Lösch mir die Augen aus

26.07.2006 um 15:15 Uhr

und diese Woche

von: AiHua

Erst normales Leben, dann ein Bruch. Zeit zum Nachdenken, Verfluchen, Überbrücken und ungeplantes Wandern.


20.07.2006 um 02:40 Uhr

Übernehmen, stehlen, klauen, wie auch immer

von: AiHua

1)      „I should be waiting for god and me to be dating”

2)      “I'm not sure all these people understand it's not like years ago”

3)      “You've never been to Niagara Falls? I have seen water, its water, that's all...”

4)      “Well I think it's fine, watching summer rain, taking a ride on a cosmic train”

5)      “I'll laugh until my head comes off, I swallow till I burst”

6)      “a gentle dream, come to me”

7)      “Why can't we see, when we bleed we bleed the same”

8)      The chain around your neck will strangle you soon, all that you still conceal, the gum that you chew will suffocate you”

9)      “Racing through the stars, you killed me awhile, my smile synchronized, for every one tonight”

10)  “Who am I, what and why? ‘Cause all I have left is my memories of yesterday”

11)  “Behind the fringe of a whiskey high mutilating cat like eyes”

12)  “You know me, i'm Mr.Nice, you know me I survive at any price”

13)  “I'm not in this movie I'm not in this song. never leave me paralyzed, love.”

14)  “I'll be your liqour bathing your soul, juice that's pure”

15)  “Dunk you under, deep salt Water”

16)  “I know you want to make her see how much this pain hurts, but you’ve got to walk away now, it’s over”

17)  “Take these sunken eyes and learn to see.All your life, you were only waiting for this moment to be free.”

18)  “Liz Taylor is not his style and even Lana Turners smile is somethin he cant see”

19)  “Your love is a faucet....You know I feel like a preacher waving a gun around. Shake it, shake it. shake it baby”

20)  “I wanna stand up, I wanna let go.You know, you know - no you don't, you don't”


von sjÁlfur entwendet. Ich warte darauf, dass jedes Liedfragment schnellstmöglich gelöst wird. Vielleicht verlange ich es sogar.

19.07.2006 um 17:26 Uhr

JA, JA, JA!!!!

von: AiHua

Ja!
Ja!
JA!

JA!

Ja!

JA!

JA!!!!!!!

(Klattern... ihr wisst schon Ziegen, Dänen und wunder schöne Socken mit roten Punkten  drauf)

18.07.2006 um 02:56 Uhr

eines meiner Lieblingsthemen

von: AiHua

Und schon wieder hat es das Öffentlich hinbekommen. Filme, tolle Filme, aber mitten in der Nacht. Wenn sie meinen, dass sie sie nicht 20:15 bringen können na gut, aber dann eben um 23:00 Uhr anstatt mitten in der Nacht. Gestern Der König tanzt heute Stiller Sturm. Da kann ich ja fast dankbar sein, dass ich sowieso nicht mehr schlafen kann (wenn man mal von der Nacht zum Samstag absieht).

18.07.2006 um 02:43 Uhr

Anmerkung am Rande

von: AiHua

Ähm... ichhoffe das ist jetzt nicht die fertige Verbesserung. Also ich will ja nicht den Spaß verderben, aber... äh... also so bitte nicht.

Halbe Stunde später:
Jetzt ist wieder gut... aber also ich möchte mal anmerken, ich wäre ja dafür, dass Dinge, die hier eigentlich schon laufen sollten sozusagen zum Laufen gebracht werden (das Editieren ist wie ein Lottospiel), bevor neue -bestimmt tolle- Neuerungen kommen....

