31.10.2006 um 02:29 Uhr
30.10.2006 um 23:21 Uhr
die Mischung machts
Das Problem an last-fm ist, dass es überhaupt nicht auf Klassik
ausgelegt ist. Entweder der Interpret (und dann auch nur einer davon)
oder der Komponist. Das ist einfach blöde.
30.10.2006 um 19:31 Uhr
Kaffee, mein Bruder und der Kapitalismus
Zum einen, weil ich selten Kaffee trinke und deshalb mit meiner zwar geliebten, aber doch selten berührten Bodum Schwierigkeiten habe einen wirklich guten Kaffee zu machen, zum anderen hasst sie mein Bruder. Mir würde es sehr viel Vergnügen bereiten einen guten Kaffee zu genießen und gleichzeitig meinen Bruder mit solch einer lachhaften Sache auf die Palme zu bringen. Es wäre ein schwacher Trost für die vielen Stunden, in denen er mir die Welt erklärt. Auch für die Erklärung, dass diese Maschinen einem ihren Geschmack indoktrinieren, einem die Freiheiten über eigene Meinungsäußerungen und Geschmackbildung zum Kaffee nehmen und überhaupt! Und jeden Tag würde man den gleichen Kaffe trinken! Schrecklich, Pfui! Denn der Reiz des Lebens scheint für meinen Bruder darin zu bestehen tagtäglich Kaffeevariationen zu sich zu nehmen, wobei er durchaus zugibt, dass ihm manchmal gar kein guter Kaffee gelingen will, aber dafür sei der perfekte Kaffee alle paar Wochen um so heiliger.
"Ich bin eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und geniesse besonders gerne meinen Kaffee Crema, Latte Macchiato, Cappuccino oder Espresso in einem Coffee-Shop, da ich zuhause diese Qualität einfach nicht hinbekomme.
Nun aber habe ich es erlebt und probiert: In einem Geschäft wurde mir diese Maschine vorgeführt und ich habe diese tollen Ergebnisse selber probieren können. Mit 14 Bar hohen Druck wird ein superleckeres Kaffeeergebnis erzielt. Die herkömmlichen Senseo oder Tassimo (hatte ich bereits beide) schaffen es noch nicht einmal auf 3, wie soll da ein Espresso (mind. 7 Bar) entstehen können???
Die Crema auf dem Kaffee ist einfach unglaublich und hält die Aromen da wo sie hingehören - in der Tasse, bis zum letzte Schluck. Latte Macchiato wird anhand einer Milchkapsel (Vollmilch) und einer Espressokapsel in einer perfekten 3-Schicht-Optik hergestellt und das Ergebnis ist einfach sensationell.
Besonders vorteilhaft finde ich die absolute Sauberkeit, da die Maschine mit dem Kaffee oder der Milch nicht in Berührung kommt. Die Anschaffungskosten sind wirklich akzeptabel, da ich nun nicht mehr nur in den Coffee Shop meinen puren Genuss genießen kann ;-) und den Luxus nun zuhause habe. Die Kapselkosten liegen bei € 0,25 bzw. 0,50 wenn ich zwei benötige (für Latte Macchiato und Cappucino), also wirklich legitim. Erwähnenswert finde ich auch die supereinfache Handhabung und die 100% eigene Bestimmung mit wieviel Wasser gearbeitet werden soll, denn dadurch kann jeder seinen eigenen Kaffeegeschmack verwirklichen.
So genug geschwärmt, ich gönne mir nun einen leckern Latte Macchiato und wünsche allen einen guten Kauf und anschließenden Genuss!!!"
30.10.2006 um 19:27 Uhr
Deprimierend aber wahr
Über die Bedeutung der Moduszeichen abschweifend wurde mir klar:
Mir ist heute nicht ein passabler Gedanke durch den Kopf gegangen!
Wenn schon, dann hätte mir diese Erkenntnis auch abgehen können.
29.10.2006 um 02:54 Uhr
letzte Gedanken
Und was mache ich jetzt gegen den Kater, der mich jetzt schon im Türrahmen begrüßt?
Mein
Bruder schwört auf Milch, Orangensaft mit Instanthaferflocken vermengt.
Ich kann nur daran denken, dass wenn ich das überlebt habe ohne zu
kotzen ich gar nicht so viel getrunken haben kann!
Gute Nacht und denkt an die Stunde mehr.
