Hier wird der Mensch langsam gequält, hier ist die Folterkammer...
Um wiedermal dem politisch-informativen Auftrag meines Blogs gerecht zu werden: Mein erster Eindruck vom Papst.
Szene: Büro.
Während ich etwas getrunken habe, habe ich auf tagesschau.de nebenbei etwas über den neuen Papst gelesen. Kommt nicht just in dem Moment ein Cheffe rein?! Um also einerseits von dieser Internetaktivität abzulenken und andererseits eine Neuigkeit kund zu tun, kombiniert mit dem Hinweis darauf, dass ich diese Neuigkeit vor wenigen Minuten im Keller erfahren hatte (also noch nicht lange im Internet lesen konnte), formulierte mein Hirn bereits ein "Den Fahrstuhl haben sie jetzt erstmal endgültig aus dem Rennen genommen."
Mein Mund allerdings war zu Späßen aufgelegt, weigerte sich, Befehle des Hirns stur auszuführen und verkündete stattdessen: "Den Papst haben sie jetzt..."
Womit also jeder Versuch zu verheimlichen, dass ich während der Arbeitszeit Tagesschau lese, im Keim erstickt wäre.
Danke, Papst. Ich finde, unser Verhältnis hat schon sehr früh Risse bekommen und ich hoffe, du kannst das in Zukunft wieder wett machen.
Außerdem hat man gestern noch festgestellt, dass die Arbeit, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, nicht meiner tollen Ausbildung entspricht. Aber anders als ich hat man das nicht mit einem "Hm?" quittiert, sondern beschlossen, mich nun wieder an eine andere Aufgabe zu setzen. Ich arbeite jetzt also wieder mit Hirn. Wie ätzend.
Aber BobRoss hat mich völlig zurecht darauf hingewiesen, dass ich in letzter Zeit viel zu viele Alles-doof-Tage hatte. Der heutige Tag also sollte keiner werden.
Sondern ein Argh-Tag.
Zunächst ein Gespräch mit Obercheffe gehabt, wie alle anderen Mitarbeiter auch, zum Kennenlernen. Völlig unaufgesetzt, ungezwungen und unverbindlich natürlich. Wie man das so in einem jungen, dynamischen, modernen, aufstrebenden und motivierten Unternehmen eben so macht.
Also hab ich natürlich wahrheitsgemäß berichtet, dass das Büro toll ist, die Kollegen klasse und ich mich nicht beklagen kann, es also eigentlich gar nichts zu erzählen gibt. Welch Überraschung. Ich tue den Job, für den ich vor wenigen Wochen eingestellt wurde. Wer hätte das gedacht. Kann ich dann jetzt wieder gehen?
Er hat dann aber so lange nachgebohrt, bis ich zögernd zugegeben habe, dass die Arbeit vielleicht auf einen langen Zeitraum gesehen ein klein wenig gleichförmig werden könnte. Liegt in der Natur der Sache, ist halt so.
"Aber das wussten Sie doch vorher."
Argh.
Ja, natürlich wusste ich es vorher und es hat mich nicht davon abgehalten, herzukommen. Und ich gehe auch nicht jeden Tag trübsinnig an die Arbeit weil sie so unendlich schrecklich ist! Ich verlange auch keine andere Aufgabe, weil ich nunmal das tue, wofür ich eingestellt wurde.
Aber du hast gefragt - ich hab geantwortet!
Aaaaargh!
Egal.
Ob ich sonstige Verbesserungsvorschläge hätte, fragte Obercheffe.
Ja, wir seien bei der Einstellung nicht belehrt worden, was Feuer und sonstige Notfälle angeht und ich fände, das sollte man generell als erstes tun, erklärte ich. Es gibt irgendwo Richtlinien dazu, aber ob sich die irgendwer wirklich ansieht, interessiert kein Aas.
Ja, erklärt Obercheffe, das sei bisher nicht so gehandhabt worden, weil das ja irgendwo ein Einschnitt in die Persönlichkeit und Individualität der Mitarbeiter sei und man eigentlich auf die Selbstständigkeit der Leute setze und eigentlich hätte ich ja Recht, aber irgendwie wolle er erwachsene Menschen nicht belehren. Weil wir ja ein junges, relativ unabhängiges und wenig durchhierarchisiertes Unternehmen sind. Und so.
Aha.