18.07.2006 um 02:41 Uhr

ein Blick zurück

von: AiHua

Überall in der Wohnung und in uns steckt noch der Freitag, dabei ist das Wochenende an sich schon zu Ende. Keine „gestundete“ Zeit mehr, nicht mal mehr das Gefühl das Wochenende noch etwas fest zu halten. Aber zurück in der Zeit, zurück zum eilig gesponnenen Faden des Freitag.
Sommerfest, das letzte Mal im Garten des Instituts, klar, dass ich die Anlage mit abhole und den Fanatiker frage, ob er sie mal eben anschließen kann. Aber mehr auch nicht. Dieses Semester bin ich schließlich krank, tue nichts für die Allgemeinheit, nicht für mich, für das Studium und auch nicht für ich weiß nicht wen. Außerdem hat der Fanatiker sowieso kaum frei, dann schleppe ich ihn nicht zum Helfen… jedenfalls nicht für Ewigkeiten.
Ja, so war es gedacht. Aber leider hat das Wetter einen komplett den Strich durch die Rechnung gemacht. Und zudem, dass viel zu wenige Helfe kamen… Wir schwammen dreimal weg, um die mühsam aufgebauten Pavillons zu retten wurden wir mehr als nass. So nass kann man nicht sein, wenn man für Stunden schwimmen geht.
Also ein neuer Plan während der Rettungsaktionen erdacht, dabei Prosecco und Erdnüsse, ein paar Naturduschen. Die Boxen und die Beleuchtung in die Fenster hoch gebracht, aufgepasst, dass man nicht mit der verschlammten Kleidung und Haut die Bücher berührt.
Aus einer Stunde Mal-eben ist längst was erschreckend Gegenteiliges geworden. Na ja, die Pizza am Schluss war gut. Essen, während man in den immer noch triefenden Klamotten bibbert. Langsam kommt die Musik in Schwung, die Tanzfläche ist noch leer, aber wenigstens ist sie nicht mehr glitschig, ein Paradies für Schnecken (dagegen habe ich und der Besen etwas gesorgt).
Das Fest geht los, die Tabletten, die Arbeit wirken, ich bin müde. Zu Hause den Dreck abduschen und dann schlafen. Irgendwie sollte der Tag anders aussehen…

18.07.2006 um 02:28 Uhr

was wohl...

von: AiHua



Follow through
Make your dreams come true
Don't give up the fight
You will be alright
Cause there's no one like you in the universe

Don't be afraid
What your mind consumes
You should make a stand
Stand up for what you believe
And tonight
We can truly say
Together we're invincible

During the struggle
They will pull us down
But please, please
Lets use this chance
To turn things around
And tonight
We can truly say
Together we're invincible

Do it on your own
It makes no difference to me
What you leave behind
What you choose to be
And whatever they say
Your souls unbreakable

During the struggle
They will pull us down
But please, please
Let use this chance
To turn things around
And tonight
We can truly say
Together we're invincible

Together we're invincible

During the struggle
They will pull us down
Please, please
Let use this chance
To turn things around
And tonight
We can truly say
Together we're invincible
(muse: invincible, von: black holes & revelations)

Ich wiederhole mich so langsam, aber vielleicht interessiert den ein oder anderen auch das Visuelle von invincible... hört sich schräg an? na ja, ich bin immer noch müde...

16.07.2006 um 09:25 Uhr

„As a known memory“ (das müsst ihr wissen)

von: AiHua

Just a minute before you leave, girl,
Just a minute before you touch the door.
What is it that you’re trying to achieve, girl?
Do you think we can talk about it some more?
You know, the streets are filled with vipers
Who’ve lost all ray of hope,
You know, it ain’t even safe no more
In the palace of the pope.

Lasst es nicht den Sommer meines Lebens sein und ich weiß es nicht. Im Nachhinein, ist so was nur noch traurig. So wie kalter Kaffee, der am Morgen für einen gekocht wurde und bis zum Mittag unentdeckt blieb. Unendlich traurig.

Don’t fall apart on me tonight,
I just don’t think that I could handle it.
Don’t fall apart on me tonight,
Yesterday’s just a memory,
Tomorrow is never what it’s supposed to be
And I need you, yeah.

