Nach Budapest fuhren wir entlang
der Donau über Esztergom und Visegrad. Das ist eine sehr schöne Strecke mit
allerhand Attraktionen. Die Straßen sind einfache Landstraßen, aber sehr gut zu
befahren, und da dort nicht viel Verkehr herrscht, kommt man auch schnell
voran.
Meistens hat man jedoch ein, zwei
Fahrer, die an einem kleben, so dass man dort, wo es etwas zu sehen nicht urplötzlich
an die Seite fahren kann.
Die Straßenschilder sind meistens
grün, je nach Art der Straße, ob Autobahn etc. Alles ist so gut beschrieben,
dass man sich (und darin bin ich Spezialistin *gg*) wirklich nicht verfährt,
und nach Budapest gelotst wird. Auf jedem Schild steht dann noch die Entfernung
bis Budapest.
Das Entziffern der Straßennamen
ist eine Aufgabe für sich. Das ungarische Alphabet und die Aussprache hatte ich
mir zuvor schon angeeignet, aber auf die Schnelle liest man die Wörter doch auf
deutsch. So heißt z.B. Szombathely nicht
Tzombattelie oder Sommbat'heli sondern Sombatej ,wobei das sz ein ß wie in
Straße, das o ein offenes O wie in Motte ist und das ungarische A einem kurzen
AO ähnelt, fast wie man es aus dem Dänischen kennt. L und y werden als j ausgesprochen.
Daneben gibt es dann die langen a's und o's mit den langen Strichen. Das wird auch dementsprechend lang ausgesprochen. Â
Diese Sprache ist eine wirkliche
Herausforderung, aber sie klingt schön, und die Aussprache ist ansonsten nicht
schwer. Betont wird nur auf der ersten
Silbe, und viele lange Wörter, die so lang und unaussprechlich erscheinen, sind
bei Beachtung der Regeln plötzlich viel leichter auszusprechen.
Gewundert hat mich sehr, dass die
"jungen" Ungarn in ihren BMW's und in ihren PS starken ausländischen
Automarken genau so rasen und drängeln wie
hier, wenn nicht noch schneller. Sie hupen ebenfalls, wenn es ihnen nicht
schnell genug geht, und vollführen dabei auch riskante Einfädelungsmanöver.
In Budapest – auf den
Hauptverkehrsadern - wird meinem Gefühl nach auch recht schnell gefahren. Dafür
sind die Kreuzungen noch überschaubarer, es gibt mehr Orientierungspunkte, wie
z.B. Grünstreifen in der Mitte, bessere Verkehrsführungen oder Inseln, während
in Deutschland oft die gesamte Kreuzung zuasphaltiert ist, und man oft kaum
sieht, wie die Straßenführung nach links, rechts oder geradeaus verläuft.
Dafür ist in Budapest die
Beschilderung nicht so gut, und schnell kommt einem eine Straße wieder
"bekannt" vor…, oder man landet im Randbezirk.
Die Straßen in Richtung Innenstadt
sind teilweise hoffnungslos verstopft, und es passiert nur Stopp and go.
Wer an einem Zebrastreifen bremst,
ist blöd und riskiert, dass der Hintermann hinten drauf fährt. So ist das
leider in vielen osteuropäischen Ländern, davon wusste ich vorher und verhielt
mich dementsprechend. In Verbindung mit einer Ampel kommt ein Fußgänger schon
eher über die Straße, ansonsten wartet er artig und geht auch nicht einfach.
Nach einigen Stunden schlug mein
Herz wieder normal, und ich fuhr entspannter.
Hier noch ein paar Impressionen,
direkt aus dem Auto aufgenommen. Deshalb ist die Qualität nicht immer gut.
Komarom
Diese Stadt gibt es einmal auf der
slowakischen Seite und einmal auf der ungarischen Seite.
Meine Tochter und ihr damaliger
Freund lernten beide Seiten auf einer Tour kennen. Sie kannten sich nicht aus
und kamen total erschöpft dort auf der slowakischen Seite an. "Angeblich"
verstand man dort aber weder deutsch, russisch noch englisch etc und war sehr
unfreundlich und feindselig. Sogar dem Freund gegenüber, der in Polen geboren
wurde und es mit polnisch versuchte, das dem slowakischen fast gleich ist.
Wenn jemand nicht helfen möchte,
dann stellt er sich absolut stur, obwohl du seinem Gesicht ansiehst, dass er
dich sehr wohl versteht, und auch eine andere Sprache spricht. Dieses Phänomen
habe ich auch in Prag bemerkt. Es macht einen rasend vor Wut, aber man kann nichts
machen, die bleiben dann bockig.
Anders dagegen auf der ungarischen
Seite. Sofort wurde Hilfe angeboten, sogar für einen Schlafplatz in der Nacht
gesorgt.