Lösch mir die Augen aus

31.08.2006 um 18:19 Uhr

visuell spüre ich fast schon die Sonne...

von: AiHua

Sonne statt Regen, keine Ahnung wie der Song von Beuys ging, aber ich weiß wie es in meinen Träumen und in der Kunst von Olafur Eliasson aussieht.
Nachdem ich den Besuch wieder zum Bahnhof gebracht hatte, habe ich mich zum Lenbachhaus geschleppt und habe mich in die Unterwelt begeben.
Fotos können irgendwie fast nichts davon verständlich rüberbringen, aber in dem fast leeren Raum hatte ich Sonnenerfahrungen mit treibenden Wolkenerscheinungen.

30.08.2006 um 11:22 Uhr

Lebensweisheit oder einfach nur Jammern

von: AiHua

Klammern an den dritten Bechr Tee. Tee ist besser als Kaffee, letzteren trinke ich mit Milch. Tee ist also heißer!
Ich müsste mehr tun, schließlich will ich noch einiges schaffen, bevor hier Besuch eintrudelt. Ach ich wünschte dieser schillernde Besuch würde in einer Woche kommen, vielleicht wäre dann auch Sommer. 

30.08.2006 um 10:44 Uhr

noch ein Bild weniger

von: AiHua

Nach der Goldenen Adele jetzt auch noch die Berliner Straßenszene von Kirchner, die restituiert, wobei es ja anders als bei Adele durchhaus Zweifel angebracht sind, ob diese Restitution nötig war. Aber hier geht es ja, wie Stefan Kirschner in der Welt richtig feststellt, darum, „dass moralische und juristische Aspekte verschmelzen“, so dass berechtigte Zweifel eben nicht so schwer wiegen.
Außer, dass ich interessant finde, wie die Wertsteigerung von diesem Bild ausfällt, nämlich von 800 000 Euro 1980 auf schöne 14 Millionen Euro, finde ich es spannend, was kulturzeit berichtet. Nämlich von der Mutmaßung, dass hinter den ganzen Restitutionsgeschichten die Auktionshäuser stehen (was dann wiederum die Preissteigerung in manchen Hinsicht erklärt). Ludwig von Pufendorf, Vorsitzender des Freundeskreises des Brücke-Museums sagte im Interview mit kulturzeit: "Jeder weiß, dass der größte Teil nicht von den Erben initiiert worden ist, sondern von den großen Auktionshäusern. Gerade dann muss man besonders aufpassen, damit man nicht von dem bösen Wort 'Shoah-Business' sprechen muss. Umso wichtiger ist es im Einzelfall, dass man nicht gleich Genüge tut, nur weil er erhoben worden ist."
Sicher, eine Meinung, die wenigstens nicht jetzt belegbar ist, aber nicht gerade abwegig.

30.08.2006 um 09:29 Uhr

ach ich Zweifler, aber ich gelobe Besserung

von: AiHua

Gestern Abend habe ich den Fernseher angeschaltet, so um 20:15 Uhr, das passiert bei mir häufiger, und was sehe ich? Guido Knopps neue Dokumentationsserie! Schon allein sein Name ist für mich schon ein Grund umzuschalten, aber nachdem ich den Titel der Serie las habe ich gleich ganz den Fernseher ausgeschaltet. Gut, jetzt ist er also in die Welt der Monarchie eingetaucht. Ja, wirklich wichtig, ich kann nur sagen: Spitze...
Die Serie heißt also tatsächlich Majestät und nicht nur der Serientitel verspricht Geschichte mit Telenovela-Charakter, denn die erste Folge hat doch den anrührenden Titel Die Deutsche und der König. Wobei ich ja den Titel Beatrix und der traurige Prinz noch schöner finde, die Folge wird bestimmt auch sehr stimmungsvoll.
Wie ich dann heute Morgen bei André Mielke in der Welt nachgelesen habe (wenn nicht anders angegeben, danach zitiert), kommt es ihm vor allem märchenhaft vor. Und außer dieser einfach nur so anrührenden Geschichten aus dem wahren Leben, berichtet Mielke weiter, dass Knopp sogar ein hohes Ziel verfolgt und zitiert den großen Meister selber:

"Wie ist das Selbstverständnis dieser Könige? Wie setzen sie die Traditionen, die Geschichte ihrer Dynastien ein zur Sicherung der Monarchie? (...) Stehen die Monarchen dieser Erde auch für eine Tradition, die Werte der Geschichte für die Zukunft retten kann?"

