Auch der längste Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt

17.01.2012 um 21:45 Uhr

Der dressierte Mann

In einer Zeit, die als Aufbruch der Frauenbewegung gilt, landete die Autorin Esther Villar 1971 einen Bestseller, denn sie dreht den Spieß der Emanzipation um und entlarvt die Frauen nach ihrer Theorie als die eigentlichen Ausbeuterinnen des Mannes.

"Männer sind nicht zu beneiden, denn die bei Männern und Frauen tief verwurzelte Geschlechtsrollenpolarität verlangt, dass sie sich im Prinzip die Liebe der Frauen erkaufen müssen." Diesen und andere Standpunkte vertrat die Autorin in ihrem Buch vom dressierten Mann . Sie lieferte damit so etwas wie eine Antithese zur Frauenbewegung.

Eines der gewagtesten Zitate aus diesem Buch ist "[...] spätestens dann haben die meisten Frauen [...] beschlossen, die Laufbahn von Prostituierten einzuschlagen, das heißt, später einen Mann für sich arbeiten zu lassen und ihm als Gegenleistung ihre Vagina in bestimmten Intervallen zur Verfügung zu stellen - hört die Frau auf, ihren Geist zu entwickeln. Sie lässt sich zwar weiterhin ausbilden und erwirbt dabei allerlei Diplome - denn der Mann glaubt, dass eine Frau, die etwas auswendig gelernt hat, auch etwas weiß (ein Diplom erhöht also den Marktwert der Frau) -, doch in Wirklichkeit trennen sich hier die Wege der Geschlechter ein für allemal. Jede Verständigungsmöglichkeit zwischen Mann und Frau wird an diesem Punkt abgeschnitten, und zwar für immer."

Die These von der Unterdrückung des Mannes durch die Frau, die aus ihrem Körper Kapital schlägt, hat nichts von ihrer Brisanz verloren - bei aller Emanzipation gibt es bis heute keine "neue Frau" oder einen "neuen Mann", lese ich in einer Rezession.

Auch nach über 40 Jahren des Erscheines dieser provokant geschriebenen Streitschrift, mit ihrer schwungvollen und bissigen Polemik, fordert sie auch heute noch zur Diskussion und zum Nachdenken heraus.

Was vor über 40 Jahren in kämpferischem Dogmatismus diskutiert wurde, erscheint in unserer heutigen Zeit, in der es immer mehr alleinerziehende Mütter gibt, die ebenso im Erwerbsleben stehen, überdenkenswert. Ebenso ist der deutliche Trend zu immer mehr Singelhaushalten ein klares Zeichen dafür, dass sich in Bezug auf die von Ester Viller angesprochene Thesen einiges geändert hat.

Wer das Buch ausführlich liest, erkennt auch das Ziel von Esther Villar: Sie plädiert für die weitgehende Angleichung der Rollen von Mann und Frau. Sie gibt damit zu verstehen, dass eine Gleichwertigkeit der Geschlechter erst mit ihrer Gleichartigkeit gewährleistet sein wird.

Sicher ist: An dem Verhältnis und dem Verständnis der Geschlechter zueinander muss weiter, von beiderlei Seite, gearbeitet werden.

04.01.2012 um 00:17 Uhr

Paradisische Zustände

Man sagt: Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Erinnerung kann aber auch die Hölle sein.

26.12.2011 um 19:34 Uhr

gesellschaftliche Angepassheit

Wenn ich gefragt werde,
wie es mir geht,
heißt das noch lange nicht,
dass ich auf diese Frage
eine ehrliche Antwort gebe.

 

19.12.2011 um 16:58 Uhr

unnützes Wissen

Eine aktuelle Studie ergab: iPhone-BesitzerInnen wechseln ihre SexualpartnerInnen häufiger als andere Smartphone-BesitzerInnen - im Durchschnitt sogar doppelt so oft wie Android-BesitzerInnen.

18.12.2011 um 19:23 Uhr

Gedanken über Blogigo

"Schreibst du eigentlich noch bei Blogigo?", wurde ich letztens gefragt.
"Ab und zu, ja. Ein paar Kommentare hier und da, das war es dann auch schon", antwortete ich.

Warum ist das so?

Viele von mir geschätzte Blogger sind nicht mehr hier bei Blogigo.
Sie haben zum Teil ihre Blogs gelöscht, oder aber die bestehenden Blogs sind verwaist.
Manche bloggen auf anderen Plattformen, aber auch dort ist kaum Umtrieb zu verzeichnen.
Mit vielen der neuen Blogs hier kann ich nichts anfangen, sie geben mir nichts.

Manche Menschen hier vermisse ich wirklich, aber es ist eben so wie es ist: Sie sind weg!
Warum auch immer, das ist die Tasache.

Hier zu bloggen ist vermutlich so, wie ein gewisser Lebensabschnitt: es ist interressant, spannend und es macht Spass.
Irgendwann einmal ändert sich dieses Verhalten und das resultiert dann in dem Weggang von Blogigo.