Es ist frühstücks-sonnen-hell und Mitbewohner dieses rissigen Hauses knallen Türen. Sie werden auf dem Balkon frühstücken, die Pflanzen wässern, so dass die Blätter in der Sonne nicht verbrennen müssen. Ich habe noch nicht geschlafen und denke an meine erste große Narbe. Bisher habe ich 17 Stück, die mich an den Wetterumschwung erinnern. Wer weiß was noch kommt. Aber die erste große Narbe ist genau so entstanden wie es Herr To01 hier beschreibt. Nur, dass ich nicht meinen Kopf ekstatisch zur Musik schwang, sondern ausgelassen auf einem, aus diesen halben Matratzen -die jeder irgendwann mal hatte und in seiner Kindheit daraus Höhlen baute-, selbstgebauten Trampolin hüpfte. Ich war etwa zwei, auf keinen Fall drei, da wohnte ich nicht mehr im Zimmer mit dem roten Teppich. Genau auf diesem Teppich tropfte mein Blut, was man aber kaum sah, ich prallte mit aller Kraft, die ein recht kleiner Körper so haben kann, gegen einen altmodischen Heizkörper, so dass ein recht großes Loch in meiner Stirn, direkt über dem rechten Auge, aufplatzte. Ich war so geschockt, dass ich nur aufstand und schließlich wie ein kaputtes Auto stehen blieb.

Come over here from over there, girl,
Sit down here. you can have my chair.
I can’t see us goin’ anywhere, girl.
The only place open is a thousand miles away and I can’t take you there.
I wish I’d have been a doctor,
Maybe I’d have saved some life that had been lost,
Maybe I’d have done some good in the world
’stead of burning every bridge I crossed.

Mein Bruder holte meinen Vater und meinen Onkel (den, den ich seit 10 Jahren nicht mehr gesehen habe). Ich erinnere mich an den Blick der beiden. Mein Vater war gar nicht aufgeregt, fand ich. Ich habe gar nichts gehört. Aber ich habe mitbekommen, wie Mein Onkel Verbandszeug suchte und mein Vater mich derweil anguckte. Mein Bruder fand nur dieses Verbandsklebeband, fleischfarbig und klebrig wie die Hölle. Sicher, die haben irgendwas darunter geklebt, aber ich erinnere mich nur, wie mein Vater das Klebeband abgezogen hat und auf die Wunde klebte. Ich erinnere mich nicht daran, dass da irgendwelche Tücher dazwischen waren.

Don’t fall apart on me tonight,
I just don’t think that I could handle it.
Don’t fall apart on me tonight,
Yesterday’s just a memory,
Tomorrow is never what it’s supposed to be
And I need you, oh, yeah.

Dann wurde ich das erste Mal in die Notaufnahme gefahren. Es sollten viele Male folgen (Zunge durchgebissen, Nasse durchgestochen, Zähne locker geschlagen, an Nasenbluten fast verblutet und so was eben… ich wurde oft geröntgt). Meine Mutter war glaube ich zur selben Zeit im Krankenhaus wegen einer komplizierten Schwangerschaft (ich war nicht kompliziert, ich war immer unkompliziert für meine Mutter, sie hat noch nicht mal die Presswehen gespürt… sie sagt immer, dass sie von mir mehr haben hätte können. Da ist das Kinderkriegen leicht). Sie war sehr schockiert, weil die Notaufnahme sie in ihrem Zimmer anrief und die sie fragten wann denn ihre Tochter geboren wurde, da ihr Bruder und ihr Mann das Datum nicht wüssten (ich glaube nicht, dass man das auf den Schock führen konnte, die beiden konnten sich auch so keine Daten merken).

I ain’t too good at conversation, girl,
So you might not know exactly how I feel,
But if I could, I’d bring you to the mountaintop, girl,
And build you a house made out of stainless steel.
But it’s like I’m stuck inside a painting
That’s hanging in the louvre,
My throat start to tickle and my nose itches
But I know that I can’t move.