Richtig bereute ich, dass ich nicht doch weiter gesehen habe, als ich das Zitat eines selbst adligen Zeitzeugen las: "Wir sahen das beginnende Glück in den Augen von ihm." Da geht einem doch vollkommen das Herz auf.
Aber unser aller Dokumentationsgewissen weiß auch Kritik zu üben. Ja, denn nach dem schönen Beispiel von gestern folgt in zwei Wochen das Königshaus von Japan. Nicht nur, dass er einen Ausblick auf die Rolle der japanischen Dynastie im zweiten Weltkrieg gibt, nein, er verfolgt auch geschockt dem derzeitigen Geschehen um den männlichen Thronfolger, der noch auf sich warten lässt, so dass die möglichen Mütter nur noch als Gebärmaschinen gesehen werden. Ja, wir können so viel von den Königshäusern lernen!
Das ist nicht einfach nur ein Rumschnüffeln im Privatleben von Menschen, nein (!), Knopp ist doch nicht mit einem Schreiber von kleinen schmierigen Monarchieblättern zu vergleichen! Das hätte mir ja auch klar sein können, nein, müssen!
Schließlich hat Knopp uns so wunderbar eindringliche Dokumentationen wie Hitler-Eine Bilanz, Hitlers Helfer oder auch Hitlers Krieger beschert (Quelle).

Und weil ich es gerade gesehen habe noch ein Nachtrag:
Der blinde Io hat einen Schüler Knopps (sind wir nicht alle seine Schüler?) zum Thema eines Beitrags gemacht. Hier geht es zu einem kleinen Geschichtsbeitrag von Walter Moers.

30.08.2006 um 01:42 Uhr

"pain and suffering in various tempos"

von: AiHua

I’m not sure
What I’m looking for
I just know
That I’m harder to console
I don’t see who I’m trying to be
Instead of me
But the key
Is a question of control

Es ist erbärmlich. Ich mache mir zu viele Gedanken über das Wetter. Ich friere und kann gleichzeitig verdrängen. Großartig. Herrje, es ist so erbärmlich. Es ist mir erbärmlich kalt. Ich würde jetzt auch Marzipan essen, fast hätte ich mir einen Wintertee gemacht. Das spricht doch wohl Bände. Dabei sollte ich eindeutig meine Gedanken nicht darauf lenken, dass es in der Nacht nur fünf Grad warm ist und es morgen über Tag hier 14 Grad werden sollen. Nein, ich sollte richtig ich sein.

Just hang on
Suffer well
Sometimes it’s hard
It’s hard to tell

Eindeutig! Meistens ist es so schwer, weil zumindest ich nicht richtig weiß, wie und überhaupt. Es ist so schwer zu sagen und an sich ja auch unnötig, wenn man es wenigstens sich selbst klar machen kann. Und gleichzeitig arbeitet die Zeit gegen einen. Gwen Stefani würde irgendwas von „tic tock“ singen. An sich vergeht Zeit auch lautlos.

If I could just hide
The sinner inside
And keep him denied
How sweet life would be
If I could be free
From the sinner in me

So extrem würde ich das gar nicht sehen. Mit meinen größeren Sünden kann ich irgendwie leben, oder habe mich zumindest auf einen Waffenstillstand mit mir geeinigt. Aber diese kleinen Dinge, die auf einmal das Leben so schwer machen. Erbärmlich.

I wish I could take the pain for you
If God has a master plan
That only He understands
I hope it’s your eyes He’s seeing through

Das denke ich tatsächlich öfter beim Anblick von anderen Menschen. Und ich wünschte auch, dass ich die Welt mit anderen Augen sehen könnte. Ich wünschte nicht nur durch andere Augen zu sehen, sondern noch viel mehr zu sein.

Overflowing senses
Heightened awareness
I hear my blood flow
I feel its caress
Whispering cosmos
Talking right to me
Unlimited endless

Erinnerungen an solche Erlebnisse sind es schließlich, die es erträglich machen. Bei aller Erbärmlichkeit hat man schon Großes geatmet. Und es gibt Augenblicke, auch wenn man sie später belächelt, in denen es so viel Sinn macht. Und auch wenn man das meiste nicht versteht schlicht Teil davon ist.

