Auf der Suche nach dem Leben

30.10.2007 um 18:28 Uhr

Zeitreisen, um die Welt zu verbessern?

von: Haibara   Stichwörter: Umfrage, Zeitreise, Kennedy, Braun, Jesus, Andere

Stimmung: gut gelaunt
Musik: Here I Am (Brian Adams)

Ich freue mich sehr, dass meine Umfrage für viele doch sehr interessant ist.

Danke fürs Mitmachen!

Es sollte daraus auch kein Wettbewerb werden, sondern ich überlegte mir nur, ob es Menschen gibt, die sich nicht nur Gedanken über und um die Welt machen, sondern sich vorstellen könnten, die Entwicklung in andere Bahnen zu lenken. (Oder überhaupt sich wünschen, dass die Entwicklung der Menschheit anders verlaufen wäre).

Allerdings sind Zeitreisen und Veränderungen so ein Ding für sich. Würde man eine Zeitreise unternehmen können, was theoretisch ja möglich sein soll( laut Einstein), ich aber nie begriffen habe, außer, dass man mit seinem Radel schneller fahren muss als das Licht (laut Mittermeier), würde ja die winzigste Änderung die ganze Zukunft verändern, auch die eigene. Vielleicht würde man selbst gar nicht mehr existieren?

Brr, ein Gedanke, der irgendwie beängstigend ist.

Hier habe einfach mal Fragen gestellt, die mir gerade so durch den Kopf gingen.

Meine Überlegungen dazu sehen so aus:

Wäre Kennedy am Leben geblieben, hätte es bestimmt keinen Vietnamkrieg gegeben. Und in den USA wäre es demokratischer zugegangen. Die Welt hätte sich friedlicher entwickelt. Der kalte Krieg wäre eher beendet gewesen.

Für mich persönlich ist es schon immer interessant gewesen, darüber nachzudenken, was wäre aus der Raumfahrt geworden, wenn Braun bei uns geblieben wäre. Soviel ich weiß, war einer seiner letzten Aufenthalte in Bleicherode. Dann wäre er in der DDR verblieben. Aber dann hätte er bestimmt der Sowjetunion dienen müssen. Dann hätte sich das Raumfahrtprogramm vielleicht in der DDR unter sowjetischer Leitung entwickelt. Aber vielleicht besser und schneller, genauer? Die Deutschen hätten ja mitgemischt. Andersrum hätte Braun sich in den Westen absetzen können. Aber da wären auch hier die Amis eingeschritten und hätten so eine Entwicklung auf ihre Art gefördert.

Aber ist Raumfahrt unbedingt nötig. Sicher ist Forschung immer wichtig. Aber die rechten Maße werden oft nicht eingehalten.

Jesus....ja, Nyir, du schreibst, es wäre seine Bestimmung. Vielleicht hast du Recht. Ich habe mir jetzt vorgestellt, was wäre, wenn es ihn nie gegeben hätte. Die Menschen hätten an irgendwas anderes geglaubt, bis heute. Und Jesus wäre auf einmal heute in unsere Welt gestellt worden. Er ist ein guter einfacher Mann. Ich glaube, er hätte es heute wahnsinnig schwer. Wenn er Glück hätte, könnte er als Sozialarbeiter gehen, wenn er Pech hätte, würde man ihn als Rebell betrachten und einsperren, ja, vielleicht sogar in eine psychiatrische Anstalt (kommt aufs Land an). Würde er seine Wunder zeigen, würde man ihn hetzen und jagen, bis er in einer Talkshow auftritt. Die wenigsten würden ihn erkennen, ihm beistehen und verstehen. Er würde heute sicher nicht gekreuzigt, aber auch heute noch würde er sehr viel leiden. Die Menschen sind nicht viel besser geworden.

Hätte man damals die Kreuzigung verhindern können: wie hätte er die Menschen überzeugen können? Die Meisten hätten ihr Leben weitergeführt, wie immer. Es hätte sich nicht viel gebessert, auf der Welt. Aber vielleicht hätte er einen Grundstein legen können, für die Besserung der Menschen, anhand seines Lebens als Vorbild.

Die „Titanic"....ja, damit diese nicht sinken würde, hätte man schon den Eisberg aus dem Weg räumen müssen, denn die Menschen waren vom möglichen Gewinn geblendet und vernachlässigten die Sicherheit enorm und schlugen Warnungen in den Wind.

Man hätte sie wohl nicht beeinflussen können.

Lady Diana hätte die Welt nicht verändert, aber sie hätte noch vielen Kranken und Behinderten helfen können. Vor allem hätte sie ihre Söhne erziehen können und diese hätten eine Mama gehabt.

Wenn Kolumbus Amerika damals nicht entdeckt hätte, hätten die Ureinwohner sich unbeeinflusst entwickeln können. Was für ein wunderbares Naturvolk dort doch war! Wie wären sie wohl geworden? Was für eine Entwicklung hätten sie hingelegt?

Ja, ich würde auch verhindern, dass Kolumbus Amerika entdeckt. Dadurch würde dieser Kontinent sich auch anders entwickelen...und die ganze Erde....sicher viel friedlicher! Die Menscheit hätte sich naturbewusster entwickelt und könnte heute besser im Einklang mit der Natur leben, als sie es jetzt tut.

Sehr gefreut habe ich mich auch, dass viele etwas ganz anderes tun möchten. Das zeigt, dass wir doch sehr vielseitig über die Menschen nachdenken. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von der Welt und dem Leben und das finde ich sehr schön.

Nochmals vielen Dank an alle „Mitdenker",

Ich lass die Umfrage mal noch ein paar Tage so stehen,

eure Haibara

 

(Nachtrag: Sorry, ich bin zu dumm: drücke ich "veröffentlichen", wird der Eintrag oft nicht veröffenlicht, drücke ich später noch mal aus Verzweiflung, steht er auf einmal 2mal drinnen, auch an der Seite, und dieser Absatz, der da fett ist, den habe ich nie fett gemacht.

Ich bin echt am Verzweifeln, ich hör wohl auf zu bloggen, das macht echt keinen Spaß mehr) 

27.10.2007 um 10:59 Uhr

Mein Lieblingswochenende des Jahres

Stimmung: erleichtert
Musik: Blues in the Night (Katie Melua)

Die Sommerzeit geht zu Ende. Puh, da bin ich aber froh. Endlich habe ich den von der Natur vorgegebenen Zeitrahmen wieder!  Sicher, die Zeit wird jetzt schon so viele Jahre vor- und zurück gestellt. Aber mein Körper und meine Seele haben sich nie daran gewöhnt. Was nützt mir die Stunde, die abends länger heller ist, wenn ich mich nicht wohl fühle?

Ich glaube schon, dass es für den zivilisierten Menschen viele Vorteile gibt: man kann länger arbeiten, zu Hause länger im Garten rumwerkeln, die Jogger  und Nordic Walker können ihrem Sport frönen usw. Aber all das hat der Mensch selbst wieder eingerichtet und ermöglicht, in dem er den Zeitlauf der Normalität verändert hat.

Ob das gut ist? Ist dadurch unser Leben besser geworden? Es gibt keine Langzeitstudien auf die Auswirkung des Menschen, da ist dieses Umstellungsverfahren zu kurz. Gibt es dazu überhaupt Studien? Ich glaube nicht.

