Lösch mir die Augen aus

31.10.2006 um 02:29 Uhr

Der Kunde will geformt werden

von: AiHua

Sollte ich darüber erfreut sein, dass amazon mich jetzt ohne zu fragen an neue Erscheinungsdaten von CD's erinnert? Ich würde schon gerne die neue Newsom haben und auch die Patrick Wolf, die demnächst mal rauskommen werden, aber Geld habe ich deswegen noch lange nicht für diese ganzen Sachen... Verdammt, Wunschlisten werden auch nicht kürzer...
Dabei habe ich den Zettel, den ich mir selber notiert habe, wann die beiden Alben erscheinen ganz weit weg in eine Ecke meines Schreibtisches geschoben. Ja, als hätte amazon es gewusst, dass ich es vergessen wollte. Nee Mädchen, so leicht geht das nicht, als Kunde springt man uns nicht einfach von der Schippe. 

30.10.2006 um 23:21 Uhr

die Mischung machts

von: AiHua

Das Problem an last-fm ist, dass es überhaupt nicht auf Klassik ausgelegt ist. Entweder der Interpret (und dann auch nur einer davon) oder der Komponist. Das ist einfach blöde.

30.10.2006 um 19:31 Uhr

Kaffee, mein Bruder und der Kapitalismus

von: AiHua

Ich mag Kaffeeautomaten!
Zum einen, weil ich selten Kaffee trinke und deshalb mit meiner zwar geliebten, aber doch selten berührten Bodum Schwierigkeiten habe einen wirklich guten Kaffee zu machen, zum anderen hasst sie mein Bruder. Mir würde es sehr viel Vergnügen bereiten einen guten Kaffee zu genießen und gleichzeitig meinen Bruder mit solch einer lachhaften Sache auf die Palme zu bringen. Es wäre ein schwacher Trost für die vielen Stunden, in denen er mir die Welt erklärt. Auch für die Erklärung, dass diese Maschinen einem ihren Geschmack indoktrinieren, einem die Freiheiten über eigene Meinungsäußerungen und Geschmackbildung zum Kaffee nehmen und überhaupt! Und jeden Tag würde man den gleichen Kaffe trinken! Schrecklich, Pfui! Denn der Reiz des Lebens scheint für meinen Bruder darin zu bestehen tagtäglich Kaffeevariationen zu sich zu nehmen, wobei er durchaus zugibt, dass ihm manchmal gar kein guter Kaffee gelingen will, aber dafür sei der perfekte Kaffee alle paar Wochen um so heiliger.
Ja genau!
Ich will also gerne einen Kaffeautomaten, am liebsten einen von einer Firma, die mein Bruder besonders verachtet. Es ist nicht so schwer da überhaupt eine zu finden. Denn bekannte Firmen sind verdammt schrecklich Kapitalisten (habe ich schon mal gesagt, dass er mir gerne die Welt erklärt?).
Nun, worauf ich jetzt eigentlich hinaus will, meine Liebe zu Kaffeautomaten hat mich nach einer Werbung im Fernsehen dazu animiert (so wie es ja auch sein soll) mal im Internet zu stöbern. Und da bin ich bei einem bekannten Internetversand (hallo Seether) auch auf eine allerliebste Kundenrezension gestoßen. Wie ich von Volker König schon erfahren habe, wird in der Öffnetlichkeit die Kundenrezension nicht nur kritisch beleuchtet, ob solche Rezensionen nicht nur von Idioten (Trollen) fabriziert wreden, sondern eben auch von Menschen, die entweder von der Konkurenz kommen um das Produkt schlecht zu machen, oder aber angestellt sind um eben dieses Produkt zu bewerben. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass das bei folgender Kundenrezension der Fall ist:
"Ich bin eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und geniesse besonders gerne meinen Kaffee Crema, Latte Macchiato, Cappuccino oder Espresso in einem Coffee-Shop, da ich zuhause diese Qualität einfach nicht hinbekomme.
Nun aber habe ich es erlebt und probiert: In einem Geschäft wurde mir diese Maschine vorgeführt und ich habe diese tollen Ergebnisse selber probieren können. Mit 14 Bar hohen Druck wird ein superleckeres Kaffeeergebnis erzielt. Die herkömmlichen Senseo oder Tassimo (hatte ich bereits beide) schaffen es noch nicht einmal auf 3, wie soll da ein Espresso (mind. 7 Bar) entstehen können???
Die Crema auf dem Kaffee ist einfach unglaublich und hält die Aromen da wo sie hingehören - in der Tasse, bis zum letzte Schluck. Latte Macchiato wird anhand einer Milchkapsel (Vollmilch) und einer Espressokapsel in einer perfekten 3-Schicht-Optik hergestellt und das Ergebnis ist einfach sensationell.
Besonders vorteilhaft finde ich die absolute Sauberkeit, da die Maschine mit dem Kaffee oder der Milch nicht in Berührung kommt. Die Anschaffungskosten sind wirklich akzeptabel, da ich nun nicht mehr nur in den Coffee Shop meinen puren Genuss genießen kann ;-) und den Luxus nun zuhause habe. Die Kapselkosten liegen bei € 0,25 bzw. 0,50 wenn ich zwei benötige (für Latte Macchiato und Cappucino), also wirklich legitim. Erwähnenswert finde ich auch die supereinfache Handhabung und die 100% eigene Bestimmung mit wieviel Wasser gearbeitet werden soll, denn dadurch kann jeder seinen eigenen Kaffeegeschmack verwirklichen.
So genug geschwärmt, ich gönne mir nun einen leckern Latte Macchiato und wünsche allen einen guten Kauf und anschließenden Genuss!!!"
Ich fühlte mich fast in eine Fernsehverkaufssendung versetzt.

