Geschriebene Gedanken

22.07.2008 um 11:59 Uhr

Liebe ist nur ein Wort ...

… für ein Gefühl, das jeder anders erlebt – jeder für sich und mit jedem Menschen wieder neu. Aber ausgerechnet bei diesem umfassenden Gefühl sind wir wohl alle (zumindest zeitweise) auf der Suche nach einer Erklärung, einer stimmigen Definition, die alles einschließt und erfasst.

Fragen über Fragen tun sich in uns auf; wie ein schwer zu bezwingendes Gebirge liegen sie vor uns und warten auf verbindliche Antworten:

 

Wie ist das für dich, wenn du liebst?

Woran erkennt man das?

Wie fühlt sich das an?

Wann ist das Gefühl echt?

Wie lange wird es anhalten?

Was ist der Unterschied zu anderen Gefühlen, die der Liebe irgendwie ähnlich sind?

 

Bei Banalitäten kämen wir wohl nicht auf die Idee, sie stundenlang zu sezieren und nach allgemeingültigen und unumstößlichen Antworten zu suchen – oder?

 

Was genau heißt das: Ich friere?

Woran merkst du das?

Was ist daran anders als sonst?

Wie lange dauert das?

Wann sagst du, was du fühlst?

Wie gehst du damit um?

 

Scheint es nicht geradezu absurd, ein klares Gefühl in alle Einzelheiten zu zerlegen, damit wir es be-greifen können? Wird es nicht genau dadurch immer unklarer – und ist nicht gerade das ganz klar? Denn wenn wir einem Gefühl so dicht auf die Pelle rücken, dann zieht es sich zurück – so, wie wir auch reagieren, wenn uns jemand plötzlich zu nahe kommt und wir diese Nähe weder erwarten, noch wünschen - es stellt damit den notwendigen Abstand zum Verstand wieder her und will nicht vereinnahmt und auseinander genommen werden. Es möchte mit Überlegungen nicht verwechselt werden, seinen unverwechselbaren Charme nicht verlieren, sondern das sein und bleiben, was es ist: EIN GEFÜHL!

 

Wenn unser Verstand zum Gefährten wird, wenn ER begreift, dass man ein Gefühl nicht in Muster, Raster und Kriterien pressen kann, dann können wir erleben, dass Liebe etwas Fundamentales ist – und gerade das Unverständliche daran wirklich mit allen Sinnen genießen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZicklein81 schreibt am 22.07.2008 um 12:09 Uhr:Huch, als ich die Überschrift las dachte ich:"Ne, also das kannst du so nicht stehen lassen, da musst du was zu sagen". Jetzt, wo ich gelesen hab sag ich: Genau :-)
    Alles Liebe,
    Ela
  2. zitierenFledergetier schreibt am 22.07.2008 um 12:54 Uhr:Genau dieses sezieren,auseinandernehmen wird mir zurzeit zum Verhängnis.
    Denn ich muss es begreifen können.Muss wissen ob es echt ist.Doch die Liebe,sie entzieht sich,wie du so gut beschrieben hast jeder genauen Betrachtung.Sie will erkannt werden,ohne vorher gefragt zu werden;Bist du die Liebe.
    Bei mir stößt sie da leider auf Granit. . . ich musste fragen,wer sie ist.Vielleicht ist sie mir dadurch auch schon wieder entwischt.
    Lieben Gruß und danke für die Worte
    Moni
  3. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 22.07.2008 um 13:25 Uhr:Herzlich willkommen bei meinen Geschriebenen Gedanken, Zicklein81 und Fledergetier! "Tierisch" nette Namen, übrigens *zwinker*.

    Zugegeben, der Titel klingt etwas provokant, deine Reaktion kann ich gut nachvollziehen, Ela - um so mehr freut mich das entscheidene "Genau" als Ergebnis! Danke schön!


    Du musst der Liebe nicht wortlos gegenüberstehen, Moni, du kannst sie alles fragen - und manchmal antwortet sie sogar, sogar klar und verständlich, aber eben auf ihre eigene Weise, in ihrer eigenen Sprache und wir sollten schon ein paar Redewendungen dieses "liebesgeflüsters" drauf haben.