Ich erinnere mich bei dem ersten Mal Notaufnahme nur an das Licht und an die Plastiksitze (in orange) in den Fluren und ein wenig an die Stimme des ersten Bekittelten, die in der Notaufnahme klangen immer nett…

Don’t fall apart on me tonight,
I just don’t think that I could handle it.
Don’t fall apart on me tonight,
Yesterday’s gone but the past lives on,
Tomorrow’s just one step beyond
And I need you, oh, yeah.

Ich wurde das erste Mal geröntgt und danach wollten sie nähen, aber meine Mutter wollte nicht, dass ich ohne Betäubung genäht wurde. Und somit wurde ich etwas geklebt und verbunden.


Who are these people who are walking towards you?
Do you know them or will there be a fight?
With their humorless smiles so easy to see through,
Can they tell you what’s wrong from what’s right?

Do you remember st. james street
Where you blew jackie p.’s mind?
You were so fine, clark gable would have fell at your feet
And laid his life on the line.

Meine Eltern hatten eine Zeitlang ein Konto für meine Narbe. Sie wollten nicht, dass ich gerade als Frau mit einer großen Narbe direkt über dem Auge gezeichnet wäre. Sie sparten für eine OP… dann wohl mit Betäubung.

Let’s try to get beneath the surface waste, girl,
No more booby traps and bombs,
No more decadence and charm,
No more affection that’s misplaced, girl,
No more mudcake creatures lying in your arms.
What about that millionaire with the drumsticks in his pants?
He looked so baffled and so bewildered
When he played and we didn’t dance.

Die Narbe ist längst verwachsen, zwar zu sehen, aber nicht mehr über dem Auge, sondern an der Schläfe am Haaransatz. Die Haut ist dort etwas heller und etwas glatter, aber das war’s dann auch schon. Das Konto ist längst aufgelöst und meine Eltern längst andere.

 Don’t fall apart on me tonight,
I just don’t think that I could handle it.
Don’t fall apart on me tonight,
Yesterday’s just a memory,
Tomorrow is never what it’s supposed to be
And I need you, yeah.

(Bob Dylan: don’t fall apart from me tonight)

13.07.2006 um 15:17 Uhr

Allez, Allez, Allez!!!

von: AiHua

Michael Rasmussen muss heute eigentlich seine Bergziegenqualitäten mal raus holen, damit er Hoffnungen hat auf die erdbeerroten Punkte. Aber bisher sieht es nicht unbedingt danach aus, dafür leiden andere so richtig…, aber so was von richtig.

(Ich sterbe, wenn ich nur Berge sehe, warum finde ich gerade die Bergziege am tollsten? Und ich denke immer: „Der arme Kleine“, dabei ist der nicht klein…)

12.07.2006 um 15:10 Uhr

Glückwunsch

von: AiHua

Ungers als „Repräsentanten einer neoklassisch mutierten Moderne zu feiern“ muss eigentlich jedem normal denkenden Menschen wehtun (kein Artikel griffbereit, dafür im Fernsehen gehört). Zum 80. Geburtstag sind eine Artikel geschrieben worden. Manche hatten genau diesen Ton angeschlagen, ein anderer (danach zitiert) macht darauf aufmerksam, dass das Ungers Konzepten vollkommen entgegen läuft. Ungers ist ein Vertreter der Postmoderne!!! Das ist nicht nur ein feiner Unterscheid, der Unterschied ist gigantisch und liegt auch auf der Hand.
Oh Mann, in der Ehrung liegt manchmal die Schmähung.
(Ausführlich, aber auch schön pathetisch die Welt.)

