Rehe
Heute morgen war Eva ziemlich früh mit ihren Buschchaoten ins Feld gefahren. Als sie dort ankam, wo sie immer parkt, sah sie auf der benachbarten Pferdeweide 2 Rehe stehen. Als diese das Auto kommen sahen, rannten sie an das entferntere Ende der Weide und wollten sich wohl in Sicherheit bringen. Doch sie trauten sich nicht durch die gezogenen Bänder, auch wenn da kein Strom war. Sie rannten ein paar Mal auf und ab, bis das eine Reh beherzt über die Bänder sprang. Doch das andere Reh traute sich nicht. Das erste Reh lief immer wieder am Zaun entlang, um dem anderen Reh Mut zu machen, doch das blieb lieber auf der Weide. Also sprang das erste Reh netterweise zu seinem Kumpel zurück. Eva hatte sich das ganze angesehen und sich dann aber trotzdem entschlossen, die Hunde aus dem Auto zu lassen. Rehe findet die Bande nicht so interessant. Und so war es auch. Als die erste Spaziergehtruppe aus dem Auto war, fingen sie gleich an, miteinander zu spielen. Die ersten paar Minuten hört man dabei auch schon immer mal ein Bellen oder "kämpferisches" Knurren. Aber kein Blick der Hunde ging zur Pferdeweide. Da sah es auf der Weide schon ganz anders aus. Nicht, daß die beiden Herrschaften sich ängstlich in die entfernteste Ecke der Weide zurückgezogen hätten. Nein, als sie die Hunde hörten, kamen beide neugierig ein Stück näher. Also startete Eva lieber den Spaziergang und die Hunde rannten fröhlich spielend vor Eva her. Als Eva nach einem Rundweg zum Auto zurückkam, waren die Rehe immer noch da. Als diese die Hunde erneut sahen, sprangen beide über den Zaun der Weide und liefen durch ein Getreidefeld weiter auf die Hunde zu. Eva rief die Hunde ran und nahm Primo, Bella und Jessy an die Leine. Tasha würde ohne die anderen nirgends hinlaufen und Jill bleibt eh immer in Evas Nähe. Den anderen Drei traute Eva schon zu, daß sie mal kurz zu den Rehen rennen würden, um Hallo zu sagen, da sie jetzt so nah vor den Hunden waren. Primo würde mit Sicherheit versuchen, Küßchen zu verteilen und da Eva nicht weiß, wie Rehe auf Hundeküsse reagieren, wollte sie das auch nicht ausprobieren.
Eva verfrachtete die Hunde wieder in's Auto und ließ Ronja, Justin und Jeannie für die 2. Spaziergehrunde raus. Auch die schauten noch nicht einmal in Richtung der Rehe und zogen mit Eva los. So auf halber Strecke sah Eva auf einmal die Rehe ca. 100 Meter neben dem Weg laufen, auf dem sie mit den Hunden zurück zum Auto gehen wollte. Also wieder einmal ein Hunde heranrufen und ablegen lassen. Die Rehe liefen knappe 200 Meter neben Eva und den Hunden vorbei, warfen noch einmal einen Blick auf die Vier, um dann endlich im Wald zu verschwinden. Es gab mindestens 3 andere Möglichkeiten, bedeutend schneller und vor allem in andere Richtungen in den Wald zu kommen. Die Rinder, die auf ihrer Wiese standen, schauten auch etwas erstaunt hinter den zwei Weidekollegen her.
Vielleicht haben die Rehe sich ja überlegt, ob sie sich auch ein paar Hunde als Begleiter anschaffen sollen oder sie haben Eva und ihre Chaoten schon so oft heimlich beobachtet, daß sie wußten, weder die Chaoten noch Eva sind eine Gefahr für sie.
