Des Elbens Leid

30.11.2007 um 23:31 Uhr

Sehnsucht eines Anderen

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches

Musik: Interpol - Cmere

Einem Freund scheint es grad nicht gut zu gehen, was ich so aus seinem Blog entnehm...

Du hättest mal den ConEx nehmen und wir hätten morgen mal zum Raveonettes-Konzert gehen sollen...

Next Time, maybe...

 

 

Sehnsucht 

 

Seit dem Abschied kann ich nicht mehr richtig schlafen.
Die Nächte sind so lang geworden, frag nicht.
Die Kalenderblätter wissen nicht zu fallen;
Die Tage werden immer länger wissen nicht zu enden.
Meine Augen sehnen sich nun nach Dir,
immer das Warten eines Briefes.
Immer die Sehnsucht das Du bald kommst.
Im Moment bist du nicht bei mir.
So weit weg bist Du.
Das ist für mich egal
Einen Tag an dem ich nicht an Dich dachte,
eine Nacht ohne das sich meine Augen nicht tränten,
gab es nicht.
Die Sehnsucht die mich plagt
ahnst Du nicht.

(unbekannt) 

 

 

 

30.11.2007 um 14:42 Uhr

Gnah.... Was war hier schon wieder los?

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

 
Was war das???
 
Ich hasse es...
 
Wenn Mister Blogigo down geht.
 
Gabs etwa ein Update? 

29.11.2007 um 22:33 Uhr

1/2 Liedlein des Tages... Cut City - Like Ashes, Like millions

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

Wer düsteren, melancholischen aber zugleich eingängigen und wunderschönen Post-Punk ala Interpol oder Editors liebt...

muss...

ja, muss, sie mögen...

Cut City - sehr nett anzuhören,

mit lauter Anleihen,

aber doch ganz eigenem Stil.

Das Erstlingswerk "Exit Decades" ist mehr als eine Hörprbe wert

(hier mal der Link zur MySpace-Seite --> klick )

Ich will nur noch solche Gitarren hören... Fröhlich

29.11.2007 um 21:27 Uhr

... hoch 10

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

Musik: Sigur Ros - Hljomalind

Sie blicken voller Gefühl und Sehnsucht,
eine Sehnsucht die auch ich spüre…
 
Braune Augen sind warme Augen...
voll Glanz...
und Schönheit.
 

29.11.2007 um 14:15 Uhr

Die heutige Zeit...

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches

Ein großartiger Text, den ich Euch nicht vorenthalten will...
 

Die heutige Zeit...
 
Eines Tages hatte die Barmherzigkeit mal wieder Langeweile also beschloss sie ein paar alte Freunde einzuladen um eine Kaffeeklatsch zu veranstalten. Zuerst rief sie den Zweifel an, da sie wußte das er lange brauchte um sich zu entscheiden.

Zweifel : „ Hm... Ja? Hallo? Hier ist... Zweifel“

Barmherzigkeit: "Hallo mein lieber Zweifel!! Ich hab mir überlegt ein Kaffeetrinken für alle zu veranstalten , hast du Lust zu kommen?“

Z.: „Oh.... Hm ja! Nein? Ich weiß nicht... Habe viel zu tun, die Menschen brauchen mich. Doch ich würde schon gerne kommen ähm...“

B.: „Ja alter Freund, wenn du magst sei um 4 bei mir .“

Schmunzelnd legte die Barmherzigkeit auf danach rief sie die Liebe und den Wahnsinn an, beide versprachen zu kommen ebenso der Ehrgeiz und sogar die immer beschäftigte Eile versprach vorbei zu kommen. Doch, die Barmherzigkeit wäre nicht die Barmherzigkeit würde sie nicht auch den Hass und den Neid einladen.

Sie begann mit den Vorbereitungen nachdem sie auch den letzten Anruf beendet hatte. Kuchen musste gebacken und Kaffee gekocht werden, nach einiger Zeit kam dann der erwartete Anruf; „Hallo hier ist die Neugier! Hab gehört du veranstaltest eine Party???“

B: „Naja, so etwas ähnliches. Du kannst gerne kommen!“

N: „Oh ja, gerne! Gibt es auch Kuchen?„

B: „Durchaus"

N: „Und Kaffee?“

B: „Ja“

N: „Kommen auch alle?"