    Was sie allerdings nicht mag (wenn ich hier mal stellvertretend in ihrem Namen sprechen darf?), sind eindringliche Verhöre. Misstrauen macht sie scheu, eine neugierige, wissbegierige Haltung kann sie dagegen regelrecht beflügeln - dann offenbart sie sich ganz gern einmal, wenn es ihr auch gerade in den Kram passt ... Eigentlich reagiert sie also so, wie wir uns auch oft verhalten: Sie spürt es, wenn wir sie kontrollieren wollen und den Daumen drauf haben möchten und dann zieht sie sich zurück - schließlich möchte sie uns etwas geben, annehmen müssen wir es/sie nicht; das bleibt unserer Entscheidung überlassen!

    Ich wünsche dir das Feingefühl, sie zum Gedankenaustausch auf dein virtuelles Sofa zu bitten und die Ruhe, zu warten, bis sie kommt.

    Liebe Grüße an euch und herzlichen Dank für euren Besuch und eure interessanten DenkAnstöße - ich freue mich auf/über mehr!
  4. zitierenFledergetier schreibt am 22.07.2008 um 13:43 Uhr:Danke dir,ich kann nicht nur ihre Scheu dafür verantwortlich machen.Auch ich sollte daran arbeiten.Ihr nicht so misstrauisch gegenüber stehen und vielleicht mal ein paar Vokabeln "liebisch" lernen.
    Der Besuch hier wird nicht der einzige bleiben =) Soviel kann ich dir schon mal sagen.
    Lieben Gruß
  5. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 22.07.2008 um 14:30 Uhr:"Liebisch" scheint mir eine der interessantesten FremdSprachen überhaupt zu sein ... sehr verbindlich, in jeder Hinsicht!
    Die Hemmungen bei ihrer Anwendung finde ich ganz natürlich, schließlich ist "Liebisch" nicht unsere Muttersprache - obwohl wir uns in ihr wie zu Hause fühlen können, wenn wir uns trauen.
    Ich wünsche dir den Mut dazu und freue mich, dich hier wiederzusehen, so oft du magst.

    Liebe Grüße
  6. zitierensternenschein schreibt am 30.07.2008 um 23:53 Uhr:Sehr interessante und schöne Gedanken, liebe Lady.
    Liebe will lieben, wir sollten ihr Raum geben um dieses zu können.Mir gefällt diese Fremdsprache Liebisch auch.
    Aber ist es nicht unsere wirklich Muttersprache? vergessen wir nur die Vokabeln, weil wir sie vielleicht zu selten nutzen, nutzen konnten?
    Liebe Grüsse
  7. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 24.08.2008 um 13:20 Uhr:Das kann auch SO sehen, wie du es beschreibst, lieber sternenschein, dass "Liebisch" unsere eigentliche Muttersprache ist - dann würden wir sozusagen bereits mit einer ersten "Fremdsprache" die Kommunikation in Worten mit anderen beginnen ... der Gedanke gefällt mir.

    Vielleicht ist das auch die Erklärung dafür, dass sich Liebende gern wieder jener Urlaute bedienen, die wie sonst nur von menschlichen Frischlingen kennen?????

    Interessant, sehr interessant!
  8. zitierensanji796 schreibt am 15.10.2008 um 09:09 Uhr:ich finde sie hatt recht was ich liebe führ eun gefühl im grunde wissen wier nix über liebe manch leute lieben den anderen wegen geld manche wegen den klamotten aber manche stellen den cara in vorder grund und ich finde wier wissen nix einfach garnichty über liebee bb
  9. zitierenSay_you_Love_me schreibt am 29.03.2009 um 13:18 Uhr:Liebe ist mehr zu geben als überhaupt notwendig ist und mit der person zusamm zuleben obwohl mann seine fehler und macken kennt ...
  10. zitierenCarsten schreibt am 04.07.2009 um 13:25 Uhr:Liebe ist ein Zustand des Moments.
    Jedes Alter beinhaltet Sie.
    geht vorbei man sieht Sie
    und vergist
    oder auch nicht.
    Sie wird gegriffen
    mishandelt,
    probiert , gesucht ,
    gefunden.
    Definiert ausprobiert,
    erklärt und nicht verstanden.
    gelebt,.
    In den Himmel gehoben und gelogen.
    selten im Moment gelebt
    doch jeder hat sie erlebt.
    verloren und wiedergefunden.
    beiseitegeschoben.
    Medikamente dagegen genommen
    und in Depri geflohen.
    Sich Zeit genommen , gehalten versorgt mit Gefühlen zum Ausdruck gebracht.
    Das Leben genossen sich Ihr hingegeben und verloren oder auch nicht
    am Ende ist Sie allein ohne Schmerz und Pein.

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