12.07.2006 um 03:14 Uhr

deutsch-amerikanische Beziehung mit englischen Zuschauern

von: AiHua

The Econominist (deutsche Zitate nach Perlentaucher) beschreibt unsere Kanzlerin als „politische Akrobatin“! Ich meine… oh Mann und das nachdem man Zeitlupenaufnahmen gesehen hat wie sie jubelt… Aber ansonsten ist es schon interessant, dass zumindest dieser britische Artikel Merkels Zusammenkünfte mit der amerikanischen Politik so zusammenfasst, dass sie sich zwar auf freundschaftlichen Kontakt einlässt, aber nicht zum „Schoßhund“ werden will. Die Außenpolitik gegenüber Amerika also so ziemlich die Alte geblieben sei. Ja, vielleicht sollte ich meine Sicht noch mal überdenken, denn ich fand sie durchaus etwas … sagen wir mal mädchenhaft. Anmerken, dass man Guantanamo nicht gut heißen kann, hm, es wäre aus europäischer Sicht doch gar nicht anders denkbar (hoffe ich mal naiver Weise)… Also wenn ich es recht überlege, dann vollführt sie schon politische Akrobatik, aber das war nicht nur von einer CDU Regierung zu erwarten, sondern auch von einer alleinigen SPD-Regierung. Ich meine wenn der nächste Krieg ansteht sehen wir mal weiter (und ob gerade eine Wahl ansteht).

12.07.2006 um 02:50 Uhr

kurze Zusammenfassung eines fassungslosen Artikels

von: AiHua

Anne Applebaum kann noch schockiert sein, was sie in dieser Hinsicht durchaus sympathisch macht (auch wenn ich ihr heimlich unterstelle, dass es nur zum Besseren Lesen „geheuchelt“ wird). Im Spectator (danach und nach Perlentaucher zitiert) kann sie es einfach nicht fassen, dass der Westen es zulässt, dass sich Putin mit dem G8  Gipfel so profiliert, wobei sie auch selber  Aussagen der russischen Regierung zusammenfasst, die zeigen, dass Putins Gastgeberrolle nur am Ende einer langen Auflistung steht. Der Verteidigungsminister Russlands meinte zu dieser Situation knapp: 'Alles, was heute zählt, ist Macht.’ Und ein Berater Putins sagt es noch härter: 'Sie reden über Demokratie, aber sie denken an unsere Rohstoffe.'
Sicher, an sich besteht ein Unterschied von Mütterchen Russland zum Westen…, aber eigentlich frage ich mich worin der Unterschied  genau liegt.

12.07.2006 um 02:32 Uhr

"Der Autor ist tot, es lebe der Autor"

von: AiHua

Wegen Aussagen einer Romanfigur angeklagt zu werden, erscheint einfach nur absurd, aber wir haben ja schon zuletzt mit Staunen in die Türkei geblickt, was so ein kleines Schweinchen anrichten kann… Ja, jetzt hat sich also Kerim Kerincsiz (dazu als Quelle die Welt) nach Pamuk Schriftstellerin Elif Shafak als Gegenstand seiner Arbeit gemacht. Kerincsiz ist „Hobby“-Nationalist und Anwalt von Berufswegen, so dass er Elif Shafak wegen Verunglimpfung der Türkei anklagen kann, was ihr bis an die drei Jahre Haft einbringen kann. Wieso gerade sie, wird womöglich schon nur aus den Titeln ihrer Bücher klar: Die Heilige des nahenden Irrsinns oder eben The Bastard of Istanbul.
Der Irrsinn ist schon längst da, denn die Klage beruft sich nicht etwa auf Aussagen von Shafak selbst, sondern auf die Aussagen einer Romanfigur ihres letzten Romans, welcher von allem möglichen Seiten in der Türkei sehr gut aufgenommen wurde, außer von den „Ultranationalisten [die dafür] aber extrem verstört“ reagierten.
Diese ganze Geschichte zeigt mal wieder, wie ambivalent zur Zeit die Entwicklung der Türkei ist.

