Auf der Suche nach dem Leben

30.09.2007 um 20:05 Uhr

Jetzt wird der Wahnsinn Methode

von: Haibara   Stichwörter: Sprachlosigkiet

Stimmung: geschockt
Musik: keine

 

Soeben in den Nachrichten gehört:

Japanische Forscher haben transparente Frösche gezüchtet!

Oh,  wie ist der Mensch anmaßend! 

Kennt er denn gar keine Grenzen? 

Menschen sind so eigensinnig, blind und dumm.

Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört und was sie geschaffen hat und auch im Gleichgewicht halten kann. 

Es hat schon angefangen. Viele schauen nur noch nicht hin.

Sie sind nur mit ihrer eigenen Existenz beschäftigt und werden so Mitschuld an der Zerstörung unserer Welt tragen. 

Wir brauchen keine Bomben, wir zerstören unsere einzigartige Welt auch so. 

Den Mächtigen ist wohl schon klar, dass die Uhr tickt und suchen schon für sich einen Ausweg:

Umsiedlung auf den Mars. Nicht einmal die Himmelskörper sind ihnen heilig!

 

30.09.2007 um 13:35 Uhr

Das Türklinkenwunder

von: Haibara   Stichwörter: Kinder, Poster, Türklinke, Wunder, Staunen, Mauer

Stimmung: gut gelaunt
Musik: Unendlich ( Silbermond)

 

Vor einiger Zeit beobachtete ich einen kleinen Jungen. Er stand vor einem Poster, welches von vielen Türklinken nebeneinander und untereinander ausgefüllt war. Er war cirka 4 Jahre alt und schaute für einen kurzen Moment auf das Plakat, dann streckte er seine Kinderhand aus und wollte die Klinken öffnen. Es ging natürlich nicht. Aber er ließ sich nicht verdrießen und staunend fragte er, was wohl dahinter sei. Sie gingen nicht zu öffnen, vielleicht verbarg sich ein Schatz dahinter? Eine verblüffende Kinderlogik!

Immer wieder muss ich über dieses kleine Erlebnis nachdenken.

Während wir Erwachsenen im Laufe unseres Lebens vom  Kind bis ins hohe Alter immer mehr Wissen anhäufen und um uns herum aufbauen, ist ein Kind noch frei. Es sieht die Welt mit anderen Augen. Es kann staunen und sieht Wunder.

Wir gehen an einem Plakat vorbei, schauen kurz hin, finden es schön, diskutieren vielleicht über Farben, Formen, Ästhetik und historischen Hintergrund, aber dann gehen wir zum Alltag über.

Aber für den Kleinen war es ein Wunder!

Wäre es nicht schön, wenn wir uns diese Kindlichkeit bewahren könnten?

Wir bauen um uns eine Mauer aus Wissen, verfugen sie mit dem Gegebenen aus der Natur und verkleiden alles mit den Regeln der Gesellschaft, die wir uns gemixt haben, wie einen passenden Hausputz. Manchmal bröckelt der Putz, dann kommt ein neuer. Alles sieht anders aus. Aber wird es dadurch besser? Nein, die Mauer wird nur dicker und höher. Die Bausteine Wissen und Zivilisation werden immer mehr. Am Ende kann es sehr dunkel um uns herum sein, da wir vergessen haben, Fenster einzubauen, die uns einen Blick in die echte Welt zulassen. Aber würden Fenster denn genügen?

Manchmal trifft man auf Menschen, die noch große Fenster haben.

Und ganz selten trifft man auch auf erwachsene Kinder, die sich noch wundern und staunen können.

Und das ist dann mein ganz persönliches Wunder.

 

Der Kleine hat noch keine Mauer, er sieht, fühlt und will lernen. Er kann glauben und sich wundern.

Ich wünsche ihm, dass er keine Mauer um sich zu lässt, sonder sich ein Kleid aus Wissen, Zivilisation und eigenem Glauben webt, dass durchlässig ist und ihn die Natur und die Welt atmen lässt. Dann wird er die Welt besser verstehen als so mancher hoch gelehrte Wissenschaftler oder Politiker.

 

Und wenn die Menschen Glück haben, werden sie erkennen, dass ihre Mauer nur aus Einzelbestandteilen besteht und sie ihnen nichts nützt. Irgendwann wird sie einstürzen, denn je mehr wir forschen und Einzelwissen als Bausteine um uns aufhäufen, desto instabiler wird die Mauer, denn eigentlich wissen wir nichts.

 

 

Hoffentlich ist es dann nicht zu spät für unsere Welt.

 

 

Aber solange es Kinder gibt, habe ich noch Hoffnung.

27.09.2007 um 23:00 Uhr

7 Minuten Gedanken an einer Bushaltestelle

von: Haibara   Stichwörter: Mensch, Auto, Umwelt, Nahverkehr, Geld, Politiker

Stimmung: ganz gut
Musik: Out of My mind (James Blunt)

 

Als ich heute früh an der Bushaltestelle stand, rauschte eine unendlich wirkende Autoschlange an mir vorbei. Ich fragte mich unwillkürlich, ob das so sein muss.

Ich überlegte Folgendes:

Wir Menschen leben auf dieser Erde. Wir gehören zum Kreislauf der Natur.

Seitdem es Menschen gibt, haben sie viele Dinge erfunden, um ihr Leben zu verbessern, es zu bereichern und um die ganze Erde in Besitz zu nehmen und sie für sich zu nutzen.

Sie waren auch ständig auf Wanderschaft, später ritten sie, dann fuhren sie mit Pferd und Wagen, in der Kutsche....

Und dann fuhr eines Tages Frau Mercedes Benz mit der merkwürdigen Erfindung ihres Mannes einfach ein paar Meter auf und davon. Die erste Autofahrt hatte stattgefunden!

Was würde sie sagen, wenn sie heute in unsere Zeit hineinlugen könnte?

Autos, noch und nöcher! Die Menschen sind mobil wie noch nie! Sie erreichen schnell und individuell all ihre Ziele. Das klingt gut. Die Menschen haben es halt drauf!

Aber ist das wirklich sooooo gut?

Wäre es nicht besser, wenn all die Politiker, die auf einmal ach so umweltbewusst sind, und deswegen alles so teuer machen, (z.B. das Benzin), das Geld nehmen würden und einen funktionierenden preisgünstigen Nahverkehr einrichten würden, mit vielen Bussen und Bahnen, die ständig verkehren und die viele Menschen befördern könnten?

Autos würden privat dann nur noch zu wichtigen Fahrten eingesetzt, wo man schnell und unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln Termine einhalten muss, z.B .bei einem Arzt. Es gäbe so viele Vorteile! Die Straßen wären leerer. Es gäbe weniger Unfälle, die Luft wäre sauberer, der Geräuschpegel würde sinken, die Menschen wären gesünder und ausgeglichener, nicht so gestresst....

