Das Leben der jungen J

30.10.2013 um 10:14 Uhr

Gestern hat meine Welt aufgehört zu existieren

Stimmung: Mies. Gibt es dazu eine Steigerung?

„Dein Misstrauen hat mich sehr verletzt. Egal welche Veränderung du gemerkt zu haben glaubst, du hattest kein Recht mir gleich eine andere Frau zu unterstellen. Dass du das von mir gedacht hast, macht mich unglücklicher, als ich sowieso schon bin. Nein, ich kann nicht schreiben, was mir alles durch den Kopf geht. Ich muss nachdenken. Bitte ruf mich nicht an und besuch mich auch nicht. Wenn, dann melde ich mich."

Mit diesen Worten ist gestern eine Welt zusammengebrochen. Ich stehe nun an einem Abgrund und weiß nicht, ob ich springen soll. Große Lust hätte ich. Ich schwanke zwischen Wut und Verzweiflung. Zwischen Panik und Leere. Zwischen Kämpfen und Aufgeben. 

Es ist mal wieder so weit. Unsere Beziehung steht auf der Kippe. Wie immer, wenn wir uns wirklich streiten. Das tun wir selten, aber wenn, dann ist es wirklich heftig. Ich kann das nicht mehr. Ich kann nicht jedes Mal Angst haben, dass wir nicht wieder zueinander finden. In meiner Welt läuft das so nicht. Da sagt man sich Dinge, die sind vielleicht blöd und verletzend und vielleicht wirklich unter der Gürtellinie gehen, schreit, knallt Türen, aber dann denkt man drüber nach, redet drüber und dann verzeiht man sich. Meine Freundin hat das mal als Gewitter beschrieben, das heftig tobt und danach wieder die Sonne raus kommt. Während ich mir mit meiner Mutter bis heute teilweise so heftige Wortwechsel gebe, dass ein Außenstehende nicht verstehen kann wieso wir überhaupt noch miteinander reden, aber nach denen wir uns immer vertragen, hat seine Mutter völlig anders reagiert. Es gab nur ein halbherziges Machtwort, wenn er wirklich Mist gebaut hatte. Ansonsten hat man ihm die Liebe entzogen.

In seiner Welt streitet man offenbar nicht. Er kann nicht streiten. Er hat es nicht gelernt. Die Worte, die im Streit fallen erschüttern ihn zutiefst. Ich bin dann nicht absichtlich verletzend, aber ich spreche dann Dinge so klar und deutlich aus, was dann den gleichen Effekt hat. Er zweifelt dann meist schon deswegen an der Beziehung, weil das bei ihm so ankommt, als würden wir keinen Respekt mehr voreinander haben. Das weiß ich alles. Und deswegen versuche ich Dinge die mich stören, nicht so aus mir herausplatzen zu lassen. Sondern erstmal nachzudenken und dann einen geeigneten Weg zu wählen. Ich kann das nicht immer. Und manchmal bin ich impulsiv. Da haue ich einfach etwas raus. Ohne nachzudenken. 

Und verdammt, er hat mich das komplette Wochenende provoziert. Er ist jeder meiner Fragen ausgewichen. Er hat mir keinerlei Alternative geboten. Und hat es mit seinem neuen Lieblingsspruch gekrönt. Der mich dann nach dem xten mal so sauer gemacht hat, dass es aus mir herausgeplatzt ist. Und nein, ich habe nicht nachgedacht. Meist reagiere ich in so einer Situation nur. Meist bin ich dann selbst überrascht, was ich dann da gesagt habe. Und nein, ich will nicht mehr die ganze Zeit auf rohen Eiern tanzen. Ich kann Dinge nicht immer so verpacken, dass sie bei ihm richtig ankommen. Das ist eben mein Charakter. Er weiß das doch auch. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich deswegen in Schwierigkeiten bin.