B: „Ja, und jetzt muss ich auflegen damit ich fertig werde mit den Vorbereitungen! Tschüss bis nachher Neugier!“

N: „ Tschüüüüüüüüüüüüüüüüüsss! Ach ja! Was ziehst Du an?“

Schnell legte die Barmherzigkeit auf, sie kannte sich zu gut und wußte das sie der Neugier sonst alle Fragen beantwortet hätte und dann nicht fertig geworden wäre.

Gegen 4 Uhr trafen alle Gäste ein und sie saßen gemeinsam um den gemütlichen Tisch im Wohnzimmer herum. Der Neid und der Ehrgeiz saßen dicht zusammen, auch wenn sie es nie zugeben würden die beiden verband etwas, der Zweifel und die Eile saßen weit auseinander sie verstanden sich nicht sonderlich. Der Hass saß links neben dem Wahnsinn der der Liebe nicht von der Seite wich, dass war so seit die Liebe bei dem Unfall blind geworden war. Die drei unterhielten sich angeregt:

Hass: „Ich hasse es! Nein , nein! Ich mag es ganz und garnicht! Ständig werde ich gebraucht imme rund überall , Brüder hassen Brüder . Mütter verschwören sich gegen ihre Töchter! So anstrengend ! Ich hasse es! Nein , nein ! Ich mag es überhaupt nicht!“

Liebe: „Oh ja! Die Welt ist wahrhaft grausam geworden. Ständig werde ich missbraucht und ausgenutzt . Verleugnen tun mich die Menschen! Wahre Liebe ist selten geworden alles zerbricht!“

Wahnsinn: "Ja, recht habt ihr schrecklich ist es. Doch das schlimmste ist gegen mich gehen sie an! Ständig werde ich eingesperrt, krieg Beruhigungsspritzen und werde von komischen reichen Leuten belabert ( Umgangssprache ) die sich „Psychiater“ nennen und solange auf mich einreden bis ich freiwillig verschwinde!“

Die Barmherzigkeit seufzte und während sie dem Neid ein neues Stück Kuchen auftat weil er eifersüchtig auf den Teller vom Zweifel guckte der sich nicht entscheiden konnte an welcher Seite er anfangen soll zu essen sagte sie:

„Euch braucht man wenigsten! Von mir will keiner was wissen , überall stoße ich auf kalte Herzen so selten kann ich durch ein vereistes Gemüt dringen!“

Eile: „ Ich werd ständig gebraucht, dass ist mein Zeitalter! Jeder und alles eilt nichts kann warten. Ich liebe es! Doch manchmal wird sogar mir, der Eile selbst diese Hetzerei zuviel... wahrhaftig die Welt heute!“

Neugier: „Wo ist eigentlich unser Freund der Frieden?“

Ehrgeiz: „Ein wirklich trauriges Schicksal ereilte sie! Arbeitslos ist sie geworden nichts zu tun hatte sie, deswegen ist sie ausgewandert sie sucht sie eine andere Welt wo sie es vielleicht einfacher hat . Ich habe Glück auch ich werde wie die Eile oft gebraucht und geb mir Mühe allen gerecht zu werden!“

Neid: „Du hast ja soooooooo Glück! Ich lauf dir immer nur hinterher! Überall wo du auftrittst bin ich Dein Gegner! Ich will nicht mehr will auch so sein wie Du!

Ehrgeiz: „Ja das versteh ich wohl! Doch ich werd noch höher hinaus, will weiter kommen!“

Barmherzigkeit: „ Unser Freund der Hochmut lässt grüßen“

Die Truppe lachte nur nicht der Zweifel der grübelte weiter welche Seite wohl besser schmecken würde.


Der Nachmittag verging und sie unterhielten sich noch lange doch irgendwann war der Tag zuende. Die Barmherzigkeit packte der Eile noch ein Stück Kuchen für unterwegs ein und gab dem Neid gleich eines mit. Und dann verabschiedeten sich die Freunde und gingen jeder seinen weg , jeder ging seiner Arbeit nach die für einige sehr anstrengend war und hofften , dass sie bald wieder einen so schönen Nachmittag miteinander verbringen könnten.
 
 
 
Quelle:
 
KLICK MICH

28.11.2007 um 22:45 Uhr

HowTo: Video-Einbettung in Blogigo-Beiträgen

von: elrenluthien   Kategorie: .HowTo

Musik: Cut City - Manouvres und jede Menge anderes Zeugs, so'n Howto dauert udn dauert und dauert...

