Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

31.01.2009 um 12:48 Uhr

Meine eigene Zerrissenheit

von: Sadeyes

Bei mir wechseln sich immer wieder Angst vor dem großen Schritt mit der Freude darauf ab. Ich denke, wenn einem die Arbeit Spaß macht, dann ist das schon viel wert. Deswegen ist es mir wichtig, eine Stelle zu finden, wo mir die Arbeit eben Spaß macht und ich abends mit einem guten Gefühl nach Hause gehen kann. Ich geh auch gern mit E und seinen Freunden aus. Auch gestern wurde ich da wieder aufs Herzlichste begrüßt. Und auf die Aussage hin, dass ich vielleicht bald hier wohne, wurde damit kommentiert, dass ich dann ja immer mit ihnen ausgehen kann und was wir mal so machen können und so. Klar, hab ich da schon auch Lust drauf. E scheint (zumindest momentan) damit keinerlei Probleme zu haben. Gestern hat er mich ja auch mitgenommen und auch direkt gefragt, ob ich heut Abend wieder mitkomme.

Zu seiner Familie ist er nun allein. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob er überhaupt erzählen wird, dass ich da bin. Ich bin gerne dort, aber sich wäre es irgendwie merkwürdig, wenn ich da nun auf Monate ständig wieder mit hingehen würde. Ich glaub, ihm geht es derzeit hauptsächlich darum, auf Distanz zu gehen. Genug Distanz aufzubauen für die Zeit, wo ich vielleicht auf Wochen und Monate erstmal mit ihm wohne. Aber das ist auch nicht einfach für mich. Ich lass ihn... aber richtig alles nachvollziehen kann ich auch nicht immer.

Gestern hat er wieder große Gespräche mit mir geführt. Die ihm wie immer nur möglich zu sein scheinen, wenn er viel getrunken hat bzw was geraucht hat. Eigentlich gab es keine großen Überraschungen. Es sind die gleichen Ängste und Probleme, die er immer wieder schildert. Mal wieder die Frage, wie ich ihn sehe, also was ich denke, was er für ein Mensch ist, wie er tickt. Ich habs ihm auf den Kopf zugesagt, dass ich denke, dass jede Menge Ängste in ihm stecken und dass ich denke, dass er das an sich auch weiß. Das hat er nicht verstanden oder verstehen wollen. Zu meiner Aussage, dass er manchmal andere verletzt, weil er Angst bekommt, auch wenn er die Menschen eigentlich gar nicht verletzen will, dem hat er aber voll zugestimmt.

Und wieder hat er mich gefragt, ob ich denke, dass man nach einer Beziehung miteinander befreundet sein kann. Diese Frage scheint ihn ja doch sehr zu beschäftigen. Leider sagt er mir nicht, warum. Warum fragt er mich das immer wieder? Ich nehme an, dass es durchaus was mit uns zu tun hat. Aber bedeutet das, dass er den Kontakt nicht mehr will, dass er darüber nachdenkt, ihn abzubrechen? Oder hat es damit zu tun, dass er nicht weiß, wie er seine Gefühle einzuordnen hat?

Die letzten zwei Nächte hat er mich nun auch nicht mehr gehalten. Ich weiß nicht, ob all diese Abstandsdinge momentan erstmal nur vorübergehend sind, bis er dann merkt, dass ich gar nicht vorhabe, jede Sekunde nur noch mit ihm zu verbringen oder ob das nun endgültig ist. Ich glaube nicht, dass er das nicht mehr mag, mich halten... es ist nur mal wieder eine seiner Entscheidungen oder was auch immer.

Ich weiß auch nicht, was für mich selber gut ist. Momentan möchte ich selber ein Stück weit Abstand von ihm. So wie er ist, so geht das nicht und so kann und will ich das auch nicht. Ich bin selber ein Mensch, der sich abgrenzen können muss und selbständig sein muss. Aber das wird in den kommenden Monaten wohl nicht immer einfach sein. Aber wohin mit diesen Gedanken. Kann ich das mit ihm teilen? Würde er das verstehen?

Mir schwirrt der Kopf, weil ich mich einerseits immer noch ihm nah fühle und ihm nah sein möchte. Weil ich immer noch diese Gefühle habe. Aber auch bei mir hat sich wieder was geändert. Denn auch ich werde mich zu schützen wissen... Was ist also die richtige Entscheidung? 