30.10.2006 um 19:27 Uhr

Deprimierend aber wahr

von: AiHua

Über die Bedeutung der Moduszeichen abschweifend wurde mir klar:

Mir ist heute nicht ein passabler Gedanke durch den Kopf gegangen!

Wenn schon, dann hätte mir diese Erkenntnis auch abgehen können.

29.10.2006 um 02:54 Uhr

letzte Gedanken

von: AiHua

Und was mache ich jetzt gegen den Kater, der mich jetzt schon im Türrahmen begrüßt?

Mein Bruder schwört auf Milch, Orangensaft mit Instanthaferflocken vermengt. Ich kann nur daran denken, dass wenn ich das überlebt habe ohne zu kotzen ich gar nicht so viel getrunken haben kann!
Gute Nacht und denkt an die Stunde mehr.

27.10.2006 um 03:17 Uhr

Sociopath: The Game of Social Experiments

von: AiHua

Ich habe es ja schon mal erwähnt aber hier mal die etwas genauere Beschreibung von dem Spiel, bei dem ich rudimentär mitwirke. Ich soll Bilder dazusteuern, ein paar habe ich sogar tatsächlich schon abgeliefert, daraus hat dann meine „Kontaktperson“ was gebastelt, was ich euch nicht vorenthalten will. Aber bevor ich mit Tusch eines der Ergebnisse präsentiere, hier die Spielbeschreibung von Seiten der Entwickler:


Description:
Sociopath is the game of social experiments. If you took the boardgame 'Life' and turned it into an online social game like the sims or habbo hotel, you would get the premise for Sociopath.

Outline:
Sociopath has many options, You can run or work for any type of company you can think of withing very few limitations. If you want to be in the military or a police officer the option is there. If you want to be a gangster or even a mobster, the option i there.

there are very few limitations on what you can do.

we are finishing up the planning stages and working on the visual style of the game with a graphic designer. but we need actionscript 2 developers and artists to create the interface, website(s) and all of the games artwork.

Mit dem Wissen, dass sie dunkle, einsame Raum- und Parkbilder mit einsamen Menschen haben wollten schien es also tatsächlich prädestiniert für mich und somit ist auf dem unten aufgeführten Bild dann auch gleich unser Balkon zu sehen. Das mit den großen Raumaufnahmen ist tatsächlich schwierig, denn wir haben nicht viel Raum, außerdem packt meine Kamera nicht gerade sehr viel.

werbung

27.10.2006 um 01:16 Uhr

ich wurde beschenkt

von: AiHua

Aaaargh! Oder schlicht, Hilfe!