Da hier ja immer wieder die Frage nach Videoblogging hochkommt und Blogigo.de sich bei diesem Thema bisweilen ein wenig zickig hat, hab ich mich entschloßen mal schnell eine kleine Anleitung für die zu schreiben, die es nicht hinbekommen bzw. garnicht wissen wie das geht.

Wichtig vorab: verweist in Eurem Blog immer darauf das Ihr für den Inhalt externer Links nicht die Verantwortung übernehmt. Ich weiß nicht inwiefern das bloße Verlinken von Musikvideos rechtssicher ist oder ob man nicht schon deswegen eine saftige Abmahnung kassieren könnte. Ihr wißt sicher, die Musikindustrie befindet sich auf dem Kriegpfad mit jedwedem Internet-Anwender und stempelt jeden als Verbrecher ab und verlangt horrende Abmahngebühren für nichts und wieder nichts...

Für Schäden, kaputte Blogs, tote Tiere und andere Unpässlichkeiten übernehme ich keine Verantwortung. ;-P

Dann mal los.

Um Videos in Blogeinträge einzubetten geht man wie folgt vor: Man öffne den Internet Explorer ab der Version 6 (das ist das Ding was die meisten Unbedarften für "Das Internet" halten) gebe seine Blogadresse in die Adressleiste ein und melde sich mit seinem Benutzernamen und Kennwort an.

Merke:

den Internet Explorer nehmen

und nicht Firefox,

und auch nicht Opera (nungut, bei dem hab ichs noch nie getestet),

um nur mal einige der alternativen Browser genannt zu haben. ;)

Dies war jetzt ein kleiner Seitenhieb an meinem Kollegen, dem ich die ganze Chose erklärt hab und der dann 3 Tage später meinte: "Ich hätte Dir mal zuhören sollen... Ich hab da noch die halbe Nacht dran rumgefummelt und es funktionierte und funktionierte nicht! Bis mir einfiel das Du ja sagtest ich solle bitteschön den Internet Explorer nehmen. Ich hab den Firefox dann mal zugemacht..." :-P )

(Mit einem Klick auf die Bilder werden diese vergrößert.)

Wenn man eingeloggt ist und sich in seiner Adminoberfläche befindet erstellt man über die bekannten Buttons in der Menüleiste einen neuen Blogeintrag, gebe dem kind einen Namen, verhaue das ganze dann noch in eine Kategorie, Stimmung, Musik, etc pp.

Dann noch einen netten Text verfassen, je nach Laune und Stimmung noch formatieren, bspw. mit Schriftarten und -größen, Fett/Kursiv, Absätzen usw.:

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil, Ihr schaut Euch auf Youtube oder ähnlichem nach einem netten und qualitativ passigen Video um. Ihr seht rechts eine Box mit dem Autor, einem Kommentar und allerlei anderen Zeugs, unter anderem auch einen schon vorgefertigten HTML-Code zum Verlinken und Einbetten für andere Websites:

Den "Einbetten"-Code müsst Ihr nun mit linken Maustaste komplett markieren und mit einem Rechtsklick per dem folgendem Kontextmenü, oder alternativ mit der Tastenkombination Strg+C, in die Zwischenablage kopieren:

Jetzt öffnen wir in unserer Blogigo Werkzeug-Leiste den HTML-Editor, dort sieht man den ganzen Artikel in HTML-Code:

Nun setzen wir den Cursor am besten unter den Text und kopieren den "Einbetten"-Code per Rechtsklick --> "Einfügen" (Kontextmenü) oder per Tastenkombination Strg+V in den HTML-Editor:

Jetzt müssen wir den Code so bearbeiten das der Internet Explorer und auch Blogigo das frisst.

Der HTML-Code des Videos muss so beschnitten und abgeändert werden das nur noch die <embed>-Tags stehen bleiben. Die Zahlen hinter Width und Height geben die angezeigte Länge und Breite in Pixel des Videos später im Blog an und können auch noch angepasst werden. Für meinen Blog brauche ich bspw. immer 375x325 oder sowas in der Richtung. Hier nun der Code wie er im HTML-Editor aussehen sollte:

Wenn der Code soweit korrekt ist das Ganze mit einem Linksklick auf "Aktualisieren" bestätigen.