30.01.2009 um 18:38 Uhr

Über die Bindungsangst - Die Anzeichen

von: Sadeyes   Kategorie: Bindungsangst

Seit ich hin und wieder dieses Wort in Bezug auf E gebraucht habe, sehe ich fast jeden Tag, dass nach diesem Wort gegoogelt wird. Ich denke mal, von den Menschen, die ihre Angst überwinden wollen, genauso wie von denen, die sich in jemanden verliebt haben, der Probleme hat, seine Bindunngsangst im Zaum zu halten oder zu überwinden. Ich finde es traurig, dass es offensichtlich für manche Menschen so ein großes Problem heutzutage darstellt, die Nähe zu anderen zuzulassen. Denn letztendlich glaube ich, dass sie genauso darunter leiden, wie die Menschen, die versuchen, eben diese Nähe aufzubauen und Geduld haben und kämpfen.

Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass E unter starker Bindungsangst leidet. Nicht sicher bin ich mir, ob es besser geworden ist oder nicht. Denn noch immer merke ich, wie er sich zurückzieht oder mir mehr oder weniger weh tut, wenn ich ihm näher komme. Ich weiß nicht, warum er so eine Bedrohung in mir zu sehen scheint, obwohl wir noch nichtmal zusammen sind. Und ich suche noch immer nach Möglichkeiten, ihm da irgendwie zu helfen. Auch wenn meine Toleranz da mittlerweile schon ziemlich gelitten hat.

Und ich kann mir vorstellen, dass viele andere sich in genau diesen Worten wiederfinden können. Deswegen will ich mal versuchen, nach und nach ein bissel was darüber zusammen zu tragen. Und ich würde mich freuen, wenn auch andere zu dem Thema ihre Erfahrungen und vielleicht auch Ratschläge hinterlassen möchten.

Was sind unter anderem also Anzeichen für die Bindungsangst?

- Schwierigkeiten, über Gefühle zu reden, sich anderen zu öffnen (manche versuchen sich zu "lockern", indem sie zu Mitteln greifen, die sie enthemmen, wie z.B. Alkohol)

- sich nicht klar zu der Beziehung bekennen zu wollen/keine Versprechungen machen zu wollen

- Angst vor Abhängigkeit (das kann sich auch in anderen Lebensbereichen widerspiegeln)

- Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen, insbesondere Zukunftspläne zu schmieden

- keine Freunde, höchstens Bekannte

- häufig wechselnde Partner oder gar keine Beziehung

- unerwarteter Rückzug, tagelanges Schweigen oder sogar verschwinden (das kann sich insbesondere vor Feiertagen verstärken)

- emotionale Nähe und Rückzug wechseln sich ab

- übergroße Erwartungen, die zum Teil gar nicht zu erfüllen sind

- (über)großes Sicherheitsbedürfnis

- sich äußerst schnell durch andere unter (Erwartungs)Druck gesetzt fühlen

Das ist sicher keine abschließende Aufzählung, nur was mir einfällt. Ich denke, dass die Anzeichen auch ganz unterschiedlich sind und nicht bei jedem so auftreten bzw unterschiedlich stark. Das hängt auch sicher damit zusammen, welche Ängste eigentlich hinter dieser Bindungsangst stecken. Aber darüber ein anderes Mal.

30.01.2009 um 12:55 Uhr

E nervt!!!

von: Sadeyes

Gestern hat er sich dann tatsächlich selber übertroffen. Wie ich schon vermutet hatte, hat dieses Real werden mal wieder seine Angst auf den Plan gerufen.

Und es nervt so... dass er sich mal wieder nicht klar ausdrückt und Dinge erwartet, die nicht zu erfüllen sind. Warum kann er sich nicht mal "normal" benehmen? Das ist einfach nur noch anstrengend und ich hab keinen Bock auf sowas. Was ich eh schon nicht leiden kann, sind solche Unterstellungen. Mir ist zwar klar, warum er sich so aufführt und dass er sich dann hinterher wieder besser und befreit fühlt, aber es nervt, dass er dazu erstmal wieder eine Flasche Wein brauchte und dann sich so blöd aufführen mußte. Ich bin noch immer ein wenig sauer auf ihn. Das kann alles noch munter werden...

29.01.2009 um 11:47 Uhr

Bindungsangst läßt grüßen???

von: Sadeyes

Oh Mann, ist das mal wieder schwierig hier... Hmmm... irgendwie auch nicht... irgendwie schon. Schwierig zu sagen. Es sind keine großen Dinge, aber sie sind da und nicht nur in meinem Kopf.