Da hat mir einfach jemand ohne Kommentar einen Proacount bei Flickr gekauft. Hilfe, der hat jetzt bestimmt künstlerische Erwartungen in mich gesetzt, fühlt sich als Mäzen einer Künstlerin die bestimmt noch was werden kann! Und in Wirklichkeit hat er die Niete gezogen. Ich meine, ich komme selten zu dem Problem, dass ich keinen Platz mehr habe Bilder hoch zu laden und jetzt habe ich doppelt so viel Platz. Warum hat er das getan? Was soll ich damit? Und ich habe gar keine Zeit für weitere Bilder. Ach und so…

Aber nett war es schon. Na, dann werde ich mich demnächst mit weiteren Bildern zeigen müssen.

26.10.2006 um 01:31 Uhr

Geschichte und Internet passen womöglich nicht zusammen

von: AiHua

Eco meint also das das heutige mediale Zeitalter samt Internet das Vergessen der Geschichte fördere (Netzzeitung dient als Quelle, die wiederum ein interview mit Cicero heranzieht). Vor allem in Amerika, aber Europa sei nicht viel besser.
Vielleicht hatte Eco gerade nichts Besseres zu sagen, denn mir scheint diese These doch schon etwas sehr bekannt. «Der Geschichtsverlust, ein typisches Krankheitsbild in den Vereinigten Staaten, breitet sich leider auch immer stärker unter den jungen Europäern aus», meint er und ich weiß nicht ob er wirklich so Recht hat, vielleicht schon… Allerdings hören sich manche Äußerungen für mich nach einem etwas verklärten Bild der „guten alten“ Zeit an, z. B. fasst die Netzzeitung eine Aussage Ecos zusammen, würde heutzutage „ein junger Franzose oder Italiener nur mit Mühe sagen können, wer in den fünfziger Jahren das Staatsoberhaupt seines Landes gewesen sei. Eine solche Frage hätte aber die Schüler in Ecos eigener Generation kaum in Verlegenheit gebracht.“
Ja, ich bin ja jetzt kein Franzose oder Italiener, aber in Deutschland ist das alles nicht so schwer mit den Staatsoberhäuptern…

26.10.2006 um 00:23 Uhr

kuschlige Heuler neben Bären und Rehen

von: AiHua

In Frankreich ist sie sehr bekannt und in Deutschland kennen viele ihre Musik ohne zu wissen, dass es ihre ist. Sie schrieb die Musik zu dem Film, die Reise der Pinguine und ich habe schon zwei, drei Mal über Emilie Simon geschrieben. Nun hat eine Hotelgruppe eins ihrer Lieder als Werbfläche benutzt. Es kommen fluffige, kuschelige Tiere vor und alles ist still und mit leisem Licht durchflutet.
Und weshalb schreibe ich jetzt über Werbung? Na ja, ich habe ja sowieso ein ambivalentes Verhältnis zur Werbung, wobei weitaus besser als viele meiner Freunde, aber das hat sich ja auch schon vorher (und hier und hier und hier) euch offenbart. Andererseits kenne ich das Lied nur aus dieser Werbung, es ist also nicht auf den drei Alben von Simon und somit für mich erwähnenswert.

25.10.2006 um 10:18 Uhr

verdrehte Waschmaschinen und die Sprache dazu

von: AiHua

Das Schreckliche an Gemeinschaftswaschmaschinen ist, dass alle Hausbewohner gleichzeitig auf die Idee kommen ihre Wäsche zu waschen. Und klar, ich komme erst ein paar Minuten später auf die Idee. Mal sehen ob ich nachher noch Zeit habe, ansonsten quillt die Wäschetonne eben bald komplett über. Was sage ich, bald ist schon längst im Präsenz einzusetzen, wie das auch immer gehen soll.
Und überhaupt, wozu gibt es diesen verdammten Dativ? Ich werde das nie verstehen wie das in unserer Sprache so ganz genau funktioniert. Ach, ich habe so eine so magere, arme Sprache und das passende Verständnis erst dazu. Und der Supergau ist doch sowieso der Konjunktiv, ich meine Imperfekt mag ja noch gehen, aber im Präsenz? Eigentlich auch nicht. „Ich lobe“ das kann Präsenz Indikativ und Präsenz Konjunktiv sein, darum würde man doch im Deutschen sowieso immer das Hilfsverb benutzen, also „ich möge loben“.
Herrje, ich bewertete Sprache immer viel zu hoch! Aber jetzt werde ich der Sprache womöglich absprechen… mal sehen.

