Dies und das.... der einzig Wahre!!!!

17.09.2009 um 15:40 Uhr

Polizei stellt Amokläufer in Schule

von: Hedera   Stichwörter: Winnenden, Ansbach, Amokläufer

Ansbach (RPO). Ein 18-Jähriger ist mit einer Axt und Brandsätzen bewaffnet in ein Gymnasium im fränkischen Ansbach gestürmt und hat mehrere Schüler verletzt. Die Polizei hat den Angreifer festgenommen. Dabei fielen Schüsse. Der mutmaßliche Täter ist schwer verwundet, er ist derzeit nicht vernehmungsfähig. Mindestens zehn Schüler wurden bei dem Brandanschlag verletzt. Die Schule ist evakuiert.

Festnahme Bei der Festnahme wurde der Täter durch einen Polizisten mit mehreren Schüssen schwer verletzt und anschließend überwältigt. Die Polizei bestätigte, dass Schüsse gefallen sind, als die Einsatzkräfte den Täter in der Schule stellten, dem Gymnasium Carolinum im fränkischen Ansbach. Wegen seiner schweren Verwundungen Er ist derzeit aufgrund seiner schweren Verwundungen nicht ansprechbar und kann sich deshalb auch nicht zum Motiv des Amoklaufs äußern.

Polizeisprecher sagte, die Schüsse seien offenbar ausschließlich von Polizisten abgegeben worden. Der junge Mann sei um 8.30 Uhr mit zwei Brandsätzen und einer Axt bewaffnet in die Schule gekommen, sagte Polizeisprecherin Elke Schönwald. Mit der Axt soll sich der Täter Zugang zur Schule verschafft haben. Anschließend wirft er Brandsätze. Die Geschehnisse sollen sich im dritten Stock abgespielt haben. 

Zehn Schüler verletzt Insgesamt zehn Schüler sind verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um drei Mädchen und sieben Jungen, darunter auch der mutmaßliche Täter. Eines der Mädchen wurde schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Alle Verletzten befinden sich inzwischen zur Versorgung im Krankenhaus, Lebensgefahr besteht aber bei niemandem. Ein Mädchen wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht, berichtete n-tv.

Ob die Verletzungen der Opfer durch die Brandsätze entstanden oder ob der Täter anschließend in der Schule die Betroffenen angriff, konnte der Sprecher des Katastrophenschutzes zunächst nicht sagen. Nach Angaben der Polizei Mittelfranken handelte es sich bei den Leichtverletzten teilweise auch um Schüler, die unter Schock standen

Laut Polizei stammen die Opfer aus der achten Jahrgangsstufe. Warum der Täter ausgerechnet die 8. Klasse stürmte, das Motiv für die Tat am dritten Tag des neuen Schuljahres in der mittelfränkischen Stadt ist noch unlar. Nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums wurde die Schule mit ihren rund 700 Schülern inzwischen evakuiert. Die Polizeisprecherin sagte: "Alle sind in Sicherheit."

Die Polizeiaktion Die Polizei hat augenscheinlich schnell reagiert. Die erste Warnmeldung sei um 8.35 Uhr eingegangen, die Polizei soll um 8.45 Uhr an der Schule gewesen sein. In ersten Reaktionen heißt es, man habe aus dem Amoklauf von Winnenden gelernt. Anstatt auf Spezialkräfte zu warten seien sofort Beamte aus der nächstliegenden Polizeistation zum Tatort gefahren. Feuerwehrleute und Polizisten haben nach der Festnahme des Täters die Schule durchsucht, um sicherzustellen, dass der Täter allein war.  "Es spricht nichts dafür, dass ein weiterer Täter sich in dem Gebäude befindet", erklärte ein Polizeisprecher.