12.07.2006 um 01:45 Uhr

Flaggenverbrennung und anderer Schwachsinn

von: AiHua

Jetzt wo wir sie nun alle haben, können wir auch Plastikfeuer organisieren!  Ist ja was Hochpolitisches eine Flagge zu verbrennen, wie nicht nur die dänische Flagge und die amerikanische andauernd erfahren mussten und müssen. In einem Kaff hat es mal wieder eine amerikanische Flagge erwischt, samt einen Anne Frank Tagebuch. Dabei wurde auch erklärt, dass das Tagebuch eine Fälschung sei. Tatsächlich ist so was in vielerlei Augen nicht nur unheimlich, überdimensional bescheuert, nein auch noch Volksverhetzung. Und deshalb wird auch gegen etwa sechs Menschen Klage erhoben (hier und hier z.B.).

(mal ganz davon abgesehen, dass das politisch motiviert ist und sowieso einfach nur ihr wisst schon was ist… aber davon abgesehen habe ich auch schon bücher verbrannt. oh mann, wenn ich es recht bedenke, war es sogar heine und der war ja irgendwann mal jude… mist, was habe ich getan…)

12.07.2006 um 01:12 Uhr

"you in my arms"

von: AiHua

 

Far away
The ship is taking me far away
Far away from the memories
Of the people who care if I live or die

Endlich in meinen Händen, endlich ganz zu hören ohne Verzerrung und was weiß ich. Endlich da.

Starlight
I will be chasing your starlight
Until the end of my life
I don't know if it's worth it anymore

 

And hold you in my arms
I just wanted to hold
You in my arms

Und ich weiß, dass sie mich begleiten wird. Bei egal was, egal wo, egal wann. Da kann ich so weit weg oder nah sein wie es geht/will. Und falls sich Sternenstaub auf die Lackschuhe legt, Scheiß drauf.

My life
You electrify my life
Lets conspire to re-ignite
All the souls that would die just to feel alive

Vergesst mich, ich kann nur noch glücklicher werden. Aufgeben geht sowieso nicht. Und wenn man Schrammen hat, weiß man Schönheit erst zu schätzen. Vielleicht, womöglich, irgendwann.

 
 But I'll never let you go
If you promised not to fade away
Never fade away

Our hopes and expectations
Black holes and revelations
Our hopes and expectations
Black holes and revelations

Was in meiner Hand liegt erfüllt Hoffnungen und vielleicht rettet es mein Leben. Der Klang, der Rhythmus, die Texte und meine Kopfhörer. Björk hat auf jeden Fall aus Erfahrung „my headphones, they saved my life“[1] gesungen.


Far away
The ship is taking me far away
Far away from the memories
Of the people who care if I live or die

 

Da wo ich herkomme zieht man das Fernweh aus der Luft, atmet es, träumt und spinnt es mit hölzernen Rädern kunstvoll vom ersten Augenblick. Da wo ich herkomme ist die Realität nie genug. Und eine Platte rettet einem immer wieder das Leben.

I'll never let you go
If you promised not to fade away
Never fade away[2]



[1] Björk: aus: my headphones, aus: post. Universal: Polydor 1995.
[2] Muse: starlight, aus: black holes and revelations. Helium: A&E Records 2006.

10.07.2006 um 04:47 Uhr

als Kind sagte man mir wenn ich lachte, dass man merke, dass ich müde sei

von: AiHua

Ich bin sehr müde, morgen werde ich wissen wie sehr! Denn heute und im Augenblick (ich sichere mich schon mal für morgen ab) finde ich die Unterschrift unter diesem Bild einfach toll. So spitzfindig, ja kunsthistorisch versiert, oder einfach nur mit philosophischen Blödeleien jonglierend habe ich die FR gar nicht kennen gelernt. Aber damit ist es Schluss. Zu einem Artikel zu dem Filmkünstler Günter Zehetner, der zu einer Ausstellung den Film I send you a love letter straight from my heart fucker! You wanna know what a love letter is? It's a bullet from my fucking gun you fucker erarbeitet hat und den die FR samt Ausstellung vorstellt und beschreibt, liefert die FR auch noch ein Bild des Künstlers vor einem Selbstporträt eines anderen Künstlers (die Ausstellung heißt You and me). Das Tolle daran ist das Tolle dari… äh darunter. Magrittemäßig (das ist kein Apfel--- und das auch noch auf Französisch) titeln sie lachhaft wunderbar…