Weniger Tiere würden überfahren werden.

Aber warum so etwas einrichten, da würde man ja viel weniger Geld verdienen und das Geld, was man aus den unsinnigen gierigen Erhöhungen erhält, kann man ja dann auch nicht für sich verbrauchen.

Und da frage ich mich wieder: Wie denkt der Mensch eigentlich?

Nur kurzfristig zu seinem Vorteil!

Dass er die Welt als Ganzes aufs Spiel setzt, interessiert ihn nicht. Er hält zwar große Reden, führt „Scheinaktionen" durch, um das Volk zu verwirren und sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Aber wirklich ändern tut er nichts.

An dem Punkt angekommen, schüttelte ich verärgert mit dem Kopf.

Doch da kam mein Bus schon um die Ecke, ich stieg ein und wurde friedlich und umweltgerecht zu meinem Frisör gefahren.

 

 

25.09.2007 um 23:13 Uhr

Bin ich ein Unglücksmagnet?

von: Haibara   Stichwörter: Unglück, Schuld, Wiedergeburt

Stimmung: traurig, nachdenklich
Musik: Auch im Regen (Rosenstolz)

 

Irgendwie scheine ich das Unglück anzuziehen. Auch wenn ich mir noch so viel Mühe gebe, meistens geht irgend etwas schief.

Selbst kleine Freuden klappen oft nicht.

Habe ich eine „Unglücksaura" um mich herum?

Gibt es so was?

Manchmal denke ich sogar, dass diese Aura sich bis um die Menschen herum ausdehnt, die ich mag und die mir sehr viel bedeuten.

Es tut mir so unendlich weh, wenn es ihnen nicht gut geht.

Man ist oft so hilflos.

Dann suche ich nach einer Schuld bei mir.

Ich las einmal, wenn man in einem früheren Leben etwas sehr Böses getan hätte, würde man deswegen heutzutage wenig Glück haben und müsste für seine bösen Taten büßen.

Gibt es so was? Ich weiß nicht!

Ich glaube ja viel. Aber an Wiedergeburt glaube ich nicht.

Höchstens, dass wir irgendwas von einem früher lebenden Menschen in uns haben. Dass heißt, da wir ja aus Teilchen bestehen, aus Atomen, und ein Mensch sich ja auch irgendwann wieder auflöst und nichts verschwindet, dass ein paar Teilchen des längst Verstorbenen für mich als „Bausteine" mit verwandt wurden. Vielleicht spüre ich dadurch was von diesem alten Leben.

Aber dass ich für einen Altvorderen büßen muss, glaube ich nicht.

Also kann ich nur versuchen, das Pech vorsichtig zu umgehen und mir noch mehr Mühe zu geben.

24.09.2007 um 14:00 Uhr

Was ist Liebe?

von: Haibara   Stichwörter: Liebe, Gewohnheit, Hoffnung

Stimmung: nachdenklich, traurig,
Musik: Liebe ist (Toni Kater)

 

Was ist Liebe?

Ich komme ins Grübeln

Aber dann muss ich lächeln:

Lange ist es her. Es war die verrückte Zeit, Ende der 70ger, als die jungen Burschen lange Haare und Bart trugen. Jeans und „Thälmannjacke"(= braune Lederjacke, so, in der Art wie MacGyver sie trug, wem der noch bekannt ist) war angesagt. Unsereiner trug mit Vorliebe lange Haare, Jeans oder lange Röcke, Jesuslatschen und Stirnbänder, viele lange Ketten, mit kleinen Perlen, Schlaghosen...hätte ich nur meine aufgehoben! Wir hatten tolle Musik, träumten von der Freiheit, hatten gegen alle und alles was zu sagen und waren alles in allem gut drauf. Wir waren die Größten!

Dann kam die Zeit in der man sich verliebte, manche einmal, manche immer öfter.

Bei mir dauerte es eine Weile, aber dann hatte ich mich entschieden und blieb, bis heute. Mein Mann und ich haben wirklich vieles erlebt, gutes und böses. Manchmal frage ich mich am Ende des Tages: Lieben wir uns noch? Oder ist alles nur Gewohnheit?

Wenn ich gehen würde, würde er mir wirklich fehlen? Wäre es so, als würde ein Teil von mir verschwinden, wenn ich ihn nicht mehr hätte? Brauchen wir uns beide, sind wir nur aneinander gewöhnt? Hat der Alltag die Liebe verwandelt? Haben wir uns aneinander nur angepasst?

Was also ist die Liebe? Kann man das überhaupt beantworten? Für mich ist sie eine grundsätzliche Frage der Menschheit. Denn ohne Liebe können Menschen nicht existieren

Er gibt verschiedene Arten von Liebe, z.B.: Mutterliebe, Tierliebe und Liebe zwischen Partnern. Dann gibt es noch die Freundschaft, die Schwester der Liebe, die mindestens genauso viel wiegt.

Liebe hat es immer gegeben und wird es immer geben. In jeder Zeit hat sie es aber schwer gehabt, zu bestehen. Jede Zeit hat ihr ihre ganz spezifischen Hindernisse in den Weg gestellt.

Heute ist es besonders schwer, zu lieben. Gerade die Liebe zwischen den Partnern wird oft auf harte Proben gestellt. Jeder ist mobil, der Alltag stressig, man lernt viele Leute kennen. Am Anfang heftigst verliebt, landet man im Alltag und möchte die Liebe bewahren. Aber was ist, wenn es nicht reicht, das Leben eine lange Zeit gemeinsam zu bestehen? Die Gefühle werden anders. Niemand kann dafür. Das Leben ist so. Wenn man die Kraft und Achtung aufbringt, ehrlich zu gehen, dann kann man in seinem Herzen eine Kammer öffnen und diese Liebe hinein geben und sie fest verschließen. Man bewahrt sie sich für immer: ein paar wunderbare Erinnerungen, die einem helfen, das Leben zu bestehen.

Eine Liebe muss nicht viele Jahre dauern. Es kann auch kürzer sein. die Partner selbst müssen es spüren.

Wenn gerade in dieser Zeit jemand spürt, der das hier liest, dass seine Liebe verloren ist und sich schmerzlichst bewusst wird, dass er gehen muss und dann allein ist, dann sollte er bedenken, dass auf unserer Erde, Milliarden Menschen leben, deren aktuelle Liebe vielleicht auch nicht für immer reicht und dass vielleicht genau in diesem Moment dieser Mensch seine Liebe als Erinnerung in sein Herz scannt, dann die Tür schließt und geht.

Und vielleicht triffst du, der du jetzt allein bist, eines Tages genau auf diesen Menschen und es ist genau der, der dir eine neue Liebe geben kann und den genau du wiederlieben kannst.

Denn der Mensch hat ein großes Herz. Er muss es nur fühlen.

 

Was ist Liebe?

 
Wer kann das schon beantworten?