Wenn alles gut gelaufen ist solltet Ihr das Video im WYSIWYG-Editor markieren können, mit einem Doppelklick wird es angezeigt. Es kann dann noch entsprechend formatiert werden bspw. Platzierung in der Mitte, Absatz-Einfügung oder ähnliches:

So sieht ein Video dann im fertigen Blog aus:

Wenn alles zur Zufriedenheit ist wird der Blogeintrag mit einem Klick auf den "Veröffentlichen"-Button fertiggestellt.

Nun könnt Ihr Euer Kunstwerk begutachten und Euch freuen:

  

Ich hoffe ein Stück geholfen zu haben, Danksagungen und Rückmeldungen obs geklappt hat sind gern gesehen. :D

Viel Spass beim Video-Basteln.

.elrenluthien

27.11.2007 um 22:29 Uhr

Konzertbericht, die Dritte... Interpol supported by Blonde Redhead, Columbiahalle, 17.11.2007

...und nur für den Kollegen und mich gehts weiter in der Setlist.

MAMMOTH

Orgasmus-Song!

NO I IN THREESOME

Wunderschön...

 

SLOW HANDS

ein Knaller!

"...I love you

Can you see what you've done to my heart
And soul?
This is a wasteland now."

 

REST MY CHEMISTRY

 

 

THE LIGHTHOUSE

Mein persönlicher Höhepunkt des Abends. DAS hatte ich nicht erwartet. Lighthouse ist kein Song den man eigentlich live spielt. Sie taten es trotzdem. Und es war großartig. So schön...

Daniel Kessler in fahlem blauem Licht, seine Gitarre anbetend, die Bühne leergefegt.

Nur er und der Klang, ein Augenblick der das Blut in den Adern gefrieren ließ, das meine zumindest. Dieser Mann ist ein Gott.

Paul Banks, stößt dazu, weint die Lyrics.

Dann das Finale... 

Einmalig.

Beim ersten Hören dieses Liedes, welches am Schluß des aktuellen Albums positioniert ist und wohl schon die Vision von Interpol von morgen darstellt, dachte ich "Nanu?". Doch dann entpuppte sich dieser Titel als echter "Grower", welcher einem nicht mehr aus dem Hirn geht. Gerade weil der geneigte Hörer so fragend hinterlassen wird und nochmal auf eins drückt, steht doch dort "Pioneer to the Falls" wie zur Abholung bereit.

Ja, experimentell gerät der Abschluss dieses Meisterwerks mit „Lighthouse“, einem Klagelied von ungeheurer Intensität. Der rätselhafte Ausklang eines Meisterwerks, an dessen Ende uns trotz aller Düsternis ein Licht aufgeht. Wir sind die Gazelle, gefangen zwischen den Fängen zweier Löwen, dieses Bild zeigt uns das Cover, hoffnungslos verloren in dieser Musik, die verführerisch den Weg zum Abgrund beleuchtet. Und wer jetzt nicht springt, springt nie.

"Here I've been losing and living within/angerly urgent and sinking again/the lighthouse"

(Ich hoffe das Video kann in etwa nachempfinden wie es war, was besseres gabs leider nicht... :-/ ) 

Der schönste Moment der Show, schon allein deshalb hat es sich gelohnt...

Und damit verbleibe ich mit besten Grüßen und wünsche einen schönen Abend.

Fortsetzung folgt...

.elrenluthien

27.11.2007 um 19:17 Uhr

1/2 Liedlein des Tages... Sigur Rôs - Staralfur

von: elrenluthien   Kategorie: .Musikalisches

Musik: Sigur Ros - Staralfur

Ich verstehe kein Wort von dem was dort gesungen wird,

wohl erkenne ich aber die Energie dieses Liedes und der Musik von

Sigur Rôs.

Ich schließe die Augen...

Lasse mich treiben...

Ein klarer blauer Himmel...

Blattlose Bäume...

Eine orangene Sonne geht auf...

26.11.2007 um 23:10 Uhr

1/2 Liedlein des Tages... The Organ - Brother

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

Musik: The Organ - Brother

Ach, zu schade das es die nicht mehr gibt...

Aufgelöst... :(

 

25.11.2007 um 22:51 Uhr

Das Ende einer Liebe

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches


Das Ende einer Liebe

Das Ende einer Liebe,
ist die Vorraussetzung
für den Beginn einer neuen,
ist der Grund
von Traurigkeiten und Enttäuschung,
ist der Zusammenbruch
einer guten Vergangenheit
und das Zögern vor dem Aufbau
einer besseren Gegenwart.