24.10.2006 um 23:27 Uhr

Von Hörbüchern und schrecklichem Lachen

von: AiHua

Ich feiere nicht Halloween, aber ich nehme die Sachen wie sie fallen. Wenn es jetzt billiger Kürbisse gibt, dann kaufe ich welche, denn ich esse gerne Kürbis und wenn es dann noch Poe gibt, gut, dann höre ich eben jetzt Poe.
Wollt ihr auch? Hier gibt es vollkommen legal und kostenlos Poes Geschichte Der entwendete Brief . Und wenn ihr Vorleser.net noch nicht kennt, solltet ihr mal etwas weiter stöbern. Denn wenn ihr Hörbücher mögt könnte das was für euch sein.
Und kommt jetzt nicht auf die Idee man könnte bei mir klingeln und man würde Süßigkeiten bekommen, nur weil ich welche im Zuge von Halloween gekauft habe, heißt das noch lange nicht, dass ich was zum Verteilen habe. Das esse ich verdammt noch mal selber. Das einzige gruslige wäre also der Anblick von mir und einer großen, nein riesigen Schachtel Schokolade!!! Und vielleicht lache ich auch noch böse dabei, das muss ich mir noch überlegen…

24.10.2006 um 15:41 Uhr

Meister der Zentralperspektive und ich ganz weit weg

von: AiHua

Norditalien! Das wäre doch mal was! Ich frage mich immer, für wen Die Welt über drei Ausstellungen in Norditalien schreibt. Ist es nur Quälerei? Ich meine, ich komme da jetzt nicht mal eben hin… Und dabei würde ich gerne alle drei Ausstellungen zu Mantegna. Sicher, ich habe schon ein paar Sachen gesehen, aber nie so viel auf einen Haufen.
Ein Freund von mir scheint der ideale Weltleser zu sein, denn der reist tatsächlich einfach mal nach New York für eine Ausstellung. Ich sollte mich mal bei den Billigfliegertickitsahnbietern umsehen… aber wie soll ich mir dann das Leben in München leisten?
Die Welt schreibt bestimmt nur darüber um zu quälen!

 

Andrea Mantegna: Beweinung Christi, ca. 1490, Tempera auf Leinwand, 68 x 81 cm Pinacoteca di Brera in Mailand.

 

24.10.2006 um 14:17 Uhr

Jorunalisten ohne Grenzen zeigen Grenzen auf

von: AiHua

Nicht verwunderlich, aber durchaus Wert um mal drüber nachzudenken.
Deutschland ist ein widersprüchliches Land (wie jedes andere Land, welches von Menschen bewohnt wird), auf der einen Seite achtet man penibel auf die Pressefreiheit, wenn man vielleicht mal eigentlich die Privatsphäre von Menschen schützen sollte (Kinder, die durch die Hölle gegangen sind, werden einfach auf jedem Titelblatt gezeigt. Fotografien, die von Menschen die in Gefangenschaft fotografiert wurden werden mit dem Zusatz an jeder Hausecke feilgeboten, dass das ja ganz schrecklich sei…), aber auf der anderen Seite ist die Pressefreiheit in Deutschland tatsächlich bedroht. Da war ja mal diese Geschichte mit dem BND und den bespitzelten Journalisten. Außer der Eingestehung, dass es passiert sei und jetzt bestimmt nicht mehr vorkomme ist eigentlich nicht viel passiert. Wenn man mal davon absieht, dass Deutschland auf dem weltweiten Ranking der Pressefreiheit (spiegelonline diente insgesamt als Quelle) von Platz 18 auf Platz 23 gestürzt ist. Damit sind Bolivien und Bosnien-Herzegowina vor Deutschland, was man nicht unbedingt gedacht hätte. Ansonsten liegen die üblichen nordeuropäischen Länder vorne, auch wenn Dänemark den Spitzenplatz wegen der Muhahmend-Karikaturen räumen musste, denn danach benötigten einige Journalisten Polizeischutz.
Aber sicherlich, Deutschland ist gegen Amerika, Frankreich und Japan gar nichts, denn war die USA bei der ersten Rankingaufstellung 2002 noch auf Platz 17, so steht sie bei der fünften Messung auf Rang 53, die Gründe sind leicht zu finden. Frankreich ist jetzt auf Rang 35 nachdem Redaktions- und Hausdurchsuchungen zugenommen haben. Und Japan ist 14 Ränge gefallen und erstmals auf Platz 51 angelangt, Gründe seien die „zunehmende[… Bedrohung durch] Nationalismus und das System der exklusiven Presseclubs“.
Aber eins ist gleich geblieben, die Bösewichte der Pressfreiheit (Nordkorea, Eritrea, Turkmenistan) halten Stellung.