27.10.2006 um 03:17 Uhr
Sociopath: The Game of Social Experiments
Ich habe es ja schon mal erwähnt aber hier mal die etwas genauere Beschreibung von dem Spiel, bei dem ich rudimentär mitwirke. Ich soll Bilder dazusteuern, ein paar habe ich sogar tatsächlich schon abgeliefert, daraus hat dann meine „Kontaktperson“ was gebastelt, was ich euch nicht vorenthalten will. Aber bevor ich mit Tusch eines der Ergebnisse präsentiere, hier die Spielbeschreibung von Seiten der Entwickler:
Description:
Sociopath is the game of social experiments. If you took the boardgame 'Life'
and turned it into an online social game like the sims or habbo hotel, you
would get the premise for Sociopath.
Outline:
Sociopath has many options, You can run or work for any type of company you can
think of withing very few limitations. If you want to be in the military or a
police officer the option is there. If you want to be a gangster or even a
mobster, the option i there.
there are very few limitations on what you can do.
we are finishing up the planning stages and working on the visual style of the
game with a graphic designer. but we need actionscript 2 developers and artists
to create the interface, website(s) and all of the games artwork.
Mit dem Wissen, dass sie dunkle, einsame Raum- und Parkbilder mit einsamen Menschen haben wollten schien es also tatsächlich prädestiniert für mich und somit ist auf dem unten aufgeführten Bild dann auch gleich unser Balkon zu sehen. Das mit den großen Raumaufnahmen ist tatsächlich schwierig, denn wir haben nicht viel Raum, außerdem packt meine Kamera nicht gerade sehr viel.
27.10.2006 um 01:16 Uhr
ich wurde beschenkt
Aaaargh! Oder schlicht, Hilfe!
Da hat mir einfach jemand ohne Kommentar einen Proacount bei Flickr gekauft. Hilfe, der hat jetzt bestimmt künstlerische Erwartungen in mich gesetzt, fühlt sich als Mäzen einer Künstlerin die bestimmt noch was werden kann! Und in Wirklichkeit hat er die Niete gezogen. Ich meine, ich komme selten zu dem Problem, dass ich keinen Platz mehr habe Bilder hoch zu laden und jetzt habe ich doppelt so viel Platz. Warum hat er das getan? Was soll ich damit? Und ich habe gar keine Zeit für weitere Bilder. Ach und so…
Aber nett war es schon. Na, dann werde ich mich demnächst mit weiteren Bildern zeigen müssen.
26.10.2006 um 01:31 Uhr
Geschichte und Internet passen womöglich nicht zusammen
Eco meint also das das heutige
mediale Zeitalter samt Internet das Vergessen der Geschichte fördere (Netzzeitung
dient als Quelle, die wiederum ein interview mit Cicero heranzieht). Vor allem
in Amerika, aber Europa sei nicht viel besser.
Vielleicht hatte Eco gerade
nichts Besseres zu sagen, denn mir scheint diese These doch schon etwas sehr
bekannt. «Der Geschichtsverlust, ein typisches Krankheitsbild in
den Vereinigten Staaten, breitet sich leider auch immer stärker unter den
jungen Europäern aus», meint er und ich weiß nicht ob er wirklich so Recht hat,
vielleicht schon… Allerdings hören sich manche Äußerungen für mich nach einem
etwas verklärten Bild der „guten alten“ Zeit an, z. B. fasst die Netzzeitung
eine Aussage Ecos zusammen, würde heutzutage „ein junger Franzose oder
Italiener nur mit Mühe sagen können, wer in den fünfziger Jahren das
Staatsoberhaupt seines Landes gewesen sei. Eine solche Frage hätte aber die
Schüler in Ecos eigener Generation kaum in Verlegenheit gebracht.“
Ja, ich bin ja
jetzt kein Franzose oder Italiener, aber in Deutschland ist das alles nicht so
schwer mit den Staatsoberhäuptern…
26.10.2006 um 00:23 Uhr
kuschlige Heuler neben Bären und Rehen
In Frankreich ist sie sehr
bekannt und in Deutschland kennen viele ihre Musik ohne zu wissen, dass es ihre
ist. Sie schrieb die Musik zu dem Film, die Reise der Pinguine und ich habe
schon zwei, drei Mal über Emilie Simon geschrieben. Nun hat eine Hotelgruppe eins ihrer Lieder als Werbfläche benutzt. Es kommen fluffige, kuschelige
Tiere vor und alles ist still und mit leisem Licht durchflutet.
Und weshalb schreibe ich jetzt
über Werbung? Na ja, ich habe ja sowieso ein ambivalentes Verhältnis zur
Werbung, wobei weitaus besser als viele meiner Freunde, aber das hat sich ja
auch schon vorher (und hier und hier und hier) euch offenbart. Andererseits kenne ich das Lied nur aus
dieser Werbung, es ist also nicht auf den drei Alben von Simon und somit für
mich erwähnenswert.