23.09.2007 um 18:07 Uhr

Ich habe einen Schatz gefunden...

von: Haibara   Stichwörter: Schatz, Glück, Herbst, Blätter, Wärme, Seele

Stimmung: den Herbst einatmend
Musik: Bunt sind schon die Wälder...

 

Heute mittag hängte ich meine Wäsche auf. Dann stellte ich meinen leeren Korb in die Ecke. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass der Herbst ein Zauberer ist!

In meinem kleinen Garten gibt es eine Ecke, die eigentlich von einem größeren Baumstumpf dominiert wird. Er ist ganz normaler grau-brauner "Kerl", den ich eigentlich auch so ganz gern mag und der im Winter das Vogelhäuschen für die Vögel beherbergt.

Aber heute hatte der Zauberer Herbst mit seinen bunten Farben die Blätter meines wilden Weins in ein wunderschönes Gewand verwandelt und diese über Zaun und Baum geworfen.

Ich staunte und dankte leise, die Luft anhaltend, für diesen kleinen Schatz in meinem Garten:

Meine Seele badet in einem kleinen Eckchen Glück!

Danke, liebe Mutter Natur!

 

       

 

 

22.09.2007 um 18:12 Uhr

Wie wahr, wie wahr!

von: Haibara   Stichwörter: Katze, Mensch, Twain

Stimmung: etwas wechselhaft
Musik: Mein Herz (Sabrina Setlur)

 

Ich lese sehr gern Sprüche, Gedichte und Geschichten.

Aphorismen sind oft so lehrreich und wahr.

Vorhin las ich etwas, was ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme:

 

"Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen, würde man damit den Menschen verbessern, aber die Katze verschlechtern."

Dies sagte der große Mark Twain. Schade, dass er nicht heute lebt. Ich glaube, er hätte auch ein Weblog. Darin würde ich sehr gern lesen.

 

Und zu diesem Spruch kann ich nur sagen: wie wahr!

 

21.09.2007 um 18:24 Uhr

Die wahre Schönheit von Blumen und anderen Pflanzen

von: Haibara   Stichwörter: Blumen, Gewalt, Sonne, Natur, Kinder

Stimmung: gut gelaunt
Musik: wilshire (Joan of Arcadia)

Heute ist ein  wunderschöner Herbsttag.

Als ich heute heimging, blieb ich wie so oft, vor dem Blumenladen stehen, der meinen Heimweg kreuzt. Ich stand da und bewunderte Grünpflanzen und Schnittblumen aller Art. Es tat gut, bis meine Augen eine Ecke erfassten, in der gebundene Sträuße standen. Sie waren mit Perfektion gebunden! Manche Blumen zierten Glitter, alles glänze und glitzerte. Die Blüten waren kaum zu sehen. Andere Blumenstiele wurden durch Stäbe kerzengerade gehalten, ja manche wiesen Farben auf, die gar nicht zu ihnen gehörten, z.B. blau!

Meine gute Laune war dahin. Mich fröstelte.  Ich schüttelte mit dem Kopf und fragte mich, warum können wir Menschen uns nicht mehr an der einfachen schlichten Natur erfreuen? Muss denn eine Rose in ein für sie unübliches Blau getaucht oder gezüchtet werden? Darf eine Blume auch nicht ein mal mehr in die Richtung wachsen, in die sie möchte? Sie sucht doch die Sonne! Da muss sie nicht kerzengerade sein! Das ist doch unnatürlich. Jede Blume ist auf ihre eigene Art schön. Sie hat ihre ganz bestimmte Blüte, um zu gefallen. Warum muss dann noch ein Geglitzere drum herum sein?

Es kommt mir vor, als würden wir sogar den Pflanzen Gewalt an tun. Sicher, es sind nur Pflanzen, aber irgendwie leben sie auch.

Traurig ging ich weiter. Meinen Berg hinauf laufend ließ ich meinen Blick auf den Straßenrand fallen. Dort wuchs viel Unkraut: Gräser verschiedener Arten, Brennnesseln, Wald -und Wiesenblumen, Löwenzahn und Kräuter. Als echte Deutsche sollte ich vielleicht empört sein, über so ein ungemähtes Stück Unordnung am Rand meiner sauberen Asphaltstraße. Aber ich war nicht empört. Ich blieb stehen und meine gute Laune kam zurück. Ich sah nur einfache Pflanzen, so wie sie vor sich hin wachsen. Aber sie waren für mich viel schöner als jeder sündhaft teure Strauß aus dem Blumenladen.

Und plötzlich fiel mir wieder ein, als meine Kinder klein waren, kam meine Tochter oft abgehetzt und verschwitzt nach Hause und hielt mir strahlend einen „Blumenstrauß" hin; abgerupftes Unkraut, würde ein deutscher Hobbygärtner schreien, für mich aber waren es die allerschönsten Sträuße der Welt: Geschenke meines Kindes für mich aus der Natur!

Lächelnd ging ich weiter. Jetzt sind meine Kinder groß, keiner pflückt mir so schöne Sachen. Aber vielleicht sollte ich mir die Zeit nehmen und selbst „Unkrautsträuße" pflücken gehen.

Oder ...in dieser Zeit locken auch bunte Blätter, zum Sammeln, um sie in die Vase zu stellen oder sie einfach nur zu pressen, um etwas aus der Natur bei sich zu haben, wenn sie einem wieder mal viel zu weit weg erscheint und man Sehnsucht nach einem Stückchen Leben hat.

18.09.2007 um 11:16 Uhr

Vom Glück, das Glück zu finden

von: Haibara   Stichwörter: Sprüche, Blätter, Glück, Herbst

Stimmung: nachdenklich, melancholisch
Musik: Enya -Lothlorien

 

Ich mag Sprüche! Ja, ich sammele sie direkt. Am besten gefallen sie mir auf Karten, denn dann kann ich so richtig träumen.


In den Aussagen der Sprüche verbirgt sich oft ein tiefer Sinn. Manches kann man gleich erkennen, über Manches muss man länger nachdenken.

Ich bin auch verblüfft, in welcher Kürze oft Wichtiges gesagt wird. Dazu bräuchte ich viele 1000 Worte, wenn ich denn je auf diese Gedanken käme.

 

Einer meiner Lieblingssprüche der letzten Zeit lautet:

"Das Glück verlässt uns nicht. Es verreist nur von Zeit zu Zeit"

 

Er steht auf dieser Karte, die ich wunderschön finde:

 

 

Und da ich den Herbst liebe, zieht mich dieses Foto magisch an.

 

Aber mit diesem Spruch taucht eine Frage wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins, über die ich schon sehr oft nachgedacht habe:

Was ist Glück?

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag, eure Haibara

 

PS: wenn ich bunte Blätter im Herbstwind schweben seh.....ja, das ist auch Glück...und Leben!

 

 

 

16.09.2007 um 17:54 Uhr

Esse ich, weil ich lebe oder lebe ich, weil ich esse?