Weil ich mich dann selbst über mich erschrecke, versuche ich zu verstehen, was ich da gesagt habe und warum. Wieso ist es zu so einer heftigen Reaktion meinerseits gekommen? Dann gehe ich mich in, denke nach, schreibe einen Beitrag, telefoniere mit einer Freundin und habe dann irgendwann meine Reaktion verstanden. Das mache ich immer so und er hat es verdammt oft beobachtet. Es gab schließlich schon andere Dinge, die ich ihm in einer solchen Situation an den Kopf geknallt habe. Nicht immer Dinge, die ihn verletzt haben. Manchmal haben sie ihn sogar amüsiert. 

Aber diesmal scheint es, als hätte ich einen unverzeihlichen Fluch ausgesprochen. Wenn ich gewusst hätte, was das für Kreise zieht, hätte ich den Stein bestimmt nicht unbedacht ins Wasser gestoßen. Da ist er aber nun drin und die Wellen schlagen verdammt hoch. Und wie gesagt ich schwanke zwischen Wut und Verzweiflung. Wut, weil er mich wieder einmal ausschließt. Weil er wieder mal die Beziehung in Frage stellt. Weil er immer so tut als wäre alles gut und dann bricht es aus ihm heraus. Weil er unglücklich ist, aber nicht sagt, was ihm fehlt. Weil ich mit meiner Geduld am Ende bin und er mich soweit gebracht hat. Weil er sich offenbar ändern darf, aber ich nicht darauf reagieren? Verzweiflung, weil iich ihn wirklich sehr liebe. Weil ich nicht weiß, was bei ihm nicht stimmt. Weil er nicht drüber redet. Weil ich seine erste richtige Beziehung bin und er einfach nicht ausprobiert hat, was er nicht will. Weil ich Angst davor habe, dass ich ihm etwas nicht geben kann und dass dann plötzlich eine Frau aus einem Busch springt, die ihn in seinen Grundfesten erschüttert. Bei der er merkt, was er alles bei mir nicht hat. Weil ihn zu lieben und ihn glücklich machen zu wollen vielleicht nicht ausreicht. Weil er immer so bereitwillig alles aufgeben will, was wir haben. 

Dann steigt die Panik in mir hoch, dass er das alles auch endlich mal erkennen könnte. Dass er vielleicht wirklich versteht, was er braucht. Und das ich es nicht bin, die es hat. Und bei dem Gedanken dass er sich anders entscheiden könnte, bleibt bei mir nichts anderes zurück als Leere. Dann denke ich ans Aufgeben. Warum sollte ich mich noch weiter bemühen? Warum soll ich ihn nicht einfach ziehen lassen? Wenn er doch woanders glücklich wäre? Aber wenn er mir sagen könnte, was er braucht... Wenn er es doch nur selbst verstehen würde.... Wenn er es doch nur irgendwie einfordern könnte... Wir haben doch eigentlich eine gute Beziehung. Die schmeißt man doch nicht weg. Wir haben doch etwas was andere nicht haben, wir können reden. Wir finden Lösungen. Aber nicht, wenn er sich zurückzieht.

Und schon bin ich wieder bei Wut angelangt und der Kreis fängt von vorne an. 

Aber eigentlich kann ich sowieso nichts machen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Dieser Satz ist nicht einfach nur ein Spruch. Er ist wahr. Und auch der Pferdeflüsterer ist für sein Glück allein verantwortlich. Ich kann das fnicht abnehmen. Er muss selbst die Dinge anpacken, die ihn glücklich machen. Und wenn es dir Art und Weise war, wie er am Wochenende aufgetreten ist? Warum nicht. Er war viel maskuliner, viel gefestigter. Und ich habe alles zerstört. Statt ihn darin zu bestärken. Aber aus meiner Perspektive konnte ich auch nicht anders. Aber dass er es mir nicht verzeihen kann, hätte ich nicht gedacht.

Jetzt kann ich nur darauf hoffen, dass bei ihm die Gefühle stark genug sind. Dass das Nachdenken endlich mal zu einem Ergebnis führt. Dass ich ihm im Laufe unserer Beziehung genügend Fragen an die Hand gegeben habe, mit der er zum Kern vordringen kann. Vielleicht kommt er dann endlich mal an und sagt was er will und was er braucht. Nur wenn ich weiß, was er braucht, kann ich gucken, ob ich ihm das geben kann oder nicht. 