Angefangen damit, dass er einen Braten am Wochenende mitgebracht hat und ja wußte, dass ich komme und den auch sehr mag... und ihn aufgegessen hat, bevor ich da war. Na gut, ist ja auch sein Braten. Aber natürlich hätte ich das anders gemacht. Ich hab ja sogar ein leckeres Roastbeef mitgebracht, weil ich dachte, er mag das und freut sich.
Das gleiche mit dem Frühstücksfleisch... gestern hab ich nix von gegessen wegen Zeitmangel, heut morgen wars weg. Während er das letzte Mal sowas extra für mich aufgehoben hat.

Dafür sammelt er aber die Leergut-Flaschen schon ne ganze Weile, damit ich dann nichts zahlen muss, wenn ich mal für uns einkaufen gehe...
Er hat gestern viel Zeit darauf verwendet, mir eine Route selber aus dem Internet rauszusuchen und aufzuschreiben anstatt dem Routenplaner, weil Straßen hier gesperrt sind.

In unserer ersten Nacht hatte ich mich noch nichtmal richtig in Schlafposition bringen können, so schnell war er bei mir und hat sich wieder an mich gekuschelt und mich in den Arm genommen... mit den begeisterten Worten: "Löffelchen, Löffelchen, Löffelchen". Die ganze Nacht war er ganz dicht bei mir. So dass ich mal wieder kaum Platz zum Bewegen hatte.
Letzte Nacht war das schon wieder ein bissel anders. Erst kam er wieder sofort an, hat dann aber nach einem Moment seinen Arm wieder zurückgezogen. Trotzdem war er doch meist wieder ganz nah bei mir, auch wenn er mich nicht ganz so oft im Arm gehalten hat, wie letzte Nacht.

Ich vermute, eine der Nachwirkungen von gestern... da war er auch erst ein wenig brummeliger und ist dann schnell wieder aufgetaut. Interessanterweise ist ihm das "Wir" anscheinend schon wieder (oder immer noch?) voll ins Blut gegangen. Wir brauchen etwas vom Supermarkt, wir haben dies und jenes... und als er mir was auf der Karte gezeigt hat, meinte er, da wohnen wir... ups.... nach einem Moment hat er sich auch gleich verbessert "da wohn ich". Ja, ja, ist ja schon gut... Aber ich glaube, er selber war da viel mehr drüber erschrocken. Und so ist er heute Morgen ein wenig brummelig von dannen gezogen. Vielleicht auch deshalb so brummelig, weil er wohl spät war? Wer weiß...

Ich will es nicht persönlich nehmen. Aber ich weiß, dass ich irgendwann, wenn ich wieder nicht ins Internet darf oder er sonstwie wieder komisch ist, dann auch mal hochgehen werde. Ich glaube nicht, dass er es aus Absicht tut. Vielmehr sind es seine Abgrenzungen, die er wohl irgendwie braucht, diese kleinen Dingen, mich irgendwie wegzuschubsen. Auch wenn er eigentlich nicht mich damit meint. Die Frage ist nur, wie kann ich damit umgehen, dass es irgendwann besser wird? Dass seine blöden Ängste irgendwann mal wieder verschwinden. Ganz verschwinden oder so, dass wir damit leben und lieben können.

 

25.01.2009 um 18:31 Uhr

Motivationsschub

von: Sadeyes

Diese zwei überraschenden Anrufe am Freitag haben richtig gut getan. Selbst wenn sich vielleicht nichts daraus ergeben sollte, so hat es doch dazu gereicht, mir endlich mal wieder einen Tritt zu geben und etwas anderes zu tun, als nur nach Jobs zu suchen... nämlich auch mal die anderen wichtigen Dinge anzugehen. So hab ich gestern den ganzen Tag damit verbracht, endlich mal alle alten Zeitungen auszumisten und meine komplette Ablage zu machen. Sieht gleich schon wieder anders aus.
Heute hab ich mich dann sogar an mein Heiligtum gewagt... den Kleiderschrank. Hier fällt es mir immer extremst schwer, mich von etwas zu trennen. Das heißt, da liegen sogar noch Teile drin, die mittlerweile über 15 Jahre alt sind... also fast noch topaktuell ;)
Und da morgen Altkleidersammlung ist, hab ich kurzerhand mal einige dieser "zu groß" oder "nicht mehr aktuell" ausgeräumt und in einen großen Sack gestopft. Sogar mein einzigstes selbstgenähtes Kleidungsstück (das ich nie getragen habe, da ich da mindestens zweimal reinpassen würde), habe ich da rein getan. Irgendwie auch ein recht gutes Gefühl.