Even the stars look brighter tonight
Nothing’s impossible
I still believe in love at first sight

Nothings impossible

Zuerst hört sich das sehr positiv an. Aber das ist es nicht nur. Wenn alles möglich ist, dann ist auch das Schrecklichste möglich. Es ist eben alles möglich, alles.
Mein Urgroßvater verbot seinem Sohn Romane zu lesen, die davon handelten, dass man auf den Mond reisen könnte. Es wäre einfach zu utopisch. Sein Sohn hat mir als alter Mann mit Euphorie erzählt, dass es eben doch möglich war (ich weiß es gibt da Mutmaßungen…). Es ist eben weitaus mehr möglich als man sich vorstellen kann, warum dann nicht auch das was ich mir vorstellen kann?

Just give me a reason some kind of sign
I’ll need a miracle to help me this time
Iheard what you said and I feel the same
I know in my heart that I’ll have to change

Und ich bin durchaus bereit an Wunder zu glauben. Ich bin schwer darin schwer zu überzeugen, darum brauche ich ja auch ein Wunder. Paradox? Ach was. Vielleicht erbärmlich aber sonst...

Oh you blind one
Gentle and kind one
Seeing the world as a loaded gun


Stay as you are the darkest star
Shining for me
Majestically[1]



[1] Depeche Mode: Auszüge von: playing the angel. Mute: venusnote 2005.

29.08.2006 um 01:17 Uhr

give up objectivity

von: AiHua

 



 
october
centerfold
high on meat
holy girl
dreaming on
chlorophorm
marlboro
give us hope
cannonball
drag us down
feverman
 
heating up
come around
safe and sound



animal
hospital
save us from
rock and roll
lie about your future plans
still put on your honest face

boys like you can easely give up objectivity
come around
safe and sound


holy sister
care for us all
clean our table
we've had enough
holy sister
care for us all
hold our hair back
when we throw up



archetype
to the light
ivory
nicotine
worried sick
paranoid

ever so
over joyed


holy sister
care for us all
clean our table
we had enough
holy sister
care for us all
hold our hair back back
 (das pop: feverman)



28.08.2006 um 04:37 Uhr

Erwachen und Gedanken an große Eimer und einen ebenso großen Neufundländer

von: AiHua

Es gibt kaum etwas nervigeres als aus dem Schlaf gerissen zu werden um fest zu stellen, dass man Nasenbluten hat. Vor allem, wenn diese Nasenbluten einfach nicht aufhören wollen.
Hm, ruhig bleiben, irgendwann hört es auf und bis dahin kann ich mal wieder was Sinnfreies schreiben.
In meiner Kindheit hatte ich andauernd Nasenbluten, einmal verlor ich so viel Blut, dass ich eine Bluttransfusion brauchte. Daran erinnere ich mich allerdings nicht mehr.
Ich erinnere mich nur daran, dass ich Fernsehen konnte und mein Vater einen 10 Liter Eimer (wir hatten ein Retsaurant, da gabs die haufenweise) vor mich stellte. Nachdem ich Löwenzahn fertig gesehen hatte und ich einfach weiter tropfte, vorher meine Mutter schon alles mögliche ausprobierte, fing ich langsam an zu weinen. Ich dachte, ich muss sterben.
Ich war drei 1/2 Jahre alt und ein Monat zuvor war unser großer Neufundländer von einem RTW angefahren worden, die Sanitäter schläferten ihn dann auch gnädigerweise gleich vor Ort ein und legten ihn hinten in unser Auto. Da habe ich ihn von der Rückbank betrachtet. Obwohl er tot war, blutete er noch aus der schönen dunklen Schnauze. Ich denke da ist es verzeihlich, dass ich dachte zu sterben.
Als der Notarzt kam, saß ich also vor einen ganz schön gefüllten 10 Liter Eimer, leise vor mich hinweinend, mit beiden Händen das blöde Gefäß haltend. Der Fernseher war längst aus, er hatte mich nicht wirklich beruhigt.
Ja, aber ganz im Gegensatz zu damals habe ich mir meinen Rechner geschnappt und lenke mich damit ab, dabei musste ich auch kaum mit einem Taschentuch die tastatur wieder reinigen...
Ich sag nur Tropf.
(eine der vielen wallpapers von manic street preachers) 
 
Ansonsten nimmt es aber tatsächlich ab, wäre ja auch noch schöner gewesen, wenn ich um 4:53 Uhr wegen Nasenbluten einen Notarzt bemühe... Ich gehe dann mal schlafen und wickel mich wie eine Taschentuchmumie ein, was immer das sein soll.