Der Täter Der Täter ist 18 Jahre alt und Schüler der 13. Jahrgangsstufe der betroffenen Schule, des Gymnasiums Carolinum im fränkischen Ansbach. Die Polizei hatte das Alter des Täters in ersten Meldungen mit 19 Jahren angegeben. Er sollte in diesem Schuljahr sein Abitur machen. Schüler des Carolinums bezeichneten ihren Mitschüler im Bayerischen Rundfunk als "Einzelgänger". Was ihn antrieb, warum der Täter ausgerechnet die 8. Klasse stürmte, das Motiv - all diese Fragen sind noch offen. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchten Mordes erhoben.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 17.09.2009 um 19:01 Uhr:Liebe Hedera,
    ist dieses nicht der wahre Terror, der allgegenwärtige, der uns verunsichert und ein Schatten über unser Leben und unser Vertrauen in die Menschen legt.
    Ich hatte ja bei Winnenden gelesen, dass auch du dir da Gedanken um deine Tochter in der Schule gemacht hattest.
    Ist es nicht dieses alles was uns viel mehr beeinträchtigt, als der offizielle angebliche Terror von aussen?
    Dieser Terror von innen.
    Der im Grunde doch schon beginnt, wenn die "Elster" Fahrräder stibietzt, oder Handys unterschlägt.
    Sich in vielen alltäglichen Situationen fortsetzt.
    Ist es nicht das was unser Leben viel mehr beeinträchtigt als der Terrorismus von aussen?
    Und wo ist der Kampf gegen diesen inneren Terrorismus, der doch mehr oder weniger jeden betreffen kann?
    Ich habe deinen Eintrag mal aufgegriffen um über diesen täglichen allgemeinen Terror etwas zu schreiben.
    Danke dafür.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  2. zitierenHedera schreibt am 17.09.2009 um 21:21 Uhr:Ja, wenn ich dich richtig verstanden habe - ich erwähne es bloß weil ich in letzter Zeit ein wenig auf sämtlichen Leitungen stehe - ist das sicher so, dass der "innere" Terror, der vielfältig für jeden einzelnen sein kann, uns ja direkter betrifft, lösbar sein müßte, sein sollte, damit man gut leben kann. Der "Terror" hier in den eigenen vier Wänden, der reicht mir, das ist richtig. Der Terror, dass die Einschläge auch in unseren Schulen, in unserer Nachbarschaft immer näher kommt, beängstigt. Ich ertappe mich selbst, dass ich, wenn ich abends, wenn meine Freundin gar nicht da ist und ich Autotüren schlage höre, dass ich mich dann frage: ist er wiedergekommen. Mein persönlicher Alptraum ist immer, das meine Freundin nach Hause kommt und feststellt, ihr liebes Kind hat sich ihres großen Flachbildschirm bemächtigt, einfach allem, was sich irgendwie zu Geld machen lassen könnte. Hinzufügen muß ich in diesem Fall, dass mein direkter Nachbar mir gestern erzählte (er war ein paar Tage fort), dass er letzte Woche im Heizungskeller ein paar Flachbildschirme stehen sah - erst gut sichtbar, dann waren sie zugedeckt...er fragte mich noch ob die uns wären -mir oder wohl meiner Freundin. Natürlich nicht...und jetzt sind sie weg.....Wo die wohl herkamen.....wer die wohl weggeschafft hat? Ob sie der Grund dafür sind, dass unser kleiner "Terrorist" das Weite gesucht hat? Lädt er wohl tatsächlich hier schon Diebesgut ab, bzw. lagert es zwischen. Wenn ich ihr das erzähle, dann verzweifelt sie noch mehr. Und doch hat sie den Kampf eigentlich schon aufgegeben. Egal was sie sagt, es interessiert nicht. Und ist es nicht andererseits so, dass junge, mittellose Erwachsene ja auch nicht mehr einfach von ihren Eltern vor die Tür gesetzt werden können? Bis 26 oder wie alt auch immer sie sein dürfen, sind die Eltern natürlich dafür verantwortlich, dass sie ein Dach über dem Kopf haben. Die Kids eine eigene Wohnung? Gerne, wenn sie sie aber nicht bezahlen können, zahlt Mama oder/und Papa. Wenn man das nicht kann, müssen die Kinder/Jugendlichen/möchtegern Erwachsenen halt zu Hause bleiben und man macht sich gegenseitig das Leben zur Hölle........
    Und in diesem Zusammenhang gebe ich dann auch gerne zu: was interessiert mich der Terror woanders, wenn er hier vor der Tür ist? Wenn Leute für Courage zusammengeschlagen und getötet werden, wenn Schüler nichtsahnend ihre Schule betreten und traumatisiert werden, wenn der Terror im eigenen Haushalt nie aufzuhören scheint, was brauch ich dann die Nachrichten aus der großen, weiten Welt....

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