25.10.2006 um 10:18 Uhr
verdrehte Waschmaschinen und die Sprache dazu
Das Schreckliche an
Gemeinschaftswaschmaschinen ist, dass alle Hausbewohner gleichzeitig auf die
Idee kommen ihre Wäsche zu waschen. Und klar, ich komme erst ein paar Minuten
später auf die Idee. Mal sehen ob ich nachher noch Zeit habe, ansonsten quillt
die Wäschetonne eben bald komplett über. Was sage ich, bald ist schon längst im
Präsenz einzusetzen, wie das auch immer gehen soll.
Und überhaupt, wozu gibt es
diesen verdammten Dativ? Ich werde das nie verstehen wie das in unserer Sprache
so ganz genau funktioniert. Ach, ich habe so eine so magere, arme Sprache und
das passende Verständnis erst dazu. Und der Supergau ist doch sowieso der
Konjunktiv, ich meine Imperfekt mag ja noch gehen, aber im Präsenz? Eigentlich
auch nicht. „Ich lobe“ das kann Präsenz Indikativ und Präsenz Konjunktiv sein, darum würde
man doch im Deutschen sowieso immer das Hilfsverb benutzen, also „ich möge
loben“.
Herrje, ich bewertete Sprache
immer viel zu hoch! Aber jetzt werde ich der Sprache womöglich absprechen… mal
sehen.
24.10.2006 um 23:27 Uhr
Von Hörbüchern und schrecklichem Lachen
Ich feiere nicht Halloween, aber
ich nehme die Sachen wie sie fallen. Wenn es jetzt billiger Kürbisse gibt, dann
kaufe ich welche, denn ich esse gerne Kürbis und wenn es dann noch Poe gibt,
gut, dann höre ich eben jetzt Poe.
Wollt ihr auch? Hier gibt es
vollkommen legal und kostenlos Poes Geschichte
Der
entwendete Brief . Und wenn ihr Vorleser.net
noch nicht kennt, solltet ihr mal etwas weiter stöbern. Denn wenn ihr Hörbücher
mögt könnte das was für euch sein.
Und kommt jetzt nicht auf die
Idee man könnte bei mir klingeln und man würde Süßigkeiten bekommen, nur weil
ich welche im Zuge von Halloween gekauft habe, heißt das noch lange nicht, dass
ich was zum Verteilen habe. Das esse ich verdammt noch mal selber. Das einzige
gruslige wäre also der Anblick von mir und einer großen, nein riesigen
Schachtel Schokolade!!! Und vielleicht lache ich auch noch böse dabei, das muss
ich mir noch überlegen…
24.10.2006 um 15:41 Uhr
Meister der Zentralperspektive und ich ganz weit weg
Norditalien! Das wäre doch mal
was! Ich frage mich immer, für wen Die Welt über drei Ausstellungen in Norditalien
schreibt. Ist es nur Quälerei? Ich meine, ich komme da jetzt nicht mal eben hin…
Und dabei würde ich gerne alle drei Ausstellungen zu Mantegna. Sicher, ich habe
schon ein paar Sachen gesehen, aber nie so viel auf einen Haufen.
Ein Freund von mir scheint der
ideale Weltleser zu sein, denn der reist tatsächlich einfach mal nach New York
für eine Ausstellung. Ich sollte mich mal bei den Billigfliegertickitsahnbietern
umsehen… aber wie soll ich mir dann das Leben in München leisten?
Die Welt schreibt bestimmt nur darüber um zu quälen!
24.10.2006 um 14:17 Uhr
Jorunalisten ohne Grenzen zeigen Grenzen auf
Nicht verwunderlich, aber
durchaus Wert um mal drüber nachzudenken.
Deutschland ist ein
widersprüchliches Land (wie jedes andere Land, welches von Menschen bewohnt
wird), auf der einen Seite achtet man penibel auf die Pressefreiheit, wenn man
vielleicht mal eigentlich die Privatsphäre von Menschen schützen sollte (Kinder,
die durch die Hölle gegangen sind, werden einfach auf jedem Titelblatt gezeigt.