28.08.2006 um 03:06 Uhr

Empfehlung für Regenmüde in München

von: AiHua

Und als hätte das Lebach-Haus gewusst, dass dieser August sich durch Regen auszeichnen würde, haben es gut geplant und Olafur Eliassons Sonne statt Regen (der Titel bezieht sich wohl auf den Wahlspruch von Beuys…, denke ich mal) wiederholt in den Kunstbau geholt. Ganz ohne Toaster-Gefühl kann man den Regen aus den Haaren schütteln, während man sich vor eine der Wände stellt, die Eliasson durch eine Membran einer ständigen Folge von Lichtbewegungen aussetzt, so dass alle möglichen Farbabstufungen weich und kräftig zugleich erscheinen, die sich über den ganzen Raum ausbreiten.
Wie schon öfter beschrieben, geht es Eliasson dabei um Wahrnehmung und zwar eine prozesshafte Wahrnehmung, die den Besucher zeitlich und natürlich räumlich einbindet.
2003 habe ich die Ausstellung erlebt und war total begeistert. Ich musste mich daran erinnern, wie ich als Kind im Winter draußen Sonnenflecken gesucht habe und dann mit geschlossenen Augen in die Sonne geblickt habe. Es waren genau diese Farben zu sehen…
Wer also Sonne dringend nötig hat, der sollte unbedingt in München in den Kunstbau. Die Ausstellung ist bis zum 22. Oktober geöffnet. Der Herbst hat also unterirdisch in München Sonne!

27.08.2006 um 05:20 Uhr

"i can't remember why, but i know you"

von: AiHua

Ja, an sich will ich ja eine andere Kamera haben, denn eigenartigerweise kann ich nur mit meiner Notebookkamera umgehen, mit der anderen kriege ich leider Nichts zustande. Ich hasse sie. Es bringt mich zum Wahnsinn, dass ich den Blitz nicht ausstellen kann wenn ich den Selbstauslöser betätige. Das Fotografieren macht mit dieser Kamera einfach keinen Spaß.
Ich bleibe also erstmal bei meiner "Kleinen" und traüme von einer neuen Kamera. Dabei muss die gar nicht so toll sein...

27.08.2006 um 05:13 Uhr

nicht beliebt, aber hier na..., die Quantität ist ja auch mal was

von: AiHua

Ich denke mal, dass es sich um einen Fehler handeln muss, dass mein Blog auf Platz 37 der "meisten Einträge" sich befindet. Aber da dieser Fehler bestimmt bald wieder behoben ist, will ich nur mal anmerken, dass mein Blog da mal stand. Das klingt doch nach was. Zwar ziemlich sinnlos, aber hey, es handelt sich schließlich um eine Aufflistung, wer erwartet da Sinn?

27.08.2006 um 05:00 Uhr

Wallenstein mit Schmelz in der Stimme

von: AiHua

Klaus Maria Brandauer als Wallenstein. Ja, prima. Ich finde Brandauer zwar nicht sympathisch, aber deshalb schon mal gut. Er ist irgendwie so… so österr… äh so arrogant, nett, alltäglich und außergewöhnlich zugleich.
Keine Ahnung wie er als Regisseur ist, zuletzt die Dreigroschenoper, wobei ja Kritiker ihn gerne zerrissen. Allerdings mag ich auch häufig Bücher, die von Kritikern als letzter Schund beschimpft wurde. Ich habe eben keinen Geschmack. Es könnte also sein, dass ich die Inszenierung auch mag, wenn man mal davon absieht, dass ich Campino eher skeptisch gegenüber stehe, aber was soll’s… wir waren ja bei Wallenstein.
Wallenstein… ja, also wenn Schiller dann Wallenstein. Ich bin ja eher skeptisch zu Wallenstein gekommen und da auch zuerst in der Rezeption. Ihr wisst schon, Seni vor der Leiche Wallenstein. Da sich Piloty an Schiller gehalten hat, habe ich dann auch mal das Stück gelesen und es dann erstaunlich gerne gemocht. Und wenn man schon bei solchen Zugeständnissen ist, ich würde gerne Brandauer als Wallenstein sehen.
Ja, Gedanken beim Lesen alter Nachrichten .