Stimmung: gutgelaunt
Musik: Green Eyes (Damien Rice)

Meine liebe U.R.,

du hast mich im Namen einer Kollegin nach meinen Erfahrungen mit dem Abnehmen gefragt.

Ich erlaube mir, hier zu antworten, da ich diese Frage für mich doch eher von der philosophischen Seite löste, da ich in meiner Jugend mit Diäten keine guten Erfahrungen gemacht hatte:

Als ich mir vor Jahren über mich und meine Lebensweise Gedanken machte, fragte ich mich zu erst:

Warum esse ich?

Meine Gedanken schweiften zurück bis an den Anfang der Menschheitswerdung. Warum aßen Menschen? Sie aßen, um zu überleben. Sie wanderten durch die Welt, machten sich nach und nach Höhlen als Unterkünfte zu eigen. Sie wurden Jäger und Sammler. Ihre Tage waren hart und rau. Sie verbrauchten viel Energie, um an ein bisschen Nahrung zu kommen oder sich zu erwärmen, in eine Unterkunft zu gelangen usw. Nach einer bestimmten Zeit war ihre Kraft alle. Sie mussten sich ernähren und verzehrten soviel, bis sie weiter ihrem Leben nachgehen konnten: bis sie satt waren. Dann besorgten sie neue Nahrung. Erst wenn sie wieder Hunger bekamen, aßen sie.

Heute ist alles anders. Wir gehen das Essen einkaufen oder züchten es mehr als Hobby im Garten. Essen ist für uns auch eine soziale Komponente geworden. Wir essen gern gemeinsam. Sitzen zusammen und schwatzen und essen und essen.

Auch essen wir aus Appetit. Manchmal sagen wir: wir haben Hunger! Haben wir in unserem Land wirklich Hunger? Oder haben wir nicht unseren Magen und den gesamten Körper darauf trainiert, das Gefühl „Hunger" zu erleben, denn richtig gehungert hat wohl von uns noch keiner. Wenn ich an hungernde Menschen denke, denke ich an die armen Kinder in Afrika, deren Bilder leider all zu bekannt sind.

Auch überlegte ich, was ich eigentlich esse: vieles schmeckte mir gut, aber brauchte das mein Körper wirklich?

Die Wissenschaftler forschen noch: es gibt Vertreter, die behaupten, die Menschen waren ursprünglich Fleischfresser, die anderen sagen, sie waren mehr Allesfresser.

Ich denke, dass ist nicht von entscheidender Bedeutung. Ich glaube eher, dass jeder Mensch für sich entscheiden sollte, was er zu sich nehmen möchte, allerdings sollte er es im Einklang mit dem wirklichen Verlangen seines Körpers tun.

So kam ich zu der Erkenntnis, erst einmal einen Tag lang ganz ehrlich aufzuschreiben, was ich aß. Am Abend war ich echt erschrocken: Brot, Kekse, Milchschnitten, Äpfel, Bockwurst, Joghurt. Schlagsahne, Eis, Fettbrote, Schokolade, Wein, eine dicke Mittagsportion, Kaffee, süße Limo usw.: also viel zuviel und alles durcheinander!

Ich schüttelte mit dem Kopf und nahm mir den Ernährungskreis hervor. Ich sah, dass ich viel zu viel vom Falschen gegessen hatte.

Ich beschloss, meine Ernährung zu ändern, so dass mein Körper und mein Geist, also ich im Ganzen, zufrieden waren:

Ich erklärte mir das so: der Ernährungskreis ist wie eine Torte, die ich in ungleiche Stücke geschnitten habe. Das Stück „Fett" z.B. ist schmal: also muss dieses Stück an einem Tag auch so schmal bleiben, sprich, ich verbannte soviel Fette aus meinen Speisen, wie nötig. Aber dafür war ja das Stück Obst/Gemüse sehr breit gehalten. Also konnte ich davon mehr essen. So teilte ich mir alle Stücke ein und am Abend hatte ich eine ganze „Torte" gegessen. Ich war satt, aber nicht übersättigt.

Am Anfang war es sehr schwer, meinen Körper umzustellen. Ich half ihm z.B. mit Sport: Laufen und Pilates. Es hat eine Weile gebraucht. Aber mein „ich" lernte stetig dazu und mein Magen stellte sich darauf ein. So nahm ich im halben Jahr 12 Kg ab, lernte eine ganz neue Lebensweise kennen und fühlte mich viel wohler. Dieses Gewicht halte ich jetzt seit 8 Jahren. Ich selbst habe es in der Hand, durch den Ausgleich meiner „Tortenstücke" meinen Körper in Form zu halten. Es gibt keinen JoJo -Effekt und keine Mangelernährung.

Ich lebe wie ein Jäger oder Sammler: ich esse, wenn ich Hunger habe.Das heißt allerdings nicht, dass ich die gemeinsamen Mahlzeiten mit meiner Familie ignoriere. Ich setze mich schon hin. Aber ein Teller mit einem einfachen Salat und langsamen essen tut es auch.Das Plätzchen findet sich schon noch in meinem Bauch. Aber ich zwinge mich z.B. nicht, eine fette Mittagsportion zu essen, wenn ich es nicht brauch. Mein Bauch und ich hören aufeinander.

Ich selbst verzichte ja auch ganz auf fleischliche Produkte.

Aber ich denke, jeder Mensch sollte für sich herausfinden, wie er mit seinem Körper umgeht. Ich finde die allgemeinen Diätlehren, das Kalorienzählen und die Einteilungen in Normalgewicht, Idealgewicht und Wohlfühlgewicht nicht gut. Jeder Mensch sollt das für sich selbst herausfinden. Für mich kann der so genannte Kalorienverbrauch und der Bodymaßindex nur ein Anhaltspunkt sein, um einen Ausgangspunkt zu haben und mich immer mal zu kontrollieren, wie weit ich in meinen eigenen Vorgaben bin, um meinen Körper und Geist zufrieden zustellen und meine Harmonie mit mir und der Umwelt herzustellen.

Jeder Mensch ist einzigartig, auch in diesem Bereich.

Wenn ich bewusst danach lebe, kann ich auch jenseits der vierzig noch abnehmen, nicht mit Gewalt und schnell, aber langsam und bewusst. Keiner braucht auf ein kleines Schmankerl, wie z.B. ein Stück Schokolade, zu verzichten, denn ich esse im Einklang mit der Natur und lebe nicht gegen sie.

Anbei ein Bild von meinem geliebten Ernährungskreis:


viele liebe Grüße, deine Haibara, die dich sehr vermisst, ganz viel an dich denkt und dich mal ganz doll drücktFröhlich

 

16.09.2007 um 14:30 Uhr

Wenn die Zeit nicht zu (er)fassen ist....

von: Haibara   Stichwörter: Zeit, Termine, Hast, Geld, Wertevorstellung, Evolution

Stimmung: erstaunt, nachdenklich
Musik: Circle Of life (Elton John)

 

Es ist spätabends, ich atme tief durch und schließe die Augen. Der Tag war angefüllt mit vielen Handlungen: ich habe hantiert und dies und jenes erledigt. Ich wollte viel mehr und schaffte wieder nur die Hälfte!