Aber ich kann mich noch erinnern, als die Umstellung eingeführt wurde: die Babies mussten anders schlafen gelegt und gefüttert werden. Sie sollten auf Befehl eine Stunde später schlafen bzw. eine Stunde früher aufstehen. Die Tiere wurden anders gefüttert, entgegen ihrem Hungergefühl. Ja, und wir Menschen mussten plötzlich eine Stunde früher aufstehen und sollten abends länger aufbleiben. Es gibt sicher viele Lebewesen, die das gut wegstecken. Aber es ist gegen die Natur. Und wenn man sich umsieht, dann erkennt man, dass irgendwann die Natur versucht, alles wieder ins Lot zu bringen. Manchmal packt sie es nicht oder es gibt für uns Menschen in unserer Zeit, in dir wir existieren, schlimme Auswirkungen, weil das Ergebnis der Berichtigung vielleicht erst in hunderten von Jahren eintreffen kann, da die Natur so lange braucht, um ihre gequälte Erde wieder genesen zu lassen. Beispiele sind die Veränderungen der Jahreszeiten, der Klimawandel, das Ozonloch, Naturkatastrophen, das ungewöhnliche Verhalten vieler Tiere, besondere  Krankheiten der Menschen und vieles andere.

Ja, ich bin jedenfalls froh, dass die normale Zeit wieder eintritt. Auch wenn ich kein Freund der Dunkelheit am frühen Abend bin. Aber die gehört zum Leben dazu.

Aber der Mensch ist anmaßend und teilt alles so ein, wie es ihm genehm ist.

Und heute früh las ich in der Zeitung, dass tatsächlich schon im Bundestag darüber beraten werden sollte, ob man die Sommerzeit beibehält. Schrecklich.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende mit einer wiedergegebenen Stunde, die die Natur für uns vorgesehen hat.

Tag und Nacht hat sie uns geschenkt. Aber wir können nicht einmal mehr ihre Geschenke sehen und sie annehmen, wie sie sind, leider.

eure Haibara

26.10.2007 um 11:04 Uhr

Nahrung, die der Mensch mag

von: Haibara   Stichwörter: Schokolade, Nahrung, Instinkt, Kreislauf, Natur

Stimmung: gut
Musik: Circle Of life (Elton John)

 

Soeben habe ich gelesen, dass die billigere Schokolade bei Discountern bei diversen Qualitätstesten besser abgeschnitten hat, als Markenschokoladen. Und sie wird auch lieber gekauft. (Letzteres entnahm ich nicht dem Bericht, sondern den Erfahrungen meiner kleinen Umwelt).

Warum wundern mich das Ergebnis und meine Erfahrungen nicht?

Weil in den einfacheren Sachen oft nicht so viele künstliche Zusätze enthalten sind. Die Nahrung ist natürlicher gestaltet.

Alles ist für mich ein Kreislauf.

Ich habe schon oft erlebt, dass nicht nur Tiere sondern auch Menschen „instinktiv" zu Nahrung greifen, die ihnen gut tut bzw. sie ablehnen, wenn es ihnen schaden könnte.

Kinder mit speziellen Hautkrankheiten zum Beispiel, lehnten Milch, Schokolade oder Hefekuchen seit ihrer frühen Kindheit ab. Erst viel später durch ärztliche Untersuchungen und Tests stellte sich heraus, dass solche Produkte schädlich bei diesen Krankheiten sind bzw. diese fördern oder auslösend sein können.

Menschen „wissen" also was richtig für sie ist, was sie essen sollten und was nicht.

Da hat "man" uns und von Anfang an mitgegeben. 

Auch hilft ihnen die Natur dabei: mit Farben und Aussehen der essbaren Sachen. Vieles sagt uns zu. Einiges lehnen wir gleich ab, ja bei vielen Sachen regt sich sogar Ekel.

Das ist wieder ein Beispiel für mich, dass der Mensch ein Teil der Natur ist. Er ist genauso eingebettet, wie alle anderen Lebewesen und sollte sich niemals aus diesem Kreislauf herauslösen.

25.10.2007 um 15:06 Uhr

Ein kleines Lächeln

von: Haibara   Stichwörter: Pflanzen, Leben, Weihnachtskaktus, Blumen, Seele, Herz

Stimmung: verhalten fröhlicher werdend
Musik: Sonnenschein (Catterfeld)

 

Die Pflanzen in meiner Wohnung haben wohl meinen Herbstblues gespürt. Sie sind ja auch Lebewesen.Ich spreche auch mit meinen Pflanzen. Ich weiß, es gibt eine wissenschaftlich Erklärung dafür. Pflanzen können auch nicht denken oder fühlen, wie wir Menschen. Sie reagieren und empfinden nicht wie Tiere. aber auch sie sind ein Teil unserer lebendigen Welt.

Jedenfalls zog ich heute morgen meine Vorhänge auf und sah etwas zauberhaft Zartes: 2 meiner Weihnachtskakteen waren am aufblühen.Inzwischen strahlen ihre weißrosa sowie orangen Blüten soviel Kraft und Optimismus aus, dass sie mich ein bissel aus dem Nebel in die Sonnenwelt zurückholen.

Blumen sind Nahrung für meine Seele. Meine Augen werden weit und groß. Mein Blick wandert oft zu ihnen hinüber und mein Herz tankt auf.

Ein kleines Lächeln huscht über meine Lippen und der Tag ist gerettet. 

24.10.2007 um 15:02 Uhr

Wenn Blätter und Blumen uns verlassen

Stimmung: nachdenklich, wehmütig, voller Sehnsucht, traurig
Musik: Miracle (Celine Dion)

 

Draußen ist es grau, neblig und ungemütlich. Mich fröstelt, obwohl ein Holzfeuer im Ofen knistert und mir Behaglichkeit erzeugen sollte.

Nein, jetzt trinke mal keinen Kaffee. Ich halte ein Buch in der Hand und will lesen.

Es geht nicht, nach einer halben Stunde merke ich, dass ich noch auf derselben Seite bin. Ich erschrecke mich, schaue panisch auf die Uhr: was für eine Zeitverschwendung! Wo war ich nur schon wieder mit meinen Gedanken?

Natürlich, ich habe wieder gegrübelt. Ich, eine Leseratte kann nicht mehr lesen! Drei Bücher habe ich angefangen und komme nicht weiter. Ich stiere vor mich hin. Dann hebe ich den Kopf und sehe, was mich gerade bewegt:

 

Das Jahr geht bald zu Ende. Die schönen Oktobertage, an denen bunte Blätter tanzten, sind vorbei. Vielleicht schafft es die Sonne, noch ein paar helle Stunden zu zaubern. Aber es ändert nichts. Die Natur geht schlafen, sagen wir den Kindern. Wir Erwachsenen wissen es besser: die Pflanzen haben ihr Leben hinter sich. Sie sterben. Die Blätter liegen nun braun bis schwarz, verkrümmt oder zermatscht auf der Erde. Die Bäume werden kahler und kahler. Vater Baum hat seine Blätterkinder verloren.

Einige Blumen, die sich dieses Jahr besonders lange hielten, sind in den plötzlich hereinbrechenden Nachtfrösten erfroren. Sie lassen traurig ihre Köpfe hängen. Auch ihr Leben ist entwichen.

Alles geht heutzutage sehr schnell. Der Mensch hat in die Natur eingegriffen, die Jahreszeiten verändert. Aber die Natur verlangt nach ihrem Recht. So geht es jetzt rasend schnell auf das Jahresende zu.

Die Pflanzen sterben. Doch tragen sie neues Leben in sich. Im nächsten Frühjahr wollen sie wieder erwachen.

Ob die Natur dieses Jahr gnädig ist und die in der Erde ruhenden Samen und die kahlen Baumäste mit einer sanften Schneedecke zudeckt? Nein, es soll nicht bitterkalt sein, dass ist für niemanden gut. Aber so ein bisschen unter null grad....etwas Schnee, das wäre schon gut.