Vielleicht fackeln wir irgendwann ab, aber wir werden verdammt gut dabei aussehen.
Woran mich das nur wieder erinnert...
Szene: Büro.
Während ich etwas getrunken habe, habe ich auf tagesschau.de nebenbei etwas über den neuen Papst gelesen. Kommt nicht just in dem Moment ein Cheffe rein?! Um also einerseits von dieser Internetaktivität abzulenken und andererseits eine Neuigkeit kund zu tun, kombiniert mit dem Hinweis darauf, dass ich diese Neuigkeit vor wenigen Minuten im Keller erfahren hatte (also noch nicht lange im Internet lesen konnte), formulierte mein Hirn bereits ein "Den Fahrstuhl haben sie jetzt erstmal endgültig aus dem Rennen genommen."
Mein Mund allerdings war zu Späßen aufgelegt, weigerte sich, Befehle des Hirns stur auszuführen und verkündete stattdessen: "Den Papst haben sie jetzt..."
Womit also jeder Versuch zu verheimlichen, dass ich während der Arbeitszeit Tagesschau lese, im Keim erstickt wäre.
Danke, Papst. Ich finde, unser Verhältnis hat schon sehr früh Risse bekommen und ich hoffe, du kannst das in Zukunft wieder wett machen.
Außerdem hat man gestern noch festgestellt, dass die Arbeit, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, nicht meiner tollen Ausbildung entspricht. Aber anders als ich hat man das nicht mit einem "Hm?" quittiert, sondern beschlossen, mich nun wieder an eine andere Aufgabe zu setzen. Ich arbeite jetzt also wieder mit Hirn. Wie ätzend.
Aber BobRoss hat mich völlig zurecht darauf hingewiesen, dass ich in letzter Zeit viel zu viele Alles-doof-Tage hatte. Der heutige Tag also sollte keiner werden.
Sondern ein Argh-Tag.
Zunächst ein Gespräch mit Obercheffe gehabt, wie alle anderen Mitarbeiter auch, zum Kennenlernen. Völlig unaufgesetzt, ungezwungen und unverbindlich natürlich. Wie man das so in einem jungen, dynamischen, modernen, aufstrebenden und motivierten Unternehmen eben so macht.
Also hab ich natürlich wahrheitsgemäß berichtet, dass das Büro toll ist, die Kollegen klasse und ich mich nicht beklagen kann, es also eigentlich gar nichts zu erzählen gibt. Welch Überraschung. Ich tue den Job, für den ich vor wenigen Wochen eingestellt wurde. Wer hätte das gedacht. Kann ich dann jetzt wieder gehen?
Er hat dann aber so lange nachgebohrt, bis ich zögernd zugegeben habe, dass die Arbeit vielleicht auf einen langen Zeitraum gesehen ein klein wenig gleichförmig werden könnte. Liegt in der Natur der Sache, ist halt so.
"Aber das wussten Sie doch vorher."
Argh.
Ja, natürlich wusste ich es vorher und es hat mich nicht davon abgehalten, herzukommen. Und ich gehe auch nicht jeden Tag trübsinnig an die Arbeit weil sie so unendlich schrecklich ist! Ich verlange auch keine andere Aufgabe, weil ich nunmal das tue, wofür ich eingestellt wurde.
Aber du hast gefragt - ich hab geantwortet!
Aaaaargh!
Egal.
Ob ich sonstige Verbesserungsvorschläge hätte, fragte Obercheffe.
Ja, wir seien bei der Einstellung nicht belehrt worden, was Feuer und sonstige Notfälle angeht und ich fände, das sollte man generell als erstes tun, erklärte ich. Es gibt irgendwo Richtlinien dazu, aber ob sich die irgendwer wirklich ansieht, interessiert kein Aas.
Ja, erklärt Obercheffe, das sei bisher nicht so gehandhabt worden, weil das ja irgendwo ein Einschnitt in die Persönlichkeit und Individualität der Mitarbeiter sei und man eigentlich auf die Selbstständigkeit der Leute setze und eigentlich hätte ich ja Recht, aber irgendwie wolle er erwachsene Menschen nicht belehren. Weil wir ja ein junges, relativ unabhängiges und wenig durchhierarchisiertes Unternehmen sind. Und so.
Aha.
Vielleicht fackeln wir irgendwann ab, aber wir werden verdammt gut dabei aussehen.
Woran mich das nur wieder erinnert...