Und wenn nicht... Tja... dann habe ich wohl endlich Zeit für meine Weiterbildung.

Leider kann ich mich nicht auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich war gestern nachdem ich eine wirklich schöne Mail verfasst habe in Hochstimmung. Ich dachte, das kommt wieder alles in Ordnung. Ich war fest davon überzeugt, dass das alles in Ordnung kommt. Schließlich hatten wir schon schlimmere Dinge gemeistert. Und dann kam seine Antwort. Und jetzt traue ich mich nicht mehr, auf mein Bauchgefühl zu hören.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTearsforFears schreibt am 30.10.2013 um 10:35 Uhr:Wir ernten, was wir säen.

    Die Lottozahlen kenne ich nicht, das Wetter kann ich nicht vorhersagen, nicht einmal Fußballergebnisse.

    Aber in den Niederungen der menschlichen Psyche irre ich nie.

    Dazu auch mal etwas Konstruktives - "liebe" ihn für das, was er ist, nicht für das, was er sein soll.

    Männer brauchen das Gefühl der Macht, der Selbstbestimmung, der Freiheit. Er möchte bewundert werden, nicht beargwöhnt, denn darin erkennt er eine tiefe Kränkung.
    Es ist nicht zu spät, aber es liegt in deiner Hand.
    Warum willst du nicht den Mann, in den du dich verliebt hast?
    Mein Rat - so zwischen dem kotzen (lächel) - gib ihm Zeit und nimm dir Zeit, das wesentliche wiederzufinden.

    Sei ihm und dir ein Freund - den Freundschaft ist unvergängliche Liebe.

    Viel erfolg
  2. zitierenlousalome schreibt am 30.10.2013 um 12:09 Uhr:"Es gab nur ein halbherziges Machtwort, wenn er wirklich Mist gebaut hatte. Ansonsten hat man ihm die Liebe entzogen."
    Nun, dieses Verhalten hat er offensichtlich übernommen. Gib ihm etwas Zeit - auch wenn das sehr schwer fällt momentan. Ich hoffe für euch, dass er bereit sein wird, um diese Sache zu klären und aus der Welt zu schaffen!
  3. zitierenKieselstein schreibt am 30.10.2013 um 12:14 Uhr:Vielleicht habe ich den vorigen Post nicht genau genug gelesen, aber eines versteh ich irgendwie nicht: Dass er so heftig auf Dein Misstrauen reagiert.
    Sicherlich ist man überrascht und vielleicht auch ein Stück weit verletzt, wenn der eigene Partner glaubt, man habe neben ihm noch jemanden anderen.
    Viel wichtiger aber wäre doch dann die Frage: Warum glaubst DU das?
    Die Antwort darauf, meine ich, liest sich in diesem Post: Du traust Dir selber nicht zu, für ihn die einzige sein zu können; die einzige, die er will und die es für den Rest des Lebens sein soll. Es ist das eigene Nicht-Vertrauen, das einen dazu bringt, Entwicklungen des anderen nicht gegen sich selbst zu richten.
    Und wichtiger, sich zurückzuziehen und zu schmollen, wäre aus meiner Sicht, über all das zu reden.
    Und dabei auch herauszufinden, worin seine heftige Reaktion rührt. Nachvollziehbar ist die für mich nicht wirklich.
    Ich hoffe, er lässt Dich jetzt nicht tagelang so hängen :(
  4. zitierenlousalome schreibt am 30.10.2013 um 12:47 Uhr:Da stimme ich Kieselstein zu: so ganz verstehen kann man seinen heftigen Ausbruch nicht. Vielleicht ist aber auch der nur der Effekt aus zig anderen Dingen, die sich anstauten und nie rausgelassen wurden. Quasi das Ventil, dass dem Druck nicht mehr stand hielt.
  5. zitierenVomFeuerkind schreibt am 30.10.2013 um 13:20 Uhr:Die Heftigkeit der Reaktion hätte ich niemals vorhersehen können. Wir haben zwischendurch schon mal über dieses Thema gewitzelt. Da haben wir dann beide gelacht, weil dieser Gedanke so abwegig ist. Wie gesagt, wenn ich gewusst hätte, was das für Wellen schlägt wäre ich da nicht so leichtfertig gewesen. Ja... es war ein Impuls. Und meist endet es damit, dass ich mich frage, wo er her kommt. Er weiß das auch. Oftmals nimmt er diese Impulsdinge auch nicht mehr so richtig ernst. Das ist auch gut so. Aber ich frage mich schon die ganze Zeit, warum ich an ihm zweifle und warum er so heftig reagiert.