 

(unbekannt) 

25.11.2007 um 21:57 Uhr

... hoch 9

von: elrenluthien   Kategorie: .Gedankliches

Musik: Lost Prophets - We are Godzilla You are Japan

 

Ich würde mich gerne

geistig mit Dir duellieren,

leider stehst Du mir

waffenlos gegenüber.

 

 

Gastkommentare gibts ab sofort nur noch mit Freigabe,

Beleidigungen gerne,

aber...

nur auf sachlicher Basis und mit lesbarer Rechtschreibung und Grammatik, das was hier kam war ja eine Beleidigung fürs Auge und ist sofort in den Mülleimer geflogen, wie auch jegliches zukünftiges dummes Geschwätz.

 

Alle anderen sind, natürlich, weiterhin herzlich willkommen.

 

Ich wünsche einen superschönen Sonntag-Abend allerseits. :) 

24.11.2007 um 17:18 Uhr

... hoch 8

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

Musik: Kissogram - Girl in my Shower

 

Dann werde ich mir mal auswärts

das Wochenende vertreiben,

reden,

lachen,

tanzen,

schlafen,

in einer fremden Stadt,

in einem fremden Bett

oder der fremden Couch.

Mal sehen, was mich erwartet,

es kann nicht unangenehm sein...

 

 

24.11.2007 um 14:45 Uhr

Cernunnos

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches

Musik: Faun - Cernunos

Zaghaft reckt am Rand der Welt,
die Sonne sich nach den Sternen
und friedlich lag im ersten Licht unser Dorf
und da leis uns der Morgen
eine Ahnung des kommenden Tages flüstert,
fand eine Spur sich unweit der Hütten,
die eines prächtigen Hirschen war
und lohend Richtung Wald sich wand.
In ihrem Angesicht ahnten wir:
Prachtvoller war dieses Tier,
als jedes das bis zu diesem Tag wir erjagten.
nach Jagdruhm, Sieg und Trophäe trachteten wir,
waren, bevor noch am Himmel die Sonne stand, in Waffen.
Und auf den frühen Nebeln des Tages reitend
verließen wir Jäger das Dorf.
Zu jener Stunde noch waren wir viel,
ausgezogen den Wald zu erobern,
unser Jagdglück zu suchen im Zwilicht des Morgens.
Und zwischen wispernden Blättern,
von Baum zu Baum eilten wir,
schweigend die Blicke auf des Hirschen Spur geheftet.
Seltsame Schrift in Blatt und Sand, fremdartige Worte,
denen wir folgten ohne sie zu verstehn.
Der Wald war ein einziger Schatten,
in dem Fragen und Antwort gleichsam sich bargen.
Wir aber sahen einzig die Spur,
an deren Ende die mächtge Trophäe wir wähnten.
Kraftvoll blieb der Beute Schritt
und weit, weit maß ihr Huf.
Dies war die Zeit zu sein und zu werden
und diese Jagd sollt keiner gleichen,
die bis zu diesem Tag wir gewagt.
Und keinem andren Tiere dies,
welches den Wald durchzog als wollte es ihn zeichnen.
Leis flüstert vom Waldesgrund uns seine kraftvolle Spur,
dass im Gefolge dieses Hirschen ein Rätsel sich befand,
das prachtvoller noch war als er selbst.
Einige von uns flohen dies Geheimnis,
erschöpft gaben andere auf
und kleiner ward mit jeder Stunde
der Jagdgefährten Zahl.
Das Laub aber flüsterte heller
mit jedem der den Wald verließ,
beinah als verlacht uns das Dickicht.
Bald, da der Tag dem Abend sich nahte,
der Schatten des Hungers längst die Mienen verdunkelt,
waren einzig zwei noch geblieben.
Und einer der beiden war ich.
Auf einer Lichtung,
an deren Grund der Abendsonne Schatten,
in die fremden Spuren sich mischte,
standen schließlich wir ihm gegenüber,
Jenem prachtvollen Hirschen
mit seinem Huf voll Geheimnis.
Sein Blick kreuzte den unseren,
her fiel durch sein prächtiges Geweih
das letzte Licht des Tages.
Und in stummer Ehrfurcht erstarrten wir,
die wir gekommen waren ihn zu besiegen.
Wie noch hätten wir es vermocht ?
Wir standen Aug in Aug mit Gott,
die Luft erfüllt von flirrendem Wunder
und vergessen Jagd und Ruhm.
Da fiel der Bogen des letzten Gefährten
und er floh Hirsch und Wald, heim ins Dorf.
Bloß ich war noch geblieben,
der ich im silbernen Auge des Hirschen
mich selber gewahrte.
Wie seltsam war was ich schaute,
Wie seltsam was ich erkannte.
Jäger war ich gewesen und nun mehr Beute geworden.
Am Ende der Jagd stand ich selbst,
war meiner eigenen Spur gefolgt,
vom Morgen bis zum Abend,
Hatte sie rätselhaft geheißen
und nicht von ihr lassen können.
Wie hätt' ein andrer an meiner statt hier stehen können?
Ich stand mir selbst gegenüber,
der Speer in der Hand blanker Hohn
verschwunden der Hirsch,
geblieben bloß ich.
Aus meinen Schläfen spross sein Geweih
und im letzten Licht der Sonne stand ich.
Nicht Jäger noch Beute.
bloß ich,
meine eigene Trophäe mir.
Ein Schmuck den niemand sehen
und den niemand wissen würde.
Ins Dorf würde ich heimkehren als einer von Vielen,
dem die Götter vermeintlich nicht hold gewesen.
Ich aber war auf einer höheren Jagd
und habe, ohne einen Speer zu schleudern,
die höchste Huld der Götter mir erstreben.