Und noch besser... ich hab meinen Hintern hochbekommen und mich endlich hinter meine Bücher geklemmt. Wenn man erstmal angefangen hat, dann ist es ja irgendwie interessant. Und ich sollte wirklich schauen, dass ich diesen Kurs noch zu Ende bringe.

Also, wenn das nicht mal was ist... Bin schon ganz stolz... aaaaber.... am meisten freu ich mich auf E.

25.01.2009 um 00:53 Uhr

Nicht aufgeben... und hoffen, hoffen, hoffen...

von: Sadeyes

Uff... was für ein Stress und welch ein gefühlsmäßiges auf und ab in den letzten Tagen.

Ein paar Vorstellungsgespräche, aber irgendwie war das immer äußerst frustrierend. Zu den bekannten Aussagen vom fehlenden akademischen Grad und dem noch kein fließendes Niederländisch, gesellte sich nun auch noch überqualifiziert. Bei den neuen Stellen fängt es nun wenigstens an, wieder mehr zu werden. Nur leider nicht so wirklich viel, auf das ich mich bewerben könnte.

Dann gestern die Überraschung... war gerade dabei, mich für abends zurecht zu machen und hätte fast mein Telefon überhört. Innerhalb von einer Stunde wurde mir mitgeteilt, dass zwei Firmen Interesse an einem persönlichen Vorstellungsgespräch mit mir haben. Also das erste Mal nicht nur so Telefongespräche, sondern sofort ein richtiges Kennenlernen... und bei der einen Stelle... da frag ich mich, ob sie meinen Lebenslauf vielleicht vertauscht haben. Die Stelle klingt zumindest dermaßen hoch angesiedelt, dass es mir fast ein wenig Angst macht. Aber gut... Herausforderungen haben auch so ihren Reiz. Ich mach mir zwar nicht allzu große Hoffnungen, dass die mich wirklich nehmen würden, aber ich schau es mir mal an und warte ab, was sie sagen. Sie werben ja groß damit, dass sie immer nach Talenten Ausschau halten, die sie dann entsprechend fördern wollen.
Die zweite Stelle... das weiß ich, dass ich die Aufgaben alle gut bewältigen kann. Nicht viel unbekanntes außer vielleicht den unterschiedlichen Gesetzen in Holland. Da rechne ich mir schon größere Chancen aus.

Aber... der schöne Nebeneffekt ist... ich werde E schon in wenigen Tagen wieder sehen. Ich freu mich so riesig... Darüber, dass sich was tut und darüber wieder bei ihm sein zu können. Und er klang durchaus auch so, wie wenn er sich darauf freuen könnte. Zumindest ist es absolut kein Problem für ihn und ich darf kommen, so lange ich möchte...
Und noch besser, denn ansonsten hätte es nächste Woche eine lange Durststrecke für mich ohne ihn gegeben. Und nun brauch ich Schlaf... morgen hab ich meine Freunde eingeladen. So langsam muss ich ja mal mit dem Verabschieden anfangen...

19.01.2009 um 21:32 Uhr

Was ist nur los mit E.???

von: Sadeyes

Mache mir gerade richtig Sorgen und muss mich zurückhalten, nicht sofort bei ihm anzurufen. Er kam nach Hause und hat sich dann direkt bei mir gemeldet. Er fühlt sich total mies. Und er gehört nicht zu den Menschen, die zu Übertreibungen neigen. Er weiß nicht, was mit ihm los ist. Klingt auch durchaus verwirrt und ein wenig hilflos, besorgt.
Er hat es als "mental" beschrieben. Er sagt, er driftet immer wieder ab, wie wenn er Träumen würde, seine Gedanken würden rasen und nicht aufhören. Aber nichts, was die Arbeit betrifft. Was er denkt, hat er nicht verraten. Gleichzeitig bekommt er abwechselnd schlagartig Hunger und dann wird ihm schon übel, wenn er nur an Essen und Trinken denkt. Immer wieder hat er wohl auch Hitzeschübe. Er hat jetzt was gegessen, fühlt sich kaum besser und will nicht weiter reden... Er hat sich entschuldigt und sich hingelegt. Ich fühle mich richtig unruhig ... und unwohl... Oh Mann! Was ist nur mit ihm los???