    Ich merke, dass ihn etwas bedrückt. Er meint auch oft, er wäre unglücklich. Aber kann nicht ausdrücken, was nicht stimmt. Er kann nicht mal sagen, ob es die Beziehung, der Job, sein Vater oder die Gesamt-Situation ist. Ich frage mich natürlich, was ich tun kann. Aber er redet halt nicht drüber und so weiß ich nicht, was es sein soll. Die meiste Zeit benimmt er sich auch völlig normal. Und dann frage ich, ob es an mir liegt. Was wäre denn nun, wenn er eine Frau kennenlernen würde, bei der er glücklich sein könnte? Bei der er es schafft den Kopf auszuschalten? Ich habe da Angst vor. Weil ich ihn dann ziehen lassen müsste. Weil ich ihn liebe, will ich, dass es ihm gut geht. Wenn er bei mir nicht glücklich sein kann, dann soll er eben woanders glücklich werden. Er kam am Wochenende so anders rüber. Vielleicht glücklicher, bestimmter. Es hätte Sinn gemacht. Vielleicht zweifle ich nicht an seiner Liebe, sondern ob ich sie verdient habe. Vielleicht kann ich nicht glauben, dass dieser tolle Mann wirklich für mich bestimmt ist. Und manchmal glaube ich, er glaubt das auch. Er sagt oft, dass er nicht so toll ist, wie ich denke. Er glaubt nicht, dass er der weltbeste Freund ist. Vielleicht glaubt er auch nciht, dass er das alles verdient hat. Aber vielleicht ist seine Aufrichtigkeit das einzige, was er mir wirklich aus seiner Sicht geben konnte und dann nehme ich ihm selbst das nicht ab? Was kann er mir denn dann noch bieten? Das könnte die heftige Reaktion erklären. Eben weil er glaubt, er hätte nun das einzige verloren, was er mir bieten kann. Er hätte mich verloren. Macht das Sinn??

    Natürlich lässt er mich die nächsten Tage hängen. Er braucht lange zum nachdenken. Mindestens bis zum Wochenende, eher noch bis zum nächsten. Ich will ihm die Zeit auch gern geben, weil ich weiß, dass er wirklich nachdenkt. Und wenn er für sich nicht weiter kommt, wird er sich an einen unserer Freunde wenden. Dann irgendwann wird für ihn einiges klar sein. Wir werden reden. Was auch immer dabei herauskommen mag.

    Die einzige Hoffnung die ich habe, ist dass es nicht das erste Mal ist. Es läuft immer so ab. Er zieht sich zurück, ich heule Rotz und Wasser, weil ich denke er beendet die Beziehung (das ist auch so... bilde ich mir nicht ein), dann reden wir drüber und gehen gestärkt und mit einem tieferen Verständnis füreinander wieder aus der Sache raus. Ich hoffe, dass es diesmal auch so ist.