"Mir fehlt einfach die Muse dazu, ich habe keine Zeit mehr zum blogggen" höre ich als Argument.
Dem kann ich nichts vernünftiges erwidern, denn es stimmt ja auch.
Bloggen sollte immer Spass machen und ohne jeglichen Zwang geschehen.

Auch hat sich bei mir der Inhalt geändert, was ich als Eintrag hier hineinstelle. Wirklich persönliche Dinge
versuche ich zu vermeiden, das hat auch ganz direkt mit der Blogkultur hier zu tun.
Es erscheint mir einfach nicht mehr angebracht, mich hier in dieser Art und Weise zu öffnen.

Ich hätte viel zu schreiben, sehr viel ... was mich bewegt, mich bedrückt und was so alles passiert in meinem Leben.
Aber es passt nicht hierher, Blogigo ist, aus den verschiedensten Gründen, nicht mehr der richtige Ort dafür.

Trotzdem verweile ich immer noch hier; bin ich nun deshalb ein ewig Gestriger?

18.12.2011 um 17:59 Uhr

lecker Glühwein


Ein gutes Glas mit dampfendem Glühwein gehört in die Weihnachtszeit.
Aber Glühwein ist nicht gleich Glühwein und deshalb hier mein Favoritenrezept.

Gluehwein


Einkaufsliste:

1 l guter lieblicher Rotwein
1 bis 2 Bio-Orangen mit Schale
6 Sternanis
2 Stangen Zimt
10 Nelken
3 Pimentkörner (Nelkenpfeffer)
2 grüne Kardamomkapseln
Amaretto nach Geschmack
brauner Rohrzucker oder brauner Kandis

Zubereitung:

Gewürze in Küchenkrepp oder Plastikbeutel geben und leicht mit dem Fleischklopfer zerklopfen.
Diese Gewürze dann in einer Pfanne ohne Fett erwärmen, ohne dass sie verbrennen,
sonst werden sie bitter.

Wein erhitzen, aber nicht kochen. Bio-Orange mit Schale in Scheiben dazugeben. Gewürze dazugeben und ziehen lassen.
Dann den braunen Rohrzucker oder braunen Kandis dazu geben.
Bei zugedecktem Topf mindestens 30 Minuten-besser 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nach belieben mit Amaretto abschmecken.

10.12.2011 um 01:06 Uhr

Sichtweisen

Sichtweisen

Perspektive 1 (weiblich):

Unterhalten sich zwei Arbeitskolleginnen.
Sagt die eine: "Gestern Nacht hat er mal wieder mit mir geschlafen."
"Meiner auch!" antwortet die andere.
"Und wie war's?"
"Es war furchtbar. Er kam nach Hause, hat sein Abendessen runtergeschlungen, ist auf mich drauf,
war nach 5 Minuten fertig, hat sich umgedreht und geschlafen. Wie war's bei dir?"
"Ach, es war so unglaublich! Als ich heim kam gingen wir sofort zum Essen bei einem romantischen Italiener. Dann sind wir bestimmt eine Stunde durch die Stadt gebummelt. Als wir wieder in der Wohnung waren hat er überall Kerzen angezündet und das Vorspiel hat sich mindestens eine Stunde hingezogen.
Dann hat er mich bestimmt eine Stunde lang ganz zärtlich genommen und danach haben wir noch eine Stunde gequatscht. Es war märchenhaft!"

Perspektive 2 (männlich):

In einem anderen Büro, ein paar Straßen weiter, unterhalten sich die beiden Männer.
"Und? Hast du gestern?"
"Aber wie! Kam heim, Abendessen stand schon auf'm Tisch. Weggeputzt wie nix, dann mit ihr geschlafen und gemeinsam eingepennt. Besser geht's nicht. Und bei Dir?"
"Katastrophe! Ich hab vergessen die Stromrechnung zu bezahlen, also sind wir zu so 'nem Edel Italiener zum Abendessen und sie hat sich das teuerste Essen auf der Karte bestellt!
Also hatte ich keine Kohle mehr für's Taxi und wir sind zu Fuß heim.
Weil kein Strom war, habe ich überall Kerzen angezündet. Mann war ich sauer!
Ich hab 'ne Stunde gebraucht einen hoch zu kriegen, genau so lange um endlich zu kommen und als es dann vorbei war, war ich so genervt davon, dass ich eine Stunde lang nicht einschlafen konnte.
Und die ganze Zeit war die Alte nur am labern."

(Quelle: Internet)

27.11.2011 um 01:11 Uhr

Konfuzius sagt:

"Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes."

Alles klar?