19.01.2009 um 15:22 Uhr

Erinnerungen zum Anfassen

von: Sadeyes

Zum ersten Mal in der Wohnung meiner Oma ohne, dass es mir dabei den Magen umdreht und mein Herz anfängt weh zu tun. Wir haben angefangen, ihre Wohnung auszuräumen. Zu schauen, wer was bekommt. Meine Cousinen rühren sich nicht... und werden so nun den kürzeren ziehen, sollten sie an etwas Interesse haben.
Ich habe mich getraut... und mir Erinnerungen eingepackt. All die alten kleinen Sammlertässchen mit Golddruck und Blümchen... die dazu passenden Unterteller und Kuchenteller. Dazu noch Kanne, Milchkännchen und Zuckerdose... und eine riesige Plätzchenschüssel... So herrlich alt! Dazu noch der Gedenkteller von meinem Opi. Sachen, die mir mehr wert sind, als sie es tatsächlich sind.

Mein E fehlt mir mal wieder. In den letzten Tagen konnten wir uns nicht viel hören. Dabei hatten wir letzte Woche zwei sehr intensive Tage, so dass ich sein Fehlen nun nur umso mehr spüre. Geändert hat sich bei uns ansonsten nichts. Auch wenn ich gestern mal kurzzeitig wieder diese Angst gespürt habe.

Am meisten freue ich mich aber heute auf meine Einweihung in den ersten Reiki-Grad. Ich habe in letzter Zeit viel dazu gelesen und nun ist es für mich so weit. Ein weiterer Schritt auf meinem Weg...

16.01.2009 um 13:39 Uhr

Arbeit gesucht!

von: Sadeyes

Was ist das mal wieder für ein hin und her... Mal sieht alles so gut und positiv aus, bis die nächste negative Nachricht wieder kommt.

Mußte ja heute zum geliebten Arbeitsamt. Aber immerhin waren nicht alle Nachrichten schlecht. Schlecht ist, dass sie mich dazu "zwingen" können, hier eine Arbeit anzunehmen, sobald mein Arbeitsvertrag abgelaufen ist. Das heißt, ich muss unbedingt bis dahin etwas gefunden haben.

Aber es gibt tatsächlich auch Unterstützung. Nächste Woche kann ich mit einem Spezialisten für sowas reden. Außerdem bekomm ich einen Zuschuss für Fahrten zu Vorstellungsgesprächen. Was wirklich hilft, denn billig ist so eine Fahrt ja nicht. Und wenn es hoffentlich dann mal richtig losgeht, werde ich vielleicht des öfteren hin und her pendeln müssen. Aber das beste ist ein Zuschuss zu den Umzugskosten!!! Ich hab mir schon immer Sorgen gemacht, wie ich das hinbekommen oder finanzieren soll, seit mir mein Vater gesagt hat, dass er mir zu diesem Umzug weder seinen Transporter noch Anhänger zur Verfügung stellt. Mit dem Zuschuss werd ich eine Firma zahlen können, die meine Sachen zumindest fährt.

Jetzt fehlt wirklich nur noch die Arbeitsstelle in Holland... und dass das Haus möglichst schnell und gut verkauft wird. Dann geht es wieder weiter im Leben.

Also, bitte, bitte... eine tolle Arbeitsstelle in meiner Lieblingsstadt in Holland möglichst bald!!!

14.01.2009 um 18:26 Uhr

Das war wohl nichts...

von: Sadeyes

Oh Mann, ist das frustrierend!!! Hatte so gehofft, wenigstens ein Vorstellungsgespräch zu bekommen... nein, beide Stellen haben abgesagt :(

In diesen Momenten frag ich mich dann echt, ob ich es schaffen werde, dort eine Stelle zu finden und umzuziehen. Es ist immer das Gleiche. Mal wieder heißt es, dass mein Niederländisch noch nicht fließend genug ist (wie soll es das auch werden, wenn ich hier in Deutschland hock?). Auch wenn ich mir sicher bin, dass wenn ich mal dort lebe, das sehr schnell gehen wird mit der täglichen Übung... egal, das muss sofort sein.
Und die anderen beharren auf irgendwelchen Abschlüssen und Diploma, die ich nicht hab, weil ich lieber arbeite und mir praktisches Wissen aneigne. Nebenbei tu ich mich schon genug weiterbilden... und ich find Berufserfahrung viel wertvoller, als irgendein Stück Papier. Aber was soll ich machen *seufz*

Immerhin hat die Agentur meinen Lebenslauf an andere Kollegen und verbandelte Agenturen weitergeleitet. So lange die sich so bemühen und sich sicher sind, dass sie etwas für mich finden, so lange hab ich auch noch Hoffnung, dass irgendwann die Stelle für mich dabei ist.