Die Tiere sollen ja auch ihren Winterschlaf halten. Tun sie es denn überhaupt noch? Es gibt ja auch schon Vögel, die nicht mehr fortfliegen, weil sie im Winter die Nahrung in ihrer Heimat finden.

Aber die Natur wird schon stark sein und einen Frühling kommen lassen, ganz bestimmt!

Sie wird neuen Pflanzen das Leben geben.

 

Seufzend lege ich das Buch weg, ziehe mich an und gehe hinaus, um die verwelkten Blätter aufzulesen, die die Bäume vor meinem Haus, mir als Andenken eines schönen Herbstes hinterlassen haben.

Wenn ich dann ein Blatt in meinen kalten Händen halte, spüre ich plötzlich mit der ganzen Anstrengung meines Herzens nicht nur die trockene Spröde des Pflanzentodes sondern auch noch etwas wie Wärme und ein letztes Aufbegehren des kleinen Pflanzenlebens, welches nicht einmal ein Jahr dauerte, aber uns so viel gegeben hat.  

 

23.10.2007 um 10:23 Uhr

Das Fühlen verlernt

Stimmung: grüblerisch
Musik: Die Welt (Christina Stürmer)

 

In den letzten Tagen habe ich viel nachgedacht:

Ich danke allen, die mir dabei geholfen haben.

Ich freue mich auch für jeden, der eine kleine Nische im Strudel unserer Existenz gefunden hat, wo er glücklich sein kann und mit der Last, die er tragen muss, fertig wird.

Aber ich bin traurig.   

Der Mensch ist also nur ein Körnchen Staub im Universum, in Raum und Zeit. Und doch muss er für irgendwas da sein. Denn alles hat seine Bestimmung. Alles kommt irgendwo her und geht irgendwo hin.

Man sagt: nichts verschwindet.

Bleibt wirklich etwas von uns übrig?

Ich zweifle stark.

Der Mensch verschwendet seine Augenblicke, die ihm die Unendlichkeit gab.

Er belastet seine eigene Spezies mit erfundenen Sorgen und  Problemen.

Er beschäftigt und lenkt sich von dem wirklich Wichtigen und Wahren mit schnöder Oberflächlichkeit, wie z.B. Konsumrausch, Urlaubsreisen, TV, PC, Machtgier und  Existenznöten, ab. So kann er die Welt und das wahre Sein nicht erkennen.

Er hat aus solch Komponenten ein Schutzschild um sein Fühlen gebaut. So hat er es verlernt. 

Die Seelen scheinen zu schrumpfen. Es ist, als wollen die menschlichen Körper ihre Seele nicht mehr annehmen und können nicht mehr eins mit ihr werden. Sie sind zweigeteilt. Manche scheinen sie ganz verloren zu haben.   

Der Mensch ist blind, auch wenn er sehen kann.

Er kann das Wunder seiner Existenz nicht begreifen. 

Und doch gibt es welche, die spüren, dass da mehr ist.

Aber es wird nicht helfen.

Die Menschheit wird vergehen, so wie sie einst aufgetaucht ist: unspektakulär und nicht beachtet von der Unendlichkeit.

22.10.2007 um 09:30 Uhr

Anunaki und die Menschen

von: Haibara   Stichwörter: Anunaki, Götter, Menschen, Diener, Sinn, Roboter, Zukunft

Stimmung: etwas verwirrt, aber hoffnungsvoll
Musik: Beyond the Night (Rachel Luttrell)

 

Heute Nacht bin ich aufgewacht und auf einmal war ein Wort in mir, lange verschollen und vergessen:

Anunaki.

Eine Weile blieb ich ruhig, um meine Verwirrung zu sortieren, ich musste erst richtig munter werden.

Was war das, wo kam es her, was bedeutete das?

Schlagartig fiel es mir wieder ein:

Vor Jahren las ich einen Bericht über angebliche Götter, die Anunaki, die vor Jahrtausenden die Erde besucht hatten, und sich Wesen ihrem Bilde gleich schufen, die für sie arbeiten sollten. Sie machten allerdings den Fehler und gaben ihnen alle ihre Eigenschaften, Erbanlagen und Bedürfnisse und somit auch den Wunsch nach einem wirklichen Leben mit, das sie ja hatten. So ließen sich die neuen Wesen, die Menschen, die Schufterei natürlich nicht lange gefallen. Es kam zum Aufstand, die Götter mussten flüchten und ließen ihre  Diener zurück.

Da kam mir ein Gedanke:

"Was ist, wenn das wirklich so ähnlich war und wir alle von diesen abstammen und es niemals so war, dass der Mensch etwas besonderes, etwas hoch entwickeltes ist, dem ein besonderer Sinn im Leben gegeben ist.

Was ist, wenn der Mensch dem Selbstlauf der Evolution überlassen, sich so entwickelt hat, dass es weltweit Viele gibt, die wieder auf dem Götterstand der Anunaki sind: nicht nur Talente, Kreativität und Fähigkeiten besitzen und entwickeln, sondern dazu noch bestimmte Eigenschaften so favorisiert haben und in ihrem eigenen ICH an erste Stelle stellen können, um sie zu verwirklichen, dass aber die breite Masse immer noch eine Art „Mensch 2.Klasse" ist, eine Art Roboter in biologischer Hülle, die in erster Linie zum Arbeiten da ist. Und dass dies auch im Unterbewusstsein aller abgespeichert ist.

Viele Menschen spüren, dass da mehr sein könnte, dass das Leben so viel zu bieten hätte (ich spreche nicht von materiellen Werten, Erfüllung der Grundbedürfnisse setze ich jetzt mal naiv voraus, obwohl wir selbst das ja nicht packen), aber leider kann es nicht für alle sein. Menschen sind zwar von Geburt gleich, aber das war es auch schon.

Menschen, die Glück haben, oder wo die Umstände passen, können das Niveau, bzw. die Ebene erreichen, sich kreativ zu beschäftigen, Erfüllung zu finden und sich weiter zu entwickeln.

Was ist, wenn sich alles wiederholt? Wenn die Reichen und Mächtigen der Erde längst ihre Pläne und das technische Wissen nutzen, um sich vorzubereiten, sich woanders wieder ein neues System aufzubauen. Vielleicht dient ja schon das Marsprogramm dazu. Die Menschen erster Klasse, die „neuen Götter" fliegen davon, im Gepäck die Baupläne ihrer neuen Diener. Denn unsere Roboter werden heute auch von Tag zu Tag besser gestaltet und können schon sehr viel.

Nur sollten die „neuen Götter" diesmal den Fehler nicht wiederholen, ihnen eine biologische Hülle zu geben und sie sollten das Genpotential  ihrer Diener soweit einschränken, dass sich keine Bedürfnisse und Gefühle entwickeln. Eine Fortpflanzung sollten sie auch ausschließen. Wenn ein Roboter kaputt ist, kann anderer Roboter ja einen neuen bauen, damit die „wahren" Menschen weiter ein schönes Leben führen können und nicht ihr „Geld" für ihre Diener ausgeben müssen. Solche Diener schaffen ihnen Werte ohne essen, trinken,  sich kleiden und wohnen zu müssen.

Der Rest der Menschheit auf der Erde wird sich irgendwann dann sowieso von selbst erledigen...

Oder es fängt irgendwann wieder alles von vorn an...."

Wenn es so wäre, wäre es schrecklich, ich hoffe, ich hatte nur schlimme Nachtgedanken, weil ich keine Sterne sah und der dunkle Himmel mit seinen Wolken mich arg bedrängte.