27.08.2006 um 04:34 Uhr

drei vier Lokale, in denen ich vorher noch nicht war

von: AiHua

Mit der Zeit sind die Stempel auf meinen Gelenken alle weggewaschen und restfrei auch wieder von meiner Wange entfernt worden und ich kann berichten:
Die rote Sonne ist ein toller Laden, in dem sie Elektro spielen. Auch in tollen Läden, sind blöde Menschen, die meinen, dass die tollste Anmache darin besteht, dass sie von hinten ihre Arme um einen legen und ihre Hüfe an den Körper drücken. Um ehrlich zu sein, ist man das ja gewohnt, aber um drei Uhr war die Tanzfläche so voll, dass es teilweise stressig war, dem kunstvoll auszuweichen. Und nein, ich mag das weder bei gut aussehenden Frauen noch Männern.
Das Café am Hochhaus ist an einem Freitag um 22:30 Uhr schon so voll, dass kein Blatt mehr zwischen die Menschen passt (um die Chronologie des Abends etwas durcheinander zu bringen) und die Musik ist durchaus nicht nur bei Jackson Five anzusiedeln.
Und es gibt nicht nur gutaussehende Lesben. Und erst recht ist der Soul Club sehr armselig, egal ob Mischen possible Abend ist, oder aber jeweils das eine Geschlecht draußen bleiben muss. Die paar Frauen, die da waren, waren sichtlich enttäuscht. Und die Freundin, mit der ich da war, ist sich jetzt sicher, dass sie Lesben-DJ wird, das was die Frau dort aufgelegt hat war wirklich scheußlich. Ich meine, das war schlimmer als jede Dorfdisko. Trotzdem hat ein Becks dort vier Euro gekostet. Man hätte sich den Abend also gar nicht schön trinken können.
Nach einem Abstecher bin ich wieder zur roten Sonne und habe eine sehr erfreuliche Nacht verbracht.
Ich habe jedenfalls genügend tolle Eindrücke. Ich kann ja noch Gutes aus dem Soul Club ziehen, meine Freundin ist nur enttäuscht, denn irgendwie will sie mal endlich wieder eine neue Freundin. Also geht sie auch weiterhin zu solchen Veranstaltungen. Wobei wir vor einer Woche bei einer Veranstaltung im Forum der Technik waren. Wegen dem Christopher-Street-Day wurde da ein Mischabend mit zwei Räumen abgehalten. Da waren wirklich viele schöne Menschen… Übrigens sind lange Haare sehr begehrt, dabei tragen die meisten ihr Haar kurz. Ja, das von meiner Seite. Ich habe meiner Freundin schon zu verstehen gegeben, dass sie ihre Haare lang wachsen lassen soll… naja, ich glaube ihr Zynismus schlägt die Frauen in die Flucht. Da ich das aber an ihr liebe, wird das auch irgendjemand anderem gefallen. Denk ich mal.

27.08.2006 um 03:51 Uhr

Ich wäre…

von: AiHua

eigentlich wollte ich so viel schreiben, aber was soll's...

ein Monat: November, trübe, verregnet, regnerisch, stürmisch. Der November ist doch Sinnbild für ein Memento Mori... oder so
ein Wochentag: Montag, man muss, will aber nicht
eine Tageszeit: fünf Uhr morgens, noch ohne Schlaf erlebt
ein Planet: Saturn. Ihr wisst schon, die schwarze Galle.
ein Meerestier: eine Qualle
eine Richtung: Norden
ein Möbelstück: Stefan Wewerka: "Classroom Chair" von 1970. Eindeutig ein Stuhl, aber nicht zum Sitzen gedacht.

eine Sünde: Versuchung (...öhöm)
eine historische Figur: W. C. Minor
eine Flüssigkeit: schwarze Galle... in Ordnung ähm... Absinth?
ein Stein: Stein der Weisen, keine Frage, ist doch klar...
ein Baum: Rotbuche
ein Vogel: Eule
ein Werkzeug: Schwamm
eine Blume: Wegwarte
ein Wetter: Nebel
ein mysthisches Wesen: Augurey
ein Musikinstrument: Konzertharfe (und hier nichts mit Engelsgezeugs...)
ein Tier: nach Aussage eines Freundes bin ich eine Raupe..., vielleicht etwas absurd Gezüchtetes? Zierkampffisch
eine Farbe: Smaragdgrün... findet man auch im Moor
ein Gemüse: Aubergine, Nachtschattengewächs, wie ein Schwamm saugt es den Geschmack von anderem auf.
ein Geräusch: Rauschen
ein Element: Wasser
ein Auto: verdammt alter, blauer Volvo
ein Lied: Hyperballad
ein Film: Stalker
ein Buch: Paul Wühr: das falsche Buch
eine Religion: christliche Mystik
ein Wort: Metatrixter
ein Körperteil: Blut
ein Gesichtsausdruck: ironisch, ernst
ein Schulfach: Kunst
eine Cartoonfigur: Susi Derkins, auch wenn ich lieber Hobbes wäre