Ansonsten war heut generell Tag der schlechten Neuigkeiten... haben erfahren, dass der Markt hier derzeit so schlecht ist, dass das Haus einen Wertverlust von ca 20% hinnehmen muss... bzw wir bei einem Verkauf. Nur, wie soll ich das denn bitte auch noch bezahlen??? *hilflosguck*

13.01.2009 um 15:33 Uhr

Oskar und die Dame in Rosa - Eric-Emmanuel Schmitt

von: Sadeyes

Habe heute dieses kleine, bezaubernde Büchlein in einem Rutsch durchgelesen.

Oskar, ein Junge von 10 Jahren hat Leukämie und wird bald sterben. Die Dame in Rosa, die er liebevoll Oma Rosa nennt, lernt ihn im Krankenhaus kennen und nimmt ihn mit seiner Krankheit so an, wie er ist. Ohne falsche Scheu oder ihm die Wahrheit vorenthalten zu wollen. Sie ermuntert ihn, sich Gott anzuvertrauen und so schreibt Oskar in den letzten Tagen seines Lebens jeden Tag an Gott und erzählt ihm seine Erkenntnisse über Leben und Tod, Krankheit, Vertrauen, Glauben und Leiden.

Durch die große Schrift sind die rund hundert Seiten schnell gelesen. Aber sie sind so warm, liebevoll, mit einem Augenzwinkern und doch so viel Weisheit geschrieben, dass es sich definitiv lohnt, sie zu lesen... am besten in einem Rutsch!!!

Mich hat die Geschichte sehr berührt!

12.01.2009 um 13:53 Uhr

Manche Tage...

von: Sadeyes

Manche Tage sind einfach komisch. Man müßte ja denken, dass ich eigentlich alle Zeit der Welt hab und fast gar nicht weiß, was ich noch alles tun soll. Aber oft ist das Gegenteil der Fall. Heute Morgen scheint sich für mich mal wieder alles zu überschlagen und ich weiß nicht, womit ich anfangen soll...

Aber so langsam lichtet es sich wieder ein wenig und ich werd gleich mein tägliches Serienstündchen einlegen. Denn da strick ich immer an den Socken für meinen Vater, die ja auch nur in wenigen Tagen fertig sein müssen....

Und doch... gut angefangen hat sie, die Woche! Ich bin heute Morgen mit einem neuen Stellenvorschlag belohnt worden und die Position hört sich richtig gut an. Ist sofort auf Platz 1 der Liste meiner Wunschpositionen geklettert. Und so warte ich weiterhin darauf, dass nun irgendwann eine Einladung zu einem ersten Vorstellungsgespräch eintrifft. Genauso schön ist, dass mein E sich bereits mit mir freuen konnte... und er mir bestätigt, dass mein Niederländisch immer besser wird. So ein bissel stolz bin ich schon darauf, dass sich all mein Lesen und Üben nun bezahlt machen!

Schön finde ich auch die Unterstützung meiner Freunde derzeit bei meinem Projekt. Anfangs waren sie ja nicht so begeistert, was ich auch verstehen kann. Es bedeutet ja, dass ich dann weit weg bin und man nicht eben mal was zusammen unternehmen kann. Aber nun, wo mich immer mal wieder Ängste überkommen, weil es ja doch ein großer Schritt ist, bestärken und beruhigen sie mich. Der Einzigste, der mal wieder kritisiert und nicht unterstützend ist, ist mein Vater...

Gut, damit kann und muss ich leben, dass meine Eltern und ich anscheinend derzeit eine etwas schwierigere Phase miteinander haben. Aber vielleicht tut auch da dieser Schritt gut...

11.01.2009 um 23:37 Uhr

Mails, Mails, Mails... aber, SO nicht!

von: Sadeyes

Hmmm... ein netter Tag heute irgendwie... bis auf The Evil... der sich mal wieder per Mail wie die Axt im Walde aufführt. Ich verstehe nicht, warum er es nicht schafft, wie ein Erwachsener zu schreiben und mich auch respektvoll und wie eine Erwachsene zu behandeln. Immer dieses Herumkommandieren und diese kleinen Sticheleien.
In letzter Zeit hab ich sowas jedes Mal einfach ignoriert, weil ich keine Lust habe, herumzudiskutieren. Aber diesmal hab ich versucht, ihn doch mal darauf hinzuweisen, dass das so nicht funktioniert. Wie soll uns denn die Bank oder Käufer ernst nehmen, wenn das so ein Theater ist? Das wird ihm sicherlich nicht schmecken und es würde mich wundern, wenn die Mail auch nur irgendwas bewirken würde. Aber es war einfach mal wieder Zeit, dass das deutlich gemacht wird.

