Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

30.07.2010 um 23:40 Uhr

Ein Reigen von Silberstreifen...

von: Sadeyes

Komme mir heute fast ein wenig vor wie Goldmarie... was für ein ungewohntes Gefühl...

Meine Geschäftsreise scheint sich nun von ganz alleine in die Zeit zu legen, wo ich sie gerne haben wollte. Nicht nur das... sondern ich bekomme vielleicht auch noch die Möglichkeit, das erste Mal in die Arena zu gehen und ein richtig cooles Spiel meiner geliebten Bayern zu sehen... Und wenn das klappen sollte, dann bekomm ich hoffentlich die Nacht das Hotel auf Firmenkosten und dann würde ich mir den Flug zurück einfach auf abends legen und hätte sowas wie einen Urlaubstag zur freien Verfügung in München... dann fehlt nur noch herrliches Wetter!!

Ansonsten habe ich heute zig Ideen für meine kleine Herzensangelegenheit und bin fleißig dabei an einem Logo zu werkeln. Spaß macht es, nur dauert irgendwie alles so lange und dabei bin ich doch immer so ungeduldig...

Heute Morgen habe ich mich dann kurzfristig dazu entschlossen, den einen Kredit, den mein netter Ex auf mich abgewälzt hat, abzubezahlen. Da ist nicht mehr viel drauf, sonst ginge es auch nicht. Auch die Zinsen waren so gut wie nichts mehr. Und obwohl die monatliche Zahlung nicht sooo riesig ist (im Vergleich zu den anderen) und auch nur noch ein halbes Jahr zu zahlen war, wollte ich nun einfach das Gefühl haben, wieder etwas los zu sein. Gerade dieser, wo ich mich so geärgert hatte, dass er mir das aufgebrummt hat. Ende... abbezahlen und nicht mehr dran denken. Ein Kredit und eine Verpflichtung weniger. Das tut einfach rein psychisch gut. Auch wenn sich ansonsten nichts ändert. Das, was da wegfällt, geht in den nächsten Kredit. 

Und dann... muss ich gestehen, dass ich hier gerade mit einem Lachen im Gesicht und Tränen in den Augen sitze. Ich habe ein unglaubliches Geschenk bekommen... Und ich kann gar nicht richtig begreifen, dass das wirklich passiert ist... und das mir. Ich weiß nicht, wie ich meine Dankbarkeit in Worte oder Taten kleiden sollte... es ist mir nicht möglich... Und so bleibt es mir nur, zu lachen und zu weinen und den Kopf darüber zu schütteln, dass es so etwas wirklich gibt.

Und wieder einem Stück mehr guter Hoffnung in die Zukunft zu schauen. Denn irgendwoher kommen auch immer mal wieder Sonnenstrahlen. Auch wenn es manchmal ganz unerwartet ist und ganz anders, als man denkt... 

29.07.2010 um 13:34 Uhr

Erste Schritte ins Ungewisse

von: Sadeyes

Heute Abend werden E und ich nochmal gemeinsam an meinem Brief feilen, den ich dann am Wochenende fertig bearbeiten werde und dann an potentielle Auftraggeber versenden werde. danach heißt es dann auf Antworten und vielleicht auch Aufträge zu warten und zu hoffen. Genehmigung vom Finanzamt ist schon da und somit kann das losgehen.

Das ist mein "Vernunftgeschäft". Ich weiß, ich kann das und damit verdiene ich sicherlich nicht schlecht, wenn denn Aufträge kommen, aber ob ich dabei auch nur etwas Spaß haben werde oder mich nur irgendwie durchbeißen werde, da bin ich mir nicht sicher. Immerhin bedeutet es unter Umständen jeden Abend dann auch nochmal vor dem PC zu sitzen und zu arbeiten und konzentrieren, etc.
Aaaber... kaum irgendwelche Kosten, außer dem Drucker/Scanner/Kopierer-Gerät... und somit ziemlich risikolos... (aber halt auch so emotionslos *hüstel* ) 

Das andere ist mein "Herzensgeschäft". Etwas, wovon ich schon immer geträumt habe, immer wieder weggeschoben und wieder hervorgezerrt. Nervig, dass ich dafür noch eine Genehmigung vom Finanzamt brauche...
Leider ist das nun schon mit etwas Risiko verbunden, denn hier habe ich Anschaffungskosten und echt einiges an Zeit und Liebesmüh, die bei draufgehen wird, ehe sich auch nur irgendwas tut... und ob ich dann auch nur einen Cent verdiene oder es ein Verlustgeschäft wird, ist fraglich...
Aber ich glaube, dass es mir wirklich Spaß machen könnte, dass ich da so richtig mit meinem Herzen bei der Sache bin...

Aber es konkretisiert sich... wird nur noch viele Schritte und noch so zwei Monate wohl brauchen, bis es dann mal wirklich losgeht... Mal sehen, was ich dieses Wochenende davon erledigt bekomme...

Eine ziemlich aufregende Zeit... bin gespannt, ob sich etwas tun wird. Ich hoffe es so!!! 

 

24.07.2010 um 00:17 Uhr

Arschtritt nötig...

von: Sadeyes

Turbulente Zeiten... auch wenn ich manchmal denke, es wird endlich ruhiger. Steuererklärung ist immer noch nicht geschafft. Muss mir da wohl mal einen Riesenarschtritt geben, dass das endlich mal weiter geht. Aber ich hab auch wahnsinnig Schiß, dass ich irgendwas zahlen können müßte.