Mehr Zeit müsste man haben...

Zeit.....ja, was ist das? Wir Menschen haben mit diesem Wort etwas benannt. Ein etwas, in dem wir auf Grund der Beobachtungen der Gestirne und des Verhaltens unserer Umwelt in Abschnitte geteilt haben, um unser Leben auf dieser Erde einzuteilen.

Kann man Zeit objektiv sehen und ist sie eigentlich wichtig? Ist es richtig, wie wir sie sehen und mit ihr umgehen?

Sicher, wenn es keine festgelegten Termine gäbe, würde unsere Welt nicht funktionieren: Ärzte müssen bestimmte Dienstzeiten haben; Züge Abfahrtszeiten; Arbeiter einen Arbeitsbeginn, Schüler einen Schulbeginn und mit dem Beenden dieser ganzen Tätigkeiten ist es genauso. Die Geschichte wird in Jahren erzählt. Die Entwicklung der Menschheit sogar in Jahrmillionen! Einen Menschen in einer Einrichtung zu pflegen, gibt man sogar mitunter in Minuten an, um einen Pflegebeitrag der Kasse zu bekommen.

Aber was wäre wenn es eine andere Möglichkeit gäbe? Oder wenigstens alles in rechtem Maße wäre?

Als ich gestern Abend wieder einmal „Der Aufstand" aus der Startrek -Filmreihe sah, kam ich im Anschluss tief ins Grübeln:

In diesem Film lebte ein Volk auf einem Planeten, auf dem Zeit keine Rolle spielte. Die Menschen lernten u.a. 30 Jahre einen Teppich zu weben! Sie entwickelten sich weiter, sie arbeiteten an sich selbst! Sie erkannten, was es ist, ein Mensch zu sein und was Leben wirklich bedeutet. Das Alter spielte auch keine Rolle mehr, die Menschen blieben körperlich fit und wurden sogar jünger (letzteres muss nicht sein, ist ja auch SCIFI). Aber eine der Bewohnerinnen, die ca. 300 Jahre alt war und aussah wie eine attraktive Mittdreißigerin, bemerkte z.B. dass sie in all den Jahren noch nicht dazu gekommen war, schwimmen zu lernen. Das fand ich sehr beeindruckend. Es war mir klar, dass sie das auch noch machen wird: aber wann, spielte keine Rolle!

Ich frage mich jetzt: wäre es nicht möglich, dass wir Menschen eigentlich da sind, um uns und die Welt wirklich zu erleben, sie weiter gestalten und erhalten sollen und einfach zu begreifen, dass wir Menschen eigentlich etwas Wunderbares sind und sehr viel aus uns machen können?

Und wäre es weiter möglich, dass wir in unserer Entwicklungsgeschichte einen großen Fehler gemacht haben, als wir das Geld erfanden, um unsere Leben zu regeln? Denn wir arbeiten, um dieses Geld zu verdienen, um unsere Existenz zu ermöglichen. Es gibt leider diesen Spruch: "Geld regiert die Welt". Es ist traurig, aber alles wird diesem Wertausgleich untergeordnet. Wir hasten durch unser Leben, um Rechnungen zu bezahlen. Bleibt mal was übrig von unserem schwer verdienten Lohn, belohnen wir uns mit Reisen, Autos, Klamotten usw. Aber ist dieses Materielle nicht nur eine Ersatzbefriedigung, mit der wir uns glücklich wähnen? Aber in Wirklichkeit erkennen wir das wahre Glück gar nicht? (Danke für diesen Denkanstoß, Nyir) Captain Picard vom Raumschiff Enterprise sagte in einem anderen Film der Reihe: "Es gibt in unserer Zeit kein Geld mehr. Wir haben andere Werte. Wir arbeiten, um uns weiterzuentwickeln." Diesen Ausspruch fand ich so gewaltig. Und da durch Picard eigentlich Gene Roddenberry spricht, habe ich mich schon oft gefragt, ob Roddenberry nicht eigentlich ein großer Philosoph war, der seine unglaublichen Ansichten über die Welt und die Menschen in seiner „Enterprise" versteckt hat.

Aber zurück: Weiter habe ich überlegt, dass der Mensch jetzt leider nicht ohne Geld auskommt, ist erwiesen. Schon als ich ein Kind war, machte man das Experiment für einen Tag in Moskau, das Brot kostenlos zu verteilen. Die Menschen benahmen sich unmöglich. Die Läden wurden gestürmt, das Brot massenhaft in Häuserkellern gestapelt. Nach ein paar Tagen wurde es verschimmelt weggeworfen.

Ist der Mensch von Grund auf gierig und egoistisch, frage ich mich immer wieder. Ich kann es nicht ganz glauben. Es ist die Gesellschaft, die wir uns geschaffen haben, die die Menschen veranlasst, so zu handeln, um zu überleben, leider, dachte ich immer. Aber gestern kam mir noch ein Gedanke: Was ist, wenn wir Menschen auf einer Evolutionsstufe festsitzen und gar nicht anders können? Was ist, wenn die Menschheit erst eine viel höhere Stufe in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung erreichen muss, um auf ein Level zu kommen, um eine andere Sichtweise zu sehen und das wirkliche Leben zu erkennen? Vielleicht gibt es nichts Mystisches, Geheimnisvolles oder Vergessenes in unserem Gehirn. Vielleicht fangen aber jetzt schon manche Menschen an, sich ein klein bisschen weiter zu entwickeln, weil bei ihrer Geburt in den Genen irgendwas schon anders ist und durch die entsprechenden Umstände aktiviert wird? Es ist schwer zu erklären. Aber, um es mit einem lustigen Beispiel zu sagen: Lisa Simpson hat auch einmal gesagt: irgendwann kann es Menschen mit 5 Fingern geben. Und irgendwann kann es also auch Menschen geben, denen all unsere Vorstellungen, Träume und Gefühle fremd sind und die einfach anders sind und eine wunderbare wirklich Welt haben und sich nicht ablenken lassen müssen von einem falsch verstandenem Arbeitsinn, Überlebenskämpfen und materiellen Glücksvorstellungen. Diese Menschen haben alles was sie brauchen und nehmen dass was sie brauchen. Sie können bewusst umgehen, mit all ihren Ressourcen, Fähigkeiten und entscheiden frei über ihre Lebensweise. Sie können auch miteinander leben und sich verstehen!