    Ich finde warten nur scheiße.
  6. zitierenlousalome schreibt am 30.10.2013 um 15:22 Uhr:Ich habe die Vermutung, dass dieses Unglücklich-sein, dass er in sich trägt aber nicht weiter benennen kann, eigentlich nichts mit dir oder eurer Beziehung, sondern nur mit ihm selbst zu tun hat.
  7. zitierenginablum schreibt am 30.10.2013 um 19:57 Uhr:
    TearsforFears:
    Männer brauchen das Gefühl der Macht, der Selbstbestimmung, der Freiheit. Er möchte bewundert werden, nicht beargwöhnt, denn darin erkennt er eine tiefe Kränkung.


    Du meine Güte! Männertränen klagen an. Schaff dir einen Hund an, dann hast du Macht und wirst bewundert.

    @ Feuerkind: hier wurde schon viel Kluges geschrieben.
    Die Reaktion deines Freundes ist meiner Meinung nach unangemessen und steht nicht in Relation zum Anlass. Dass dein Verdacht, ihn "noch unglücklicher macht, als er ohnehin schon ist" ist reichlich harter Tobak und nicht frei von Manipulation. Das ist so eine Totschlagaussage, leider will er jetzt ja nicht drüber reden, also stehst du allein im Regen.

    Es ist im Grunde ein leichtes, Sicherheit zu vermitteln, wenn der andere unsicher ist, wenn man es denn will. Das will er aber definitiv nicht. Kontaktabbruch ist die Höchststrafe, immer. Und wenn das nicht das erste Mal ist, dann weiß er, dass er einen wunden Punkt trifft.

    In einer gesunden, reifen Beziehung sind beide darauf aus, den anderen nicht unnötig zu ängstigen oder zu kränken.

    Weshalb auch immer er so dramatisch reagiert (ich befürchte fast, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen), seine Reaktion ist nicht davon beseelt, dir Sicherheit zu vermitteln.

    Wenn das sein Verhaltensschema ist, hat es wahrscheinlich wirklich sehr wenig mit dir zu tun. Fast immer trifft ein Mensch, mit dem, was er dir "antut", keine Aussage über dich, sondern eine über sich.

    Ich sehe in deinen selbstreflektiven Zeilen das Bemühen, sowohl ihn als auch dich zu verstehen. Du bist selbstkritisch, was einem Gespräch weiß Gott nicht im Wege stände. Wie schade, dass er nicht erkennen kann, dass er mit dir jemanden hätte, mit dem ein gedeihlicher Austausch auch über die Klippen eurer Beziehung sprechen könnte.

    Aber daran ist nun leider nichts zu ändern und so kannst du im Moment nichts weiter tun, als abzuwarten, ob, wann und was er dir mitzuteilen hat. Oder du entscheidest, dass du nicht zum abwarten verdammt bist und eigene Entscheidungen treffen kannst.

  8. zitierenginablum schreibt am 30.10.2013 um 20:03 Uhr:mit dem ein gedeihlicher Austausch auch über die Klippen eurer Beziehung möglich sein könnte.

    (sollte es heißen)
  9. zitierenSpring_Roll schreibt am 30.10.2013 um 22:05 Uhr:Ach Feuerkind ... es ist schwer, einen Mann zu lieben, der sich selbst nicht liebt. Und noch schwerer, wenn dieser Mann das Muster "Liebesentzug" anwendet.

    Liebst du dich? Denn die Frage "habe ich diesen Mann verdient?" trägt immer auch grosse Selbstzweifel in sich ....

    Ein Trennungsmuster ist gefährlich. Eine Achterbahnbeziehung macht kaputt ... Vorsicht, Feuerkind ... dir selbst zuliebe.

  10. zitierenVomFeuerkind schreibt am 30.10.2013 um 22:31 Uhr:ja... mh... so ähnlich hat es vorhin meine Freundin auch formuliert. Er will mir gerade nicht das Gefühl von Sicherheit geben. Warum auch immer. Sie hat fast das Gefühl, als wollte er einen Grund suchen, die Beziehung zu beenden. (Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen) Oder wenigstens dafür sorgen, das es mir genauso schlecht geht, wie ihm. (Das schon eher). Ich verstehe immer noch nicht, warum seine Reaktion derart heftig ist. Kann ich ja auch nicht, er redet ja nicht mit mir und allein drehe ich mich da im Kreis.