25.08.2006 um 20:57 Uhr

und was macht man am Freitag?

von: AiHua

Tanzen!
Gewöhnlich, sitze ich an einem Freitagabend an meinem Rechner und arbeite etwas... meistens mit großen Unterbrechungen, in denen ich Dinge ohne Sinn fabriziere. Ja, aber nicht heute Abend. Heute will ich hoch hinaus, so in der Art heißt nämlich das Lokal. Eine Freundin von mir meinte, dass dort Musik gespielt wird, die ich gut finde...
Euch kann ich ja mal sagen, dass ich an sich nicht Jackson Five höre... Nur weil ich eine Jazzband liebe, die das bekannteste Stück überhaupt von denen mit einem Marimbaphon umgesetzt hat, heißt das noch lange nicht, dass ich die gut finde. Naja, aber Funk (und das wird da wohl auch so gespielt) finde ich ja schon gut. Fragt sich jetzt nur, wie ein paar meiner Freunde glauben, dass ich Jackson Five höre...
Und als wäre ich 13, habe ich mich auch schon vorher etwas angetrunken. So ist das. Sonst ertrage ich nämlich nicht alle Personen heute. Ich habe fest gestellt, dass das mit Alkohol viel besser geht!
Und jetzt seid jetzt nicht schockiert, dass ich den Drogen keinen Kampf ansage. Ich bin bekennende Lakritzabhängige, da habe ich auch nichts gegen Alkohol!
Ja, ich muss dann jetzt los.

25.08.2006 um 00:29 Uhr

wirr, irr, gedanken- und konzeptlos

von: AiHua

Ich glaube, ich bin eine Gefahr für die Menschheit, aber irgendwie sehe ich das nur so.
Wenn ich als Beifahrer so im Straßenverkehr vor mich hin denke, wundere ich mich, wie wenig Amokläufer es eigentlich gibt. Ich habe das Gefühl meine Hemmschwelle ist da sehr niedrig. Ich meine, wenn man an einer Kreuzung mit dem Auto steht, da denke ich fast jedes Mal unwillkürlich, dass ich in dem Augenblick losfahren will, wenn es die schönste  schrecklichste Kollision geben würde.
(Solche Reaktionen wie auf dem Parkplatz in Grüne Tomaten finde ich auch sehr nachvollziehbar.)
Aber irgendwie glaubt keiner, dass ich eine Gefahr bin. Selbst Herr To01 scheint mich als vertrauensvoll einzustufen. Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass ich zur Zeit nicht nur jederzeit einen Betrag schreiben könnte, den er nicht leiden kann, nein, ich könnte sogar seine Beiträge bearbeiten, ich könnte ... ja, ich könnte!!!
Das ist doch schon mal was.
Ich wäre bestimmt ein schrecklicher Elektropapst!
Aber irgendwie nimmt mich keiner ernst.
Gut, ich kann ja nicht Papst wreden, ich weiß schließlich, dass der Papstanwärter auf seine Männlichkeit geprüft wird... mal davon abgesehen, dass ich wohl kaum Bischof und Kardinal werden kann. Ich glaube nicht, dass ich mich dafür eigne. Das ist in etwa so absurd, wie die Vorstellung, dass ich meine Berufung auf dem Catwalk finde...
Was ich eigentlich sagen wollte, gedanklich bin ich viel gefährlicher. Bestimmt. 

