In the desert you can remember your name
Heute war in Bonn der angeblich heißeste Tag des Jahres. Mindestens fürs Büro stimmt das, denn drinnen wie draußen waren kuschlige 32°C. Ah.
Aaaah, es ist Sommer. Ich kann's nicht oft genug wiederholen. Sommer! S-o-m-m-e-r! Ist allein dieser Name nicht lyrisch und wohlklingend? Sommer. Flimmernde Luft, wehende Lüftchen, wiegende Platanen, leuchtende Rubinien, streichelnde Sonne.
Hin und wieder beschwert sich der Kreislauf. Pfft. Soll er nur. Ich groove derweilen weiter.
Bei offenem Fenster in der sanften Brise sitzen, Cappuccino schlürfen, Musik hören. Einfach wohlfühlen.
Man hat ja öfter diese Wohlfühlmomente, wenn man morgens aufwacht (Wartet doch erst mal.) und das Kissen liegt genau richtig unter dem Kopf, und man hat sich gerade richtig in die Decke eingekuschelt. Genau dieses Gefühl hab ich im Sommer den ganzen Tag. Eingekuschelt in die Luft.
Ach, hach.

Auf dem Heimweg, nach dem mein Auto den ganzen Nachmittag in der Sonne stand, bin ich mit offenen Fenster gefahren und die warme Luft kam von aussen rein.
Ich zieh mir auf der Arbeit erst mal Socken und eine dicke Jacke an. Ich sah nur: Klimaanlage
Wenn ich nach Hause gehe - laufe ich gegen eine Wand. Ich freue mich über die Sonne.
Wenn wir unsere Arbeitsbedingungen mischen könnten ...