Wenn ich davon ausgehe, was ich alles so um mich herum höre und lese, fallen mir noch 2 nicht philosophische, etwas nicht ganz zu ernstnehmende Möglichkeiten ein, warum wir so handeln, wie wir handeln:

wenn es denn einen Gott gibt, gibt es auch einen Teufel? Hat der Böse das Geld erfunden, damit wir den Sinn des Lebens nicht finden und den Schöpfer also nicht begreifen, und das Böse siegt?

Oder gibt es vielleicht doch einen geheimen Bund der Mächtigen auf der Erde, die die Fäden ziehen und uns vom Leben abhalten? Beobachten sie uns, greifen ständig ein, wenn etwas zu gut läuft, lenken sie uns vielleicht ganz bewusst? Z.B. der Ekelfleischskandal...könnte doch mit Absicht inszeniert sein, um unser Kaufverhalten zu steuern...Fröhlich

 

 

 

11.09.2007 um 18:31 Uhr

Von Dankbarkeit und dem Mut, euch etwas zu erzählen

von: Haibara   Stichwörter: Erleichterung, Freude, Dankbarkeit

Stimmung: heiter, entlastet
Musik: Haltet die Welt an (Glashaus)

 

Ihr Lieben, die ihr mir so wunderbare Kommentare gegeben habt, ich danke euch!

Heute habe ich mich schon wieder etwas beruhigt und dank euch etwas mehr Lebensmut gewonnen.

Ja, ihr habt Recht! Dann bin ich eben anders. Und ich mag solche Sachen eben nicht. Menschen, die Feiern mit vielen Menschen mögen, sollen sie genießen. Ich gönne es ihnen.

Der Mensch ist eben ein Individuum und jeder ist anders.

Ich muss das ja nicht mitmachen, sondern kann etwas tun, was mir zusagt.

Es gibt mir viel Kraft, dass ihr euch meiner annehmt, mich versteht und ähnlich denkt. So bin ich nicht ganz allein.  

All eure Beiträge zeigen mir, dass es zum Glück Menschen gibt, die tief und umsichtig denken. Also brauche ich die Welt noch nicht verloren zu geben, denn so lange es Leute wie euch gibt, die versuchen, den Sinn der Welt und des Lebens zu suchen, zu verstehen und dann auch danach versuchen, zu leben, dann wird mir warm ums Herz und ich fasse wieder Mut und kann all meine Ängste für ein Weilchen zurückstellen und auch aus meiner Ecke vorlugen und ein bisschen in das Leben hineinhüpfen, wie in eine frische Regenpfütze, die nach einem reinigenden Regenguss plötzlich da ist und einem zublinkert: "Tu es, es wird dir gut tun".

Ich lächele euch zu und frage mich, ob es vielleicht stimmt, was ich mir so zu recht gelegt habe und erzähle euch mal mutig meine Theorie und hoffe, dass ihr mich nicht auslacht:

Ich gehe davon aus, da ja all die Menschen auf dieser Welt ihr Gehirn nicht ausschöpfen können, viele Nervenzellen brach liegen und im Lymbischen Sytem das Gebiet sein soll, dass unsere Emotionen birgt und dass wir in diesem, unserem Gehirn vieles verschüttet haben, dass in uns ein Urvertrauen, ein Urwissen und Gefühle, die wir in der Lage sind, zu steuern und lenken, existieren.

Als die Menschheit sich gerade auf den Weg ins Leben machte, lag alles noch frei in uns. Unsere Vorfahren kannten keine Zivilisation, ihr Gehirn entwickelte sich erst, aber sie nutzten es pur, so wie es ihnen gegeben war. Sie wussten einfach, wo es warm war, wo es trocken war, wo es etwas zu essen gab. Gingen die Männer auf die Jagd, blieben die Frauen zu Hause und machten ihr Zeug. Plötzlich begannen sie, Feuer zu machen und Essensvorbereitungen zu treffen. Sie wussten, ja spürten, die Männer kamen nach Hause. Sie hatten keine Uhr, kein Zeitgefühl, sie wussten es einfach! Heute noch ist bei den Tieren zu spüren, sie wissen z.B., wenn Gefahr droht (Beispiel: Tsunami). Aber wir Menschen sind weich geworden: tragen z.B. Kleidung, haben uns mit technischem Wissen vollgepropft. Unsere Urinstinkte verleugnen wir. Wir brauchen sie nicht mehr (oder nur selten) zum Überleben. Und deswegen haben die meisten keine Beziehung mehr zu sich selbst. Aber man kann spüren und fühlen! Es gibt noch Einige, die auf ihr Innerstes zugreifen können, da bin ich mir sicher. Ich selbst habe so einiges erlebt, was man mit keiner Wissenschaft der Welt erklären kann.

Ich will jetzt nicht mit Mulder oder Jonathan Frakes  kommen, das sind Fernsehstorys. Aber ich glaube, dass einige von euch wissen, was ich meine.

Sicher kann ich nicht mit Gedankenkraft einen Stuhl hochheben, aber ich werde heute noch unruhig und spüre, dass etwas nicht stimmt mit meinen Kindern und wenn ich dann z.B. meine längst erwachsene, weit entfernt, in einem anderen Ort lebende Tochter anrufe, und sie mir dann sagt, dass es ihr nicht gut geht, bestätigt mich das in meinen Gefühlen. Sicher, man könnte von einem Mutterinstinkt reden und abwinken. Aber: vielleicht ist das gerade die letzte unserer empathischen(?) Möglichkeiten, die für viele erhalten geblieben sind. Andere sind schwächer geworden und für viele gar nicht mehr erreichbar, leider. Aber man kann andere spüren, auch über Entfernungen. Im Geist können wir Raum und Zeit überwinden

Manchmal frage ich mich, ob ich mich täusche, aber wenn man weit in die Geschichte der Menschheit zurückgeht, trifft man auf Redewendungen, die bis heute erhalten geblieben sind und die wir leicht hin aufsagen, wie z.B.: "Ich denk an dich". Darüber sollte man mal genau nachdenken.

Und Menschen, die so spüren und fühlen, können durch diese ganz besondere Gabe der Welt viel Gutes tun, sie erhalten helfen, denn sie halten den Zipfel in der Hand, hinter den Vorhang zu sehen.

Und sie haben als Hilfsmittel die Philosophie, die wahre Philosophie, nicht das Fach in der Schule!

 

Wer das alles begreifen möchte, sollte „Sofies Welt" lesen. Dieses Buch ist eine Offenbahrung!

 

 

08.09.2007 um 23:36 Uhr

Warum gefällt mir das nicht?

von: Haibara   Stichwörter: Volksfest, Menschenmassen, Gerüche, Krach

Stimmung: Angst, kaputt
Musik: Alles durcheinander

 

 

Ich fühle mich wieder mal als totaler Außenseiter:

 
In meiner Heimatstadt findet zur Zeit ein dreitägiges Volksfest statt. Sehr viele Menschen besuchen dieses Fest. Berufsbedingt bin ich auch dort eingesetzt, etwas am Rande, da geht es. Heimwärts ging ich quer durch die Massen zu meinem Haus am Rande der Stadt. Die Leute um mich herum waren aufgekratzt, erfreut, lachten und waren sehr zufrieden: es waren unheimlich viele begeisterte Menschen da.