Ich hoffe doch so sehr, dass alle Menschen dieser Welt im Speziellen, einen Sinn in ihrem Leben haben und im Allgemeinen, dass der Mensch nicht sinnlos vor sich hinexistiert.

Mal sehen, ob dieser Tag einen Sinn für mich ergibt.

Euch wünsche euch jedenfalls einen erfüllten, sinnvollen Tag.

Eure Haibara

21.10.2007 um 10:43 Uhr

Eine Kerze

von: Haibara   Stichwörter: Frühstück, Kaffee, Toast, Sonntag, Leben

Stimmung: besinnlich
Musik: May it be (Enya)

 

...hab ich mir heute morgen angezündet.

Der Kaffee dampft in meiner Tasse. Meine Sinne erfassen das Kaffeearoma. Sie scheinen es aufzusaugen. Es tut so gut...Klick machte es gerade. Mein Toast ist fertig. Geschwind nehme ich ihn heraus und beschmiere ihn mit Butter.  Vorsichtig beiße ich in das braungelbe Stück Brot und kaue bedächtig.

Dann lehne ich mich gemütlich zurück und genieße diesen Sonntagmorgen.

Auch wenn es heute draußen kalt und neblig ist, genieße ich diesen Augenblick.

Eine kleine Pause im Wirbel unserer Zeit.

Ein Funken Leben hat sich mir aufgetan.

Einen schönen Sonntag

wünscht euch allen

eure Haibara

20.10.2007 um 16:20 Uhr

Für Nimien

von: Haibara   Stichwörter: Diktatur, Demokratie, Regierung, Philosophie

Stimmung: gut
Musik: Zeilen aus Gold (Naidoo)

Liebe Nimien,

erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar. Du schreibst so wunderschöne Sachen, aber wenn das alles so wäre, wie du schreibst, wäre ich sicher nicht zu diesen Schlüssen gekommen.

Auch sagte ich ja, dass es viele Menschen gibt, die mit dieser Regierung gut leben können.

Aber wer kann schon seine Wünsche ausleben, Talente verwirklichen oder seine Fähigkeiten vervollkommnen?

Auch hab ich in meiner Umgebung leider sehr traurige Beobachtungen gemacht.

Ich erlaube mir mal, dir gleich innerhalb eines neuen Eintrages zu antworten:

Sicher kann man mein "Rezept" nicht mit den klassischen Definitionen vergleichen. Man muss es vielleicht auch etwas sarkastisch sehen. Ich sage ja auch nur, dass hier verschiedene Tendenzen aus diesen Gesellschaftsformen hineinspielen. Ich bin auch keine Politikerin sondern nur eine Bürgerin, die gedacht hat, sie kann in diesem Lande gemeinsam mit anderen Menschen existieren. Aber diese Existenz wird langsam unmöglich gemacht, durch Leute, die wahrscheinlich all ihre Erbanlagen, um ein hoch entwickeltes Lebewesen zu sein, hinten angestellt haben und die Anlagen besonders fördern, die schlechtes bringen. Ihre Seele ist wahrscheinlich ganz klein geworden und selbst entsetzt über den Körper, dem sie innewohnt.

Ich frage mich, wie solche Leute noch mit sich zufrieden sind, die z.B. neue Sklaven schaffen. Nichts anderes sind 1 Eurojobber und all die fleißigen Arbeiter dieses Landes die des Staates Werte schaffen und den Gewählten ihre hohen Einkommen ermöglichen, die ihren Körper für Hungerlöhne zerstören und dann nicht einmal mehr ihre Gesundheit herstellen können, da das Geld nicht reicht. Wo bleibt die Würde des Menschen, welche im Grundgesetz garantiert wird, wenn vielen das Geld für Wasser, Seife, Haarwäsche fehlt oder wenn ich immer mehr Leute mit Zahnlücken treffe? All die Gesetze sind doch nicht demokratisch entstanden, das kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwas läuft da noch. Das Volk wird veralbert und ausgetrickst: z.B: ja, ich kann unter verschiedenen Parteien wählen. Aber was nützt das? Parteiprogramme sind nur Köder, um Menschen anzulocken. So hat ja auch ein Herr Schröder z.B. seines Zeichens Mitglied einer Arbeiterpartei, den Arbeitern sehr viel weggenommen. Eine Frau Merkel ist Christin. Befolgt sie die Gebote der Bibel? Spürt man, dass sie christliche Werte vermitteln möchte?

(Von den vielen "Christen", die mir im Laufe des Lebens begegnet sind, habe ich nur 2 getroffen, die sich mit stolz als gläubig bezeichnen können und dürfen)

Wenn Bundestag und Bundesrat Beschlüsse verfassen, denke ich an einen Hollywoodfilm. All die Leute haben einen Oskar verdient. Sicher gibt es Ausnahmen, die für ihre Ideale kämpfen. Aber sie werden sicher mundtot gemacht....sprich: neudeutsch: überstimmt.

Die wenigsten verfolgen noch politische Ziele und Ideale. Alles ist nur noch Job zum Geldverdienen und Machtausüben. Wahre menschliche Werte werden hier zurück gedrängt.

Sicher könnte ich in einer Diktatur solche Äußerungen nicht lange ungeahndet von mir geben. Aber hier ist es auch so, dass mir nur nichts passiert, so lange ich nur im Privaten meckere. Schon auf Arbeit muss man sich jedes Wort überlegen und wer wirklich etwas unternimmt, der ist auch weg vom Fenster und wenn er die Arbeit verliert! Denn das ist das Druckmittel unserer Zeit, womit wir alle erpressbar sind und uns der Staat in den Klauen hält.

Aber halt, zurück zur Demokratie: ich habe mich geirrt. Ich lernte, dass Demokratie Volksherrschaft sei. Jetzt beschäftigte ich mich noch einmal damit und "fragte" auch die alten Philosophen. Und was erkannte ich: bei der Demokratie geht die Herrschaft vom Volke aus, steht über all geschrieben. Wenn man das wörtlich nimmt, dann stimmt es ja wieder. Das Volk hat seine Vertreter gewählt: also geht die Macht davon aus, nicht mehr und nicht weniger. Was die Gewählten dann damit anfangen, ist also ihr Ding. Also können sie uns schlecht behandeln, es ist so festgeschrieben! Demokratie ist also auch ein Freibrief für Gewissenlose.

Aber es kann auch ein Volk Glück haben, dass es Menschen mit Gewissen wählt und die ihr Amt als das betrachten was es sein sollte und nicht zur Geldscheffelung und zur Befriedigung ihrer Machtgier.

Aber leider kenne ich kein Land, welches ich als Beispiel aufführen könnte.

Ich schließe mich der Ansicht an, dass ein Staat von Philosophen geleitet werden müsste. Da meine ich nicht Leute, die den Beruf ausüben, die also im Ausweis: Philosoph stehen haben, sondern echte geborene Philosophen!

Ein Philosoph ist nämlich ein Mensch, der ein Liebhaber der Weisheit ist, nicht mehr und nicht weniger.

Und das lass ich mal so stehen,

ich wünsche dir und allen anderen einen schönen Sonntag,

viele Grüße Haibara

19.10.2007 um 10:51 Uhr

Erkenntisse meiner großen Wut von gestern

Stimmung: sehr nachdenklich
Musik: Bist du am Leben interessiert (Naidoo)

Ich habe mich etwas beruhigt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass wir nicht nur keine Demokratie haben, sondern dass der Mensch gar nicht dafür geeignet ist und dass es nie eine Demokratie gab.

Ich würde sagen, dass uns zurzeit ein seltsames Gemisch  aus verschiedenen Gesellschaftsformen umgibt.