    Eigentlich weiß er auch, dass wir gut über unsere Beziehung reden können. Das ist es, was uns immer wieder zusammengebracht hat. Wir haben beide festgestellt, wie befreiend es ist, wenn man seine Ängste, Sorgen und Befürchtungen ausspricht. Auch ohne gleich eine Lösung parat zu haben. Aber dazu muss er auch in der richtigen Verfassung sein. Mir ist es dann lieber, er denkt in Ruhe nach, lässt die Emotionen auf kleinerer Flamme weiter kochen und ist dann wirklich für ein konstruktives Gespräch offen, als irgendeine Kurzschluss Handlung vom Zaun zu brechen. Aus Erfahrung weiß ich, dass es es wirklich nicht weiß und er sich total unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich etwas sofort und gleich wissen will. Aber wenn er nachdenkt, dann kommt auch meist was brauchbares raus.

    Tja... ich kann eigene Entscheidungen treffen. Das stimmt. Eigentlich müsste ich das auch tun, schließlich habe ich bin letzten Mal schon damit gedroht, dass ich mir das nicht noch mal antue. Dass ich nicht nochmal die Beziehung in die Waagschale werfe. Meine Freundin hat das vorhin schon recht zutreffend zusammgefasst: Weil er das Spiel immer spielt, bin ich mir seiner nie wirklich sicher, er kommt mit der Planung unseres gemeinsamen Lebensmittelpunktes die ganze Zeit nicht aus dem Quark, er ist schon so lange mit dem Job unglücklich und tut da auch nichts und zu allem Überfluss belegt er den Platz, den jemand einnehmen könnte, der wirklich eine Zukunft mit mir haben wollen würde. So betrachtet sind das alles gute Gründe, die Geduld Geduld sein zu lassen und mal eine Entscheidung zu treffen. Jetzt hätte ich die Chance. Aber...

    Und jetzt überlege ich natürlich ernsthaft, ob ich die Beziehung wirklich will. Was gibt sie mir. Was hätte ich gern. Liebe ich ihn oder nur die Vorstellung in einer Beziehung zu sein? Halte ich ihm weiter die Tür auf oder mach ich sie zu? Im Moment (und was anderes ist es gerade nicht, weil meine Emotionen Achterbahn fahren) denke ich, ich warte mal ab, mit was er so kommt. Er kann da gern auch mal den Ball haben. Warum muss ich da immer drum kämpfen? Warum muss ich immer die guten Argumente haben? Warum muss ich immer die Verantwortung haben, dass wir uns wieder vertragen? Ich kann mich doch da mal gepflegt zurücklehnen und abwarten. Dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich das gut finde oder nicht.

    Danke für deinen Beitrag ginablum, er hat mir sehr geholfen... :)
  11. zitierenVomFeuerkind schreibt am 30.10.2013 um 22:32 Uhr:@ Spring_roll: Ich mache da gerade einen Schritt aus dem Strudel raus (Dein Beitrag hat sich mit meinem überschritten) :)
  12. zitierenTearsforFears schreibt am 31.10.2013 um 11:36 Uhr:seufz...

    Google: Nietzsche Mitleid erregen wollen.

    mene tekel
  13. zitierenVomFeuerkind schreibt am 31.10.2013 um 11:57 Uhr:@TearsforFears: Ich habe keine Ahnung, was du immer damit ausdrücken willst, aber auf arogante Beiträge, die du mit einem bescheuerten (lächel) krönst, Off-Topic Kommentare und totale Besserwisserei kann ich auch verzichten. Danke, aber nein danke.
  14. zitierenlousalome schreibt am 31.10.2013 um 12:19 Uhr:Das war klar, dass "so einer", wie TfF mit dem guten Nietzsche daher kommt. Der Arme muss wirklich für alles herhalten. TfF, ich hoffe, du liest nicht die Kröner-Ausgabe?! Wenn du Nietzsche schon missbrauchen musst ...

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