Ich konnte mich nicht mit freuen. Mir wurde schlecht, ich geriet in Panik und bekam Angst: überall die Gerüche nach verschiedenem Essen, die viele Musik, vor allem laute Musik. Die vielen Menschen, durch deren Pulk ich hindurch musste! Es war für mich schrecklich! Dazu der Lärm, die hellen grellen Lichter und Strahlen.

Warum kann ich mich nicht wie die anderen daran erfreuen, sondern empfinde so ein Fest, was doch schön sein soll, als fast körperlichen Schmerz? Ich wäre fast in Tränen ausgebrochen.

Als ich endlich meinen Berg hinanstieg und die Stille genoss, hätte ich mich am liebsten mitten auf die Straße gelegt und ausgeruht. Ich war total ko.

 
Was bin ich bloß für ein Mensch? Warum habe ich Angst, wenn so etwas um mich herum ist, warum kann ich nicht so feiern, wie die anderen, sondern sehne mich nach Alleinsein und Ruhe?

Warum fühle ich immer anders als die meisten anderen Menschen?

 

Im Moment findet draußen ein lautes Feuerwerk statt. Ich habe richtige Angst

 

Ich gehöre wohl doch nicht in diese Welt. Ich brauche ein anderes Leben.

 

 

06.09.2007 um 21:47 Uhr

Mir träumte, die Würde des Menschen wäre wirklich unantastbar

von: Haibara   Stichwörter: Krieg, Armut, Heimat, Esxistenz, Leben, Erde

Stimmung: besser, nachdenklich
Musik: Seelenheil (Naidoo)

 

Mir lassen die Gedanken über Krieg und Armut keine Ruhe.

Warum bringen sich Menschen gegenseitig um? Kain und Abel haben damit angefangen. Dann nahm es immer größere Kreise an, bis hin zum gegenseitigen Abschlachten von ganzen Völkern.

Wäre es nicht schön, wenn die Menschen in ihren Gebieten, in denen sie geboren und aufgewachsen sind, friedlich miteinander umgehen könnten? Wenn sie ihre Heimat als ein gutes Stückchen Erde ansehen könnten, was ihnen in guter Erwartung und im Vertrauen gegeben wurde und sie all ihre Kräfte nutzen würden, um sie so zu gestalten, dass sie dort gern leben würden. Dann hätten sie nämlich genug zu tun. Die Regierungen bräuchten nicht darüber nachzudenken, welche Vorwände man für einen Krieg anführen muss, um ihn vom Zaun zu brechen. Denn bei einem Krieg geht es nur um das Geld!

Die Menschen in ihren Ländern sind heutzutage leider noch oft arm. Würden sie gemeinsam arbeiten und leben, im Einklang mit der Natur ihrer Heimat, könnten sie alle ernährt werden.

Es bräuchte außer dem Krieg auch keine Flüchtlinge mehr geben. Jeder könnte in seinem Land glücklich sein.

In unserem Land z.B. würde ich alle Ersatzleistungen, einschließlich Rente streichen. Ich würde jedem Menschen ein Existenzgeld zu sprechen. Denn jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig.Eigentlich ist er ein Wunder! Wir haben nur verlernt, dieses Wunder :"uns selbst", zu sehen. Der Mensch hat ein Recht, leben zu dürfen, nicht nur zu existieren! Schon im Grundgesetz steht: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Aber wer hält sich in unserem wohlhabenden Staat schon daran?...

Und wer mit dem Betrag des Existenzgeldes nicht zufrieden wäre, arbeitet halt. Dann würden die Arbeitsplätze nämlich auch für alle reichen. Ich würde auch die Arbeitszeit auf 6 Stunden begrenzen. In unserer technisierten Welt werden nun mal nicht mehr so viele Arbeitsplätze gebraucht. Hätten die Wissenschaftler vergangener Jahrzehnte nicht längst erforschen müssen, dass dieser Zeitpunkt kommt und die Regierungen der Länder darauf vorbereiten müssen?

Die Menschen hätten mehr Zeit und könnten sich mit der Welt beschäftigen. Sie bräuchten keine Angst mehr zu haben, ob sie z.B. ihre Heizungsrechnung bezahlen können oder andere lebensnotwendigen Sachen.

Ihre Existenz wäre gesichert und sie könnten sich mit wirklich Wichtigem des Lebens beschäftigen.

Unser guter alter Alf hat das mal so passend gesagt, als Kate träumte, er wäre Präsident von den USA: "Ich habe den Leuten Häuser gegeben, jetzt sind sie damit beschäftigt, sie einzurichten und haben für andere Sachen keine Zeit mehr. Wir haben die Börse geschlossen und die Makler zum Teufel gejagt." Worauf Kate erwiderte: „Du hast die Probleme von 200 Jahren in 2 Wochen gelöst."

Wenn es doch so einfach wäre, wäre es wunderschön...

Aber der Mensch ist so kompliziert. Manchmal denke ich, dass er zwar die technischen und logischen Seiten seines Erbgutes so entwickeln konnte, dass er ein sehr hohes Niveau in Industrie und Technik erreicht hat, aber dass er bei anderem Erbgut, das z.B. das Benehmen betrifft, nie von der Stelle kommt. Gerade die bösen Eigenschaften stehen oft im Vordergrund. Ob es wohl auch eine Schutzfunktion des Körpers und Geistes ist, um zu überleben? Denn immer wenn es den Menschen nicht gut geht, zeigen viele ihre böse Seite.

Ich habe einmal gehört, dass die Erde schon dreimal auf dem heutigen Entwicklungsstand war und dann die Menschheit sie immer wieder zerstört hat. Das erscheint mir logisch, denn die Menschen scheinen es nicht zu schaffen, ihr wahres Ich zu finden.

04.09.2007 um 21:34 Uhr

So ein fieser kleiner Kerl, der Herr Schnupfen!

Stimmung: niesend und hustend und prustend
Musik: keine

 

Meine Gedanken sind weg,...regelrecht blockiert! Ein dummer kleiner Schnupfen hat mich aus dem Konzept gebracht. Er hat eine richtig fiese Erkältung in meinem Inneren entfacht. Wieso kann so etwas kleines einen so behindern?

(Ja, warum wird der Mensch eigentlich krank? Ich meine so im allgemeinen.) 

Aber da ich ja ein Freund der Natur bin, mache ich Dampfbäder und nehme pflanzliche Tropfen zu mir: man sagt ja nicht umsonst, in der Natur ist für alles ein Kraut gewachsen.