23.10.2006 um 17:47 Uhr

"I just don't care if it's real"

von: AiHua

Im Blätterrauschen Heim gekommen, während O’Sullivan auch noch Marco Fu hinter sich lässt und an der Kamera vorbei rauscht  lerne ich. Tatsächlich ich lerne, ich frische Erinnerungen auf, aber na ja…


Chase your dreams away
Glass needles in the hay
The sun forgives the clouds
You are my holy shroud

oh no no

Aber wer macht sich schon über den Sinn, über Wahrhaftigkeit Gedanken, wenn man im Leben nicht den Unterschied ausmachen kann? Man fühlt keinen Unterschied und das Wissen ist ganz weit weg. Vielleicht ist der Schatten eines Schmetterlings auch weitaus schöner. Das liegt in der Ästhetik, vielleicht, womöglich… Aber was ändert das auch schon?



I just don't care if it's real
That won't change how it feels
I just don't care if it's real
That won't change how it feels

No it doesn't change

 

Denn die Ästhetik ist immer anders, ob umgangssprachlich, ob philosophisch durch die „Zeit” verändert oder psychologisch. Die einen fragen nach dem Schönen, die anderen nach der sinnlichen Wahrnehmung und andere bleiben in der Empirie und suchen Kriterien des Schönen und wiederum andere mischen alles. Und da sind wir wieder bei der Wahrheit.


And you can't resist
Making me feel
Eternally missed
[1]

 


Und ich versuche einfach damit zu leben.

23.10.2006 um 02:13 Uhr

Er kann sich nicht hören. Da war nichts, er war einfach nicht Teil dieser Woche.

von: AiHua


"genius to fall asleep to your tape last night
sounds go through the muscles
these abstract wordless movements
they start off cells that haven´t been touched
before

these cells are virgins

my headphones
they saved my life
your tape
it lulled me to sleep

nothing will be the same

i´m fast asleep

i like this resonance
it elevates me
i don´t recognize myself
this is very interesting"
(Björk)

21.10.2006 um 17:16 Uhr

wer denkt nicht an Kinski

von: AiHua

Also interessant war seine Person, die Figur oder was auch immer auf jeden Fall.
Trotzdem löst die Aussage eines Biographen nur Gähnen hervor, dass alle bisher die sensible Seite von Kinski missachtet hätten. Herrje, wer so ausrasten kann muss doch sensibel sein, das ist doch jedem Hobbypsychologen klar!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.10.2006 um 17:12 Uhr

es lassen sich nicht alle überzeugen

von: AiHua

Anstatt auf Kultur zu machen, lernt der Fanatiker für seine Abschlussklausuren und guckt danach mit Freunden Filme.
Tja, dabei sehe ich doch so verdammt kompetent aus und bestimmt auch elegant und so was eben… hoffentlich darf ich auch Wein trinken… irgendwie bezweifele ich das.  Naja, aber ihr kommt ja alle, nicht wahr?

21.10.2006 um 16:31 Uhr

und heute Abend

von: AiHua

Heute noch nichts vor? Und zufälligerweise in München?