Gesellschaftsformen hat ja übrigens auch der Mensch selbst entwickelt und sich ihnen auch noch selbst unterworfen! Wenn es denn einen Schöpfer gibt, hat er das uns sicher nicht mit gegeben, all das ist nur unserem merkwürdigen Hirn entsprungen.

Und die Natur kommt erst recht nicht auf so einen Blödsinn.

Natürlich erscheint es mir schon logisch, wenn ganz viele Menschen zusammenleben, dass es Regeln gibt, sonst geht alles drunter und drüber.

Aber so, wie wir das hier gestalten, war es sicher nicht gedacht.

Aber wie sollen die Menschen gemeinsam leben?

Es wäre so einfach, wenn alle sich ihrer selbst besinnen würden.

Aber sie tun es nicht.

Oder gibt es wirklich einen Teufel, der uns das alles eingibt?

Mal eine ketzerische Frage:

Wenn Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat, hat er das vielleicht gewollt? Denkt er so? Sind das seine Wünsche und Vorstellungen vom Leben der Menschen?

Ist es vielleicht doch richtig, wie die Welt eingerichtet ist?

Ist es des Menschen Berufung so zu handeln, wie unsere Regierung?

Zurück zur Gesellschaft:

Als Rezept würde ich es so beschreiben:

500g Diktatur

500g Sklavenhaltergesellschaft

1000g Demokratieblätterteigumhüllung

1 Esslöffel Demagogie

1 Esslöffel Medienbeeinflussung und Ablenkung

1 Liter Kriegsmilch

250g Beziehungsmagarine

250g Menschenverachtungsbittermandelaroma

Vermischen wir alle Zutaten gut, rühren alles kräftig rum, umhüllen alles mit  dem Blätterteigmantel, dem wir den wohlklingenden Namen "Demokratie" geben und überbacken alles bei 220 Grad Umluft im Herd und fertig ist ein Auflauf, der sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Sicher einigen wird er sehr gut schmecken, aber den meisten Menschen wird er nicht munden, sondern große Bauchschmerzen verursachen.

Er wird viele Krankheiten verursachen, vor allem sehr viele Seelen werden leiden. 

 

 

 

 

18.10.2007 um 10:36 Uhr

Oooooh, bin ich heute geladen!!!!!

Stimmung: wütend
Musik: keine

Jeden Morgen, wenn ich wieder mutig in den Tag starte, um mich in dieses Leben hineinzufinden, mache ich den gleichen Fehler und schalte das Radio an und öffne die Zeitung.

Und schon bleibt mir der Mund offen stehen und meine Drähte in meinem kleinen Hirn gehen zusammen und es funkt darinnen hin und her:

Warum wird fast Tag für Tag irgendetwas sich ausgedacht und beschlossen, um den normalen Menschen dieses Volkes etwas von seinem mühsam verdienten Geld zu stehlen!

Fast 14tägig im Akkord gibt es dieses Jahr  Erhöhungen auf allen Gebieten.

Die Gierigen des Landes können nicht genug bekommen!

Ich frage mich langsam, sind wir Deuteschen ein Volk, von dem sich ein Teil evolutionär soweit ins Böse entwickelt oder sogar degenerativ zurückentwickelt hat, dass nur noch Gier übrig bleibt, dass diese „Menschen" schon gar keine Menschen mehr sind, denn sie sind nicht mehr in der Lage, sich vorstellen zu können, dass es auch andere Menschen gibt und diese, genau wie sie, essen, trinken und sich kleiden müssen und dazu in unserer, ach so toll eingerichteten Welt, Geld verdienen müssen, um zu überleben! Und diese hart arbeitenden Menschen, die die Werte unseres Landes schaffen, werden maßlos bestohlen! Und nicht nur dass, sondern sie werden auch noch belogen und unter dem Deckmäntelchen fadenscheiniger Begründungen bestohlen! Sollen die „Staatsdiebe" doch wenigstens ehrlich sein und sagen: wir erhöhen, da wir gierig sind und nicht genug kriegen können.

Ein Jugendlicher, der z.B. eine CD stiehlt ist gebranntmarkt für sein Leben!

Ein Bundesrat, aber, der beschließt, Millionen Euro, dem Volk zu stehlen, ist eine ein ehrenwertes Gremium!

Mir wird schlecht.

Lebensmittelpreise werden erhöht, angeblich, damit es den Bauern besser geht.

Bauern verbrennen Getreide und bekommen Fördermittel!

Mein Frühstück kommt gleich wieder. 

Kinder sollen sich gesund ernähren, damit sie nicht so dick werden, Wovon bitte? Gemüse, Obst, Milch sind sehr teuer geworden! 

Die Gesundheit ist kaum noch bezahlbar. Das ist schon klar. Wir sollen ja eher sterben, damit es mal weniger Rentner gibt: Mord auf Raten!

Warum ist das Volk so ruhig?

Geht es doch den meisten gut?

Komme nur ich nicht klar?

Oder stimmt es wirklich, dass man das Volk beeinflusst, zum Beispiel mit Strahlen aus Sendemasten, und das Volk beruhigt und in einen Dämmerzustand versetzt und wir so leicht debil, vor uns hinlächelnd durch die Gegend laufend, noch stolz sind, wenn wir gerade noch unsere Stromrechnung bezahlen können?

Und was wird nächstes Jahr? Wann nimmt der Wahnsinn endlich eine Ende.

Man sieht ja vieles ein. Ich will auch kein Millionär sein. Ich will nur existieren könne. Ich bin ein Mensch und bin hier in dieser Welt. Ich habe auch ein Recht auf mein Leben. Genau wie alle anderen Menschen auch.

Und es bricht mir das Herz, wenn ich z.B. sehe, wie mein Mann sich kaputt schuftet und das Geld kaum noch für seine Tässchen Kaffee reicht und wenn es kaum noch möglich ist, mit dazu zu verdienen, weil die Arbeit fehlt, und weil der Staat einem seinen Einkommen und Anspruch gestohlen hat. Und es nimmt einem die Luft, wenn man sieht, wie die jungen Leute nicht auf die Beine kommen und man ihnen auch nicht helfen kann....und... und... und...

Uff, das musste jetzt mal raus:

Zu meinem Thema zurück: und da soll ich das Leben finden, wenn unsere Regierung aus Teilen der menschlichen Bevölkerung besteht, die zwar gewählt sind, aber sich doch als Fehler der Natur entpuppen!

17.10.2007 um 09:39 Uhr

Was Künstler mir sagen wollen

Stimmung: gut
Musik: streets of philadelphia (Sprinsteen)

 

Warum tut es mir fast körperlich weh, wenn ich Menschen erlebe, die banale Sätze als Urteile über etwas hinwerfen und es somit der Abwertung preisgeben bzw. den wahren Sinn nicht erkennen, was sie nicht verstehen oder sehen können?

 

Zum Beispiel gibt es Bücher und Filme, die dem offensichtlichen Drang und Zeitgeschmack der Menschen entsprechen und ein Mischung aus Crime, Liebe, und Sex bilden. Ja, in unserer Zeit wird auch gerade das Fantasy - und Horrormetier sehr bedient.

 

Aber lesen denn viele nur einen Roman durch, so wie man schnell durstig ein Glas Wasser trinkt?...oder weil man „dabei sein" will, weil das Buch „in" ist.

 

Warum sehen so wenige hinter  das Wort oder die Szenen?

 

Warum fragt sich keiner, was könnte sich der Autor gedacht haben. Was war der Autor für ein Mensch?

 

Ein künstlerisches Werk ist doch meistens ein Ausdruck eines Menschen, uns etwas von sich zu zeigen.

 

Sicher muss man auch bedenken, dass vieles für den Kommerz hergestellt wird, aber das lass ich jetzt mal außen vor.