23.08.2006 um 19:56 Uhr

'ich weiß ja nicht', oder "the smoke will lead you home"

von: AiHua

by god i'm tired
i'm tired and i want to go home
she's warm, like a fire
the smoke will lead you home
 
Also ich rauche nicht. Alle paar Jubeljahre im Norden rauche ich Cigarillos, weil sie gut schmecken und zurück im Süden kann ich die elegante Schachtel wegschmeißen, weil der Taback ausgetrocknet ist. Ich bin auch ziemlich empfindlich was den Rauch angeht (der geneigte Leser erinnert sich vielleicht daran, dass ich eine Lungenspatik habe).
 
 my hands are tied
tired to the evil i know
it's wild, like fire
the smoke will lead you home
 
Trotzdem sehe ich mit gemischten Gefühlen zu, dass überall das Rauchen verboten wird. Jetzt, als neustes (wobei bisher wohl nur auf englischer Seite) auch im Cartoon. Tom und Jerry waren jetzt nicht von mir geliebt, aber mir tun die beiden schon etwas leid. Denn jetzt wurden den beiden Kerlchen verboten zu rauchen, alle alten Szenen werden rausgeschnitten... Arme Kerlchen.
 
my heart has tired
tired from the bag of stone
she's wild, like fire
the smoke will lead you home
 
Ich meine, sagt mir jetzt nicht, dass Kinder sowas nicht sehen sollten. Ich meine, wie soll man das bitte rechtfertigen, dass die beiden sich gegenseitig mit Bomben bewerfen, anzünden, zerhacken und zerschlagen? Ist auch nicht gerade nachahmenswert.
 
by god i'm tired
(logh: the smoke will lead you home, von: a sunset panorama) 

22.08.2006 um 18:31 Uhr

"ssshhhhhhh, it's oh, so quiet"

von: AiHua


22.08.2006 um 17:34 Uhr

Mal wieder ein Film

von: AiHua

Heute nichts zu tun, nur den Schlafanzug schon gleich nach der Arbeit angezogen, weil die Klamotten vom Regen zernässt wurden? Und womöglich dann auch noch nur Maiskörner im Haus, die geignet wären mit Zucker, Butter auf den Herd gestellt zu werden?
Ich habe den kleinen, leichten, aber durchaus spannenden Hollywood-Film dafür. Heute auf Kabel kommt um 20:15 Uhr Zwielicht, ein Film von  1996 und dann noch ein Courtfilm, aber durchaus ein angenehmer. Und wen Richard Gere abschreckt, dem sei gesagt, dass er durchaus ein guter Schauspieler ist, der eben auch gute Filme drehen kann und die zweite Hauptrolle spielt Edward Norton, der sowas unschuldig diabolisches haben kann. Toll! Ihr wist schon Fightclub, war er nicht toll?
 Ja, also das mein Tipp für den Langweiler in uns...

21.08.2006 um 12:03 Uhr

Nachtrag zu Tölz und Erwähnung der Bullentour

von: AiHua

Das weiß jeder Tölz ist bekannt für seine überaus großen, fetten, behebigen Bullen, die trotz Verfettung sehr intelligent sind. Jedenfalls haben sie nichts besseres zu tun, als in den Ställen anderer herum zu schnüffeln... so in etwa.
Der Fanatiker hat vor unserer Fahrt nach Tölz erstmal das Internet durchfortstet nach Sehenswürdigkeiten, die er interessant findet. Ja, da fand er auch die Bullentour. Die Bullentour geht tatsächlich auch nicht nur durch Tölz und nähere Umgebung, sondern auch woanders lang. Da wir an einem Kaff vorbei kamen, haben wir uns erstmal "Resies Pension" angesehen.... wir sind uns vollkommen sicher, dass wir es gesehen haben... (Ihr müsst euch das so vorstellen wie die Geschichte von "Doug and Carrie"'s Verlobungsring). Ja, so war das. Das Kaff in dem das Haus steht ist jedenfalls so richtig pitouresk, also wirklich, da wird man glatt zum Bob Ross der alpinen Heimatbilder.

19.08.2006 um 19:39 Uhr

Wochenendausflug

von: AiHua

Tölz, es heißt Tölz! das das klar ist Tölz, nicht Bad Tölz, das hören die Einheimischen nicht so gerne.
Ich sag mal, die Stadt ist pittoresk bayrisch. Die gotische Kirche habe ich nur von außen zu Gesicht bekommen, das Ding ist nämlich total zerrissen... die Decke ist total Schrott. Tja, also Kalvarienberg und zwei andere Kirchen und vor allem Isarkieselstrand. Ich meine, es ist gutes Wetter, das muss man mal ausnutzen.
Nach Tölz würde ich wieder einen Ausflug machen, man kann sogar die Alpen sehen. Für einen Wahlmünchner aus dem Norden eine Seltenheit.