Gut, ich habe einen Tipp! Lerne mich bei der Arbeit kennen und gleichzeitig ein paar Studioglasobjekte! Ein bisschen Wein, ein paar Fragen zu Künstlern mit unmöglichen Namen und vorher vielleicht noch ein Abstecher in die hiesigen Museen.
Das wäre doch was. Heute findet nämlich die Lange Nacht der Museen statt und ich arbeite von 18:30 bis 02:00 Uhr in der Galerie der Alexander Tutsek-Stiftung . Nur eine der vielen „Attraktionen“, denn nahezu 100 Museen, Sammlungen, Institutionen und Galerien machen mit. Und das alles für 15 € und dazu gehört die Fahrkarte für die ganzen Routen die es so gibt.

Ich sag mal, was will man mehr?

 

Janus Walentynowicz: Standing, 2000

 

 

19.10.2006 um 22:16 Uhr

selbst ertappt

von: AiHua

Ich bin schon so einsam, dass ich mit meinem Essen rede. Und das ohne Sichtkontakt! Ich habe nicht mal die Offenklappe auf gemacht! Und ich habe einen Offen ohne Sichtfenster!

Herrje ist das trübe!

18.10.2006 um 14:49 Uhr

Impfungen und wer ist Schuld

von: AiHua

Zurzeit geistern wieder Berichterstattungen durch die Nachrichtenwelt, dass die bösen anthroposophischen Schulen, sprich Waldorfschulen den Eltern verbieten ihre Kinder zu impfen. Als Beispiel wird eine Mutter interviewt, die ihren Sohn wegen dieser so verdammenswerten Anthros nicht impfen hat lassen und jetzt ist der Sohn tot.
Ja, das tut mir ja ehrlich leid, mir tut es auch leid, dass diese verdammten Kinderärzte nichts Besseres zu tun haben, als auf Foren gegen Anthros und Homöopathie zu wettern. Wobei ich die Berichterstattungen hier (da gibt es noch ganz andere Foren, die wirklich nur bösartig sind) noch ganz in Ordnung finde. Allerdings sollten diese Ärzte mal überlegen, dass nicht nur Anthros aus ideologischen Gründen teilweise (das ist mir wichtig) auf Impfungen verzichten, denn auch unter den Alt68er-Bewegungen überlegte man, dass Impfungen nicht immer das Richtige seien. Zum einen wegen dieser so schräg erscheinenden Ideologien. Dahinter versteckt sich die Vorstellung, dass Krankheiten zur Entwicklung eines Menschen beitragen, von wegen der durchaus allgemein verbreiteten Annahme, dass man durch Leid gehen muss um zu sehen wie das Leben so tickt. Um heran zu reifen, um Erfahrungen zu sammeln, über sich, über seinen Körper, über seine Seele. Um es ja so beängstigend auszusprechen (Hilfe, sie hat „Seele“ geschrieben!!!). Anderseits verschweigen die Kinderärzte sehr gerne, dass Impfungen durchaus auch ihre Komplikationen mit sich bringen und zu ganz hässlichen Zwischenfällen führen können (hier mal eine "Anthrosicht "). Ich sag mal Tod. Ach ja und es gibt unabhängige Untersuchungen, die meinen, dass die eben doch noch so verdammte Lebensweise von manchen Anthros gerade das Immunsystem von Kindern fördere, so dass sie z.B. deutlich weniger unter Allergien zu leiden haben (hier z.B. ).
Aber mal ganz davon abgesehen, ich war auf einer Waldorfschule und ich wurde geimpft. Und zwar nicht nur, weil meine Mutter sich gegen Lehrer durchgesetzt hätte, sondern auch, weil wir einen Schularzt hatten, der uns geimpft hat! Und obwohl ich also die Krankheiten teilweise nur abgeschwächt erlebt habe, würde ich durchaus zustimmen, dass es wichtige Erfahrungen waren. Und vielleicht hätte ich ohne die ganzen Impfungen ein paar Allergien weniger, ich hätte dann womöglich nicht nahezu ein halbes Jahr meines Lebens drinnen, wie ein Fisch an Luft japsend verbracht. Und verdammt, Sterben kann man andauernd im Leben. Liegt im Leben selbst begründet.
Leider wird bei vielen Berichterstattungen nicht darauf hingewiesen, dass es nicht nur Vor-, sondern eben auch Nachteile gibt.

(Wobei ich gerne zugebe, das mein Text nicht gerade an Objektivität übersprudelt oder überhauptgut ist, aber manchmal und so...)