 

Eigentlich sind Menschen oft sehr oberflächlich und was sie nicht verstehen oder sehen können, wird abgewertet. Oder lächerlich gemacht.

 

Eigentlich könnte ich mich von solchen abwenden und sie sogar aus meiner Gedankenwelt ausschließen.

Sie tun mir nicht gut.

Sich mit Menschen zu umgeben, die man nicht ertragen kann, kann einen auch krank machen...die Seele leidet.

 

Aber trotzdem, muss ich an solche denken: auch sie sind Menschen, genau wie ich und ich habe auch viele Fehler. Ich selbst habe auch nicht das Recht, andere abzuwerten.

Aber es tut mir weh, zu erleben, wie sie handeln, reden und sich geben.

Sie haben das Denken und Fühlen verlernt.

 

Aber...vielleicht ist es genau andersrum: und ich bin die Außenseiterin und denke mir in Sachen etwas hinein und die meiste "Kunst" ist nur so dahingeworfen, ohne Sinn und Verstand?

 

Aber warum schreibt, malt, spielt, singt und komponiert der Mensch dann.Warum hat er solche tollen Gaben und Talente dann mitbekommen?

 

16.10.2007 um 21:50 Uhr

Das Leben abschalten

von: Haibara   Stichwörter: Leben, Mensch, Tod

Stimmung: sehr nachdenklich
Musik: Abschied nehmen (Naidoo)

 

Wenn ich das Leben suche, muss ich auch den Tod finden, denn auch der gehört dazu.

 

Der Tod ist oft ein Tabuthema, wenn es um uns selbst geht.

 

Auch wenn in unserer Zeit der Tod in die Wohnzimmer (Kinderzimmer?)schaut: in Form von Nachrichten im TV, in Filmen dargestellt oder durch  PC Spiele rübergebracht, schieben wir ihn gern weg, wenn er zu nah kommen will.

Heute kommt er schnell, als Unfall. Dann steht er fest, oft. Das ist schlimm für die Angehörigen. Der Betroffene selbst ist tot. Er ist nicht mehr am Leben.

 

Schwerkranke, Sterbende legen wir gern in blitzblanke Krankenhäuser mit glitzernden Instrumenten. Sie werden versorgt, bis es zu Ende ist.

Aber wann ist es zu Ende? Wann ist ein Mensch tot?

Wenn ein Arzt  den Hirntod feststellt, woher wissen wir, dass der Mensch wirklich nicht mehr am Leben ist?

Wir können seinen Herzkreislauf stabil halten, um ihm Organe zu entnehmen. Ob er da vielleicht noch etwas spürt?

Warum bekommen Todeskandidaten vor der Giftspritze noch 2 andere Injektionen: krampflösende bzw. schmerzstillende?

Warum gibt es Naturvölker, die ihre Verstorbenen noch Wochen in ihren Zelten/Hütten liegenlassen, damit sie in Ruhe von uns gehen können?

 

Der Tod eines Menschen entspricht heute oft dem Abschalten einer Maschine. Geht das überhaupt?

 

Wann also ist der Mensch tot?

 

Was eigentlich ist der Tod?

 

Zerfallen wir ins nichts? Sind wir dann weg?

 

Bleibt doch etwas übrig.....eine Seele?

 

14.10.2007 um 17:11 Uhr

Oktobertag und Sternennacht

Stimmung: erstaunt, ausgeruht, fröhlich
Musik: Beautiful Day (Ayumi Hamasaki)

 

Die wunderschöne goldene Herbstsonne ist weitergewandert. Mein Kaffeetisch liegt nun wieder im Schatten. Ich habe den Tisch gedeckt und die Kaffeemaschine eingeschalten.

Noch fallen die von bunten Herbstblättern gefilterten Sonnenstrahlen durch meine Fensterscheiben blinkend auf Tassen und Teller und reflektieren ihr Licht in den blank geputzten Kaffeelöffeln.

Kaffee blubbert im Hintergrund.

Draußen ist es kalt, aber wunderschön.

Langsam wird es gemütlich in meiner Küche. Es ist warm und der Kaffee duftet.

Lächelnd setze ich mich und lege meine Hände um eine mit dem dampfenden Gebräu gefüllte Kaffeetasse.

Ich denke an heute Nacht.

Ich habe fast nicht geschlafen: nur 3 Stunden, etwa, mehr nicht. Aber ich bin nicht müde. Es war ein tiefer fester Schlaf,

denn ich sah, bis mir die Augen zu fielen:

 

über mir, beim Blick aus meinem schrägen Fensterchen keine dunklen Wolken die mir die Sicht auf den blauschwarzen Nachthimmel nahmen, so wie die ganze letzte Woche und die in mir Beklemmung und Träume auslösten, sondern mein Blick war klar und verlor sich in der Unendlichkeit der Nacht.

Unzählige Sterne funkelten mich an. Das Himmelszelt war so weit weg. Aber es war klar und rein. Nur diesmal hatte meine Ehrfurcht eine Grenze, denn hinter den hellsten Sternen, die mir zuzublinkern schienen, erkannte ich Menschen, die genau wie ich, nach oben blickten, um sich in der Unendlichkeit des Alls zu verlieren.

Ich bin nicht allein! Wir alle sind nur ein Körnchen im Universum. Aber wir sind da. Wir haben eine Bestimmung. Wir können uns finden.

Beruhigt schlief ich dann ein.

Ganz tief und fest, ohne Traum.

 

Inzwischen habe ich meinen Kaffee ausgetrunken. Die Sonne ist noch weiter gewandert.

Bald wird sie für eine neue Nacht Platz machen.

Ob sie mich auch heute wieder in Erstaunen versetzt?

Gespannt warte ich ab.

13.10.2007 um 11:29 Uhr

Sind Namen Schall und Rauch?

Stimmung: nachdenklich, melancholisch
Musik: Haltet die Welt an (Glashaus)

 

Als der Mensch lernte, miteinander und gegeneinander zu leben, fing er auch an, Laute in Wörter und Sprache zu formen. die Menschen konnten so besser gegenseitig aufeinander aufmerksam machen, ihr Leben besser gestalten. Sie legten für jedes Ding ein Wort fest. Selbst das Wort „Wort" wurde festgelegt. Wer hat das eigentlich getan?

Der Mensch selbst, im Laufe der Entwicklung oder waren die Wörter einfach da, vorgegeben von einer höheren Macht?

Sagt man irgendein Wort öfter vor sich hin, kommt es einem merkwürdig vor. Und man fängt an, zu grübeln: warum gerade diese Bezeichnung? Welch tiefere Bedeutung steckt dahinter? Oder gibt es gar keine?

Manchmal  verlieren sich auch ursprüngliche Bedeutungen. Wir haben sie vergessen, oder?

Die Menschen lernten, sich auch selbst anzusprechen. Sie bezeichneten sich selbst. Sie gaben sich Namen.

Ich bin kein Namensforscher und habe mich nie damit beschäftigt: Was war eigentlich zuerst da: Vor- oder Nachnamen?  Ich wäre für Vornamen.

Sind Namen Schall und Rauch oder ist es wirklich so, wie in vielen alten Legenden, dass, wenn man den wahren Namen eines Menschen kennt, Macht über ihn hat?

Kann der Name für das Schicksal eines Menschen wichtig sein?

Oder ist die Vergabe vielleicht nur eine Modeerscheinung?

11.10.2007 um 20:33 Uhr

Ängste kriechen auf mich zu

von: Haibara   Stichwörter: Müdigkeit, Last, Angst, Sorgen, Ahnungen

Stimmung: matt, kaputt
Musik: kann nur Stille ertragen

 

Was ist das nur?