27.11.2011 um 00:01 Uhr

Nachlese zu Stuttgart 21: Alles wird gut – wichtige Wahlinfo

S21: Alles wird gut – wichtige Wahlinfo

Tunnel, Rikscha oder komplett abreißen? Dieses offizielle Video stellt dir die Alternativen vor, die du wählen kannst. Denn der Volksentscheid-Stimmzettel ist umfangreicher als gedacht...

Die Landesregierung möchte im Vorfeld der Volksabstimmung aufklären, daher stellt das Ministerium für zivile Plebiszite, Volksentscheide und Legislative (MiniziPVeL) den umfangreichen Stimmzettel vor.

04.11.2011 um 19:56 Uhr

Goldener November

Letztes Jahr, fast genau um die gleiche Zeit schrieb ich einen Beitrag,
in dem es um den November ging.

Nass, kalt und undurchdringliche Nebensuppe ... so stellte sich der November 2010 dar.
So, wie eigentlich immer. Wie der November halt so ist. Für gewöhnlich.

Goldener NovemberQuelle: Internet (c) Luwbl 

Dieses Jahr jedoch ist der November eine Fortführung des Herbstes.
Erst jetzt verlieren die Bäume ihr Laub so richtig, es ist sonnig, es ist schön.

Das sonnige Novemberwetter ist ein Geschenk nach diesem Sommer.
Noch mal draussen sitzen, im Strassencafe...
In der Sonne spazieren gehen...

Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so.
Das wünsche ich mir.

(Und auch so manch´anderes noch.)

26.07.2011 um 16:12 Uhr

Augen auf!

Wenn du denkst, du bist jede Straße gegangen
Und jeden Weg
Sieh noch einmal hin
Auf das Vergangene
Und du wirst etwas Neues entdecken

10.07.2011 um 16:59 Uhr

Neu bepflanzt

Dahlien auf dem balkon

10.07.2011 um 14:54 Uhr

Schatzsucher auf Lebenszeit

Einmal möchte ich verweilen können:
Keinen Wunsch mehr,
nicht mehr suchen,
nicht mehr das Gefühl,
noch etwas finden zu müssen.

Vieles habe ich gefunden,
aber nie sind meine
Schatzkammern so gefüllt,
daß ich sie abschließen
und fortfliegen kann.

Dabei habe ich
den Flug ins Wunschlose
schon so lange gebucht.

Doch meine Schätze
zerrinnen mir zwischen den Fingern.
Und ich muß weitersuchen,
denn der Versuch,
Vorratskammern mit guten Gefühlen
anzulegen,
ist auch gescheitert.

© Kristiane Allert-Wybranietz

10.07.2011 um 14:24 Uhr

Wer bin ich?

Diese Tage hatte ich ein sehr langes Gespräch mit meiner Mutter. Ich habe ein wirklich gutes Verhältnis zu meiner Mutter und ich habe keine Geheimnisse vor ihr, kann über alles mit ihr offen reden. Kurz: Meine Mutter ist meine Mutter und ich liebe sie. Wir sprachen über alle möglichen Dinge, aber zwei Theman davon berührten mich besonders. Über eines möchte ich jetzt schreiben: Wer bin ich und wo komme ich her?

Es war Zufall, aber wir kamen in unserem Gespräch auf unsere Vergangenheit. Die Väter und Mütter, alle längst tot. Mütterlicherseits ist mir alles bekannt, Oma und Opa, meine Onkels, Tanten. Cousins und Cousinen, all diese Dinge eben.

Schaue ich aber auf die Familienlinie meines Vaters, ist mir so wirklich gar nichts bekannt. Was ich weiß, bzw. was mir immer erzählt wurde ist folgendes: Meine Oma heiratete meinen Opa während des Krieges. Während der standesamtlichen Trauung kam es zu einem Fliegeralarm und alle mussten in den Luftschutzkeller. Nach dem Bombenangriff gab es das Standesamt nicht mehr, es war durch diesen Fliegerangriff zerstört. Somit gab es auch keine Urkunden oder Unterlagen über die Heirat. Es waren andere Zeiten damals während des Krieges und es war somit alles in Ordnung. Das alles geschah während eines Fronturlaubes meines Opas. Er kämpfte an der Stalingrader Front, wo er dann auch schlussendlich umkam. Während diesem Fronturlaub wurde auch mein Vater gezeugt, so die Geschichte.
Für mich war das alles nachvollziehbar: Opa macht der Oma den Papa, fällt an der Front und damit ist alles klar.
Eigentlich schon, oder?

Nun habe ich eine andere Wahrheit erfahren. Eine Wahrheit, die mir klar machte, dass ich gar nicht der bin, der ich zu glauben schien. Mein Name ist nicht richtig, Ich heiße nicht so. Ich bin nicht der, der ich bin. Und ich weiß nicht, wie mein Name eigentlich lautet. Mein Vater schweigt darüber.

Wer bin ich? 

10.07.2011 um 14:02 Uhr

Du liebst einen Nerd

Im Netz gefunden und für gut befunden:

Dat is der Schogger ... Fröhlich