Auf der Suche nach dem Leben

14.04.2008 um 15:04 Uhr

Was der Mensch angerichtet hat

von: Haibara   Stichwörter: Hunger, Mensch, Macht, Gier, Geld, Teufel

Stimmung: nachdenklich, traurig

Es drohen weltweite Hungerskatastrophen!

Man begründet es mit den gewachsenen Umweltproblemen, z.B. damit, dass man mit Lebensmitteln, die Autos antreiben möchte oder damit, dass es viele Chinesen gibt.

Was sind denn das für Begründungen bitte?

Es gibt jetzt schon so viele Menschen, die hungern müssen. Sie bräuchten es nicht! Es gibt auf unserer Erde genug zu essen für alle Menschen bzw. gibt es die Möglichkeitlichkeit, genügend Nahrungsmittel für alle zu produzieren.

Diese weltweiten Hungerprobleme und die Explosion der Lebensmittelpreise, die ja auch wieder uns betrifft, sind alles selbstgemachte Probleme der Menschen.

(Man kann nie Luft holen, man wird genauso um sein Letztes gebracht, wie im Mittelalter, als der Abgesandte vom Burghof zum Bauern kam und dessen letztes, vom einzigen Huhn, gelegtes Ei noch wegnahm).

Der Mensch allein ist für dieses Elend verantwortlich!

Warum sieht er das nicht ein, beginnt endlich um zu denken und nutzt diese traurige Chance, jetzt endlich, die Lebensmittel billiger zu machen, allen Menschen das Essen und Trinken zu ermöglichen. Jeder Mensch auf der Welt könnte menschenwürdig existieren!

Nein, er sieht es nicht ein. Weil er blind ist. Er sieht bunte Farben und alles was er will, aber das Wichtigste sieht er nicht: den Menschen!

Er hat sich selbst vergessen, von Anfang an. Er hat nie begriffen, was es heißt ein Mensch unter Menschen zu sein.

Der Mensch hat seine eigene Bestimmung durch drei Worte selbst blockiert: Geld, Macht, Gewinn. Diesen ordnet er alles unter. Ich frage mich oft, ob das Geld für Viele der wahre Gott ist.

Manchmal sehe ich auch wirklich eine Teufelsgestalt in Gedanken vor mir, wie sie über die Erde wandelt und den sich gerade entwickelnden Menschen das Geld vor die Füße streut und ihnen zuraunt:

"Macht, Gier, Geld und Gewinn, das sei deines Lebens Sinn!"

Und schwupps nahm er dem Menschen in diesem Moment das Fühlen und drängte seine guten Eigenschaften zurück. Viele Menschen haben aber das Böse in sich besiegt. Sie wurden "gut". Aber sie kamen nie dazu, die Geschicke der Welt zu bestimmen, weil die "Bösen" logischerweise sich durchsetzten.

Das Geld an sich ist nur ein Zahlungsmittel und sicher eine gute Idee, aber was der Mensch wieder mal daraus gemacht hat! Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Es gibt Menschen, die weil sie keins oder wenig haben, kaum noch leben können, sich weniger bilden oder heilen können, oder eben sogar verhungern müssen.

Und andere haben so viel, dass sie gar nicht wissen, was sie damit sollen. Und trotzdem wollen sie immer noch mehr.

Es müsste einfach gerecht verteilt werden.

Das ist das Einfache, was schwer zu machen ist, da der Mensch so ist, wie er eben ist. 

Ich denke, wenn nur noch ein Mensch auf der Welt übrig wäre, würde er bestimmt inmitten seines jetzt ihm allein gehörendem Reichtum der ganzen Erde sitzen und wieder und wieder mit Glitzeraugen sein Geld zählen, bis er verhungern würde.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenShadowfax schreibt am 14.04.2008 um 18:22 Uhr:Leider gibt es ein paar gierige reiche die noch mehr wollen und z.b. damit die obstpreise stabil bleiben nicht die preise senken sondern einen großen teil der ernte vernichten....versteh das einer????? ich kann das alles nicht verstehen - es schmerzt und macht mich unendlich traurig zu wissen das die mittel da wären aber eben einige wenige es nicht zulassen
  2. zitierenkulturellkreativ schreibt am 14.04.2008 um 19:05 Uhr:Dein letzter Satz erinnert mich an einen Gedanken
    aus der Rede von Häuptling Seattle:
    "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss
    vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr
    feststellen, dass man Geld nicht essen kann ..."