Sicher sollte man nichts verschleppen und ab einem bestimmten Punkt unsere moderne Medizin zu rate ziehen. Aber damit kann auch viel Schindluder betrieben werden. Und ehe die Chemie bei mir zum Zuge kommt, dauert es schon ein Weilchen.

Aber es soll jetzt auch schon einige Ärzte geben, die sich wieder der Natur zuwenden. Das finde ich gut. Obwohl man bestimmt ohne moderne Medizin und Wissenschaft nicht ganz auskommen wird.

Aber alles im Leben sollte man im rechten Maße tun

Und doch stolperte ich heute früh über einen nachdenkenswerten Kalenderspruch:

„Das Leben ist eine freie Kunst. Wer die nach Regeln will betreiben, wird meist ein trauriger Stümper bleiben und nie gewinnen Meistergunst." (Paul Heyse)

 

bis bald, eine für eure Kommentare sehr dankbare Haibara  Fröhlich

 

02.09.2007 um 15:23 Uhr

Das Universum ist ein Nusskranz

Stimmung: ganz gut: sonntäglich
Musik: Ich bin ich (Rosenstolz)

Mein lieber Sternenschein,

ich weiß zwar schon, dass ein Mensch hinter dir steckt, aber ich will jetzt einfach in dir mal dieses Licht eines Sternes sehen, der lange Zeit auf einer Reise zu mir war und mich jetzt wärmt, danke!

Ja, leider mache ich mir immer viel zu viel Gedanken. Ich grübele über alles nach und das macht mir das Leben so schwer, dass ich oft denke, ich gehöre gar nicht hier her.

Aber die Theorie,  mit dem gekrümmten Horn finde ich sehr interessant und das verstehe ich auch irgendwie:

Ich habe da ein Beispiel:

Ich mache mir einen Teig, bestreu ihn mit gehackten Nüssen und rolle ihn zusammen. Dann biege ich ihn zu einem Kranz herum, nehme die beiden dünnen Enden und verbinde sie: und zack ist mein Nusskranz fertig. Nun habe ich eigentlich einen unendlichen Kranz geschaffen. Und wenn ich ihn vorsichtig hochheben würde, hätte ich im inneren ein Nichts. Ich kann hindurchgucken. Aber auch ringsherum wäre ein Nichts.

Wenn der Schöpfer, wer immer das auch ist, auch so gehandelt hat, dann ist unser Universum wie ein Nusskranz und die Nüsse sind die Sterne. Das große dunkle Nichts müsste dann in der Mitte sein. Aber ringsherum müsste dann auch wieder eingroßes dunkles Nichts sein. Jetzt lässt mein Verständnis nach.

Und wir sagen: ein großes dunkles Nichts. Wir Menschen sehen es mit unseren Augen. Aber Begriffe und Wörter haben wir selbst geprägt. Vielleicht sehen andere alles anders. Vielleicht gibt es Wesen im All, die wir uns gar nicht vorstellen können. Vielleicht gibt es auch Sachen, die wir uns nicht vorstellen können. Wieso sollen eigentlich die Menschen Recht haben, wenn sie Leben mit „Kohlenstoffeinheiten" definieren. Vielleicht gibt es auch Leben auf einer ganz anderen Basis? Hat man nicht auf dem Meeresboden schon so etwas gefunden?

Was wissen wir eigentlich? Was ist das: „das Leben?"

Und wie eine gute Freundin von mir, nennen wir sie Miss Socrata, immer sagt: je mehr wir denken zu wissen, desto weniger wissen wir eigentlich. und detso größer aber wird unser Drang, alles wissen zu wollen, aber wie und woher sollen wir dieses Wissen erlangen?

 

Hallo, U.R. du schreibst, „Event Horizon" zeige ein Paralleluniversum auf. Das ist mir völlig entgangen. An dies mag ich auch gar nicht glauben. Es reicht mir schon, dass so eine Gestalt wie ich, in einem Universum herumhupft. Aber in diesem Universum hat man immer verschiedene Möglichkeiten das eine Leben zu leben. Wie soll man sich entscheiden? Das ist oft nicht leicht. Leider kann man ja nicht wie bei einem Videospiel, eine Resettaste drücken und noch mal anfangen. Oft muss man auf seiner gewählten Straße weitergehen, nur manchmal hat man die Chance abzubiegen. Da muss man höllisch aufpassen, dass man sie nicht verpasst.

Hi Philipp, ja ich werde diesen Film bestimmt nicht noch einmal ansehen. Aber, auch wenn es weit hergeholt ist, ich habe hier auch einen Vergleich mit „Pirates of the Carribbean, at worlds End", Dort wird Jack ja auch Schlimmeres als der Tod gezeigt: er sieht sich allen seinen eigenen bösen Ichs gegenübergestellt und das ist schon schlimm, oder?

01.09.2007 um 17:02 Uhr

Die letzten Glühwürmchen

von: Haibara   Stichwörter: Krieg, Sinnlosigkeit, Trauer, Elend, Wahnsinn

Stimmung: schockiert, fassungslos,
Musik: Der blaue Planet (Karat)

 

All meine Gedanken von gestern sind wie weggeblasen.

Ich habe eben den Film "Die letzten Glühwürmchen" gesehen.

Mir fließen die Tränen, ich kann sie nicht stoppen, ich kann kaum schreiben.

Dieser Film sollte jeder sehen, um zu erfassen, wie schrecklich Krieg ist!

Er müßte im Unterricht der Jugend gezeigt werden. Das würde ich im Fach "Ethik" bringen.

Wenn Erwachsene unzufrieden sind, sich streiten oder lästern, wenn Politiker Gründe für Kriege erfinden, dann würde ich ihnen diesen Film zeigen.

Ob Bush je diesen Film sah? Hat er nicht auch Kinder, Enkel oder andere Familienangehörige?

Es ist Zufall, dass gerade heute der 1. September ist und ich diesen Film sah, ich hatte ihn schon länger liegen, aber erst heute Zeit und war auf einiges gefasst:

Aber all meine Probleme sind auf einmal so nichtig und klein. Ja, ich schäme mich, über was ich mir so Sorgen mache: ja, dass was ich Existenz nenne, muss wohl doch das Leben sein, denn was ich eben sah.... das ist erschütternd, unheimlich traurig und es macht einen hilflos. Man ringt mit seiner Fassung und fragt sich immer wieder: "warum?"

Warum führen die Menschen Kriege?

Sie haben es schon immer getan!

Warum?

Es gibt keinen Grund.

Kriege sind sinnlos....die am schlimmsten Betroffenen sind die Kinder.

Warum kann die Menscheit nicht damit Schluss machen, ein für allemal!

Aber der Mensch ist grausam, gierig und auf seinen Vorteil bedacht.

Wenn er sich nicht endlich besinnt, wird es bald für alle zu spät sein, nicht nur für Seita undSetsuko.

 

"Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin".

 

Heute müßte man auf Grund der modernen Waffen ergänzen: und keiner macht mit.