Ich
war ja nun am Wochenende für ein paar Stunden in Deutschland. Am
Sonntagnachmittag auf dem Rückweg gerieten wir dann in einen Stau der
unseren Ankunftsplan um 2 Stunden zurückwarf... Leider... Oder zum
Glück...
Mein Heimweg führte mich von Uster über Zürich nach Haus ins Sihltal.
Was
soll ich sagen...? Zürich fasziniert mich immer mehr. Jeden Tag bekomme
ich die Rush-Hour auf dem Weg zum Zürichberg mit, jeden Tag sehe ich
wie diese Stadt pulsiert und lebt. NEIN. Nicht im Stress... Mit
Engelsgeduld und einem Lächeln auf dem Gesicht. Der Stau, die Menschen,
alles lächelt einen an und man lässt sich anstecken von dieser Ruhe und
Gelassenheit. Es fällt leicht, die Stadt bei ausreichender Ausleuchtung
zu bewundern,
denn sie gleicht einer eleganten Yacht auf dem
Mittelmeer. Ohne Mittelmeer. Und ohne Yacht. Zürich hat etwas, das rar
geworden ist: die Ausstrahlung von unendlicher Perfektion. Tausend
Plätze, die Postkarten gleichen...
Des
Nachtens, steht alles still. Ist Zürich am Tag geprägt vom intensiven
Leben, dem Verkehr und den Strassen voll von schönen Menschen mit ihrer
guten Laune, so wird man nachts um 2 vom gänzlichen Gegenteil
empfangen. Leere Strassen, keine Autos, keine Busse, keine
Strassenbahn, es ist als ob Zürich eingeschlafen wäre... Ruhig und
sanft liegt sie da.
Und
nimmt man sich die Zeit ist man ganz allein mit sich und dieser
Eleganz, mit den spielenden Lichtern des Zürich-Sees, mit den
beeindruckenden, angestrahlten Bauten, mit den kleinen Gässchen. Man
ist allein mit sich und Zürich. Die Stadt gehört Dir, bietet sich
dar... in ihrer ganzen Schönheit.
Der
General-Guisan-Quai, tagsüber vollgestopft mit allem was läuft und
fährt und ich mittendrin... In dieser Nacht gehört er mir, und ich
fahre ihn auf und ab, und nochmal... weil es schön ist, weil er Montag
früh um 2 mir gehört, mir ganz allein.
Ich
werde mir ganz sicher und noch ganz oft, eher früher als später, wieder
die Zeit nehmen, mich in mein Auto setzen und Zürich bei Nacht
erkunden. Soviel Schönheit, soviele Entdeckungen die man tagsüber kaum
wahrnimmt...
Liebe Nummer 1, musikalischer Natur: Interpol
Liebe Nummer 2, städtischer Natur, aufkommend: Zürich
Eine gute Mischung, in allen Belangen...
...und beeindruckend.