Auf einmal wird alles so schwer. Ich bin tagsüber so müde, kann nachts nicht schlafen.

Seit ein paar Tagen ist es mir, als würd mir eine Last auf den Rücken geschnallt. Ich habe das Gefühl, ich laufe schon gebückt.

Die Leichtigkeit ist weg. aber ich kann nicht sehen, was da kommt.

All meine Ängste kriechen wieder auf mich zu.

Ich mache mir große Sorgen.

Worte fallen mir schwer.

Lesen geht auch nicht, nicht einmal Zeitung.

Am liebsten würde ich nichts machen.

Ich muss mich zwingen.

Es ist, als horche ich, warte auf irgend etwas.

Etwas passiert, bald...

 

Mir ist kalt.

09.10.2007 um 07:04 Uhr

Nachtgedanken

von: Haibara   Stichwörter: Fee, Wünsche, Möglichkeiten

Stimmung: müde
Musik: Ein Stück vom Himmel (Grönemeier)

 

Heute Nacht musste ich darüber nachdenken, wenn eine gute Fee erscheinen würde, um mir genau einen Wunsch zu erfüllen, was ich dann wohl wählen würde.

Alle Wünsche müssten möglich sein, bis auf die 2 Möglichkeiten: „ Ich wünsche mir, dass ich mir alles wünschen kann"  und: „Ich wünsche mir, dass ich zaubern kann." Denn dann wäre es zu einfach und würde keinen Spaß machen.

Also, was sollte ich mir wünschen: Weltfrieden? Dass die Menschen sich verstehen und wieder fühlen lernen und somit die Welt erkennen können? Gesundheit für mich...oder erfülle ich mir einen lustigen Wunsch und lass Männe im Garten rumfliegen? .... Nein, zurück zum Ernst: Geld oder Arbeit? Glück für meine Kinder und Freunde, was würde man tun. Was würde ich tun? Wissen? Es gibt noch soviel Unbekanntes! Ich schwanke hin und her, es ist echt schwer

Grübelnd, meine Wunschgedanken nun abschaltend, gehe ich jetzt auf Arbeit und wünsche euch einen schönen Tag,

eure HaibaraFröhlich

 

08.10.2007 um 17:04 Uhr

Wenn Häuser reden könnten

von: Haibara   Stichwörter: Häuser, Fenster, Leben, Gespür, Unwohlsein, Zufall

Stimmung: nachdenklich
Musik: The Juliana Theory (Joan of Arcadia)

 

Wenn ich durch die Stadt geh und rings um mich herum die Häuser seh, kommen mir viele Gedanken:

Es gibt neue Häuser, große und kleine, unscheinbare und stolze, auffällig wirkende Gebäude. Es scheint, als würden sie mir mit ihren hellen großen Fensteraugen zuzwinkern und mir zurufen: Hoppla, jetzt sind wir da, funkelnagelneu und schön! Wir sind neugierig und gespannt auf das Leben: was wird in uns sein: eine Wohnung, ein Laden oder vielleicht eine Schule? Werden wir Kinder lachen hören? Noch wissen wir nicht, wer uns zum Leben erweckt! Noch sind wir nur eine Hülle! Einfach leer!

Aber in meiner kleinen Stadt gibt es mehr alte Häuser als neue. Manche sind gut gepflegt. Sicher hat da jemand sein ganzes Erspartes genutzt oder Fördermittel bekommen, vielleicht war es auch ein wohlhabender Bürger, der seine Pflicht tat und sich am Erhalt des Hauses erfreuen konnte.

Manche Häuser sehen aber echt alt aus. Sicher fehlt das Geld, oder der Eigentümer ist nicht auffindbar oder... wer weiß, was los ist.

Aber ich sehe keine alten Mauern und abgeblätterten Putz, ich sehe vom Leben gebeugte Gebäude. Ihre Fensteraugen blicken mich müde aber geheimnisvoll an. Manche sind durch die vielen Jahre blind geworden. Doch blitzen in ihnen mitunter verborgene Geschehnisse auf. Ich sehe Menschen, die hinter diesen Mauern geboren wurden. Sie lebten, liebten, lachten, weinten und starben am Ende oft in ihrem Heim.

In manchen Häusern gibt es auf der seitlichen Giebelwand unter dem Dach noch ein rundes Fenster, welches immer offen war. Dort gab es kein Glas, denn dorthinaus flog die Seele eines verstorbenen Hausbewohners.

Tiere streiften in den Fluren: Hunde knurrten, Katzen saßen am Kaminfeuer.

Wenn nur eins dieser Häuser erzählen könnte, es wäre wunderbar!

Ein Haus ist ein gebautes Etwas. Es mag auf den ersten Blick vielleicht manchmal nicht das sein, was wir uns erträumen, aber so bald ein Mensch es in Besitz nimmt, erfüllt er es mit seinen Wünschen und prägt es, wie es seine Finanzen erlauben und die Mode der Zeit vorschreibt. Immer wenn ein anderer Bewohner kommt, wandelt es sich etwas.

Wir Menschen hauchen ihm Leben ein und geben Richtungen vor.

 

Betrete ich so ein Haus, spüre ich oft, ob dieses Haus mich mag oder nicht. In dem einen möchte ich gern verweilen. Ein anderes möchte ich gern schnell verlassen. Da gebe ich dir, liebe angelmania, Recht.

Ich habe da ein Gefühl, dem ich nicht ganz traue.

Es gibt ein Haus, in dem z.B. vor ein paar Jahren die Bibliothek unseres Ortes einzog. Ein stolzes Haus, aufs feinste restauriert! Als Leseratte habe ich mich schon immer sehr gern und sehr lange in Büchereien aufgehalten. Nun, in diesem Haus nahm es mir irgendwie die Luft, es wurde mir schlecht und schwindlig. Ich musste es schnell wieder verlassen. Zunächst schob ich das auf meinen Kreislauf. Aber als beim nächsten und übernächsten Mal, dasselbe passierte, dachte ich, dass mich das Haus wohl nicht will und nicht nur mich: auch Kinder sprachen mich an, dass sie nicht mehr gern in die Bibliothek gingen, ihnen würde schlecht und es wäre ihnen unheimlich zu Mute. Als ich einige Zeit später mit einer kleinen Delegation die Bücherei besichtigen wollte, hielten es auch viele nicht lang dort aus.

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich das Glück, für eine Weile in diesem großen Haus arbeiten zu dürfen. Es gefällt mir, keine Frage. Es hat auch nichts mit der Bücherei zu tun. Es sind andere Räume. Aber die Luft! Irgendetwas schnürt sie mir ab. Wenn ich am späten Nachmittag das Gebäude verlasse, atme ich tief durch und spüre, dass ich frei bin.

Ist das alles nur Einbildung, sind das Zufälle? Kann in den Gemäuern oder der Aura eines Hauses etwas sein, was auf Vergangenes schließt, vielleicht auf.....Gewalt?

Neulich erfuhr ich zufällig, dass vor vielen Jahren in diesem Gebäude jüdische Menschen gefoltert worden waren.

Wirklich nur ein dummer Zufall?

Warum wird mir jedes Mal so komisch in dem Gebäude? Vielleicht doch Einbildung oder mein dummer Kreislauf?

07.10.2007 um 14:48 Uhr

Meine Lieblingskinder

von: Haibara   Stichwörter: Sohn, Tochter, Liebe, Gleichbehandlung, Erziehung

Stimmung: gut
Musik: Cool (Gwen Stefani)

 

Ich habe gestern geschrieben, dass mich meine Lieblingstochter besucht hat. Vorhin ist sie wieder weggefahren. Es war ein wunderschönes Wochenende, danke, meine Liebe!