Fotografien, die von Menschen die in Gefangenschaft fotografiert wurden werden
mit dem Zusatz an jeder Hausecke feilgeboten, dass das ja ganz schrecklich sei…),
aber auf der anderen Seite ist die Pressefreiheit in Deutschland tatsächlich
bedroht. Da war ja mal diese Geschichte mit dem BND und den bespitzelten
Journalisten. Außer der Eingestehung, dass es passiert sei und jetzt bestimmt
nicht mehr vorkomme ist eigentlich nicht viel passiert. Wenn man mal davon
absieht, dass Deutschland auf dem weltweiten Ranking der Pressefreiheit
(spiegelonline diente insgesamt als Quelle) von Platz 18 auf Platz 23 gestürzt
ist. Damit sind Bolivien und Bosnien-Herzegowina vor Deutschland, was man nicht
unbedingt gedacht hätte. Ansonsten liegen die üblichen nordeuropäischen Länder
vorne, auch wenn Dänemark den Spitzenplatz wegen der Muhahmend-Karikaturen
räumen musste, denn danach benötigten einige Journalisten Polizeischutz.
Aber sicherlich, Deutschland ist
gegen Amerika, Frankreich und Japan gar nichts, denn war die USA bei der ersten
Rankingaufstellung 2002 noch auf Platz 17, so steht sie bei der fünften Messung
auf Rang 53, die Gründe sind leicht zu finden. Frankreich ist jetzt auf Rang 35
nachdem Redaktions- und Hausdurchsuchungen zugenommen haben. Und Japan ist 14 Ränge
gefallen und erstmals auf Platz 51 angelangt, Gründe seien die „zunehmende[…
Bedrohung durch] Nationalismus und das System der exklusiven Presseclubs“.
Aber eins ist gleich geblieben,
die Bösewichte der Pressfreiheit (Nordkorea, Eritrea, Turkmenistan) halten
Stellung.
23.10.2006 um 17:47 Uhr
"I just don't care if it's real"
Im Blätterrauschen Heim gekommen, während O’Sullivan auch noch Marco Fu hinter sich lässt und an der Kamera vorbei rauscht lerne ich. Tatsächlich ich lerne, ich frische Erinnerungen auf, aber na ja…
Chase your dreams away
Glass needles in the hay
The sun forgives the clouds
You are my holy shroud
oh no no
Aber wer macht sich schon über den Sinn, über Wahrhaftigkeit Gedanken, wenn man im Leben nicht den Unterschied ausmachen kann? Man fühlt keinen Unterschied und das Wissen ist ganz weit weg. Vielleicht ist der Schatten eines Schmetterlings auch weitaus schöner. Das liegt in der Ästhetik, vielleicht, womöglich… Aber was ändert das auch schon?
I just don't care if it's real
That won't change how it feels
I just don't care if it's real
That won't change how it feels
No it doesn't change
Denn die Ästhetik ist immer anders, ob umgangssprachlich, ob philosophisch durch die „Zeit” verändert oder psychologisch. Die einen fragen nach dem Schönen, die anderen nach der sinnlichen Wahrnehmung und andere bleiben in der Empirie und suchen Kriterien des Schönen und wiederum andere mischen alles. Und da sind wir wieder bei der Wahrheit.
And you can't resist
Making me feel
Eternally missed[1]
Und ich versuche einfach damit zu leben.
23.10.2006 um 02:13 Uhr
Er kann sich nicht hören. Da war nichts, er war einfach nicht Teil dieser Woche.
sounds go through the muscles
these abstract wordless movements
they start off cells that haven´t been touched
before
these cells are virgins
my headphones
they saved my life
your tape
it lulled me to sleep
nothing will be the same
i´m fast asleep
i like this resonance
it elevates me
i don´t recognize myself
this is very interesting"
(Björk)
21.10.2006 um 17:16 Uhr
wer denkt nicht an Kinski
Also interessant war seine Person, die Figur oder was auch immer auf jeden Fall.
Trotzdem löst die Aussage eines Biographen nur Gähnen hervor, dass alle
bisher die sensible Seite von Kinski missachtet hätten. Herrje, wer so
ausrasten kann muss doch sensibel sein, das ist doch jedem
Hobbypsychologen klar!
21.10.2006 um 17:12 Uhr
es lassen sich nicht alle überzeugen
Anstatt auf Kultur zu machen,
lernt der Fanatiker für seine Abschlussklausuren und guckt danach mit Freunden
Filme.
Tja, dabei sehe ich doch so
verdammt kompetent aus und bestimmt auch elegant und so was eben… hoffentlich darf
ich auch Wein trinken… irgendwie bezweifele ich das. Naja, aber ihr kommt ja alle, nicht wahr?
21.10.2006 um 16:31 Uhr
und heute Abend
Heute noch nichts vor? Und zufälligerweise in München?