Wenn ich auf mein Konto schaue, wird mir eher schlecht und ich weiß, so geht das nicht weiter bis zum nächsten Urlaubsgeld. Nebenjob muss her... und für mich geht das nur über Selbständigkeit. Zig Geschäftsideen... aber meist scheitere ich daran, dass ich denke, das klappt ja doch nicht... Also, auch hier mal ein Arhsctritt notwendig ;)

Trotzdem sind erste Schritte getan, manche Dinge konkretieren sich mit der Zeit dann eben doch von alleine. Und manchmal wird man eben quasi dazu gezwungen. Zu ungewiss dabei manchmal auch, was so bei uns in der Firma passiert...

Also, Ärmel hochkrempeln und los gehts... 

19.07.2010 um 13:22 Uhr

Zwischen Himmel und Erde

von: Sadeyes

Gestern war mal wieder so ein Tag... ein besonderer... der ganz besonderen Sorte. Da, wo alles dicht beieinander liegt. Gefühle und Erleben... und des einfach nur seins... zwischen Himmel und Erde...

E hatte mich eingeladen, ihn endlich einmal auf seinem Segelboot zu begleiten (nachdem ich ihn dann doch irgendwann mal direkt darauf angesprochen habe, ob er mich mal mitnimmt, wenn es passt . Zarte Hinweise kommen bei Männern irgendwie so selten an ;) ) 
Und so hat er mich abgeholt und wir sind in seinem Cabrio zu dem kleinen Ort gefahren, wo die Anlegestelle ist. Das Wetter hat auch endlich mal mitgespielt und es war warm und sonnig, so dass meine Haare wie wild im Wind geflogen sind (und bei der Ankunft reichlich verknotet waren)
Aber alleine schon dieses Gefühl... Sonne, Wind, die fliegenden Haare, die Musik... ich habe jede Sekunde genossen... so ein Gefühl von Freiheit und Freude, wie wenn es kein Morgen gibt.

Dann am Boot angekommen, alles fertig gemacht und los ging es. Irgendwie sieht so ein Schiff gar nicht sooo gross aus, wenn man davor steht. Ist man aber erstmal drauf und soll es auch mal steuern, sieht das gleich ganz anders aus. Ich hab nämlich vorne rein gar nix gesehen, was vor uns war... zum Glück waren wir nicht allzu schnell, denn der Wind hat uns etwas im Stich gelassen.

Ist trotzdem ein tolles Gefühl, dieses stille Gleiten vom Schiff über das Wasser und dass man dafür nur ein paar Segel braucht. Und das Gefühl im Bauch, wenn sich die Segel blähen und das Schiff in der Kurve dann sich stark seitwärts neigt.

E war eher weniger erfreut, denn er sieht es natürlich sportlich... und sportlich gesehen war bei dem wenigen Wind eben nicht viel drin...

Trotzdem sind wir ein großes Stück Fluß entlang, hin zu einer Art See und dann wieder den Fluß zurück. Und ich war stolz wie Oskar, dass er mich hat so viel steuern lassen.
Zig Bilder habe ich gemacht und ich kann es kaum erwarten, sie mir heute Abend anzuschauen.

E, der ganz in seinem Element aufgegangen ist. Das herrliche Boot und das Wasser...

Später waren wir noch bei seinen Eltern. Erstaunlich, was sie alles über mich wissen, was E ihnen wohl alles erzählt hat. Und trotzdem war es wieder nett, obwohl ich sicher ca ein Jahr nicht mehr da war. Irgendwie erinnert es mich ein wenig an meine Familie, als ich noch klein war. Und vielleicht bin ich auch deswegen gerne dort, weil ich anscheinend noch immer Familiendefizite habe.

Aber ich finden es schön, E zu beobachten, wie er mit seinen Eltern redet. Und wieder einmal mehr hatte ich das Gefühl, dass er generell in dem letzten Jahr irgendwie etwas glücklicher geworden ist.

Im Auto wieder Musik... seine Musik sind allesamt irgendwelche Liebesballaden oder sonstiges KuschelRockwürdiges Material. Ja, das passt mal wieder zu dem Herrn, der so gern so tough tut und ihn nichts berührt und schon gar nicht die Liebe. Der bei jedem TV-Kuss, den Sender wechseln muss...

Und so ging es mit wehenden Haaren und umweht von wehmütigen Tönen wieder nach Hause. Und in einem Moment wieder das Glücksgefühl von Freiheit und Freude, abgelöst von Tränen. Nicht wirklich, weil ich traurig war. Vielleicht ist es der innere Schmerz von all den Dingen, die waren und sein werden, von all den ungehörten und verdrängten Dingen, sowie den ungenutzten Chancen... Wir alle bestehen doch nur aus einer Ansammlung von Emotionen und Erfahrungen, Erinnerungen und Hoffnungen und alles liegt ganz dicht beieinander. Schwupps, geht eine Tür auf und da kommt ein ganz anderes Gefühl oder Erinnerung...

Und ich hoffe, dass mir genug Zeit bleiben wird, um noch viele Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln. Dass ich noch so oft den Moment genießen kann. Und dass es noch vieles Gutes geben wird, was in mein Leben treten wird.

Ich möchte keine Chancen verstreichen lassen, weil ich Angst habe. Angst, dass es eben wieder nur ein Traum war, der dann wieder vergangen ist.
Ich möchte Träume wieder leben. Zwischen Himmel und Erde...