Aber leider war das Wochenende wie immer viel zu kurz.

Aber du hast mich auch auf etwas aufmerksam gemacht, worüber ich jetzt schreiben möchte:

Ja, ich habe genau zwei Kinder: einen Sohn und eine Tochter. Als sie kleiner waren, fragten sie mich oft, wer mein Lieblingskind sei. Da antwortete ich immer, dass das Mädchen meine Lieblingstochter und mein Sohn mein Lieblingssohn sein, denn ich habe beide gleichermaßen lieb. So entstand eigentlich diese Bezeichnung pro Kind. Es war eher scherzhaft gemeint und für mich eine Lösung, um niemanden vorzuziehen.

Ich wollte immer meine Kinder beide gleich behandeln, denn ich finde es sehr schlimm, wenn man ein Kind dem anderen vorzieht. Das tut einem Kind sehr weh, ich weiß das. Ich hoffe, es ist mir gelungen und ich kann es auch heute noch beibehalten. Sicher macht man als Eltern Fehler, aber für mich war es immer wichtig, die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten zu sehen und sie als das zu achten, was sie sind: als Menschen. Ich habe mir gewünscht, sie aufwachsen zusehen ohne Druck und Angst oder in dem beständigem Bestreben, etwas Gutes tun zu müssen, um geliebt zu werden.

Die Kinder sind wie sie sind.

Und so wie sind, liebe ich sie: mit all ihren Fähigkeiten, Eigenschaften und auch mit all dem, was sie vielleicht nicht können oder wollen, sowie mit ihren eigenen Ansichten und ihrem Auftreten.

Sicher müssen sie mit gewissen Regeln und Forderungen groß werden. Aber alles muss im Rahmen bleiben. Die kleinen Seelen dürfen nicht verletzt werden.

Auch muss es Bildung und Erziehung geben. Aber was ist mit all den pädagogisch vor gefassten Grundsätzen, in die wir unsere Kinder hineinpressen? Vergessen wir nicht allzu oft, insbesondere Lehrer und Erzieher, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die in dieser Welt leben sollen und es auch gern tun sollten, die sich selbst erkennen und verwirklichen sollten?

Wie aber sollen sie sich finden, wenn sie ungleich behandelt werden. Wie sollen sie ihre eigene Wichtigkeit und Einzigartigkeit sowie die Schönheit der Welt erkennen, wenn sie z.B. für die Fehler, die sie beim leben nun einmal machen, unbotmäßig oder doppelt „bestraft" werden. Ich finde das Wort Strafe sowieso schrecklich. Ich finde es besser, mit den Kindern zu reden, ihnen zu erklären, was und wie man Sachen anders machen kann. Sicher machen Kinder auch Dummheiten, wie auch so mancher Erwachsene. Aber wie sollte unsere Reaktion aussehen? Als Eltern hat man sich allerdings auch nicht immer im Griff. Manchmal ist man müde, k.o., selbst verärgert oder man hat selbst Mist auf Arbeit gebaut. Dann ist es besonders schwer, das alles nicht an der Familie aus zulassen.

Eine Familie sollte etwas sein, wo alle hin können, von der oft harten Welt ab schalten und sich wieder zu finden, weil hier die Leute sind, die zu einem passen und die einen verstehen und lieben. Denn ist z.B. (zu sternenschein schau: dein Beitrag  dazu beschäftigt mich immer noch, merkst du es?) ein Kind nicht mit einer schlechten Note z.B. schon genug gestraft. Muss ich als Mama gleich auch noch losschimpfen, oder mit Hausarrest (das habe ich nie angewandt, ich finde das fürchterlich: das ist für mich Freiheitsberaubung) kommen. Sollte ich nicht vll. den Kleinen sich erstmal in sein Zimmer verziehen und ihn abschalten lassen oder ihm eine große Tasse Kakao kochen, oder ihn einfach in die Arme nehmen, und später in Ruhe gemeinsam überlegen, wie alles besser werden kann?

Und wenn ich ein Kind habe, dass nicht so gut in der Schule ist, weil es eben nicht besser geht, dann ist es doch auch gleichwertig, dann habe ich es doch genauso lieb. Was ist denn schon eine Schulnote? Diese Wertigkeit haben doch auch bloß wir Menschen erfunden. Im Universum bedeutet sie nichts! Eine Schule und Noten hat es nicht immer gegeben und wird es auch nicht immer geben. Das Leben kann man auch so finden. Das Lernen müsste ganz anders sein. Irgendwie haut das alles nicht hin.

Wir Menschen haben die Welt in vielen Richtungen unmöglich eingerichtet, gegen Liebe, Wärme und Geborgenheit. Wir haben sogar das Lernen verbogen und es unbeliebt gemacht, der Spaß und die Neugier auf die Welt ist für Viele verloren gegangen.

Aber wir stecken in den Zwängen fest und ziehen mit.

Man kann nur versuchen, die anderen zu verstehen und ganz besonders seinen Kindern auf ihren Lebensweg mitgeben, dass man sich in ihr Leben nicht einmischen möchte, aber dass sie immer wieder nach Hause kommen können, bzw. wenn sie Hilfe brauchen, sich nicht scheuen sollen und sich an uns Alte wenden, denn gemeinsam finden wir bestimmt eine Lösung, auch wenn wir auch nicht frei sind von Fehlern und ihnen die Welt leider etwas „verschandelt" in ihre Obhut geben müssen. Aber vielleicht machen sie es ja besser.

Und wenn wir unsere Kinder wirklich lieben können und ihnen diese Liebe mitgeben, dann kann noch vieles gerichtet werden, ganz bestimmt!   

06.10.2007 um 14:18 Uhr

Von schwirrenden Gedanken und wenig Zeit

von: Haibara   Stichwörter: Gedanken, Dank, Freude, Zeit, Besuch, Häuser

Stimmung: gut gelaunt
Musik: Mama Ana Ahabak (Christina Stürmer)

 

 

Hallo ihr Lieben, 

ich danke euch für euer Interesse an meinem Weblog.  Leider sind mir in letzter Woche so viele Gedanken um die Ohren geflogen und ich habe so viele Berichte gehört und gesehen und so viel nette Gespräche geführt, dass ich erst mal alles in meiner Gefühlswelt ordenen muss, um etwas auf schreiben zu können.

Große Achtung habe ich vor dir, Sternenschein, du schreibst so unglaublich schöne Sachen, die sachlich auch noch hinterlegt sind. Es gefällt mir sehr, wie du denkst und fühlst. Danke!

Ich freue mich auch sehr, weil ich spüre, dass es doch mehr Menschen gibt, die sich mit der Welt, ihren Ursprüngen, Wundern und ihren Problemen beschäftigen, als ich dachte. Das gibt mir wirklich Mut und Kraft, weiter nach dem Sinn meines Lebens zu suchen.

Es ist auch sehr wichtig für die ganze Welt, dass es euch alle gibt! Ich danke euch allen für eure schönen Worte und für das Lesen meiner Beiträge.

Im Moment habe ich allerdings wenig Zeit, um weiter nachzudenken und euch meine Gedanken mit zuteilen, da ich unverhofft ganz lieben Besuch bekommen habe und mich ein bisschen drum kümmern muss.Meine Lieblingstochter ist nämlich da, hurra!

Also, ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und bald werde ich sicher wieder Dinge wälzen, denn ich grübele z.B im Moment, ob Häuser auch so was ähnliches wie eine Seele haben können.Ich spüre da was, aber später dazu mehr.  

Eure Haibara