(Faun - Cernunnos)

 

Erklärung:

 

Herr der Tiere, der Fruchtbarkeit und der Krieger

Cernunnos ist der Gott des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Krieger. Er ist der Herr der Tiere und der heiligen Jagd, dessen Leben geopfert werden muß, damit neues Leben entstehen kann. In der linken Hand hält er die Urschlange, Zeichen für die Erdkräfte und die Mutter Göttin, deren Sohn und Liebhaber er ist. Wie die große Göttin so hat auch der große Gott mehrere Gesichter oder Aspekte. Er erscheint uns einmal als der 'Grüne Mann', Herr der Wälder, ein anderes mal als der 'Gehörnte Gott', Herr der Tiere und der Jagd, der ein Hirschgeweih als Zeichen seiner Kraft, Fruchtbarkeit, Leidenschaft, Lebenslust und Erdverbundenheit trägt. Manchmal wird er aber auch wie der griechischen Satyr- Gott Pan als Mann mit Bocksfüßen dargestellt. Dies ist sein dritter Aspekt, das Symbol der männlichen Zeugungskraft und erotischen Energie. Im Zuge der Zwangs- Christianisierung und Hexenverfolgung wurden die alten Götter 'verteufelt' und aus diesem wilden Gott der Lebensfreude der bocksfüßige und gehörnte Satan gemacht.

23.11.2007 um 19:20 Uhr

1/2 Liedlein des Tages... Feist - My Moon, My Man

von: elrenluthien   Kategorie: .Musikalisches

Musik: Feist - My Moon, My Man

Rrrrrrrrrrrrrrrr, Frau Feist ist großartig!

Da kriegt man glattweg gute Laune...

22.11.2007 um 23:07 Uhr

Konzertbericht, die Zweite... Interpol supported by Blonde Redhead, Columbiahalle, 17.11.2007

von: elrenluthien   Kategorie: .Konzerte   Stichwörter: Interpol, supported, by, Blonde, Redhead, Columbiahalle, 17, 11, 2007, our, love, to, admire, tour, live

...und was kam war an konzertechnischer Schönheit und Perfektion kaum zu überbieten. Wir genossen eine große Show mit einer Band in Topform. Die Setlist enthielt alle "Hits", favorisierte dabei aber keins der 3 Alben. Paul Bank's Stimme klang ausgesprochen gut (das war nicht immer der Fall, hatte ich doch vorher schon den einen oder anderen Mitschnitt gehört, immer sehr der Tagesform entsprechend), Dan Kessler bereitete mit seiner Gitarre einen vitalen Pfad für die Kompositionen, Sam Fogarino's Drums, perfekt, während Carlos Dengler immer wieder Highlights am Bass setzte. All dies zusammen zeigte Menschen die sich untereinander verstehen und genau wissen was sie live bieten wollen.

Und, verdammt, die Soundkulisse klang so gut, so rund. Die Lichtshow tat ihr übriges um eine stimmungsvolle Athosphäre zu erzeugen. Das Publikum war energiegeladen und weinte, sang und tanzte jeden einzelnen Song mit.

