auch dieses Problem gelöst.
Alles in allem schien die Sonne nicht für uns an diesem WE –aber was soll`s –
auch solche Gigs gehören dazu...
Alle Achtung... da hat unser Chefarsch
, Motivationsguru und alleiniger Retter der Tabakindustrie
zu Zeiten der Wirtschaftskrise mal ne Klasse Idee gehabt und ein kleinen weißen Wunderkasten
namens Netbook angeschafft, sodass ich jetzt noch auf der Heimfahrt unseren Blog schreiben kann.
Große Klasse!
Neben dieser bahnbrechenden Premiere gabs noch die eher unbedeutende Tatsache zu feiern, dass
Onni, Chrissi und ich nun als quasi hauseigene Ärztecoverband bei den Hosenärzteparties dabei
sind unter dem Namen "Le Friseur".
Das eigentliche Highlight ddes ganzen Abends war allerdings unser neu zugestoßenes HAP Mitglied
der einzig wahre Böttchie. Schon auf der Hinfahrt haben wir festgestellt, dass wir in Sachen Entertainment einfach den kürzeren gegen the incredible Böttchie ziehen würden.
In Eisenach dann eine nette Crew an Ton und Lichttechnikern, und ein Haufen neuer Banner für Le Friseur und5KJ, die noch zu hängen waren.
Sogar mit - O-Ton Andi - "fluo..fluu...fluou... na leuchtender" Farbe.
Alles sehr cool: Genug Bier, großer, -endlich mal wieder- sauberer Backstage und ein
super cooles, dankbares, feierwütiges Publikum gabs gratis dazu.
Dann Showtime für den einzig wahren Böttchie!
Einfach nicht in Worte zu fassen. Muß man mit eigenen Augen sehen.
Dann die Le Friseur Show. Mal was andres als immer nur Hosen. Hat Spaß gemacht.
Dann wieder der einzig wahre Böttchie. Mehr Sex, Power und einfach nur seelische Erleuchtung
geht nicht.
5KJ Show dann gut Anfang und bei Wünsch dir was so dermaßen auf die Fresse gelegt.
Merke: Bier+Bühne+Springen=kein gute Idee. Wer hat das scheiß Bier verschüttet?
Später als dann auf einmail Strom weg war und wir etwa 10 Minuten das Publikum mit
do it yourself Versionen von Alles aus Liebe und Bommerlunder unterhalten haben, kam die Frage nochmal auf:
Welcher Idiot hat das Bier nicht nur so verschüttet, dass Thilo ziemlich genau einen drittel
Salto rückwärts macht, sondern auch noch die Steckdosen genug damit getränkt, dass wir 10 Minuten
ohne Saft da standen?
Zum Abschluß gabs dann nochmal ein Einlage vom gewaltigen Greatgrandmaster B. Böttchie.
Eine Vorwärtsrolle auf der Bühne UND eine RÜCKWÄRTSROLLE!!!
Dann aber ab ins Hotel, schlafen, versuchen Chrissis Schnarchen zu ignorieren, Ohrstöpsel basteln,
resignieren, Bettzeug in die Dusche schaffen und erstaunlich gut dort weiterschlafen bzw.
überhaupt mal schlafen.
Aber ein Highlight sollte uns noch beim Frühstück im Glutamattempel zum goldenen M ereilen.
Die thüringer Ausgabe von Don Vito (einfach mal Viva la Bam angucken, dann wißt ihr was ich meine)
hat einen riesen Alarm gemacht, weils beim McD Frühstück noch keine Apfeltaschen gibt.
Zitate: "Ein Saftstall is das hier" "Das ist Deutschland" (Falsch, DU bist Deutschland!)
Wir erfreuten uns alle dann an unserem Apfeltaschenlosen Frühstück und dachten, dass
ihm der Verzicht auf die Apfeltasche mal ganz gut tut und stellten nochmal abschließend fest, dass
Ahornsirup nun wirklich nicht jedermanns Sache ist und am Ende immer noch ein Schokodonut passt.
Samstag 8Uhr - Wecker klingelt: "Ngaahhh was zum...?Ähhh?" - "Aufstehen, nachgucken wann ihr losfahrt und mich schlafen lassen"
grummelt meine Freundin mich an.Richtig, nachgucken, wann es los geht. Klar hätte ich es mir auch einfach merken können, als ich Andis Mail zum ersten
mal gelesen habe, aber das wär ja zu einfach gewesen.
Meine müden Augen wurden dann von einem freundlichen "14Uhr Abfahrt in Stillhorn" angelächelt und entließen mich
in weitere 2Stunden Schlaf.
Sachen packen und beladen war diesmal sehr sparsam, da uns die guten Samariter von Bellbreaker ihr Gitarrenboxen etc. an dem
Abend stellen sollten. Also Anreise im PKW.