Ja... und dann war es an der Zeit, auch D zu schreiben. Ich will ihn nicht zurück, ich liebe ihn nicht mehr. Aber wir haben uns so gut verstanden und er ist ein toller Mensch! Es wäre schön, irgendwie Freunde sein zu können, auch wenn es nur sehr lose wäre. Aber es geht ja nicht darum, dass man sich ständig hört, sondern die Qualität davon...
Ich verspreche mir nicht allzuviel von der Mail... ich weiß ja noch nichtmal, ob er überhaupt noch in dieses Postfach schaut. Aber ich fand, es war einen Versuch wert.
Manchmal würde ich auch heute noch gerne mit meinem ersten Mann Kontakt haben. Einfach hin und wieder hören, dass es ihm gut geht und ein wenig mit ihm plaudern... Aber es ist nicht möglich, ihn so einfach ausfindig zu machen. Und seine Eltern ansprechen... das ist nicht möglich... Aber trotzdem bedauere ich das...
Deswegen mußte ich diese Chance bei D nun einfach nutzen...

Mein E... er ist nach wie vor, wie er eben ist... rätselhaft manchmal, aber er ist da... und ich denke immer wieder an diese eine Nacht vor wenigen Wochen... diese Gefühle, die er da gehabt haben muss, die können nicht wieder verschwunden sein. Nicht so schnell... sie waren vorher schon da und sie sind es auch jetzt noch... und bald, bald, bald werd ich dort sein....

10.01.2009 um 21:06 Uhr

Ik mis je

von: Sadeyes

Mein E.... heute ist er nicht da... und ich merke, wie sehr seine bloße Anwesenheit einen Unterschied macht. Und ich frage mich, ob er es umgekehrt ähnlich empfindet?

Gestern hab ich noch gedacht, frag ihn, was er geplant hat fürs Wochenende... aber dann dachte ich, das ist nicht nötig. Spätestens abends ist er wieder da. Aber nun scheint er doch bei seinen Eltern zu sein. Vermutlich... Über Nacht? Vermutlich...

Mir fehlt der Kontakt zu Menschen... nach außen... und es fehlt mir, mit ihm zu schreiben, von ihm zu hören... so lang ich weiß, er ist da... nur einen Klick entfernt... fühlt sich alles ganz anders an.

Manchmal wünsch ich mir ein wenig, dass diese Arbeitssituation endlich gelöst wäre. Es muss ja nicht morgen sein, dass ich anfange mit arbeiten... Es hat auch was für sich, nun diese Zeit für mich zu haben. Aber es wäre prima zu wissen, wann es weiter geht. Es fällt mir oft schwer zu planen, wenn ich nicht weiß zu wann. Aber das bin ich... ich und mein Zeitgefühl...

Wie schön wäre es, jetzt bei ihm sein zu können... Ich würde ihn gerne sehen, ihn berühren, in seinen Armen einschlafen... mit ihm reden und spüren, wie sich seine Finger mit meinen vereinen. Noch viel mehr wünsche ich mir, endlich wieder seine Lippen auf meinen zu spüren...

Und dann sind sie wieder da... die kleinen Momente der Zweifel... ob das alles wirklich richtig ist, ob alles wirklich so kommen kann. Vielleicht sind sie manchmal nötig... diese Momente der Zerrissenheit...

Edit: Etwas, was ich sonst ja nie tue... aber, kaum hab ich diese Zeilen fertig geschrieben, ist er auf einmal da. Wie gerufen ;)

05.01.2009 um 17:58 Uhr

Es tut sich was...

von: Sadeyes

Vielleicht, ja vielleicht ist es wirklich bald soweit. Heute haben sich tatsächlich mal erste konkrete Dinge ergeben. Na ja, noch nicht so konkret, wie ich es gerne hätte, aber ich habe endlich einen vielversprechenden Kontakt in Holland knüpfen können. Wie es aussieht, sind meine Chancen, eine gute Stelle mit Möglichkeiten dort zu finden und die auch so bezahlt wird, wie ich mir das vorstelle. Immerhin möchte ich dort ja eigentlich auch gerne noch in einer Wohnung leben können und nicht in einer WG. Und bei den Wohnungspreisen muss man ja schon fast Großverdiener sein. Normal ist das nicht... Dafür wird Wohneigentum dort sehr bezuschußt. Wer weiß... vielleicht werd ich ja noch zum Wohnungseigentümer ;)

Jetzt heißt es warten, wie es weiter geht. Ob sich eine der zwei Stellen für mich interessiert... und morgen steht noch ein weiteres Telefonat an, das mir einen weiteren Kontakt verschaffen könnte. Auf jeden Fall hat alleine die Bestätigung, dass mein Zeitrahmen und auch der finanzielle Rahmen machbar ist, mir einen ziemlichen Auftrieb und ein richtig positives Gefühl verschafft. Nur noch wenige Wochen und ich werde in Holland sein... und dann nicht immer wieder für lange Zeit zurück müssen.