"Michael S. Riedel als Selbstporträt an der Wand, Günter Zehetner in echt. (FR)"

10.07.2006 um 03:13 Uhr

Berlin hat auch ein paar Vorteile

von: AiHua

Olafur Eliasson ist Wahlberliner und da er gerade mal wieder eine Ausstellung hat und er sowieso eindeutig hipp ist, hat ihn die Berliner Zeitung porträtiert. Da ich mich sowieso schon als Fan geoutet habe, verwundert es nicht, wenn ich auch einen Artikel lese, in dem das nette Lächeln des Künstlers beschrieben wird...(da läuft es mir eiskalt den Rücken runter).
In dem Artikel wird beschrieben, dass der Künstler Formeln, Regeln der Physik, Geologie beispielsweise auf einfache Art erfahrbar macht. Einfach und leicht, scheint seine Kunst zu sein, Kritiker erfahren diese Kunst als kitschig, die Berliner Zeitung für leicht… ich habe mal geschrieben dass die Kunst Eliassons natürliche Phänomene scheinbar kindlich erfahrbar macht. Der dänische Pavillon, den Eliasson mal gestaltete ließ mich an kindliche Spiele und Kindheitserinnerungen denken (Sparziergänge im Wald, mit dem Blick in die Baumwipfel, deren Blätter Licht filtern...)
Wenn ich könnte (und vielleicht klappt es sogar) würde ich zu dieser Ausstellung gehen und kann euch nur seine Arbeit empfehlen. Bildungskunst ohne erhobenen Zeigefinger, oder einfach nur eine schöne Erfahrung für den Rezipienten:

Ausstellung Olafur Eliasson: "Mediating Space. A Laboratory" in der Architektur- galerie Aedes, Pfefferberg, Berlin-Prenzlauer Berg, Christinenstraße 18/19, bis 20. 7. Di-Fr 11-18.30/Sa/So 13-17 Uhr.

10.07.2006 um 02:33 Uhr

"a place where she could wash"

von: AiHua


"and listen to the wind blow..."

08.07.2006 um 04:51 Uhr

da war doch was

von: AiHua

Und weil die Empfehlung schon vor so langer Zeit gegeben wurde, hier nochmals die Erinnerung:
Morgen etwas Konkurenz zu so einem Sport...
Samstag, 9. Juli 2005 um 20.15 Uhr auf ARTE
    Im Dschungel von Patrick Blanc
    Neue Gartenkunst (2/13)
    Dokumentarfilm von Christoph Schuch

08.07.2006 um 03:54 Uhr

nicht habitisch, was soll's...

von: AiHua

„Lesen muss man Benn“, steht in dem schon erwähnten Artikel, nachdem über die Stimme Benns geschrieben wurde. Am Mittwoch kann man ihn nicht nur hören, wahrscheinlich auch etwas lesen und vor allem auch sehen. Etwas Schattenerahnung im Fernsehen. 3sat strahlt am Mittwoch um 21:15 Uhr die Dokumentation/ ein Porträt-Essay Schakal und Engel – hellgeäugt und schwarzgeflüglt von Jürgen Miermeister  zu ihm aus. Und bewirbt den Dichter mit den Worten (aus der Erinnerung):
‚Der Arzt der zum Dichter wurde und Gedichte scheinbar mit dem Seziermesser verfasste.’