Setlist:

PIONEER TO THE FALLS

Die ersten Kesslerschen Gitarrenriffs erklangen...

...und gleich in den ersten 5 Minuten brach uns Mister Banks das Genick, mit dem Opener des aktuellen Albums, zweifelsohne eines der Highlight des Werks und einer der größten Tracks von Interpol überhaupt:


OBSTACLE 1

Sie brachen uns das Genick um uns im nächsten Moment hochzuhelfen. Großartige Gitarren, großartige Drums.

"But she can read, she can read, she can read, she can read, she's bad
Oh, she's bad!!!"

 

NARC

Eins der ganz Großen...

"Oh, all your history's like fire from a busted gun" 

 

 

C´MERE

Ich liebe es, ein wütendes Liebeslied, mit einem der genialsten Gitarrenriffs...

"You said today, you know exactly how I feel
I had my doubts little girl
I'm in love with something real
It could be me, that's changing!" 

 

 

THE SCALE

noch so ein Genickbrecher...

 

 

dann, und das solls für heut erstmal gewesen sein mit

SAY HELLO TO THE ANGELS

als kleinen Gute-Nacht-Gruß. :D

Gute Nacht, Fortsetzung folgt...

.elrenluthien 

22.11.2007 um 00:10 Uhr

Konzertbericht, die Erste... Interpol supported by Blonde Redhead, Columbiahalle, 17.11.2007

von: elrenluthien   Kategorie: .Konzerte   Stichwörter: Interpol, supported, by, Blonde, Redhead, Columbiahalle, 17, 11, 2007, our, love, to, admire, tour, live

Stimmung: Ich geh noch immer 2 Meter überm Boden...
Musik: Interpol - Lighthouse

Interpol - vor etwa einem Jahr hörte ich diese Band das erste mal. "Leif Erikson" kam über einen "Ähnliche Künstler wie Placebo"-Stream von LastFM.de. Der Anfang einer Liebe...


Ich habe eine Musik-Macke, das gebe ich zu, doch gibt es wenige Bands und Künstler, die es bis ganz tief hinein schaffen, in mein Herz. Bis vor kurzem waren das noch Placebo, die für jede Gelegenheit , jede Stimmung, das passende Lied parat hatten. Sie sind noch immer da mit ihren frühen Melodien, ihrer Theatralik, ihrer Melancholie. Doch das letzte Album "Meds" hatte nicht mehr die Durchschlagskraft ihrer früheren Werke, ein grandioses Konzert konnte darüber nicht hinwegtäuschen...

Und dann kam Interpol...

Mit "Leif Erikson"...

Ausgerechnet.

Einem Song, bei dem alles passt, dem nie die Ideen ausgehen, der an Genialität und Perfektion kaum zu überbieten ist, den man wohl kaum "über"hören kann.

Die Textzeile:

"She feels that my sentimental side should be held with kids gloves.
But she doesn't know that I left my urge in the icebox..."

wird sich wohl für immer und ewig in mein Hirn gebrannt haben.

 

Und dann kam Interpol...

Diese Indipendent-Band aus New York, deren Alben "Turn on the bright lights", "Antics" und ihrem neuestem Werk "Our love to Admire" Gesamtkunstwerke allererster Güte darstellen.

Daniel Kessler'sche Gitarren-Ouvertüren, die einem eine Gänsehaut über den Rücken jagen,

Carlos Denglers formidables Bassspiel, der als Motor und Triebkraft gilt und dessen Zündkerzen nie zu erlöschen scheinen,

Sam Fogarino am Schlagzeug, der dem ganzen etwas PostPunk beimischt,

und nicht zuletzt die Stimme von Sänger Paul Banks, in dessen Welt, wie er sie besingt, der Himmel nachts schwärzer als im Jetzt zu sein scheint und der Tag unterscheidet sich davon nur in Nuancen. Sterne mag es wohl länger schon keine mehr geben und für Wettervorhersagen bleibt kein Platz. Denn Regen ist hier Dauerzustand, der nur selten vom Nebel unterbrochen wird. Eine fordernde Kälte liegt dabei in Banks Stimme, deren Fundament jedoch mehr aus Stolz, als aus ignoranter Ablehnung oder unterschwelliger Larmoyanz gegossen sein mag.