2 locker Stunden Fahrt und einen Whopper mit Käse und Bacon später wurden wir dann freundlich in Gladebeck empfangen.
Von hier an erstmal wieder der übliche Ablauf: Aufbauen, Soundcheck, Essen, auf Chrissi warten.
Die folgende Show war fett besucht und der Laden restlos ausverkauft.
Coole Stimmung, entspannte Leute, so wie es sein soll.
Etwas wunderlich war jedoch, dass Andi sich anscheinend mal als Alleinunterhalter versuchen wollte und ohne Ende das
Publikum vollgesülzt hat.
Nach dem Konzert dann nochn bißchen Bellbreaker gucken und Willie beim Striptease bestaunen. Ganz klar: Willie ist der einzig wahre
Angus Young.



Dann ab in unser Unterkunft, die Pension Giesela. Zumindest den Ort wußten wir noch, aber scheiße wo genau war das jetzt?
Gott sei Dank haben wir auf dem Weg noch einen ortskundigen aber sternhagelvollen Typen zu uns ins Auto geholt, der dann navigiert hat
(und wahrscheinlich dank uns noch ne halbe Stunde länger nach Hause brauchte).
Am nächsten Morgen fettes Frühstück mit der ganzen Crew, inklusive kotzefarbenem Rührei (Zitat der Köchin:"Lasst euch nicht
von der Farbe abschrecken, das sind nur die Gewürze.").
Da gabs die alte Problematik mal umgekehrt: Der Verstand sagt "ja", aber die Augen schreien "nein".
Auf ging`s nach Thüringen – nach einer entspannten Fahrt durch den verschneiten Harz kamen wir bereits gegen 17 Uhr in Artern an – eine Autowerkstatt erwartete uns. Die Technik war bereits komplett aufgebaut und wir hatten alle Zeit der Welt. Nach ‘nem Kaffee bauten wir in Ruhe unsere Backline auf und machten einen kurzen Soundcheck.
Der Ton in der Halle war erstaunlich gut und die Laune der Band bestens. Onni, Chris &Thilo spielten uns dann noch 2-3 Songs aus deren aktuellem Ärzte Set - endfett – diese neue Ärzte-Coverband mit dem schönen Namen „LE FRISEUR“ startet am 28.02.2009 und hat sich auf die Fahne geschrieben die BESTE ÄRZTE Coverband zu werden - und da fehlte schon beim Soundcheck nicht mehr viel.
Nun zurück, wir checkten in eine kleine gemütliche Pension ein – alles prima – im Gegensatz zum Backstage und dem Catering – wieder mal ein kalter Raum, belegte Brötchen ein großer Wasserkocher, Senf und ein Beutel Würstchen…. Passiert zwar sehr, sehr selten aber nun mussten wir da halt durch… da die halbe Band eh auf Diät ist und Sportler sind haben wir halt einen Fastentag eingelegt.
Pünktlich um 22:15 war Showtime – wir mussten 2 Sets spielen – was wir eigentlich hassen … ne Pause dann wenn`s am meisten Spaß macht… die Thüringer brauchten 3-4 Lieder bis sie richtig warm wurden und im 2 Set hat es dann auch ordentlich gekracht – wir spielten den Abend fast 3 Stunden.



Nach der Show gab es leider einige Assi´s im Publikum, die mit Ihren Besoffenen Köpfen, abends noch Boxen wollten. Wir haben auf dem Hotel noch gemütlich ne Bier getrunken und sind dann gegen 4:30 auch alle ins Bett – nach einer kurzen Nacht klingelte der Wecker bereits um 8:20, Kaffee, Zigaretten kurzes Frühstück und wieder ab auf die Bahn.
Wir bedanken uns an dieser Stelle noch an das Mädel von der Thüringer Zeitung für die Photos und fragen uns immer noch was eine professionelle Polonaisetänzerin ist J