    Ich fand ihn so genial formuliert, dass ich ihn
    unter "Texte ... zum Innehalten" in meinen Weblog
    gestellt habe.
    Ich hoffe, es ist dir recht,
    g r u s s , Folker'D
  3. zitierenHaibara schreibt am 14.04.2008 um 22:15 Uhr:Was für ein schöner Spruch von Häuptling Seattle! Den kannte ich noch gar nicht. Irgendwie hab ich wohl in eine ähnliche Richtung gedacht.
    Ich weiß auch nicht, irgendwie habe ich immer Gedanken, die ich schnell aufschreiben muss, sonst sind sie weg. Manchmal sind es viele, viele...und manchmal denke ich, ich sollte sie erstmal ins unreine schreiben und später bearbeiten, aber ich glaube, dass sie dann nicht mehr ganz echt aus meinem inneren heraus gekommen wären, oder?
  4. zitierensternenschein schreibt am 16.04.2008 um 04:44 Uhr:Der Häuptling hatte schon Recht.
    Wir subventionieren unsere Produkte so hoch für den Export, dass sie in den Entwicklungsländern billiger sind als die dort aus heimischer produktion gewonnenen kebensmittel.
    So dass die kleinbauern dort nicht mehr exiastieren können und aufgeben. In die Städte abwandern.
    Wir hätten wohl eher über die Entwicklungshilfe deren Produkte subventionieren sollen, damit die menschne dort leben können und nicht Hunger leiden müssen. denn die meisten Länder könnten für sich selbst sorgen.
    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es genug Nahrung für jeden gibt,nur die gerechte Verteilung ist ein Problem.

    Dazu kommt, dass in den Industrienationen sehr viel Fleisch gegessen wird. So dass viele Nahrungsmittel zum Füttern der Tiere genutzt wird. Dadurch wird Mais, getreide etc. teurer. Denn etliche Kilos davon benötigt es, um ein kilo Fleisch zu produzieren.
    Eine andere Sache ist der Biosprit, der nicht unbedingt zu verteufeln ist. Da die Ölreserven und die Energie so teuer wird.Und die zweite generation an Biosprit aus jeglicher Grünmasse und holzabfälle gewonnen werden kann.
    Nur da schütten wir Nahrung in den Tank, woanders verhungern Menschen.
    Müssen es denn immer Autos sein, mit über 150 Ps..siehe Automesse.
    Und wieviel Sprit wird verfahren, weil die Arbeitswege heute so lang geworden sind. Pendler hier, Pendler da.
    Dadurch steigen ja auch wieder die Benzin, Diesel und Heizölpreise, was zu einer teureren Energie führt und letztendlich, weil auxch für den Anbau von Nahrungsmitteln sowie dessen Transport Energie gebraucht wird, wieder zu höheren Lebensmittelpreisen.

    Die Geldgier ist wohl wirklich bei einigen unermesslich. So hat auch die Immobilienblase in den USA und Europa mit Schuld daran. Als sie platzte, suchten die Anleger andere Formen wo sie ihr geld sicher anlegen konnten, und das waren die Rohstoffmärkte und die Lebensmittelkontrakte, welche auch zu einer Preissteigerung führten.

    Alles nicht schön.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  5. zitierenkulturellkreativ schreibt am 16.04.2008 um 13:38 Uhr:
    Haibara: ... manchmal denke ich, ich sollte sie erstmal ins unreine schreiben und später bearbeiten, aber ich glaube, dass sie dann nicht mehr ganz echt aus meinem inneren heraus gekommen wären, oder?

    Hallo Haibara,
    einmal denke ich, dass wir alle vielleicht unterschiedliche Lebensphasen auch haben, wo das wechseln, sich auch mal verändern kann …
    und es bei dir halt jetzt s o ist …

    Und dann gibt’s vielleicht noch einen anderen Aspekt,
    wenn wir so etwas wie einen Essay schreiben wollen. Bei mir ist das dann so eine Mischung :
    Ich schreibe es auch meistens so in einem Guss heraus .. .. und überarbeite es dann (nicht am gleichen Tag) noch mal –
    indem ich’s dann sowie: „noch mal durch mich durchlaufen lasse“, ein paar mal …
    Meist sind das dann aber gar nicht mehr so viele Veränderungen; nur einige Veränderungen von Formulierungen, auch dass nicht so viel doppelt ist … manchmal fällt mir noch ein Gedankengang ein, den ich irgendwo noch einfüge …..
    Ich glaube, so entwickelt jeder vielleicht seine eigene Art zu schreiben …..
    lieber gruss, Folker’D
  6. zitierenHaibara schreibt am 16.04.2008 um 14:15 Uhr:ja, manchmal ist es besser, etwas aufzuschreiben und es ruhen zu lassen.Der Sinn verfälscht sich wohl nicht und man kann mit einem gewissen Abstand wohl auch erkennen, wenn man sich etwas unverständlich ausgedrückt hat.
    Aber manchmal bin ich mir halt auch sicher,etwas gleich zu schreiben und zu veröffentlichen.Es kommt ganz darauf an, was ich gerade fühle.

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.