Das ist es, was diese Band auszeichnet: Die moderne Lyrik von Paul Banks, die in ihrer Metaphernfülle immer eine Mehrzahl an Interpretationsmöglichkeiten offen hält. Und trotz aller poetischer Darkness, die er in energischer Weise in den Vordergrund hebt, wird sie von den darunter schwebenden Instrumenten auf melodramatischen Wogen getragen und immer wieder aufgefangen. Wenn das Gemüt auch von dunklen Wellen umflutet wird, die es fast zum Ertrinken ins Meer betten, strahlt immer irgendwo von fern der Leuchtturm einer rettenden Insel dieser schiffbrüchigen Seele entgegen, um das Schwarz aus dem Nachthimmel zu nehmen.

Nun begaben sich die 4 New Yorker anläßlich der Veröffentlichung von "Our love to admire" auf Welttournee, mit Zwischenstation Columbiahalle Berlin am 17.11.2007.

Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Erst wollte ich alleine gehen, weil niemand so recht mitwollte, aber, zu meiner Überraschung, gesellte sich spontan mein Leipziger Kollege dazu, setzte sich Freitagnachmittag in den Zug und kam angerappelt. Es war ein herrausragendes Wochenende mit viel Humor, einer durchzechten und durchtanzten Freitagnacht (der 18 Jahre alte Whiskey mußte weg und eine Menge Cuba Libre wartete auf uns.

Und es war durchgeplante Perfektion, die wir am Samstag sahen, eine 3 Stundenshow (inkls. Vorband), die keine Wünsche offen gelassen hat und mich absolut sprachlos zurücklässt...

Der Support Blonde Redhead fing mit ihrer Präsentation das perfekte Interpol-Feeling bereits ein. Ähnlich im interpolischem Stil, beklatscht und bejubelt, absolut gelungen.

Um 21.30 Uhr war es denn endlich soweit...

In gedämpften Licht, begleitet von einem sehr schönen Intro und dem Albumcover im Supergross-Format betraten sie die Bühne.

5 hochgeschlossene Herren in Anzügen und Hemden/Krawatten (Ein Keyboarder als musikalische Unterstützung hatte sich dazugesellt)...

 

 

Fortsetzung folgt...

21.11.2007 um 22:30 Uhr

Distanz...

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches

Distanz

 

Distanz, ich habe sie wieder.

Diese Dinge die ich nie deuten konnte.

So verlasse ich den Tatort.

Liebling, was ging kaputt?

Wollten nicht mehr zusammen sein.

So gehe ich, solang ich noch kann...

Unerschrocken,

Meine Träume behalten den Einfluß auf mich.

Meine Führer, wenn ich nicht sehen kann.

Ich bin dort.

Dort wo ich hinwollte.

Dort wo ich sein sollte.

 

 

.elrenluthien

20.11.2007 um 23:59 Uhr

... hoch 7

von: elrenluthien   Kategorie: .Lyrisches

 
Die gesunde Trauer ist wie der Schweif eines Kometen:
Sie erlischt im Schein der aufgehenden Sonne.
(Bodo Braeuer)
 

20.11.2007 um 16:27 Uhr

Die 4000 voll... DANKE!

von: elrenluthien   Kategorie: .Apokalyptisches

Stimmung: supi

Heute ohne großes Trara, ohne große Musik, ohne bunte Bildchen.

 

Ein 

DANKE!!!

 

für 4000 Besucher,

für alle die das hier mögen, 

für alle die, die verstehen,

die sich interessieren 

und 

für alle die so fleißig kommentieren.

Aber auch,

für die die absolut nichts damit anfangen können,

aber trotzdem ab und an hier landen.

Und auch

für die die mich nicht mögen

und absolut nichts und alles grundsätzlich falsch verstehen (wollen).

Ich danke Euch allen.

 

19.11.2007 um 23:44 Uhr

1/2 Liedlein des Tages... Blonde Redhead - 23, Blonde Redhead - The Dress

von: elrenluthien   Kategorie: .Musikalisches

Musik: Blonde Redhead - 23, Blonde Redhead - The Dress

Sie waren die Support-Band zu Interpol.

Man hätte sich niemand anderes wünschen können...

Sie bereiteten den Weg für ein grandioses Konzert...

Mit ihren Melodien...

und Sounds...

So beeindruckt war ich das letzte Mal von den Howling Bells beim Placebo-Konzert.

Hervorragende Musik und ganz sicher mehr als einen Blick wert...