Gut, ich habe einen Tipp! Lerne
mich bei der Arbeit kennen und gleichzeitig ein paar Studioglasobjekte! Ein
bisschen Wein, ein paar Fragen zu Künstlern mit unmöglichen Namen und vorher
vielleicht noch ein Abstecher in die hiesigen Museen.
Das wäre doch was. Heute findet nämlich die Lange Nacht der Museen statt und ich arbeite von 18:30 bis
02:00 Uhr in der Galerie der Alexander
Tutsek-Stiftung . Nur eine der vielen „Attraktionen“, denn nahezu 100
Museen, Sammlungen, Institutionen und Galerien machen mit. Und das alles für 15
€ und dazu gehört die Fahrkarte für die ganzen Routen die es so gibt.
Ich sag mal, was will man mehr?
19.10.2006 um 22:16 Uhr
selbst ertappt
Ich bin schon so einsam, dass ich mit meinem Essen rede. Und das ohne Sichtkontakt! Ich habe nicht mal die Offenklappe auf gemacht! Und ich habe einen Offen ohne Sichtfenster!
Herrje ist das trübe!
18.10.2006 um 14:49 Uhr
Impfungen und wer ist Schuld
Zurzeit geistern wieder
Berichterstattungen durch die Nachrichtenwelt, dass die bösen anthroposophischen
Schulen, sprich Waldorfschulen den Eltern verbieten ihre Kinder zu impfen. Als
Beispiel wird eine Mutter interviewt, die ihren Sohn wegen dieser so
verdammenswerten Anthros nicht impfen hat lassen und jetzt ist der Sohn tot.
Ja, das tut mir ja ehrlich leid,
mir tut es auch leid, dass diese verdammten Kinderärzte nichts Besseres zu tun
haben, als auf Foren gegen Anthros und Homöopathie zu wettern. Wobei ich die
Berichterstattungen hier (da gibt es noch ganz andere Foren, die wirklich nur bösartig sind) noch ganz in Ordnung finde. Allerdings sollten diese
Ärzte mal überlegen, dass nicht nur Anthros aus ideologischen Gründen teilweise
(das ist mir wichtig) auf Impfungen verzichten, denn auch unter den
Alt68er-Bewegungen überlegte man, dass Impfungen nicht immer das Richtige
seien. Zum einen wegen dieser so schräg erscheinenden Ideologien. Dahinter
versteckt sich die Vorstellung, dass Krankheiten zur Entwicklung eines Menschen
beitragen, von wegen der durchaus allgemein verbreiteten Annahme, dass man
durch Leid gehen muss um zu sehen wie das Leben so tickt. Um heran zu reifen,
um Erfahrungen zu sammeln, über sich, über seinen Körper, über seine Seele. Um
es ja so beängstigend auszusprechen (Hilfe, sie hat „Seele“ geschrieben!!!).
Anderseits verschweigen die Kinderärzte sehr gerne, dass Impfungen durchaus
auch ihre Komplikationen mit sich bringen und zu ganz hässlichen Zwischenfällen
führen können (hier mal eine "Anthrosicht "). Ich sag mal Tod. Ach ja und es gibt unabhängige Untersuchungen,
die meinen, dass die eben doch noch so verdammte Lebensweise von manchen
Anthros gerade das Immunsystem von Kindern fördere, so dass sie z.B. deutlich
weniger unter Allergien zu leiden haben (hier z.B. ).
Aber mal ganz davon abgesehen,
ich war auf einer Waldorfschule und ich wurde geimpft. Und zwar nicht nur, weil
meine Mutter sich gegen Lehrer durchgesetzt hätte, sondern auch, weil wir einen
Schularzt hatten, der uns geimpft hat! Und obwohl ich also die Krankheiten
teilweise nur abgeschwächt erlebt habe, würde ich durchaus zustimmen, dass es
wichtige Erfahrungen waren. Und vielleicht hätte ich ohne die ganzen Impfungen
ein paar Allergien weniger, ich hätte dann womöglich nicht nahezu ein halbes
Jahr meines Lebens drinnen, wie ein Fisch an Luft japsend verbracht. Und verdammt, Sterben kann man andauernd im Leben.
Liegt im Leben selbst begründet.
Leider wird bei vielen
Berichterstattungen nicht darauf hingewiesen, dass es nicht nur Vor-, sondern
eben auch Nachteile gibt.
(Wobei ich gerne zugebe, das mein Text nicht gerade an Objektivität übersprudelt oder überhauptgut ist, aber manchmal und so...)