Dafür haben sich schon wieder andere Probleme aufgetan. Auch wenn ICH ohne Probleme umziehen kann, so sieht das mit meinem Auto schon anders aus. Verkaufen will ichs ja nicht... ich habs doch erst seit so kurzem... aber es mitzunehmen, das klingt nach Wartezeiten und viel Papierkram *seufz*

Was meine Tiere angeht, so überprüft meine Tierärztin alles Nötige. Meine Bedenken sind hier bei den Impfungen, dass mein Ältester nicht mehr geimpft werden kann oder es bei ihm zu Komplikationen führen könnte. Er ist mittlerweile altersbedingt nicht mehr so ganz fit auf dem Herzen und schnauft deswegen öfters ziemlich. Aber auch das wird sich hoffentlich alles klären lassen... Armer Kerl... der hat mit mir nun auch schon jeden Umzug hier in Deutschland mitgemacht und das wäre jetzt Umzug Nummer sechs für ihn...

Hach, ich bin so aufgeregt und voller Vorfreude... ich könnt grad anfangen und Kartons packen...

04.01.2009 um 20:57 Uhr

Ich bin... Liebe

von: Sadeyes

Ich liebe. Mein ganzes Herz ist immer wieder erfüllt von tiefer Liebe zu E. Und ich spüre, wie diese Wärme aus meinem Herzen meinen ganzen Körper, meine Seele einhüllt. Ich kann es nicht ändern... und ich will es auch gar nicht. Sie ist da und ist, wie sie ist. Stärker denn je. Wohl die Nachwehen der vielen gemeinsamen Wochen. Ich fühle mich ihm sehr nah und verbunden. Leicht ist es nicht immer... zumal er gerade nicht viel Zeit hat, mit mir zu schreiben. Er hat Besuch...

Und wie sehr hoffe ich, dass ich bald wieder der Besuch sein kann, der bei ihm ist. Viel mehr noch hoffe ich, dass sich bald etwas arbeitstechnisch entwickeln wird. Ich werde nach Holland gehen. So viel steht fest. Egal, was ich für verlockende Stellenanzeigen auch hier lese, ich habe keinerlei Interesse, mich dort derzeit zu bewerben. Dafür verbringe ich Stunden damit, den holländischen Arbeitsmarkt nach relevanten Stellen abzusuchen und nehme dabei Geldeinbußen, sowie lange Fahrtzeiten in Kauf. Wenn ich erstmal dort bin, kann ich schlimmstenfalls nach einiger Zeit wieder die Stelle wechseln. Aber dann wird vieles einfacher sein, weil ich schonmal dort lebe und dort gearbeitet habe.

Es ist ein komisches Gefühl, wenn alles so im Ungewissen liegt. Ich schaffe es nicht, hier irgendwelche konkreten Pläne zu machen, die über den Tag hinausgehen, weil ich immer denke, da bin ich vielleicht gar nicht hier... Vielleicht hab ich da ein Vorstellungsgespräch oder fange schon an zu arbeiten. Am liebsten würde ich schon alles in große Kartons verpacken, aber auch das ist wenig sinnvoll.

So vertreibe ich mir die Zeit mit lernen und Dingen, die mir Spaß machen. Und freue mich schon darauf, wenn die Arbeitswoche wieder anfängt, weil dann wieder die Möglichkeit besteht, dass endlich DIE Arbeitsstelle für mich dabei ist.

Andere Dinge? Ja, die gibt es auch. Zahlreich!

Mal wieder darf ich mich mit The Evil rumärgern. Ich war dumm genug, es noch einmal auf der freundlichen Ebene versuchen zu wollen, was damit geendet hat, dass ich mal wieder eine Mail voll von Vorschriften, Befehlen und Anfragen von ihm bekommen habe, die ihm keinesfalls zustehen. Hoffentlich kommt bald ein Käufer und ich bin ihn los!

Und meine Mutter... die hält es noch nichtmal mehr für nötig, sich bei ihrer Familie zu melden und ihr ein frohes, neues Jahr zu wünschen. Mein Vater meldet sich schon jeden Tag bei mir in der Hoffnung, sie hätte sich bei mir gemeldet. Aber na ja, bei ihr wundert mich so langsam gar nichts mehr... auch wenn das sehr traurig ist...